Dienstag, 6. Juli 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen, 

ich bin spät dran mit meinem Monatssammelsurium und das obwohl ich Urlaub habe. Aber irgendwie fehlt mir die Motivation. Könnte auch daran liegen, dass mich mein Rezensionsstapel vermutlich bald unter sich begräbt. Ich verspreche besser wie immer nichts.

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Ein paar Worte zu meinem Lesemonat: 
Der Juni war augenscheinlich mein Monat der dicken Bücher. Was insofern verwunderlich ist, als das ich ja beim letzten Mal gesagt hatte, dass ich im Juni einiges vorhabe. Es hat sich zwischendurch dann doch einiges an Lesezeit ergeben. Auf jeden Fall waren es ein Buch mit mehr als 700 Seiten, eines mit mehr als 600, zwei mit mehr als 500 und zwei mit mehr als 400 Seiten plus zwei Mangas. Das kann sich sehen lassen. Über Rezensionen und dergleichen sprechen wir hier lieber nicht. 

Mein Monat begann mit dem 13. Fall für Rhyme und Sachs und ich bin sehr traurig, dass ich das sagen muss, aber es war langweilig. So langweilig. Jeffery Deaver ist nach wie vor einer meiner Lieblingsautoren und diese Reihe ist insgesamt auch wirklich wirklich gut. Aber... vielleicht ist einfach der Zeitpunkt gekommen, wo Deaver sich anderen und/oder neuen Reihen widmen sollte. Hab ich das gerade wirklich geschrieben?

Danach habe ich eine weitere Reihe fortgesetzt und zwar die Dornenreihe von Karen Rose. Mein letztes Buch von ihr hat mich ein bisschen enttäuscht. Sie verwendet wirklich immer das gleiche Konzept, was mir bekannt ist und mich normalerweise nicht so stört, aber beim letzten Mal war es wohl der falsche Zeitpunkt. Dieses Buch hat mir aber wieder gefallen. Die Protagonisten mochte ich sehr, ich mochte die Gehörlosenthematik sehr und ich freue mich auf das nächte Buch der Autorin.

Nachdem ich zweimal Mord und Totschlag hatte, brauchte ich ein bisschen Liebe. Ich habe die Lighthouse-Saga von Ella Thompson beendet. Wer noch auf der Suche nach Strandlektüre ist und gern Liebesgeschichten mag, sollte sich diese Reihe unbedingt anschauen.  Es gibt ganz viel Liebe, minimal Spannung und die Reihe spielt am Cape Cod, was mir ziemlich viele Urlaubsgefühle beschert hat. 

Typisch für mich: Je weniger Zeit ich habe, desto dicker oder komplizierter werden die Bücher. Warum also nicht zu einem englischen Buch greifen, wenn man Besuch erwartet und in den Urlaub geht und vorher noch viel arbeiten muss? Ich habe The hate u give von Angie Thomas auf englisch begonnen, aber ehrlich gesagt nach etwas mehr als 100 Seiten aufgegeben. Die Story war so langweilig. Es passierte einfach gar nichts. Nichts. Ich hatte das Gefühl der Story gut folgen zu können und das meiste zu verstehen, aber weil viele das Buch so feiern, habe ich mir dann doch so meine Gedanken gemacht. Ich habe mir dann die deutsche Ausgabe aus der Bibliothek geliehen und es ging so weiter. Es gab mal ein, zwei spannende Abschnitte, aber insgesamt hat mich das Buch ziemlich gelangweilt. Leider. 

Spontan habe ich mir den 11. Teil des Perfect World Manga aus der Bibliothek mitgenommen. Wenn man halt schonmal da ist... In diesem Teil geht es um das Theam Adoption, was ich sehr wichtig finde und größtenteils auch gut umgesetzt wurde. Mit dem kommenden 12. Teil ist die Reihe dann beendet und ich freue mich sehr auf das Finale. 

Der Mann meines Bruders ist eine Graphic Novel, die ich bei monerl entdeckt habe. Es geht um einen jungen (alleinerziehenden?) Mann, der unerwartet Besuch von seinem kanadischen Schwager erhält. Der Bruder des Mannes (Ehemann des Kanadiers) ist vor kurzem verstorben und nun möchte sein Witwer sich das Land anschauen, in dem sein verstorbener Mann geboren und aufgewachsen ist. Der hinterbliebene Bruder hat sich immer schwer getan die Homosexualität seines Bruders zu akzeptieren und ist deshalb über den Besuch nicht ganz so begeistert. Ich habe mir von der Story ehrlich gesagt ein bisschen mehr erhofft. Die Zeichnungen gefielen mir ganz gut und die Umsetzung der Handlung war auch nicht schlecht, aber mir fehlte ein bisschen von allem. Ein bisschen mehr Spannung, ein bisschen mehr Tiefe, ein bisschen mehr Hintergrundwissen...

