Freitag, 12. November 2021

Gedankensammelsurium ~ (K)ein Wiedersehen und vielen Dank

Hallo zusammen,

mein letzter Post ist eine Weile her, anderthalb Monate, um genau zu sein. Ich hab mir in der letzten Zeit, eigentlich seit meinem letzten Gedankensammelsurium vom 01. August, ein paar Gedanken gemacht und ich sage es jetzt kurz und schmerzlos vorweg: Ich werde Julias Sammelsurium stilllegen. 

Das wichtigste ist damit gesagt, aber falls es euch interessiert, kommt jetzt noch ein bisschen bla bla.

Ehrlich gesagt, habe ich mich schon seit einer Weile zu diesem Schritt entschieden und ich glaube, mir war auch beim letzten Sammelsurium schon klar, dass Aufhören das richtige wäre. Ich weiß nicht so genau, warum ich es nicht getan habe. Letztendlich war ich nach diesem Post motiviert und habe gedanklich einige Beiträge verfasst, aber sie geschrieben, geschweige denn veröffentlicht, habe ich kaum welche. Ich habe es immer wieder verschoben. Auf morgen, auf das nächste Wochenende. Gemacht habe ich es dann aber nie, weil ich in dieser Zeit ja auch lesen, oder YouTube gucken oder spazierengehen könnte. Was irgendwie bescheuert ist, weil ich ja nie etwas anderes mache als Lesen, YouTube gucken oder spazierengehen. Ich hätte also die Zeit zum Bloggen. Mir fehlt es an Motivation und an Worten. Und das schon lang. 

Ich habe im Kopf was ich über ein Buch oder einen Film oder eine Sache sagen möchte, aber ich kann es nicht mehr in Worte fassen. Wenn ich dann doch etwas aufschreibe klingt es so austauschbar. So als müsste man nur die Eigennamen ersetzen und schon würde das Geschriebene auch zu jedem anderen Buch passen. 

Was ich damit sagen will ist, dass ich meine Texte nicht mehr fühle, weder die bereits veröffentlichten, noch die entworfenen, dass ich meinen Blog nicht mehr fühle und das es deshalb wohl an der Zeit ist, (erstmal) einen Schlussstrich zu ziehen. 

Seit ich über diesen Abschluss nachdenke, denke ich auch über meinen Jahresrückblick nach. Ich habe aktuell fest vor, den Jahresrückblick zu schreiben und zu veröffentlichen. Weil ich ihn gern mag, weil er bei euch immer gut angekommen ist und weil ich das Gefühl habe, das dies ein guter Abschluss wäre. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, euch diesen anzukündigen. Ich weiß nicht, ob ich ihn überhaupt schreiben werde. Aber falls ich ihn schreibe, will ich damit niemandem Hoffnung machen, deshalb kündige ich es doch an. 

Darüber hinaus bleibt mein Blog auch weiterhin online, nur werden wohl keine Beiträge mehr kommen. Ich sage aber niemals nie. Dieser Blog ist irgendwann nachts zwischen Mitternacht und ein Uhr morgens entstanden. Ich kenne mich, es ist nicht ausgeschlossen, dass ich irgendwann wieder nicht schlafen kann und ... keine Ahnung. Einen neuen Blog aufmache, ein bis fünfzehn Posts schreibe oder vielleicht sogar (aber eher nicht) das Ding hier vom Netz nehme. Ich werde es euch wissen lassen.

Zuletzt möchte ich mich noch bei euch bedanken. Und irgendwie ist das der schwierigste Teil an dem ganzen hier. Und der, der am meisten wehtut. Ich habe sehr viele tolle Menschen durch das ganze Buchding kennengelernt. Mir viele Buchtipps geholt (sehr viele), bereichernde Leserunden gehabt und auch das ein oder andere private Wort mit einigen ausgetauscht. Zu manchen hat der Kontakt gehalten, auch nachdem der jeweilige Blog nicht mehr existierte, zu anderen nicht. Aber auch das ist okay und ich bin dankbar für den vorherigen Austausch. 

In den letzten sieben (!) Jahren habe ich so viele wunderbare Kommentare von euch bekommen und es tut mir Leid, dass ich sie zuletzt nicht mehr entsprechend würdigen konnte. Wie verrückt ist es bitte, dass es Menschen gibt, denen mein Geschreibsel so viel wert ist, dass sie sich die Zeit nehmen und mir ein paar liebe Worte hinterlassen? Das mindeste wäre es gewesen, zeitnah darauf zu reagieren. Ich möchte das ihr dennoch wisst, wie dankbar ich für jedes einzelne Wort bin. Ohne euch, ganz besonders nicht ohne meine Stammgäste ♥, wäre mein Sammelsurium nicht das, was es gewesen ist. 

Diese paar Worte reichen nicht ansatzweise um meinen Dank rüberzubringen, aber wie oben schon gesagt, wollen sie aktuell nicht fließen.

Ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Gute und für jede Lebenslage das richtige (Hör-)Buch. Passt auf euch auf und wir sehen uns hoffentlich auf Instagram, euren Blogs, im Lesegarten oder vielleicht auf WhatsApp oder per Mail. 

Eure


Sonntag, 26. September 2021

TAG ~ Anti-TBR-TAG

Hallo zusammen,

ich höre sehr gern den Podcast bücherreich von Ilana und neben dem ein oder anderen Buchtipp gibt es dort auch immer wieder interessante TAGs, von denen ich einige selbst schon gemacht habe oder noch machen wollen würde, mir dann aber doch nichts dazu einfällt. Zu diesem TAG habe ich aber einiges zu sagen. Ihr auch?

Ein allseits bekanntes und beliebtes Buch, das du nicht lesen möchtest?
Diese Frage habe ich bereits in einem anderen TAG beantwortet und damals habe ich die Biss-Reihe von Stephanie Meyer genannt. Das ist auf jeden Fall immer noch so, weil ich mit Vampiren so gar nichts anfangen kann. 

Ansonsten fällt mir auch noch Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara ein. Lesen möchte ich es nicht, aber ich werde es trotzdem tun (oder es zumindest versuchen), weil ich einerseits gern mitreden möchte und andererseits steht das Buch auf meinem 99 Bücher Poster und ich möchte das Buch zumindest anlesen, damit ich das Feld dann freirubbeln kann.

Ein Klassiker oder ein berühmte:r Autor:in, das oder den/die du nicht lesen möchtest?
Diese Frage finde ich sehr schwer, zumal der zweite Teil der Frage abgesehen von dem Zusatz "berühmt" die gleiche Frage ist wie die folgende und ich mich daher auf den Klassiker konzentriere. Mir fallen da spontan Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien und Stolz und Vorurteil von Jane Austen ein. Beides reizt mich so gar nicht, aber auch diese beiden sind auf meinem Poster vertreten. Ansonsten fällt mir tatsächlich nichts ein...

Ein Autor/eine Autorin, dessen/deren Bücher du nicht lesen willst?
Antonia Michaelis. Vielen schwärmen von ihren Büchern und ich habe lange ein Buch von ihr auf der Wunschliste gehabt, aber ich glaube ich könnte ihre Bücher nicht unvoreingenommen lesen. Eines ihrer bekanntesten Bücher ist Der Märchenerzähler und darin liegt das Problem. Ich habe das Buch nie gelesen, aber durch eine ausführliche Besprechung einer (leider nicht mehr aktiven) Bloggerin weiß ich, dass es dort eine sehr problematische Szene gibt. Ich habe schon mehrfach überlegt mir das Buch in der Bibliothek zu leihen und mir selbst ein Urteil zu bilden, aber alles in mir sperrt sich. Ich will das nicht lesen. Ich hab dann wie gesagt lange ein anderes Buch von ihr auf der Wunschliste gehabt, aber ich habe es mir nie gekauft, weil ich immer das Gefühl hatte, ich gehe schon mit einer negativen Einstellung an das Buch heran. Das ist sicherlich unfair der Autorin gegenüber, aber es ist eben auch nicht fair das Buch zu kaufen und es (vielleicht) schlecht zu bewerten, obwohl ich von vorneherein wusste, dass es nie eine echte Chance hatte. 

So geht es mir übrigens auch mit Büchern von Booktuber*innen. Es gibt da durchaus einiges was mich interessieren würde, aber weil ich die Videos früher geschaut und dann aus Gründen aufgehört habe, traue ich mir nicht zu die Bücher fair zu bewerten. 

Ein problematische:r Autor:in, dessen/deren Bücher du nicht lesen willst? 
Auch diese Frage fällt mir leicht: J. K. Rowling. Ich habe alle Harry Potter Bücher gelesen, habe die Reihe unvollständig im Regal und besitze auch einen Zeitumkehrer, aber ich möchte die Autorin unter anderem wegen ihrer problematischen Äußerungen zu trans* Personen nicht mehr unterstützen. Es wurde und wird viel über das Thema diskutiert und ich glaube, alle müssen da für sich selbst entscheiden, wie damit umzugehen ist. Harry Potter (die Reihe, nicht der Charakter) hat immer einen Platz in meinem Herzen und ich mag die Charaktere und das ganze Universum immer noch sehr. Aber ich möchte die Autorin nicht weiter (finanziell) unterstützen, auch wenn mich die Cormoran Strike Reihe sehr interessiert.

Ein:e Autor:in, von dem oder der du schon einige Bücher gelesen hast und gemerkt hast, dass seine/ihre Bücher einfach nichts für dich sind?
Stephen King vielleicht. Ich habe zwar nur ein Buch von ihm gelesen, aber das fand ich ziemlich langweilig. Ich hatte immer vor noch ein weiteres zu lesen, aber ich hab es dann doch von der Wunschliste geschmissen, weil der Autor mich gar nicht mehr reizt.

Ein Genre, was dich einfach so überhaupt nicht interessiert und/oder wo du einfach nicht reingekommen bist?
Ich lese wirklich sehr viel querbeet. Einiges mehr und anderes weniger, aber es ist doch sehr viel dabei. Was mich so gar nicht interessiert sind Lyrik und Kurzgeschichten. Mit Horror kann ich auch nichts anfangen.

Ein Buch auf dem SuB, das du niemals lesen wirst (kann gekauft und unhauled sein oder z.B. ausgeliehen und ungelesen zurückgegeben)
Das gibt es bei mir nicht. Mein SuB ist nicht so groß, daher wird das meiste auch zeitnah gelesen. Es kommt also nicht vor, dass ich Bücher auf dem SuB habe und nach fünf Jahren feststelle, dass ich sie doch nicht mehr lesen möchte. 

Eine Reihe, die du nicht lesen möchtest oder die du angefangen hast und nicht beenden wirst?
Da gibt es viele. Ich habe zum Beispiel die After Reihe von Anna Todd begonnen oder auch Fifty Shades of Grey von E. L. James. Beide werde ich auf keinen Fall fortsetzen. Birthmarked von Caragh O'Brien oder Francis Ackerman Jr. von Ethan Cross werde ich definitiv auch nicht fortsetzen.
 
Eine Neuerscheinung, die du nicht lesen möchtest? 
Über Neuerscheinungen bin ich so gar nicht informiert, daher muss ich bei dieser Frage passen.

Freitag, 24. September 2021

Sammelsurium ~ Bücher in Quisendungen IX

Hallo zusammen,

vor fast einem Jahr gab es das letzte Quiz. Es wird daher mal wieder Zeit für eine neue Runde. Habt ihr Lust?

 
1. Gefragt gejagt - 20. Oktober 2020 
Phileas Foggs Wette steht im Mittelpunkt eines Romans von ...? 
A: Jack London
B: Jules Verne
C: John Irving

 2. Gefragt gejagt - 22. Oktober 2020
Von welchem Gleis fährt der Hogwarts-Express in den Harry-Potter-Geschichten?
A: Viertelvorzwölf
B: Neundreiviertel
C: Einhundertelf
 
3. Gefragt gejagt - 02. November 2020 
Immer, wenn Astrid Lindgrens Michel aus Lönneberga in den Holzschuppen flüchtet, ...?
A: liest er Gedichte
B: schnitzt er Figuren
C: spielt er Gitarre 

4. Wer weiß denn sowas? - 20. November 2020
Wer lebt im Hundertsechzig-Morgen-Wald?
A: Bilbo Beutlin aus "Der Herr der Ringe"
B: Hagrid aus "Harry Potter"
C: Pu der Bär

5. Quizduell - 20. November 2020
Wie heißt das erste Buch der Romanreihem auf der die deutsche Erfolgsserie "Babylon Berlin" basiert?
A: Der grüne Frosch
B: Der nasse Fisch
C: Das scheue Reh
D: Das bissige Krokodil

6. Quizduell - 04. Dezember 2020
Postet jemand in den sozialen Netzwerken ein "Shelfie", so ist darauf auf jeden Fall was zu sehen?
A: Muschel
B: Hütte
C: Regal
D: Schaf
 
7. Gefragt gejagt - 31. Juli 2021
Durch welche Tierbehausung kommt in Lewis Carrolls Literaturklassiker Alice ins Wunderland?
A: Kaninchenbau
B: Vogelnest
C: Biberburg 

8. Gefragt gejagt - 06. August 2021
Wer spielt im vierten"Harry Potter"-Film den Sucher im Qudditichteam der Hufflepuffs Cedric Diggory?
A: Orlando Bloom
B: Robert Pattinson
C: Josh Hutcherson 

9. Gefragt gejagt - 17. September 2021
Der Hexenbesen von Bibi Blocksbergs Mutter Barbara heißt...?
A: Kartoffelbrei
B: Baldrian
C: Donner 

10. Gefragt gejagt - 22. September 2021
Wer veröffentlichte erst einen einzigen Roman und landete damit gleich einen Bestseller?
A: Martin Walser
B: Daniel Kehlmann
C: Patrick Süskind

Wieviele Fragen konntet ihr richtig beantworten?




Lösungen: 1B, 2B, 3B, 4C, 5B, 6C, 7A, 8B, 9B, 10C

Sonntag, 22. August 2021

Aktion ~ Gänseblümchen

Hallo zusammen,

momentan ist bei mir viel los (für meine Verhältnisse), weshalb ich sehr dünnhäutig und oft erschöpft bin. Gerade deshalb möchte ich einen Blick auf die letzte Woche werfen, damit ich mir selbst vor Augen führen kann, dass es auch in stressigen Zeiten gute Momente gibt.

Meine beste Freundin hat standesamtlich geheiratet. Ich freue mich sehr für sie, dass sie so glücklich ist. Die Feier war sehr schön und ganz besonders hervorheben muss man die Deko, die meine Freundin gestaltet hat. Es war alles sehr schlicht, aber stilvoll und stimmig.

Ich bin für die Hochzeit nach Hause gefahren. Zwar hatten meine Züge alle ein paar Minuten Verspätung, aber das hatte glücklicherweise keine Auswirkungen auf meine Anschlusszüge. Die waren nämlich auch zu spät. Insgesamt habe ich auf dieser Strecke bisher deutlich weniger Probleme, als auf der Studiumsstrecke. Sie ist kürzer und meist steige ich einmal weniger um, aber dennoch kann man das positiv hervorheben.

Ich bin diesmal direkt nach der Arbeit gefahren und damit zehn Stunden später als sonst. Das hat mich zwischendurch ein bisschen verwirrt. Normalerweise lese ich im Zug durchgehend, aber ich war müde von der Arbeit und hatte auch nur ein Sachbuch mit, in dem man nicht unbedingt sechs Stunden am Stück liest. Ich habe also abwechselnd ein paar Seiten gelesen und Podcasts gehört. Sollte ich öfter machen, weil es so entspannend war aus dem Fenster zu schauen. 

Durch die Hochzeit konnte ich den Samstag noch bei meinen Eltern im Garten verbringen. Es war warm, sodass ich gemütlich draußen sitzen konnte, auch wenn der Himmel nicht unbedingt zum draußen sitzen eingeladen hat. Ich habe es mir unter anderem mit dem Buch "Einstein. Die fantastische Reise einer Maus durch Raum und Zeit" gemütlich gemacht. Die Story hätte ein bisschen besser sein können, aber allein für die Zeichnungen lohnt sich das Buch sehr. Die anderen Bücher aus der Serie wandern auf direkt auf meine Wunschliste. Abends habe ich noch zwei Ründchen mit meiner Mutter gespielt. Es war ein schöner ruhiger Samstag.

Zum Schluss gibt es ein Gänseblümchen für die Woche, weil sie vorbei ist und ein Gänseblümchen für mich, weil ich sie überstanden habe.

Ich habe diese Aktion bei Laberladen entdeckt. Ursprünglich stammt sie von Hoffnungsschein. Es geht im Grunde genommen darum, sich auf die guten Dinge zu konzentrieren. Was ist dir in der letzten Woche schönes passiert? Was hat dich glücklich gemacht? Was hat dich aufgemuntert? Was hat dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

Freitag, 20. August 2021

Update #2 ~ Meine 30 vor 30

Hallo zusammen,
 
anfang letzten Jahres hatte ich euch von meinen 30 Wunschlistenbüchern erzählt, die ich gern vor meinem 30. Geburtstag lesen möchte. Nachdem ich vor einiger Zeit mit Melli nochmal über die Liste gesprochen habe, kam mir in den Sinn mal wieder ein Update zu schreiben.
 
Kennt jede*r, nur du nicht:
Momo - Michael Ende
Den Mund voll ungesagter Dinge - Anne Freytag
All die verdammt perfekten Tage - Jennifer Niven
Wer die Nachtigall stört - Harper Lee ✓

(2 / 5 gelesen)

Langsam wird's peinlich:
Wie die Luft zum Atmen - Brittainy C. Cherry
Daniel is different - Wesley King
Tulpengold - Eva Völler

(2 / 5 gelesen)

Fang endlich an:
Die Verratenen - Ursula Poznanski ✓
Wie Monde so silbern - Marissa Meyer
Blauer Montag - Nicci French
Irgendwie anders - Chris P. Rolls

(3 / 6 gelesen)

Musst du kennenlernen: 
Wut - Martin Krist ✓ (abgebrochen)
Das Orchideenhaus - Lucinda Riley
Ugly Love - Colleen Hoover
Die Erbin - John Grisham 

(1 / 4 gelesen)

Lovely books von lovelybooks:
Wolkengänger - Alan Philips & John Lahutsky
Mogli - Manuela Kuffner
Der geheime Brief - Maria Ernestam
Ausgeträumt - Endstation Drogenknast - Brigitte Blobel
Die verborgene Seite des Mondes - Antje Babendererde

(0 / 5 gelesen)

Jetzt wird es aber Zeit:
1793 - Niklas Natt och Dag
Stolperfalle Liebe - Emma S. Rose ✓
Drahtseiltänzer - S. B. Sasori
Der Syrien-Krieg - Kristin Helberg ✓
Alle Weihnachtserzählungen - Charles Dickens

(2 /5 gelesen)

Insgesamt habe ich zehn der 30 Bücher gelesen. Das ist immerhin ein Drittel. Könnte besser, aber auch schlechter sein. Zwei Jahre sind es noch bis zu meinem 30. Geburtstag. Das ist auf jeden Fall zu schaffen. Bei der lovelybooks Kategorie sieht es ganz schlecht aus. Ich war aber auch schon ewig nicht mehr dort. Nicht das ein Zusammenhang bestehen würde. Aber nur mal so. 