Ich ziehe ungefähr jeden Monat aus meiner Bücherschrank-Reread-Losbox einen Zettel und natürlich habe ich für den Juni nicht das einzige Kinderbuch in der Box oder wenigstens einen Liebesroman gezogen, sondern einen modernen Klassiker. Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón ist ein sehr bekanntes Buch und ich gebe gern zu, dass ich einige Bücher vor allem deshalb lesen möchte, um mitreden zu können. Man könnte sich auch einfach eine Zusammenfassung auf Wikipedia durchlesen um den Inhalt zu kennen, aber ich möchte es oft zumindest versuchen. Meine Motivation für das Buch hielt sich arg in Grenzen, als ich den Zettel gezogen hatte. Das Cover ist so deprimierend, das Buch ist so dick, der Schreibstil ist vermutlich ewig ausschweifend und dann spielt das Buch auch noch im Spanien der 50er Jahre. Manchmal hilt es aber, sich einfach zu überwinden. Ich habe relativ schnell gemerkt, dass sich das Buch ziemlich gut lesen lässt. Was für mich ehrlich gesagt die größte Überraschung war. Kennt ihr das, dass manche Bücher einfach wie schwere Kost aussehen? Der Schatten des Windes war für mich so ein Buch, aber es sah letztendlich nur so aus. Ich kann aber gut nachvollziehen, dass es für andere auch tatsächlich so ist, denn es passiert wirklich nicht gerade viel. 

Ein paar Worte zu meinen Neuzugängen:
Ursprünglich sollten an dieser Stelle sehr viele Neuzugänge stehen. Ich habe mir selbst zum Geburtstag und Auftakt meines Urlaubs eine medimops Bestellung geschenkt, aber der Großteil der Bücher war in einer so schlechten Qualität, dass ich fast alle zurückgeschickt habe. Ansonsten gab es zwei Geburtstagsgeschenke und zwei Bücher habe ich mir neu gekauft.
  • Sündengräber - Kristina Ohlsson - neu - Geschenk
  • Mordmethoden - Mark Benecke - neu - Geschenk
  • Royal Blue - Casey McQuiston - neu - gekauft
  • Cherish Hope - Nalini Singh - gebraucht - gekauft
  • The problem with him - Rachel Higginson - gebraucht - gekauft
  • Can you help me find you? - Amy Noelle Parks - gebraucht - gekauft
  • Einstein - Torben Kuhlmann - neu - gekauft
 
Ein paar Worte zu meinem Filmmonat:
Ihr wisst ja, dass ich es mit traurigen und/oder dramatischen Geschichten nicht so habe. Aus diesem Grund besteht meine Watchlist auf Netflix aus vielen Titeln dieser Art, weil sie mich grundsätzlich interessieren, ich mich aber einfach nicht rantraue. Einen habe ich nun gesehen und zwar King Cobra. Der Film war so schlecht, dass ich eigentlich gar nicht darüber reden will. Außer jemand von euch hat ihn gesehen, dann würde ich SEHR gern darüber sprechen. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit. Es geht um einen 17-jährigen jungen Mann, der (heimlich) eine Karriere als Darsteller in Schwulenpornos beginnt. Er hat so großen Erfolg, dass zwei andere Produzenten Interesse an ihm haben, aber sein Entdecker möchte ihn nicht gehen lassen. Ich verrate an dieser Stelle einfach mal, dass am Ende einer der Beteiligten tot ist. Ende ist auch ein gutes Stichtwort, denn es passiert ungefähr 70 Minuten gar nichts (außer Sex, Streit und ein bisschen Drogen und Alkohol) und dann 20 Minuten vor Schluss passiert dann das eigentliche Verbrechen inklusive Folgen. Darüber hinaus gab es so viele Szenen, die so amateurhaft dargestellt wurden, dass ich das Gefühl hatte, jemand hat für ein Schulprojekt die Digitalkamera gezückt. Sicherlich war das in vielen Szenen auch beabsichtigt, aber es war echt schwierig, sich diese Szenen anzusehen. Da die Charaktere natürlich letztendlich an real existierende Menschen angelehnt sind, ist es schwierig, dazu etwas zu sagen. Ich möchte nur anmerken, dass mir durch den Film leider nicht klar geworden ist, warum der Täter letztendlich tut, was er eben tut. Es gibt ein Motiv, aber zwischen ein Motiv haben und jemanden tatsächlich umbringen, liegt einiges dazwischen. Wie es von einem zum anderen gekommen ist, fehlte mir völlig. Ich hätte die Tat eher einer anderen Person zugetraut. Alles in allem keine Empfehlung.
 
Das Leben in seinen Facetten:
Wie ich bereits mehrfach angesprochen habe, war im Juni einiges los. Einiges war geplant, anderes eher weniger. Ich wurde unerwartet gebeten, einen Beitrag für eine Hochzeitszeitung zu schreiben. Da ich zu der Person schon lange keinen Kontakt mehr habe, hat das zunächst eine kleine Krise ausgelöst. Mein Beitrag ist aber doch ganz okay geworden, denke ich. 

Außerdem habe ich Besuch bekommen. Meine längste Freundin hat mit ihrem Verlobten bei mir in der Nähe Urlaub gemacht, sodass wir uns einen Nachmittag getroffen haben. Wir haben Eis gegessen und sind dann mit dem Fahrrad ein bisschen rumgefahren. 