Es freut mich allerdings, dass es in der Reihenkategorie ganz gut läuft. Zwei der Reihen habe ich komplett gelesen. Ob ich Illuminae noch beenden werde... eher nicht. Mein nächstes Buch soll auch aus dieser Kategorie sein, denn ich möchte mit den Luna Chroniken von Marissa Meyer beginnen.

Sonntag, 15. August 2021

Aktion ~ Gänseblümchen

 Hallo zusammen,

trotz einiger Aufreger auf der Arbeit war es für mich eine gute Woche. Aus diesem Grund wird es mal wieder Zeit für Gänseblümchen.

 

Hier finden aktuell die maritimen Tage statt. Das ist sozusagen eine Mini-Sail, weil die große Sail nur alle 5 Jahre stattfindet. Im Hafen liegen dann viele Schiffe aus der ganzen Welt, die man zum Teil auch besichtigen kann. Ansonsten gibt es natürlich die üblichen Essensbuden, ein paar Fahrgeschäfte usw. 

Durch Corona muss natürlich alles ein bisschen anders geplant werden, aber das ist eigentlich ziemlich gut gelungen. Es gibt mehrere Erlebnisbereiche, in die man nur Getestet/Genesen/Geimpft reinkommt und wo die Besucherzahlen streng kontrolliert werden. Ein Bereich ist die Freiluft-Kombüse. Cooler Name für ein Streetfood Festival oder? Am Donnerstag sind meine Chefin und ich in der Mittagspause dorthin gegangen, um uns etwas zu Essen besorgen. Wir haben uns beide etwas israelisches geholt und es war wirklich lecker. Das Wetter war an diesem Tag auch super schön, sodass wir ganz gemütlich draußen sitzen und uns zum Nachtisch ein Eis gönnen konnten.

Am Freitagabend war ich dann mit meiner früheren Kollegin, jetzt Chefin die Schiffe anschauen. Wir waren uns einig, dass die zwar schön aussehen, wir aber nicht unbedingt längere Zeit darauf verbringen wollen. Nachdem wir unsere Runde gedreht und ein bisschen was gegessen haben, wollten wir uns am Wasser den Sonnenuntergang anschauen. Leider zogen dann doch einige Wolken auf und es wurde recht frisch. Es war ein ganz toller Abend und es hat uns gut getan mal rauszukommen. Überhaupt etwas zu unternehmen, aber auch einfach wieder unter Menschen zu sein. Das kennt man ja gar nicht mehr. 

Gestern wollte ich mit dem Fahrrad in den Nachbarort fahren um mich nochmal nach Hochzeitskleidung umzuschauen. Blöderweise war die Brücke die ich benutzen wollte gesperrt. Ich bin dann also umgedreht und in die Innenstadt gefahren, um dort ein paar Dinge zu erledigen. Unter anderem war ich wieder in der Bibliothek. Am liebsten würde ich da jede Woche fünf Bücher ausleihen, aber so schnell lese ich leider nicht. Jedenfalls bin ich dann trotzdem noch auf 18 km Fahrradtour gekommen und habe festgestellt, dass sich mein neues zweites Fahrrad ziemlich gut fährt.


Freitag - Maritime Tage - Blick auf Willy-Brandt-Platz und Zoo am Meer

 
Freitag - Maritime Tage - Blick auf die Wesermündung

 
Freitag - Maritime Tage - Blick auf die Wesermündung

 
Freitag - Maritime Tage - Christian Radich

 
Freitag - Maritime Tage - Alexander von Humboldt II

 
Samstag - Fahrradtour - Geeste

Ich habe diese Aktion bei Laberladen entdeckt. Ursprünglich stammt sie von Hoffnungsschein. Es geht im Grunde genommen darum, sich auf die guten Dinge zu konzentrieren. Was ist dir in der letzten Woche schönes passiert? Was hat dich glücklich gemacht? Was hat dich aufgemuntert? Was hat dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert?

Donnerstag, 12. August 2021

Rezension ~ Das Geheimnis der Malerin - Lorenzo de' Medici

Titel: Das Geheimnis der Malerin
Originaltitel: El secreto de Sofonisba
Autor: Lorenzo de' Medici
Seiten: 332 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historisch, Kunst
 
 
 
Inhalt:
1624: Der junge und noch wenig erfahrene Maler Anthonis van Dyck reist nach Italien, um die berühmte und gleichzeitig geheimnisvolle Malerin Sofonisba Anguissola kennenzulernen. Obwohl die Malerin mehr als 70 Jahre älter ist als ihr Besucher, entsteht zwischen den beiden schnell eine vertrauensvolle Beziehung. Sofonisba erzählt Anthonis von ihrer ereignisreichen Zeit am spanischen Königshof.

1564: Papst Pius IV befindet sich in einer heiklen Lage. Ein Geheimnis, das ihn und viele weitere Männer das Leben kosten kann, droht in die falschen Hände zu geraten. Es muss daher um jeden Preis bewahrt werden, doch wie dies anstellen, ohne allzu viele Personen in die Mission einzuweihen? Ihm kommt die Idee, ein Werk Sofonisbas zur Übermittlung einer Botschaft zu benutzen…

Meine Meinung: 
Dieses Buch hat mal irgendwann jemand aussortiert und weil mir das Cover gefiel und auch der Klappentext meine Neugier geweckt hat, habe ich es behalten. Es stand dann doch eine Weile bei mir rum, weil ich für historisches wirklich in Stimmung sein muss. Für eine Challenge habe ich es jetzt zur Hand genommen, denn sonst hätte ich es vermutlich die nächsten fünf Jahre nicht gelesen.

Ehrlich gesagt hat mich das Buch von Anfang an positiv überrascht. Die beiden Handlungsstränge werden parallel erzählt, wobei es sich bei dem Teil mit Sofonisba und Anthonis eigentlich nur um Gespräche aus der weiter zurückliegenden Vergangenheit handelt. Das ist auch tatsächlich mein größter Kritikpunkt. Es hätte den Part in Jahr 1624 im Grunde genommen nicht gebraucht. Ein, zwei Kleinigkeiten waren wichtig, um die Zusammenhänge zu verstehen, aber diese hätte man auch anders einbinden können. Ab einem gewissen Punkt ist der Teil aus dem Jahr 1624 dann auch vorbei und wird nur noch ganz am Ende in einem Kapitel behandelt.

Die wirklich interessante Geschichte, die das Hauptthema des Buches ist, spielt im Jahr 1564. Diese gefiel mir wirklich gut. Zwischendrin gab es ein paar Längen, aber das war immer schnell wieder vorbei. Es gibt so einige Intrigen und Geheimnisse und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt, bei dem Versuch, diese aufzudecken.

Besonders interessant finde ich die Figur der Sofonisba. Sie hat es tatsächlich gegeben und ich muss unbedingt mehr zu ihrer Person recherchieren.

Fazit: 
Eine absolut positive Überraschung, mit einigen Längen, aber einer sehr interessanten weiblichen Persönlichkeit. 

Dienstag, 10. August 2021

Von Bremen, Büchern und Bienen

Hallo zusammen,

nachdem mir endlich eine passende Überschrift zu meinem gedanklich bereits fertiggestellten Post eingefallen ist, kann ich mich jetzt ans Tippen machen. 

Am Samstag war ich in Bremen. Shoppen. Ich gehe nicht gern einkaufen, aber durch Corona habe ich es doch ab und an vermisst. Samstag musste ich aber zwangsweise los, weil ich nächste Woche zu einer Trauung eingeladen bin und nichts anzuziehen habe. Damit meine ich, dass ich für diesen Anlass tatsächlich nichts habe und nicht, dass ich mich nur nicht entscheiden kann und nach einem Grund suche, mir neue Sachen zu kaufen. Ich brauche seltener als einmal im Jahr festliche Kleidung, dementsprechend besitze ich so etwas nicht. Wäre Winter, hätte ich zumindest einen Blazer gehabt, aber es ist August. Wenn auch ein sehr regnerischer. 

Egal, jedenfalls war ich in Bremen und ich war wie immer sehr frustriert. Entweder passen die Sachen nicht, oder sie stehen mir nicht oder es gibt sie nicht in der richtigen Größe. Ich wollte mir dann einige Teile online bestellen, weil ich mir unsicher war oder es meine Größe nicht gab. Natürlich waren das alles Kleidungsstücke aus der vorvorvorvorletzten Saison, sodass es sie auch online nicht mehr gibt. Letztendlich habe ich mir ein Notfalloberteil gekauft und noch zwei bestellt. Am Samstag werde ich mich nochmal hier in der Nähe umsehen (sofern es nicht regnet). Ich freue mich ja schon auf die kirchliche Trauung nächstes Jahr. Wenn ich bis dahin abnehme, könnte ich eventuell mein einziges Kleid nochmal anziehen...

Was Kleidung angeht, war ich also nur mittelmäßig erfolgreich. Aber ich habe Bücher gekauft. Von meinen Kolleg:innen habe ich zum Geburtstag einen Thalia Gutschein bekommen und den musste ich natürlich investieren. 

No Sound - Emma Viskic  
"Als Calebs bester Freund ermordet wird, schwört er, den Täter aufzuspüren. Dabei hat der Privatermittler allerdings einen vermeintlichen Nachteil: Er ist gehörlos. Caleb macht dies zu seiner Stärke, denn er kann Menschen auf den ersten Blick einschätzen, gespielte Emotionen von echten unterscheiden und Lippen lesen. Und er vergisst nie ein Gesicht. Alle Spuren in diesem Fall führen überraschend in Calebs Heimatstadt. Er muss erkennen, dass sein bester Freund dunkle Geheimnisse hatte. Und nicht nur er. Je mehr Caleb herausfindet, desto tiefer werden die Abgründe …" (Quelle: Buchrückseite)

Ich habe diesen Thriller schon seit dem Erscheinungsdatum im Auge, aber um ehrlich zu sein war er mir für die relativ wenigen Seiten und die eher mittelmäßigen Bewertungen zu teuer. In Bremen musste ich nur noch 1/3 des Neupreises zahlen und da konnte ich nicht nein sagen. 

The World Travel Book
"Die ganze Welt in einem Buch: Dieser Prachtband führt zu all den Orten, die unsere Erde so einzigartig machen. Feuerspeiende Vulkane und üppige Regenwälder, glitzernde Skylines von Megacitys und kleine mittelalterliche Städte, eisige Gletscher und Korallenriffe, aber auch Ruinenstätten uralter Kulturen. Rund 1500 Abbildungen der besten Fotografen der Welt und aufschlussreiche Texte ermöglichen auf farbenprächtigen Seiten eine Reise um den gesamten Erdball, zu über 850 Reisezielen und Sehens- würdigkeiten, ohne dass auch nur der bequeme Lesesessel verlassen werden müsste." (Quelle: Buchrückseite)

Vielleicht könnt ihr euch erinnern, dass ich mir vor ein paar Monaten The Europe Travel Book gekauft habe. Ich wusste nicht, dass es auch eine weltweite Version gibt, bis ich das Buch in meinem Thalia für 10 € gesehen habe. Da ich mich aktuell niemals auf einer Reise außerhalb Europas sehe, habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht es mir zu kaufen. Mittlerweile bin ich aber ein paar Mal davor stehen geblieben und in Bremen dachte ich dann an den Gutschein und habe es mir einfach gekauft. Ich liebe Bildbände und so günstig wird mir das Buch nicht mehr über den Weg laufen. Selbst wenn ich niemals eins der Reiseziele sehen werde, ist es für mich einfach ein schönes Buch zum Durchblättern.

Der Atlas für Neugierige - Ian Wright
"Welche unsichtbare Linie trennt Deutschland? Wer bringt in Europa Weihnachtsgeschenke? In welchen Ländern gibt es keinen McDonalds? Und führen wirklich alle Wege – und Straßen – nach Rom? Dieser besondere Atlas, zusammengestellt vom Betreiber von brilliantmaps.com, eine der meistgeklickten Kartografieseiten im Internet, bietet eine einzigartige Übersicht zu Kultur, Geschichte, Politik, Traditionen, Geografie und vielen anderen Themen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Über 100 interessante, einzigartige und kuriose Karten eröffnen neue und überraschende Perspektiven auf die Welt, in der wir leben." (Quelle: Buchrückseite)

Ich liebe Geographie, Karten, Atlanten... Kein Wunder, dass sich einige Bücher dieser Sorte auf meiner Wunschliste befinden. Ich habe noch geschwankt, ob ich mir dieses Buch oder den Atlas Obscura von dem Gutschein holen soll, aber nachdem ich zufällig dieses Buch im Thalia Bremen gesehen habe, war die Entscheidung gefallen. Ich habe schon ein bisschen reingeblättert und mag es total gern. Da wünsche ich mir fast, dass es das ganze Wochenende durchregnet. Aber nur fast. 



Für dieses Jahr bzw. allgemein für die Zukunft habe ich mir ein paar Bücher rausgesucht, die ich gern nochmal lesen möchte. Das sind meistens Bücher, an die ich kaum noch Erinnerungen habe und wo ich wissen möchte, ob sie noch einen Platz im meinem Regal haben oder nicht. Ich habe mir eine kleine Losbox gemacht, aus der ich ungefähr jeden Monat ein Buch zum erneuten Lesen und ein Buch aus dem Bücherschrank ziehe. Ich muss gestehen, dass ich noch sehr viele ungelesene Bücher aus dem offenen Bücherschrank im Regal stehen habe. Upsi. 


Mein Reread für den Juli (habe ich wegen meines Urlaubs nicht geschafft) war die afrikanische Königin von Roch Domerego und Christian Blanchard.

"Profilerin Lara Varani hat es mit einem ungewöhnlichen Fall zu tun: Zwei Mitarbeiter eines Pharmakonzerns kommen durch die giftigen Stiche tausender hoch aggressiver Bienen ums Leben. Afrikanische Killerbienen – eine Art, die in Europa nicht vorkommt. Ist ein Serienkiller vorstellbar, der mit Hilfe eines ganzen Bienenschwarms mordet?!" (Quelle: Buchrückseite)

Ich kann mich erinnern, dass ich das Buch vor Jahren super spannend, aber auch ziemlich gruselig fand. Von tausenden Bienen angegriffen zu werden ist keine schöne Vorstellung. Beim zweiten Lesen hat mir das Buch immer noch gut gefallen, aber es war kein Highlight mehr und wandert daher auch in den öffentlichen Bücherschrank. Die Story war relativ vorhersehbar (vielleicht weil ich das Buch schonmal gelesen habe. Unterbewusst erinnert man sich ja doch einiges), aber auch in der Ausdrucksweise hat mich einiges gestört. 

Beispielsweise gibt es eine Szene in einem Restaurant, in der die Kellnerin das Essen bringt. Die Gäste vermuten, dass es sich bei der Kellnerin um eine osteuropäische Frau handelt und das sie die Ehefrau des Gaststättenbetreibers ist. Die Details zur vermeintlichen Eheschließung (Internetbekanntschaft, wer ist zu bemitleiden etc.) erspare ich euch. Es wird versucht Konversation zu machen und dann folgendes: ""Sind Sie Russin?" Lara lächelte komplizenhaft, schließlich mussten Einwanderer zusammenhalten. "Ukrainerin." Offenbar war der Kellnerin der Unterschied sehr wichtig." (S. 258)

Natürlich ist ihr der Unterschied wichtig. Die Ukraine ist eben nicht Russland. Genauso wenig wie Österreicht Deutschland ist. Oder Vietnam Kambodscha (die Protagonistin Lara ist in Vietnam geboren). Solche Verallgemeinerungen finden sich leider sehr häufig in dem Buch. Japanerinen verbeugen sich, ein lesbischer Nebencharakter ist natürlich schon am äußerlichen Erscheinungsbild zu erkennen, Afrika ist gleich Schwarzafrika und sowieso werden Frauen vor allem auf ihr Äußeres reduziert. 

Ein oder zwei positive Zitate hatte das Buch aber doch zu bieten:

"Entweder gibt es eine Lösung für dein Problem, dann brauchst du dich nicht zu sorgen. oder es gibt keine, und dann ist die Sorge genauso vergeblich." (S. 120)
Mit diesen weisen Worten entlasse ich euch. Bis zum nächsten Mal ♥ Julia

Sonntag, 1. August 2021

Gedankensammelsurum ~ Mein Sammelsurium und ich

Hallo zusammen,

wo und wie anfangen? Ich glaube, ich habe diesen oder einen ähnlichen Post im Laufe des letzten Jahres schon fünzig Mal gedanklich verfasst. Meistens nachts, wenn ich schlafen sollte, aber nicht zur Ruhe komme, aber mitunter auch am Tag, bei einem kleinen Spaziergang. Obwohl ich meine Gedanken so oft formuliert habe, habe ich sie nie aufgeschrieben. Mein Herz hängt an meinem Blog, weil so viel Zeit darin steckt und ja, auch Arbeit, obwohl ich kein eigenes Design verwende, keine Aktion betreue oder mich auf eine andere Art speziell hervortue. Ich kann mich noch an den Moment erinnern, als ich den Entschluss gefasst habe, einen Blog zu erstellen. Das ist sehr lang her. Ich habe in all den Jahren ganz wunderbare Menschen kennengelernt und auch wenn ich nie die Person war, die weit in der Bloggerwelt vernetzt war, bin ich insbesondere dankbar für die Menschen, mit denen ich mich regelmäßig austauschen kann. 