Danach hatte ich noch mehr Besuch und zwar von meinen Studienfreundinen. Der Besuch war schon länger geplant, aber dann kam etwas mit C dazwischen. Ich habe mich so auf den Besuch gefreut und es war ein total tolles und entspanntes Wochenende. Wir sind sehr viel gelaufen, haben gut gegessen, Fußball geschaut und uns ausgetauscht. Nächstes Jahr möchte ich unbedingt wieder runter fahren, weil ich Bamberg doch sehr vermissen ♥

Wenn ich mich nicht mit Leuten getroffen oder deren Besuch vorbereitet habe, habe ich gearbeitet. Ich habe ja jetzt Urlaub und dann muss vorher möglichst viel erledigt werden. Außerdem arbeite ich ja noch die neue Kollegin ein und da musste dann noch einiges geregelt werden. Von der Arbeitsbelastung ist es aktuell ganz in Ordnung, aber aus anderen Gründen bin ich ganz froh, mal für eine Weile nicht im Büro zu sein. 

Da ich euch von meiner ersten Impfung erzählt habe, möchte ich euch auch von meiner zweiten Impfung erzählen. Ich habe mir im Vorfeld ein bisschen Sorgen gemacht, weil ich die Impfung Freitagnachmittag bekommen habe und am Sonntag in die Heimat fahren wollte. Am Freitag habe ich nichts gemerkt, auch keine Schmerzen im Arm. In der Nacht ging es dann los: Ich konnte nicht auf der Seite liegen. Auf dem einen Arm sowieso nicht, auf dem anderen aber auch nicht, weil ich den geimpften Arm nicht vor meinem Körper hängen lassen konnte. Das war wirklich unangenehm. Morgens war ich dementsprechend matschig und hatte Kopfschmerzen. Kann von der Impfung gekommen sein, kann aber auch durch den Schlafmangel gewesen sein. Nach dem Aufstehen (es war übrigens mein Geburtstag) ging es mir dann langsam immer besser. Der Arm tat echt weh, aber ich fühlte mich nicht mehr wie unter die Räder gekommen. Ich bin dann tatsächlich sogar zu Fuß in die Stadt gelaufen, weil ich noch Bücher zur Bücherei bringen musste (ich wollte ja am nächsten Tag wegfahren). Auf dem Rückweg habe ich dann schon gemerkt, dass das nicht meine beste Idee war. Es ist zum Glück nicht so weit und ich habe es gut zurück geschafft. Es zwar in der Zwischenzeit Mittag, ca. 20 Stunden nach der Impfung und den Rest meines Geburtstags habe ich mit Gliederschmerzen auf dem Sofa verbracht. Ich konnte zwischendurch aufstehen und mir etwas zu Essen machen, noch zwei Teile in den Koffer legen oder Wäsche falten, aber ich musste mich nach jeder Aktion wieder hinlegen und habe definitiv viel Ruhe gebraucht. Am Sonntag tat der Arm noch ein bisschen weh, ansonsten ging es mir aber sehr gut und ich konnte ohne Probleme fahren. 

Ausblick auf den Juli:
Im Juli habe ich erstmal Urlaub. Ich habe nichts großartiges geplant, da das Wetter doch recht unbeständig ist. Ich möchte einiges lesen und würde auch gern einige Dinge am PC erledigen, aber auch das entscheide ich ganz spontan und nach Wetterlage. Ich hoffe, die Sonne zeigt sich noch ein bisschen mehr, aber ich fürchte, ich muss mit diesem wechselhaften Quatsch leben. 

Ich wünsche euch einen tollen Juli ♥ Julia

Samstag, 5. Juni 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen,

ich glaube, in meinem Monatssammelsurium zum April hatte ich erwähnt, dass meine Leselust sicher zurückkommt, wenn man wieder draußen lesen kann. Ich lache immer noch. Obwohl es eher zum Weinen ist. Ich würde schon sagen, dass ich wieder Lust aufs Lesen habe. An den meisten Tagen jedenfalls. Mein Lesemonat war auch ziemlich gut. Aber das Wetter... Ach, was lassen wir das. 

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Ein paar Worte zu meinem Lesemonat:  
Wie ich bereits erwähnt habe, lief mein Lesemonat ziemlich gut. Das sieht man auch an den Bewertungen, wobei ich im Moment wieder eher wohlwollender bewerte. Jedenfalls empfinde ich das so. Das beste ist allerdings, dass es zu allen Büchern bereits eine Rezension gibt oder noch geben wird. Ich bin schon ein wenig stolz auf mich. Die Kurzzusammenfassung gibt es wie immer hier.

Der Atem einer anderen Welt hat ewig auf Englisch auf meiner Wunschliste gestanden, aber weil ich faul bin, habe ich es nie gelesen. Nach Jahren habe ich es nun geschafft das Buch auf Deutsch zu lesen und ich bin so begeistert. Es ist so vielfältig und kreativ und divers und ich mag es einfach total.

Danach habe ich weiter an meinen Reihen gearbeitet und endlich die Dóra Reihe von Yrsa Sigurdardottir beendet. Die beiden letzten Teile haben mir nochmal viel Spaß gemacht und ich bin froh, von den Hörbüchern auf die gedruckten Exemplare umgestiegen zu sein. 