Aber diese Blogliebe ist irgendwie Alltag geworden. Ich empfinde nicht mehr den gleichen Spaß wie früher, wenn ich Beitrage schreibe. Auch nicht beim Kommentare beantworten (und das ist vielleicht am schlimmsten, weil ihr euch die Zeit nehmt mir zu Schreiben und ich das dadurch "wertschätze", dass ich erst drei Wochen später antworte). Ich empfinde das Bloggen auch nicht Druck oder lästige Pflicht, dann hätte ich wohl auch schon eher aufgehört, aber es ist... Routine. Ich schreibe seit so vielen Jahren fast jeden Monat darüber, was ich gelesen und erlebt habe, also mache ich das auch nächsten Monat. Und den danach. Und den danach. 

Dieses Gefühl der Routine, dieses Tun, weil man es eben schon immer so tut, schleppe ich seit mindestens einem Jahr mit mir rum. Letztes Jahr habe ich mir gesagt, dass ich mit dem Bloggen Ende 2020 aufhöre, wenn ich dieses Gefühl dann immer noch habe. Denn wenn ich euch etwas erzähle, dann sollte es schon mit Freude geschrieben worden sein und nicht mit dem Hintergedanken, dass man dann einen Punkt von seiner To Do Liste streichen kann. Das Gefühl war zum Jahreswechsel noch da, aber ich habe nicht aufgehört. Fragt mich nicht warum, ich kann es nicht sagen.

Eine zeitlang habe ich wieder mehr gebloggt und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Ich hab gedacht, dass es vielleicht einfach nur eine größere Krise war (normal nach den vielen Jahren), aber es wurde weniger und in den letzten Monaten kam außer Monatssammelsurien nicht viel. Man könnte sagen, dass ich mir keinen Druck machen soll (mache ich auch tatsächlich nicht und das ist vielleicht schon ein Zeichen, dass es nicht mehr läuft) und es ist ja mein Blog. Aber wenn ich schon einen (Bücher-)blog habe, dann sollte man da auch ein bisschen mehr lesen, als nur jeden Monat eine Kurzzusammenfassung meiner gelesenen Bücher. 

Ich habe versucht ein bisschen methodisch an die Sache zu gehen. Was macht mir keinen Spaß mehr, was macht mir noch Spaß? Was kann ich leisten und was nicht? Mir macht das Monatssammelsurium grundsätzlich Spaß, wobei mir häufig, aber nicht immer, der private Bereich besser gefällt, als über die Bücher zu sprechen. Was mir keinen Spaß mehr macht sind Rezensionen. Ich kann Zeit in den Blog investieren, auch so viel, das mehr als einmal im Monat Beiträge kommen. Aber ich kann das nicht regelmäßig, im Sinne von zu festgelegten Zeiten. 

Wenn man diese Punkte zusammennimmt, was gibt es dann für Möglichkeiten? Und worauf habe ich Lust? Ich habe tatsächlich ab und zu Lust gehabt, einen Bücherpodcast aufzunehmen. Mein Problem ist nämlich nicht, dass ich nicht über Bücher sprechen möchte. Mein Problem (mit den Rezensionen) ist, dass ich immer das gleiche sage. Es ist vollkommen normal, dass man sich schriftlich anders ausdrückt als mündlich. Ich habe zunehmend das Gefühl, dass ich meine Gedanken zu Büchern nicht mehr aufschreiben kann, weil ich es nicht schaffe meine Emotionen verständlich zu formulieren. Wenn ich über Bücher rede, muss ich nicht so sehr darauf achten keine Füllwörter zu benutzen, als wenn ich darüber schreibe. Letztendlich ist die Idee mit dem Podcast aber ein Witz, weil ich es nicht mal schaffe Sprachnachrichten für Menschen aufzunehmen, die mich gut kennen. 

Aufgrung der Tatsache, dass es nun schon lange nicht so gut läuft und auch keine Besserung in Sicht ist, war ich gestern Nacht dann soweit es zu lassen. Ich kann mich weiterhin mit euch lieben Menschen austauschen, nur eben nicht mehr hier. Ich kann auch weiter über Bücher sprechen, nur eben nicht mehr hier. Und da ich den Blog niemals löschen würde, könnte ich jederzeit zurückkommen. 

Dann dachte ich an meine Wochenrückblicke, die ich eine zeitlang geschrieben habe. Das hat erstaunlich gut funktioniert, ist aber aus Zeit- und Motivationsgründen auf lange Sicht wohl nicht das, was mich weiterbringt. Mir ist aber eine andere Idee gekommen und mit dieser will ich es ein letztes Mal versuchen. 

Mein Blog heißt zwar Julias Sammelsurium, aber es war immer größtenteils Büchercontent. Ich möchte mir zumindest die theoretische Möglichkeit geben, mehr Sammelsurium zu zeigen. Es könnte sein (unwahrscheinlich, aber rhein hypothetisch), dass ich sechs Wochen nicht über Bücher spreche und stattdessen über andere Dinge spreche (mal sehen) oder auch über nichts (wahrscheinlicher). Aktuell plane ich, immer dann wenn es gerade passt über meine zuletzt gelesenen Bücher und den ganzen Rest zu sprechen. Quasi so wie meine Wochen- und Monatsrückblicke, nur eben nicht regelmäßig. So wie es passt. Wenn ich dann mal ein Buch einzeln besprechen möchte, mache ich das. Wenn ich über ein Buch nichts zu sagen weiß, wird es nicht erwähnt. Ich möchte in diesen Beiträgen etwas für mich vollkommen neues und ungewohntes probieren: es wird keine Struktur geben. Ich liebe Listen, ich liebe Ordnung, ich liebe feste Abläufe. Aber es engt eben auch ein. Deshalb versuche ich das ein wenig zu vermeiden. Natürlich sollt ihr meinen Beiträgen folgen können. Aber ich möchte nicht mehr dieses feste Konzept wie Bücher, Neuzugänge. Filme und Serien, privates. Alles zusammen und in der gleichen Reihenfolge.

Was euch außer Bücher noch erwarten könnte? Keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich würde super gern mehr über meine Arbeit erzählen, aber das wird vermutlich aus Datenschutzgründen und so weiter nichts. Falls es aber mal Dinge gibt, die ich teilen kann, würde ich das sehr gern tun. Ich könnte mir vorstellen, wieder über Museen/Ausflüge zu berichten. True Crime in jeglicher Form bereitet mir aktuell sehr viel Freude. Ich plane seit Ende 2019 (!) einen Beitrag über verschiedenste Arten von Escape Games... Momentan könnte ich mir viele Dinge vorstellen, über die ich gern schreiben würde. Falls ihr noch Wünsche, Vorschläge ... habt, könnt ihr mir die auch gern mitteilen.

Zum Schluss möchte ich euch folgendes sagen: Die offenere Gestaltung ist ein Versuch. Nicht mehr und nicht weniger. Ideen zu haben ist die eine Sache. Sie umzusetzen ist eine andere. Ich habe aktuell und seit längerem für viele Dinge wenig Motivation, daher  möchte ich nicht zu optimistisch wirken. 

Solle ich mich dazu entscheiden, den Blog nicht weiterzuführen, wird es aber definitiv noch einen Post geben. Unabhängig davon trotzdem ein von Herzen kommendes DANKE an euch. Für alles. ♥

Dienstag, 6. Juli 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen, 

ich bin spät dran mit meinem Monatssammelsurium und das obwohl ich Urlaub habe. Aber irgendwie fehlt mir die Motivation. Könnte auch daran liegen, dass mich mein Rezensionsstapel vermutlich bald unter sich begräbt. Ich verspreche besser wie immer nichts.

https://juliassammelsurium.blogspot.com
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Ein paar Worte zu meinem Lesemonat: 
Der Juni war augenscheinlich mein Monat der dicken Bücher. Was insofern verwunderlich ist, als das ich ja beim letzten Mal gesagt hatte, dass ich im Juni einiges vorhabe. Es hat sich zwischendurch dann doch einiges an Lesezeit ergeben. Auf jeden Fall waren es ein Buch mit mehr als 700 Seiten, eines mit mehr als 600, zwei mit mehr als 500 und zwei mit mehr als 400 Seiten plus zwei Mangas. Das kann sich sehen lassen. Über Rezensionen und dergleichen sprechen wir hier lieber nicht. 

Mein Monat begann mit dem 13. Fall für Rhyme und Sachs und ich bin sehr traurig, dass ich das sagen muss, aber es war langweilig. So langweilig. Jeffery Deaver ist nach wie vor einer meiner Lieblingsautoren und diese Reihe ist insgesamt auch wirklich wirklich gut. Aber... vielleicht ist einfach der Zeitpunkt gekommen, wo Deaver sich anderen und/oder neuen Reihen widmen sollte. Hab ich das gerade wirklich geschrieben?