Wo Frauen nichts wert sind war mein Highlight diesen Monat. Es steht seit meiner vorletzten Sachbuchbestellung bei mir rum und ich hab so gezögert es zur Hand zu nehmen. Ich glaube, ich hatte das Gefühl, dass es eher um die Autorin und ihre Reisen geht, als wirklich um die Frauen. Dem war aber überhaupt nicht so. Das Buch ist sehr informativ, sehr erschreckend und liest sich trotzdem weg wie nichts. 

Das Mädchen auf den Klippen war mein erstes Buch von Lucinda Riley. Leider war es für mich eher eine Enttäuschung. Die Grundstory war ziemlich interessant, aber es zog sich sehr, es war mir stellenweise zu überladen vor Gefühlen und es gab Themen, die ich in Büchern nicht lesen kann und möchte, was ich vorher leider nicht wusste.

Die Perfect Chemistry oder Du oder... Trilogie von Simone Elkeles habe ich im Mai komplett gelesen. Den ersten Band habe ich bereits vor Jahren auf Englisch gelesen und die Reihe nie weiterverfolgt, obwohl ich den ersten Band mochte. Da ich nun mit Unterstützung der Bibliothek meine Reihen angehen möchte, habe ich mir alle Teile auf Deutsch geliehen. Es handelt sich um spannende Jugendbücher mit Gang- und Liebesthematik, aber für mich hat die Begeisterung von Band zu Band nachgelassen. Eine Besprechung wird noch folgen.

Meine schöne Buchhandlung ist ein Fotografieband über Buchhandlungen. Überraschung. Einige der vorgestellten Buchhandlungen haben mich sehr neugierig gemacht und ich möchte unbedingt die ein oder andere Mal besuchen. Die Fotos haben mir größtenteils gut gefallen, aber bei manchen habe ich mich doch sehr gewundert. Eine Besprechung folgt voraussichtlich.   

Ein paar Worte zu meinem Neuzugang:
Ich hatte im Mai nur einen Neuzugang. Das war nach den vielen neuen Büchern im April auch notwendig. Schließlich hab ich bald schon wieder Geburtstag und Urlaub und dann wird es voraussichtlich wieder einige Neuzugänge geben. Aber ich schweife ab. Ich habe mir das neueste Buch einer meiner Lieblingsautorinen gekauft, das vollkommen überraschend schon im Mai statt im November erschienen ist. Ich hätte es gern noch diesen Monat gelesen, aber leider hat das zeitlich nicht geklappt.
  •  Dornenpakt - Karen Rose - neu - gekauft
Ein paar Worte zu meinem Filmmonat:
Ich habe im Mai tatsächlich zwei Filme gesehen. Ich fühle mich richtig gut. Zum einen war das Nerve und zum anderen Good Sam.
 
Nerve steht schon ewig auf meiner DVD-Liste und ich habe auch schon ein paar Mal auf Rebuy etc. danach gesucht, aber es hat sich nie die Gelegenheit ergeben. Mir war nicht klar, dass das eine Buchverfilmung ist - oder ich hatte es vergessen - und ich weiß auch nicht mehr, wie ich überhaupt auf den Film aufmerksam geworden bin. Manchmal hatte ich beim Zusehen auch das Gefühl, ich hätte den Film doch schon mal gesehen. Komplizierte Geschichte. Jedenfalls geht es um das Handyspiel Nerve, bei dem das Publikum einer/m Spieler:in Aufgaben stellen kann. Man kann sich denken, dass es nicht bei harmlosen Aufgaben bleibt, sondern diese immer gefährlicher werden. 
 
Der Film hat mir nicht so richtig gefallen. Ich bin ein Spießer (gibt es Spießerin als weibliche Form von Spießer?) und dementsprechend fand ich die Hälfte der Aufgaben einfach nur dämlich. Außerdem hatte ich mal wieder das Problem, dass ich am Anfang davon ausgegangen bin, dass die Protagonistin am Ende mit X zusammenkommt. Letztendlich ist es dann aber Y, was insofern doof ist, als das ich Y zwar am Ende mochte, mir aber X leidtut. Aus diesem Grund hasse ich Dreiecksgeschichten. Es gab gegen Ende aber eine super Szene, die ich sehr ausdrucksstark fand.

Good Sam ist ein Netflix Original und er reiht sich knapp hinter Holiday Inn Love in meine Lieblings-(Netflix-)Filme eine. Es geht um einen guten Samariter, der jeweils 100.000 $ an (scheinbar?) willkürlich fremde Menschen verteilt. Anonym. Eine Journalistin versucht die Identität der Person aufzudecken und durch die mediale Aufmerksamkeit gerät so einiges durcheinander. Es ist ziemlich offensichtlich wer Good Sam ist und was noch so alles passieren wird, aber ich wollte ja auch keinen Film sehen, der mich in irgendeiner Weise fordert. Ich wollte einen schönen Liebesfilm sehen, bei dem ich mich am Ende einfach gut fühle und das habe ich bekommen. Ich mochte die Schauspieler, mochte den Plot und die Message war auch sehr schön. Wer Liebesfilme mag, sollte sich diesen Film unbedingt ansehen.

Das Leben in seinen Facetten:
Ich habe endlich mal ein bisschen was zu erzählen. Holt euch schnell noch Kaffee oder Tee und ein bis fünf Plätzchen, ich komme vielleicht ins plaudern. 

Ich hatte im April ja schon angedeutet, dass wir voraussichtlich unsere neue Kollegin bekommen. Das hat tatsächlich geklappt. Wir verstehen uns gut, wofür ich sehr dankbar bin, weil ich an ihrer Einarbeitung beteiligt bin. Das ist für mich eine neue Erfahrung und eine große Herausforderung, aber es macht echt Spaß. Dadurch ist aber auch viel zu tun und ich habe manchmal das Gefühl, dass ich von meinen Aktenbergen erschlagen werde. Es werden aber auch wieder andere Phasen kommen und je besser sie eingearbeitet wird, desto besser kann sie uns insgesamt unterstützen und mich und meinen Kollegen vertreten, wenn wir im Urlaub sind.

Meine Mutter war für ein paar Tage zu Besuch. Leider war das Wetter nicht ganz so toll (immerhin war es fast die ganze Zeit trocken) und ich war nicht hundertprozentig fit, aber wir hatten ein schönes Wochenende. Wir sind mit dem Fahrrad gefahren und konnten mit vorherigem Test auch ein bisschen einkaufen gehen. Letztendlich waren wir in nur zwei Geschäften, aber wir hätten gekonnt. Man muss es nicht gleich übertreiben, aber es war so schön, überhaupt wieder die Möglichkeit zu haben. Ein Stück Normalität. 

Mein Highlight diesen Monat war die Impfung. Man kann über meinen Wohnort wirklich viel schlechtes sagen, aber was das Thema Corona angeht, läuft vieles gut. Nicht alles, aber gerade was Impfung und Testung angeht, bin ich sehr zufrieden. Jedenfalls habe ich durch die Arbeit und meine Tätigkeit als Wahlhelferin die Möglichkeit bekommen, mich impfen zu lassen und ich habe das direkt genutzt. Samstags hatte ich die Einladung im Briefkasten, habe mich direkt danach an den Laptop gesetzt und einen Termin gebucht. Keine Serverprobleme, Termine verfügbar und nicht mal eine Woche später hatte ich die erste Impfung. Ja, ich musste vor dem Impfzentrum anstehen, aber damit habe ich angesichts der Uhrzeit gerechnet. Es war alles richtig gut organisiert und ich kam mir manchmal ein bisschen vor, wie bei der Reise nach Jerusalem. Man setzt sich auf einen Stuhl, dann auf den nächsten, und wieder den nächsten und noch einen weiter. So arbeitet man sich durch das ganze Impfzentrum und hat dadurch auch nicht das Gefühl, dass man eine bis anderthalb Stunden dort verbringt. Die Mitarbeitenden waren alle super freundlich, soweit ich es mitbekommen habe, die zu Impfenden auch. Und dennoch habe ich großen Respekt vor den Menschen, die diese Aufgaben jeden Tag machen, damit ich die Freiheit habe, mit meiner Mutter einkaufen zu gehen. 

Die Impfreaktionen hielten sich in Grenzen. Gegen Abend habe ich die ersten Schmerzen im Arm bemerkt, aber das war absolut auszuhalten. Am nächsten Tag konnte ich auch gut arbeiten (ich habe extra den linken Arm gewählt, damit ich mit rechts die Maus bedienen kann). Erst gegen Mittag tat mein Arm so weh, dass ich ihn nicht mehr heben konnte. Ich hab dann auch Feierabend gemacht, da ich so keine Akten mehr verräumen konnte, aber Papier ist geduldig und die Akten hat es sicher nicht gestört, dass sie das Wochenende in meinem Büro verbringen mussten. Abends hatte ich dann plötzlich Gliederschmerzen bzw. ein generelles Gefühl von Unwohlsein, aber ich kann nicht sagen, ob das wirklich auf die Impfung zurückzuführen ist. Am nächsten Tag war aber alles wieder gut, nur der Arm tat weh. Das war aber nach dem Wochenende auch vorbei. 

Ich persönlich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit der Impfung bekommen habe. Es war für mich auch relativ schnell klar, dass ich mich impfen lassen, sobald ich die Möglichkeit dazu habe. Aber das ist eine Entscheidung, die jede*r für sich treffen muss. Es steht mir nicht zu, die Entscheidung von anderen zu beurteilen und es steht anderen nicht zu, meine Entscheidung zu bewerten. 

Ausblick auf den Juni:
Im Juni hoffe ich mal wieder auf besseres Wetter. Irgendwann muss das ja mal klappen. Ich werde weiterhin viel arbeiten, weil dann auch mein Urlaub ansteht und ich vorher meinen Platz so sauber wie möglich und meine Kollegin so fit wie möglich haben möchte. Außerdem bekomme ich Besuch. Jedenfalls hoffe ich das. Wir mussten das ganze schon mehrfach verschieben. Der Juni wird also ein vollgepackter Monat, aber am Ende wartet dann die Entspannung.