Danach habe ich eine weitere Reihe fortgesetzt und zwar die Dornenreihe von Karen Rose. Mein letztes Buch von ihr hat mich ein bisschen enttäuscht. Sie verwendet wirklich immer das gleiche Konzept, was mir bekannt ist und mich normalerweise nicht so stört, aber beim letzten Mal war es wohl der falsche Zeitpunkt. Dieses Buch hat mir aber wieder gefallen. Die Protagonisten mochte ich sehr, ich mochte die Gehörlosenthematik sehr und ich freue mich auf das nächte Buch der Autorin.

Nachdem ich zweimal Mord und Totschlag hatte, brauchte ich ein bisschen Liebe. Ich habe die Lighthouse-Saga von Ella Thompson beendet. Wer noch auf der Suche nach Strandlektüre ist und gern Liebesgeschichten mag, sollte sich diese Reihe unbedingt anschauen.  Es gibt ganz viel Liebe, minimal Spannung und die Reihe spielt am Cape Cod, was mir ziemlich viele Urlaubsgefühle beschert hat. 

Typisch für mich: Je weniger Zeit ich habe, desto dicker oder komplizierter werden die Bücher. Warum also nicht zu einem englischen Buch greifen, wenn man Besuch erwartet und in den Urlaub geht und vorher noch viel arbeiten muss? Ich habe The hate u give von Angie Thomas auf englisch begonnen, aber ehrlich gesagt nach etwas mehr als 100 Seiten aufgegeben. Die Story war so langweilig. Es passierte einfach gar nichts. Nichts. Ich hatte das Gefühl der Story gut folgen zu können und das meiste zu verstehen, aber weil viele das Buch so feiern, habe ich mir dann doch so meine Gedanken gemacht. Ich habe mir dann die deutsche Ausgabe aus der Bibliothek geliehen und es ging so weiter. Es gab mal ein, zwei spannende Abschnitte, aber insgesamt hat mich das Buch ziemlich gelangweilt. Leider. 

Spontan habe ich mir den 11. Teil des Perfect World Manga aus der Bibliothek mitgenommen. Wenn man halt schonmal da ist... In diesem Teil geht es um das Theam Adoption, was ich sehr wichtig finde und größtenteils auch gut umgesetzt wurde. Mit dem kommenden 12. Teil ist die Reihe dann beendet und ich freue mich sehr auf das Finale. 

Der Mann meines Bruders ist eine Graphic Novel, die ich bei monerl entdeckt habe. Es geht um einen jungen (alleinerziehenden?) Mann, der unerwartet Besuch von seinem kanadischen Schwager erhält. Der Bruder des Mannes (Ehemann des Kanadiers) ist vor kurzem verstorben und nun möchte sein Witwer sich das Land anschauen, in dem sein verstorbener Mann geboren und aufgewachsen ist. Der hinterbliebene Bruder hat sich immer schwer getan die Homosexualität seines Bruders zu akzeptieren und ist deshalb über den Besuch nicht ganz so begeistert. Ich habe mir von der Story ehrlich gesagt ein bisschen mehr erhofft. Die Zeichnungen gefielen mir ganz gut und die Umsetzung der Handlung war auch nicht schlecht, aber mir fehlte ein bisschen von allem. Ein bisschen mehr Spannung, ein bisschen mehr Tiefe, ein bisschen mehr Hintergrundwissen...

Ich ziehe ungefähr jeden Monat aus meiner Bücherschrank-Reread-Losbox einen Zettel und natürlich habe ich für den Juni nicht das einzige Kinderbuch in der Box oder wenigstens einen Liebesroman gezogen, sondern einen modernen Klassiker. Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón ist ein sehr bekanntes Buch und ich gebe gern zu, dass ich einige Bücher vor allem deshalb lesen möchte, um mitreden zu können. Man könnte sich auch einfach eine Zusammenfassung auf Wikipedia durchlesen um den Inhalt zu kennen, aber ich möchte es oft zumindest versuchen. Meine Motivation für das Buch hielt sich arg in Grenzen, als ich den Zettel gezogen hatte. Das Cover ist so deprimierend, das Buch ist so dick, der Schreibstil ist vermutlich ewig ausschweifend und dann spielt das Buch auch noch im Spanien der 50er Jahre. Manchmal hilt es aber, sich einfach zu überwinden. Ich habe relativ schnell gemerkt, dass sich das Buch ziemlich gut lesen lässt. Was für mich ehrlich gesagt die größte Überraschung war. Kennt ihr das, dass manche Bücher einfach wie schwere Kost aussehen? Der Schatten des Windes war für mich so ein Buch, aber es sah letztendlich nur so aus. Ich kann aber gut nachvollziehen, dass es für andere auch tatsächlich so ist, denn es passiert wirklich nicht gerade viel. 

Ein paar Worte zu meinen Neuzugängen:
Ursprünglich sollten an dieser Stelle sehr viele Neuzugänge stehen. Ich habe mir selbst zum Geburtstag und Auftakt meines Urlaubs eine medimops Bestellung geschenkt, aber der Großteil der Bücher war in einer so schlechten Qualität, dass ich fast alle zurückgeschickt habe. Ansonsten gab es zwei Geburtstagsgeschenke und zwei Bücher habe ich mir neu gekauft.
  • Sündengräber - Kristina Ohlsson - neu - Geschenk
  • Mordmethoden - Mark Benecke - neu - Geschenk
  • Royal Blue - Casey McQuiston - neu - gekauft
  • Cherish Hope - Nalini Singh - gebraucht - gekauft
  • The problem with him - Rachel Higginson - gebraucht - gekauft
  • Can you help me find you? - Amy Noelle Parks - gebraucht - gekauft
  • Einstein - Torben Kuhlmann - neu - gekauft
 
Ein paar Worte zu meinem Filmmonat:
Ihr wisst ja, dass ich es mit traurigen und/oder dramatischen Geschichten nicht so habe. Aus diesem Grund besteht meine Watchlist auf Netflix aus vielen Titeln dieser Art, weil sie mich grundsätzlich interessieren, ich mich aber einfach nicht rantraue. Einen habe ich nun gesehen und zwar King Cobra. Der Film war so schlecht, dass ich eigentlich gar nicht darüber reden will. Außer jemand von euch hat ihn gesehen, dann würde ich SEHR gern darüber sprechen. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Es geht um einen 17-jährigen jungen Mann, der (heimlich) eine Karriere als Darsteller in Schwulenpornos beginnt. Er hat so großen Erfolg, dass zwei andere Produzenten Interesse an ihm haben, aber sein Entdecker möchte ihn nicht gehen lassen. Ich verrate an dieser Stelle einfach mal, dass am Ende einer der Beteiligten tot ist. Ende ist auch ein gutes Stichtwort, denn es passiert ungefähr 70 Minuten gar nichts (außer Sex, Streit und ein bisschen Drogen und Alkohol) und dann 20 Minuten vor Schluss passiert dann das eigentliche Verbrechen inklusive Folgen. Darüber hinaus gab es so viele Szenen, die so amateurhaft dargestellt wurden, dass ich das Gefühl hatte, jemand hat für ein Schulprojekt die Digitalkamera gezückt. Sicherlich war das in vielen Szenen auch beabsichtigt, aber es war echt schwierig, sich diese Szenen anzusehen. Da die Charaktere natürlich letztendlich an real existierende Menschen angelehnt sind, ist es schwierig, dazu etwas zu sagen. Ich möchte nur anmerken, dass mir durch den Film leider nicht klar geworden ist, warum der Täter letztendlich tut, was er eben tut. Es gibt ein Motiv, aber zwischen ein Motiv haben und jemanden tatsächlich umbringen, liegt einiges dazwischen. Wie es von einem zum anderen gekommen ist, fehlte mir völlig. Ich hätte die Tat eher einer anderen Person zugetraut. Alles in allem keine Empfehlung.
 
Das Leben in seinen Facetten:
Wie ich bereits mehrfach angesprochen habe, war im Juni einiges los. Einiges war geplant, anderes eher weniger. Ich wurde unerwartet gebeten, einen Beitrag für eine Hochzeitszeitung zu schreiben. Da ich zu der Person schon lange keinen Kontakt mehr habe, hat das zunächst eine kleine Krise ausgelöst. Mein Beitrag ist aber doch ganz okay geworden, denke ich. 

Außerdem habe ich Besuch bekommen. Meine längste Freundin hat mit ihrem Verlobten bei mir in der Nähe Urlaub gemacht, sodass wir uns einen Nachmittag getroffen haben. Wir haben Eis gegessen und sind dann mit dem Fahrrad ein bisschen rumgefahren. 

Danach hatte ich noch mehr Besuch und zwar von meinen Studienfreundinen. Der Besuch war schon länger geplant, aber dann kam etwas mit C dazwischen. Ich habe mich so auf den Besuch gefreut und es war ein total tolles und entspanntes Wochenende. Wir sind sehr viel gelaufen, haben gut gegessen, Fußball geschaut und uns ausgetauscht. Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder runter fahren, weil ich Bamberg doch sehr vermissen ♥

Wenn ich mich nicht mit Leuten getroffen oder deren Besuch vorbereitet habe, habe ich gearbeitet. Ich habe ja jetzt Urlaub und dann muss vorher möglichst viel erledigt werden. Außerdem arbeite ich ja noch die neue Kollegin ein und da musste dann noch einiges geregelt werden. Von der Arbeitsbelastung ist es aktuell ganz in Ordnung, aber aus anderen Gründen bin ich ganz froh, mal für eine Weile nicht im Büro zu sein. 

Da ich euch von meiner ersten Impfung erzählt habe, möchte ich euch auch von meiner zweiten Impfung erzählen. Ich habe mir im Vorfeld ein bisschen Sorgen gemacht, weil ich die Impfung Freitagnachmittag bekommen habe und am Sonntag in die Heimat fahren wollte. Am Freitag habe ich nichts gemerkt, auch keine Schmerzen im Arm. In der Nacht ging es dann los: Ich konnte nicht auf der Seite liegen. Auf dem einen Arm sowieso nicht, auf dem anderen aber auch nicht, weil ich den geimpften Arm nicht vor meinem Körper hängen lassen konnte. Das war wirklich unangenehm. Morgens war ich dementsprechend matschig und hatte Kopfschmerzen. Kann von der Impfung gekommen sein, kann aber auch durch den Schlafmangel gewesen sein. Nach dem Aufstehen (es war übrigens mein Geburtstag) ging es mir dann langsam immer besser. Der Arm tat echt weh, aber ich fühlte mich nicht mehr wie unter die Räder gekommen. Ich bin dann tatsächlich sogar zu Fuß in die Stadt gelaufen, weil ich noch Bücher zur Bücherei bringen musste (ich wollte ja am nächsten Tag wegfahren). Auf dem Rückweg habe ich dann schon gemerkt, dass das nicht meine beste Idee war. Es ist zum Glück nicht so weit und ich habe es gut zurück geschafft. Es zwar in der Zwischenzeit Mittag, ca. 20 Stunden nach der Impfung und den Rest meines Geburtstags habe ich mit Gliederschmerzen auf dem Sofa verbracht. Ich konnte zwischendurch aufstehen und mir etwas zu Essen machen, noch zwei Teile in den Koffer legen oder Wäsche falten, aber ich musste mich nach jeder Aktion wieder hinlegen und habe definitiv viel Ruhe gebraucht. Am Sonntag tat der Arm noch ein bisschen weh, ansonsten ging es mir aber sehr gut und ich konnte ohne Probleme fahren. 

Ausblick auf den Juli:
Im Juli habe ich erstmal Urlaub. Ich habe nichts großartiges geplant, da das Wetter doch recht unbeständig ist. Ich möchte einiges lesen und würde auch gern einige Dinge am PC erledigen, aber auch das entscheide ich ganz spontan und nach Wetterlage. Ich hoffe, die Sonne zeigt sich noch ein bisschen mehr, aber ich fürchte, ich muss mit diesem wechselhaften Quatsch leben. 

Ich wünsche euch einen tollen Juli ♥ Julia

Samstag, 5. Juni 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen,

ich glaube, in meinem Monatssammelsurium zum April hatte ich erwähnt, dass meine Leselust sicher zurückkommt, wenn man wieder draußen lesen kann. Ich lache immer noch. Obwohl es eher zum Weinen ist. Ich würde schon sagen, dass ich wieder Lust aufs Lesen habe. An den meisten Tagen jedenfalls. Mein Lesemonat war auch ziemlich gut. Aber das Wetter... Ach, was lassen wir das. 

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Ein paar Worte zu meinem Lesemonat:  
Wie ich bereits erwähnt habe, lief mein Lesemonat ziemlich gut. Das sieht man auch an den Bewertungen, wobei ich im Moment wieder eher wohlwollender bewerte. Jedenfalls empfinde ich das so. Das beste ist allerdings, dass es zu allen Büchern bereits eine Rezension gibt oder noch geben wird. Ich bin schon ein wenig stolz auf mich. Die Kurzzusammenfassung gibt es wie immer hier.

Der Atem einer anderen Welt hat ewig auf Englisch auf meiner Wunschliste gestanden, aber weil ich faul bin, habe ich es nie gelesen. Nach Jahren habe ich es nun geschafft das Buch auf Deutsch zu lesen und ich bin so begeistert. Es ist so vielfältig und kreativ und divers und ich mag es einfach total.

Danach habe ich weiter an meinen Reihen gearbeitet und endlich die Dóra Reihe von Yrsa Sigurdardottir beendet. Die beiden letzten Teile haben mir nochmal viel Spaß gemacht und ich bin froh, von den Hörbüchern auf die gedruckten Exemplare umgestiegen zu sein. 

Wo Frauen nichts wert sind war mein Highlight diesen Monat. Es steht seit meiner vorletzten Sachbuchbestellung bei mir rum und ich hab so gezögert es zur Hand zu nehmen. Ich glaube, ich hatte das Gefühl, dass es eher um die Autorin und ihre Reisen geht, als wirklich um die Frauen. Dem war aber überhaupt nicht so. Das Buch ist sehr informativ, sehr erschreckend und liest sich trotzdem weg wie nichts. 

Das Mädchen auf den Klippen war mein erstes Buch von Lucinda Riley. Leider war es für mich eher eine Enttäuschung. Die Grundstory war ziemlich interessant, aber es zog sich sehr, es war mir stellenweise zu überladen vor Gefühlen und es gab Themen, die ich in Büchern nicht lesen kann und möchte, was ich vorher leider nicht wusste.

Die Perfect Chemistry oder Du oder... Trilogie von Simone Elkeles habe ich im Mai komplett gelesen. Den ersten Band habe ich bereits vor Jahren auf Englisch gelesen und die Reihe nie weiterverfolgt, obwohl ich den ersten Band mochte. Da ich nun mit Unterstützung der Bibliothek meine Reihen angehen möchte, habe ich mir alle Teile auf Deutsch geliehen. Es handelt sich um spannende Jugendbücher mit Gang- und Liebesthematik, aber für mich hat die Begeisterung von Band zu Band nachgelassen. Eine Besprechung wird noch folgen.

Meine schöne Buchhandlung ist ein Fotografieband über Buchhandlungen. Überraschung. Einige der vorgestellten Buchhandlungen haben mich sehr neugierig gemacht und ich möchte unbedingt die ein oder andere Mal besuchen. Die Fotos haben mir größtenteils gut gefallen, aber bei manchen habe ich mich doch sehr gewundert. Eine Besprechung folgt voraussichtlich.   

Ein paar Worte zu meinem Neuzugang:
Ich hatte im Mai nur einen Neuzugang. Das war nach den vielen neuen Büchern im April auch notwendig. Schließlich hab ich bald schon wieder Geburtstag und Urlaub und dann wird es voraussichtlich wieder einige Neuzugänge geben. Aber ich schweife ab. Ich habe mir das neueste Buch einer meiner Lieblingsautorinen gekauft, das vollkommen überraschend schon im Mai statt im November erschienen ist. Ich hätte es gern noch diesen Monat gelesen, aber leider hat das zeitlich nicht geklappt.
  •  Dornenpakt - Karen Rose - neu - gekauft
Ein paar Worte zu meinem Filmmonat:
Ich habe im Mai tatsächlich zwei Filme gesehen. Ich fühle mich richtig gut. Zum einen war das Nerve und zum anderen Good Sam.
 
Nerve steht schon ewig auf meiner DVD-Liste und ich habe auch schon ein paar Mal auf Rebuy etc. danach gesucht, aber es hat sich nie die Gelegenheit ergeben. Mir war nicht klar, dass das eine Buchverfilmung ist - oder ich hatte es vergessen - und ich weiß auch nicht mehr, wie ich überhaupt auf den Film aufmerksam geworden bin. Manchmal hatte ich beim Zusehen auch das Gefühl, ich hätte den Film doch schon mal gesehen. Komplizierte Geschichte. Jedenfalls geht es um das Handyspiel Nerve, bei dem das Publikum einer/m Spieler:in Aufgaben stellen kann. Man kann sich denken, dass es nicht bei harmlosen Aufgaben bleibt, sondern diese immer gefährlicher werden. 
 
Der Film hat mir nicht so richtig gefallen. Ich bin ein Spießer (gibt es Spießerin als weibliche Form von Spießer?) und dementsprechend fand ich die Hälfte der Aufgaben einfach nur dämlich. Außerdem hatte ich mal wieder das Problem, dass ich am Anfang davon ausgegangen bin, dass die Protagonistin am Ende mit X zusammenkommt. Letztendlich ist es dann aber Y, was insofern doof ist, als das ich Y zwar am Ende mochte, mir aber X leidtut. Aus diesem Grund hasse ich Dreiecksgeschichten. Es gab gegen Ende aber eine super Szene, die ich sehr ausdrucksstark fand.

Good Sam ist ein Netflix Original und er reiht sich knapp hinter Holiday Inn Love in meine Lieblings-(Netflix-)Filme eine. Es geht um einen guten Samariter, der jeweils 100.000 $ an (scheinbar?) willkürlich fremde Menschen verteilt. Anonym. Eine Journalistin versucht die Identität der Person aufzudecken und durch die mediale Aufmerksamkeit gerät so einiges durcheinander. Es ist ziemlich offensichtlich wer Good Sam ist und was noch so alles passieren wird, aber ich wollte ja auch keinen Film sehen, der mich in irgendeiner Weise fordert. Ich wollte einen schönen Liebesfilm sehen, bei dem ich mich am Ende einfach gut fühle und das habe ich bekommen. Ich mochte die Schauspieler, mochte den Plot und die Message war auch sehr schön. Wer Liebesfilme mag, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

Das Leben in seinen Facetten:
Ich habe endlich mal ein bisschen was zu erzählen. Holt euch schnell noch Kaffee oder Tee und ein bis fünf Plätzchen, ich komme vielleicht ins plaudern. 