Ich wünsche euch einen wundervollen JuniJulia

Dienstag, 1. Juni 2021

Rezension ~ Das Mädchen auf den Klippen - Lucinda Riley

Titel: Das Mädchen auf den Klippen
Originaltitel: The Girl on the Cliff
Autorin: Lucinda Riley
Seiten: 445 Seiten
Verlag: Goldmann
Genre: Roman, Familiengeheimnis, Liebe
 
 
 
Inhalt: 
„Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird sie jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht Grania das Kind an. Ohne es zu ahnen, stößt sie durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte…“ (Quelle: Buchrückseite) 
 
Meine Meinung: 
Lucinda Riley ist eine Autorin, die mir schon sehr oft und immer wieder in der Buchblase begegnet ist. Gefühlt jede:r hat schon mindestens ein Buch der Autorin gelesen. Außer mir natürlich. Dabei möchte ich das Orchideenhaus schon länger lesen, als Lucinda Riley gehypt wird. Im offenen Bücherschranke habe ich dann allerdings diesen Roman entdeckt und die Entscheidung für meinen ersten Versuch mit der Autorin war gefallen.

Dieses Buch hat in mir einige Gefühle ausgelöst, aber die wenigsten waren positiv. Manchmal sollte ich mich wohl so fühlen, manchmal nicht. Ich hatte Schwierigkeiten, überhaupt in die Geschichte hineinzufinden. Mich wollte die Handlung nicht so recht packen, weshalb meine Motivation weiterzulesen nicht gerade hoch war.

Das Buch bewegt sich mehr oder weniger auf zwei Zeitebenen, aber diese Ebenen wechseln sich nicht wirklich ab. Die Geschichte startet in der Gegenwart, dann gibt es sehr sehr sehr viele Kapitel aus der Vergangenheit, dann ein bisschen Gegenwart, dann wieder viel Vergangenheit… Ich mag verschiedene Zeitebenen oder auch wechselnde Perspektiven gern, aber ich bevorzuge dann eher den Wechsel nach jedem Kapitel. Gerade die Passagen in der Vergangenheit waren mir hier einfach zu lang und so hat sich die Handlung für mich sehr gezogen.

Hinzu kommt ein großer Teil Melodramatik. Wenn es um Gefühle geht, dann sind diese gleich so übertrieben und schwülstig und müssen mit einer Inbrunst zum Ausdruck gebracht werden, dass ich nur noch die Augen verdrehen konnte. Für meinen Geschmack hat die Autorin zu dick aufgetragen und das nicht nur bei Gefühlen, sondern auch bei der ein oder anderen Wendung.

Als problematisch empfunden habe ich ein Thema, das sich aus dem Klappentext nicht ergeben hat. Natürlich kann und möchte man nicht alles vorwegnehmen. Aber es gibt Themen, denen kann und möchte ich bei Büchern und Filmen nicht begegnen und das war hier leider der Fall. Das ist mein persönliches Problem, aber es ist eben auch ein Grund, warum mir die Lektüre nicht immer gefallen hat.

Was die Autorin allerdings sehr gut hinbekommen hat waren die Szenen, in denen man als Leser:in wütend und ohnmächtig sein sollte. Ich denke da ganz besonders an die Geschichte von Granias Onkel Joe. Man möchte das ihm widerfahrene Unrecht wiedergutmachen und die Protagonisten fragen, ob sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank haben. Dabei hat man immer im Hinterkopf, dass so etwas auch heute noch passiert.

Das Ende hat mir abgesehen von einem Aspekt überraschend gut gefallen. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, da es eben doch einige Wendungen gab, die mir nicht gefallen haben. Glücklicherweise konnte mich die Autorin hier aber doch überzeugen, sodass ich letztendlich bei einer mittleren Bewertung lande. Das Ende ist eben das, was man von der Geschichte als Letztes liest und dadurch oft am längsten im Kopf hat.

Fazit: 
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir gut, allerdings war die Umsetzung nicht immer mein Fall. Einige Stellen waren für meinen Geschmack zu langatmig und es hätte gern auch weniger Dramatik sein können. Alles in allem bin ich gut durch die Geschichte gekommen, aber das Mädchen auf den Klippen beantwortet nicht meine Frage, warum die Autorin so gefeiert wird.

Samstag, 29. Mai 2021

Rezension ~ Wo Frauen nichts wert sind - Maria von Welser

Titel: Wo Frauen nichts wert sind
Autorin: Maria von Welser
Seiten: 320 Seiten
Verlag: Ludwig
Genre: Sachbuch, Frauen




Inhalt: 
In vielen Teilen dieser Erde ist die Situation für Frauen und Mädchen nicht leicht. Kein Recht auf Bildung, unzureichende medizinische Versorgung, Zwangsverheiratung und Prostitution sind nur einige Schlagworte, die einem dazu in den Sinn kommen können. Die Journalistin Maria von Welser ist nach Afghanistan, Indien und in den Ostkongo gereist, um mit Frauen und Mädchen zu sprechen und die Situation direkt vor Ort zu betrachten. Aber sie erzählt nicht nur von ihren Erlebnissen, sondern lässt auch die Frauen zu Wort kommen und berichtet darüber, wie die Frauen und ihre Unterstützer versuchen, ihre Situation zu verbessern. 
 
Meine Meinung: 
Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern, wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin, aber es war ein echter Glücksgriff. So hart das Buch manchmal zu ertragen ist, so wichtig und informativ ist es auch.

Nach einem kurzen Vorwort entlässt uns die Autorin direkt in die große weite Welt. Zunächst geht es nach Afghanistan, dann nach Indien, dann in den Ostkongo. Anschließend folgt ein Kapitel über die weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) und eines über die Massenvergewaltigungen während des Balkankriegs. Abschließend folgen erneut ein paar Gedanken der Autorin.

Die Kapitel sind insgesamt sehr lang, da jeder Themenbereich im Grunde nur aus einem einzigen Kapitel besteht. Allerdings sind diese in Abschnitte unterteilt, die oft nur zwei bis drei Seiten lang sind. So hat sich bei mir ein schneller Lesefluss entwickelt, obwohl die beschriebenen Momente bisweilen nur schwer zu ertragen waren. Auch gibt es in jedem Kapitel Zitate von betroffenen Frauen und ein paar Fakten zu dem jeweiligen Land.

Afghanistan: 
Ich habe bereits mehrere Bücher über Afghanistan gelesen, wenngleich auch nur eine Biografie einer afghanischen Frau darunter war. Afghanistan war also das Land, zu dem ich bereits im Vorfeld die meisten Problemfelder hätte benennen können.

An diesem Kapitel hat mir besonders gefallen, dass es auf vielfältigen Themen eingeht. So geht es um die mangelnden Bildungsmöglichkeiten für Frauen, um die Verheiratung minderjähriger Mädchen, um die Scharia und so weiter. Die Situation der Frauen und Mädchen in Afghanistan wird von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet und es wird deutlich, dass an vielen Aspekten gearbeitet werden muss, um eine Verbesserung herbeizuführen.

Auch wenn der Weg noch lang ist, macht die Autorin Hoffnung. Sie berichtet von Frauen, die zur Wahlurne gehen, von Politikerinnen und anderen mutigen Frauen.

Problematisch fand ich – nicht nur an diesem Kapitel – das Frauen insbesondere dann, wenn sie sich ihrem Schicksal entgegenstellen und sich wehren, auf Äußerlichkeiten reduziert werden. Da ist beispielsweise eine Frau, die einen Radiosender gegründet hat und sich als Mitglied im Provinzrat der Stadt politisch engagiert. Zu ihr fallen mir sehr viele starke Adjektive ein, aber das erste was die Autorin zu ihr zu bemerken hat ist, dass sie „bildhübsch“ ist. Auch an anderer Stelle fand ich die Wortwahl der Autorin nicht angemessen: 

„Die „Gärtnerin“ heißt Usha – eine Businessfrau mit einem unaussprechlichen, absolut nicht schreibbaren Nachnamen“ (S. 198)

Wenn die Autorin den Nachnamen nicht aussprechen kann, ist das eine Sache. Aber sie spricht ja nicht das Hörbuch ein, sondern verschriftlicht ihre Begegnung mit der Frau. Sie wird ja wohl in der Lage sein, den Nachnamen abzutippen oder sich buchstabieren zu lassen.

Indien: 
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hätte eher nicht vermutet, dass Indien zu den Ländern gehört, in denen die Situation für Frauen und Mädchen weltweit am schlimmsten ist. Ich habe vom Kastensystem und von den zunehmenden Vergewaltigungen gehört, aber darüber hinaus, waren mir keine Problemfelder bekannt.

Leider hat sich das nach diesem Kapitel auch nur geringfügig geändert. Es werden ein paar Problemfelder angesprochen, aber einen wesentlichen Teil des Kapitels machen die (Massen-) Vergewaltigungen aus. Vergewaltigungen sind immer schlimm und was man über dieses Thema in Bezug auf Indien lesen muss ist so furchtbar, dass man eigentlich gar nicht darüber nachdenken will. Aber wenn ein Land zu den weltweit gefährlichsten für die weibliche Bevölkerung zählt, dann muss das doch auf mehr als einen Aspekt begründet sein.

So habe ich dieses Kapitel zwar auch als informativ, aber eben auch sehr einseitig und wiederholend empfunden.

Kongo: 
Ich glaube, dieses Kapitel war für mich das am schlimmsten zu lesende. Auch hier spielt das Thema Vergewaltigung eine große Rolle und die Beschreibungen sind so grausam, dass ich das Buch ein paar Mal zur Seite legen musste. Es ist unvorstellbar, was diese Frauen erleiden mussten. Welche körperlichen und seelischen Schäden sie erlitten haben.

Wie bereits erwähnt, erhält man viele Informationen über die jeweiligen Länder, sodass man verstehen kann, warum die Situation ist wie sie ist. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass diese Informationen besser in den Text eingebettet worden wären. So erfährt man beispielsweise etwas über die Geschichte des Kongo und dann folgt: 

„Das alles geht mir durch den Kopf, während ich auf meinen Koffer warte.“ (S. 209) 

Jetzt ist so ein 5-Sterne-all-inclusive-Pauschalurlaub nicht mit der Reise zu vergleichen, die die Autorin unternommen hat, aber auch sie betet am Gepäckband sicher nicht die Geschichte des Kongos gedanklich herunter. Überhaupt gehen ihr sehr viele Dinge durch den Kopf und häufig wird auch darauf verwiesen, dass sie für das Magazin Mona Lisa im ZDF bereits früher die Länder bereist hat. Gerade von einer Journalistin hätte ich mir weniger Wiederholungen insgesamt, aber vor allem auch Wiederholungen von ganzen Phrasen gewünscht.