Ich hatte im April ja schon angedeutet, dass wir voraussichtlich unsere neue Kollegin bekommen. Das hat tatsächlich geklappt. Wir verstehen uns gut, wofür ich sehr dankbar bin, weil ich an ihrer Einarbeitung beteiligt bin. Das ist für mich eine neue Erfahrung und eine große Herausforderung, aber es macht echt Spaß. Dadurch ist aber auch viel zu tun und ich habe manchmal das Gefühl, dass ich von meinen Aktenbergen erschlagen werde. Es werden aber auch wieder andere Phasen kommen und je besser sie eingearbeitet wird, desto besser kann sie uns insgesamt unterstützen und mich und meinen Kollegen vertreten, wenn wir im Urlaub sind.

Meine Mutter war für ein paar Tage zu Besuch. Leider war das Wetter nicht ganz so toll (immerhin war es fast die ganze Zeit trocken) und ich war nicht hundertprozentig fit, aber wir hatten ein schönes Wochenende. Wir sind mit dem Fahrrad gefahren und konnten mit vorherigem Test auch ein bisschen einkaufen gehen. Letztendlich waren wir in nur zwei Geschäften, aber wir hätten gekonnt. Man muss es nicht gleich übertreiben, aber es war so schön, überhaupt wieder die Möglichkeit zu haben. Ein Stück Normalität. 

Mein Highlight diesen Monat war die Impfung. Man kann über meinen Wohnort wirklich viel schlechtes sagen, aber was das Thema Corona angeht, läuft vieles gut. Nicht alles, aber gerade was Impfung und Testung angeht, bin ich sehr zufrieden. Jedenfalls habe ich durch die Arbeit und meine Tätigkeit als Wahlhelferin die Möglichkeit bekommen, mich impfen zu lassen und ich habe das direkt genutzt. Samstags hatte ich die Einladung im Briefkasten, habe mich direkt danach an den Laptop gesetzt und einen Termin gebucht. Keine Serverprobleme, Termine verfügbar und nicht mal eine Woche später hatte ich die erste Impfung. Ja, ich musste vor dem Impfzentrum anstehen, aber damit habe ich angesichts der Uhrzeit gerechnet. Es war alles richtig gut organisiert und ich kam mir manchmal ein bisschen vor, wie bei der Reise nach Jerusalem. Man setzt sich auf einen Stuhl, dann auf den nächsten, und wieder den nächsten und noch einen weiter. So arbeitet man sich durch das ganze Impfzentrum und hat dadurch auch nicht das Gefühl, dass man eine bis anderthalb Stunden dort verbringt. Die Mitarbeitenden waren alle super freundlich, soweit ich es mitbekommen habe, die zu Impfenden auch. Und dennoch habe ich großen Respekt vor den Menschen, die diese Aufgaben jeden Tag machen, damit ich die Freiheit habe, mit meiner Mutter einkaufen zu gehen. 

Die Impfreaktionen hielten sich in Grenzen. Gegen Abend habe ich die ersten Schmerzen im Arm bemerkt, aber das war absolut auszuhalten. Am nächsten Tag konnte ich auch gut arbeiten (ich habe extra den linken Arm gewählt, damit ich mit rechts die Maus bedienen kann). Erst gegen Mittag tat mein Arm so weh, dass ich ihn nicht mehr heben konnte. Ich hab dann auch Feierabend gemacht, da ich so keine Akten mehr verräumen konnte, aber Papier ist geduldig und die Akten hat es sicher nicht gestört, dass sie das Wochenende in meinem Büro verbringen mussten. Abends hatte ich dann plötzlich Gliederschmerzen bzw. ein generelles Gefühl von Unwohlsein, aber ich kann nicht sagen, ob das wirklich auf die Impfung zurückzuführen ist. Am nächsten Tag war aber alles wieder gut, nur der Arm tat weh. Das war aber nach dem Wochenende auch vorbei. 

Ich persönlich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit der Impfung bekommen habe. Es war für mich auch relativ schnell klar, dass ich mich impfen lassen, sobald ich die Möglichkeit dazu habe. Aber das ist eine Entscheidung, die jede*r für sich treffen muss. Es steht mir nicht zu, die Entscheidung von anderen zu beurteilen und es steht anderen nicht zu, meine Entscheidung zu bewerten. 

Ausblick auf den Juni:
Im Juni hoffe ich mal wieder auf besseres Wetter. Irgendwann muss das ja mal klappen. Ich werde weiterhin viel arbeiten, weil dann auch mein Urlaub ansteht und ich vorher meinen Platz so sauber wie möglich und meine Kollegin so fit wie möglich haben möchte. Außerdem bekomme ich Besuch. Jedenfalls hoffe ich das. Wir mussten das ganze schon mehrfach verschieben. Der Juni wird also ein vollgepackter Monat, aber am Ende wartet dann die Entspannung.

Ich wünsche euch einen wundervollen JuniJulia

Dienstag, 1. Juni 2021

Rezension ~ Das Mädchen auf den Klippen - Lucinda Riley

Titel: Das Mädchen auf den Klippen
Originaltitel: The Girl on the Cliff
Autorin: Lucinda Riley
Seiten: 445 Seiten
Verlag: Goldmann
Genre: Roman, Familiengeheimnis, Liebe
 
 
 
Inhalt: 
„Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird sie jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht Grania das Kind an. Ohne es zu ahnen, stößt sie durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte…“ (Quelle: Buchrückseite) 
 
Meine Meinung: 
Lucinda Riley ist eine Autorin, die mir schon sehr oft und immer wieder in der Buchblase begegnet ist. Gefühlt jede:r hat schon mindestens ein Buch der Autorin gelesen. Außer mir natürlich. Dabei möchte ich das Orchideenhaus schon länger lesen, als Lucinda Riley gehypt wird. Im offenen Bücherschranke habe ich dann allerdings diesen Roman entdeckt und die Entscheidung für meinen ersten Versuch mit der Autorin war gefallen.

Dieses Buch hat in mir einige Gefühle ausgelöst, aber die wenigsten waren positiv. Manchmal sollte ich mich wohl so fühlen, manchmal nicht. Ich hatte Schwierigkeiten, überhaupt in die Geschichte hineinzufinden. Mich wollte die Handlung nicht so recht packen, weshalb meine Motivation weiterzulesen nicht gerade hoch war.

Das Buch bewegt sich mehr oder weniger auf zwei Zeitebenen, aber diese Ebenen wechseln sich nicht wirklich ab. Die Geschichte startet in der Gegenwart, dann gibt es sehr sehr sehr viele Kapitel aus der Vergangenheit, dann ein bisschen Gegenwart, dann wieder viel Vergangenheit… Ich mag verschiedene Zeitebenen oder auch wechselnde Perspektiven gern, aber ich bevorzuge dann eher den Wechsel nach jedem Kapitel. Gerade die Passagen in der Vergangenheit waren mir hier einfach zu lang und so hat sich die Handlung für mich sehr gezogen.

Hinzu kommt ein großer Teil Melodramatik. Wenn es um Gefühle geht, dann sind diese gleich so übertrieben und schwülstig und müssen mit einer Inbrunst zum Ausdruck gebracht werden, dass ich nur noch die Augen verdrehen konnte. Für meinen Geschmack hat die Autorin zu dick aufgetragen und das nicht nur bei Gefühlen, sondern auch bei der ein oder anderen Wendung.

Als problematisch empfunden habe ich ein Thema, das sich aus dem Klappentext nicht ergeben hat. Natürlich kann und möchte man nicht alles vorwegnehmen. Aber es gibt Themen, denen kann und möchte ich bei Büchern und Filmen nicht begegnen und das war hier leider der Fall. Das ist mein persönliches Problem, aber es ist eben auch ein Grund, warum mir die Lektüre nicht immer gefallen hat.

Was die Autorin allerdings sehr gut hinbekommen hat waren die Szenen, in denen man als Leser:in wütend und ohnmächtig sein sollte. Ich denke da ganz besonders an die Geschichte von Granias Onkel Joe. Man möchte das ihm widerfahrene Unrecht wiedergutmachen und die Protagonisten fragen, ob sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank haben. Dabei hat man immer im Hinterkopf, dass so etwas auch heute noch passiert.

Das Ende hat mir abgesehen von einem Aspekt überraschend gut gefallen. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, da es eben doch einige Wendungen gab, die mir nicht gefallen haben. Glücklicherweise konnte mich die Autorin hier aber doch überzeugen, sodass ich letztendlich bei einer mittleren Bewertung lande. Das Ende ist eben das, was man von der Geschichte als Letztes liest und dadurch oft am längsten im Kopf hat.

Fazit: 
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir gut, allerdings war die Umsetzung nicht immer mein Fall. Einige Stellen waren für meinen Geschmack zu langatmig und es hätte gern auch weniger Dramatik sein können. Alles in allem bin ich gut durch die Geschichte gekommen, aber das Mädchen auf den Klippen beantwortet nicht meine Frage, warum die Autorin so gefeiert wird.