Genitalverstümmelung (FGM/C – female genital mutilation / cutting): 
Dieses Thema wird länderübergreifend behandelt. Nicht zuletzt durch Waris Dirie denke ich zunächst an Somalia, wenn ich den Begriff FGM/C höre. Das Problem scheint eher ein zentralafrikanisches zu sein, vielleicht denkt man auch noch an einige Länder Nordafrikas. Mir war gar nicht bewusst, dass es auch in Asien einige Länder gibt, in denen die weibliche Genitalverstümmelung sehr verbreitet ist.

Überhaupt war dieses Kapitel für mich das vielleicht informativste, aber auch schmerzhafteste von allen, obwohl ich durch andere Bücher und Themenreihen auf Social Media bereits einiges davon gehört habe. Es werden die unterschiedlichen Arten der FGM/C erläutert, wie Frauen, Männer, der Islam und Europa zu diesem Thema stehen und welche Folgen die Verstümmelung für die Frauen und Mädchen hat.

Ein bisschen… seltsam fand ich den Abschnitt, in dem beschrieben wird, wie man weibliche Genitalverstümmelung verhindern kann. So soll es – angeblich – erfolgreich sein, traditionellen Beschneiderinnen alternative Berufsmöglichkeiten zu bieten. Natürlich verdienen diese Frauen ihren Lebensunterhalt damit. Aber es ist doch vor allem auch ein kulturelles und kein wirtschaftliches Problem, dass bereits kleine Mädchen diesen Grausamkeiten ausgesetzt werden.

Bosnien: 
In diesem Kapitel geht es um den Balkankrieg, der für viele Frauen mit Vergewaltigungen und sexueller Gewalt einhergeht. Es kommen hier ebenfalls Frauen zu Wort und berichten von ihren schrecklichen Erlebnissen. Aber es wird auch ein wissenschaftlicher Blick auf das Thema geworfen. Beispielsweise fand ich es sehr aufschlussreich, dass sowohl Täter als auch Opfer eine Vergewaltigung eher als Gewaltakt wahrnehmen, denn als sexuelle Handlung. 
 
Fazit: 
Trotz kleinerer Schwächen in der Ausdrucksweise, hat mir das Buch sehr gefallen. Nicht nur, dass es schnell und angenehm zu lesen war, es war darüber hinaus – und das ist am wichtigsten – informativ und aufrüttelnd. Wer sich für das Thema interessiert, sollte unbedingt einen Blick in das Buch werfen.

Informatives Sammelsurium:

  • Meine Rezension ist Teil der Linkparty von monerl



 

Donnerstag, 27. Mai 2021

Rezension ~ Der Atem einer anderen Welt - Seanan McGuire

Titel: Der Atem einer anderen Welt
Originaltitel: Every Heart a Doorway | Down Among the Sticks and Bones | Beneath a Sugar Sky
Autorin: Seanan McGuire
Seiten: 464 Seiten
Verlag: Fischer Tor
Genre: Fantasy
 

 

Inhalt: 
„Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen“ – was klingt wie ein Internat für schwererziehbare Jugendliche, ist in Wahrheit ein ganz besonderer Ort. Hier landen Kinder, die durch eine winzig kleine Tür in der Veranda gekrochen oder die eine Treppe in einem Koffer herabgestiegen sind und dort eine völlig neue Welt entdeckt haben. Eine Welt, die vielleicht ganz anders ist als die, die sie kannten und in der sie sich dennoch Zuhause gefühlt haben. Viel mehr noch als in der Welt ihrer Geburt. Doch irgendwann müssen sie diese Welt womöglich verlassen und dann landen die meisten in Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen. Hier sind sie unter Gleichgesinnten, denn fast alle wünschen sie sich, ihren Weg zurückzufinden. 
 
Meine Meinung: 
Der Atem einer anderen Welt umfasst in der deutschen Übersetzung im Grunde genommen die ersten drei Teile der Bücher von Seanan McGuire. Warum ich das erzähle? Ich bin ursprünglich dank YouTube auf den ersten Band im englischen Original aufmerksam geworden. Das Cover hat mich sofort angesprochen, dann war ich fasziniert von der Idee und begeistert von der positiven Besprechung. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Wie das mit mir und englischen Büchern nun mal so ist: Ich bin dafür zu faul und traue mir zu wenig zu. Die Jahre vergingen und das Buch wurde doch auf Deutsch übersetzt und ich bin mir selbst irgendwie dankbar, dass ich es auf Deutsch gelesen habe. Ich fürchte, ich hätte auf Englisch nicht so viel verstanden (es ist einfach nicht mein Genre) und es deswegen vermutlich auch nicht so geliebt.

Ich liebe die Grundidee. Und das, obwohl ich für Fantasy ja nur sehr wenig übrighabe und Alice im Wunderland für eine der überbewertetsten Geschichten überhaupt halte. Anderes Thema. Habt ihr euch mal gefragt, was mit Alice passiert, nach dem sie aus dem Wunderland zurückgekommen ist? Wie kommt sie in der Welt ihrer Geburt zurecht? Diese Reihe greift diese Idee auf. Nicht speziell in Bezug auf Alice, sondern ganz allgemein. Ich meine, wenn Alice durch ein Kaninchenloch fallen kann, warum soll es dann nicht noch andere Welten, andere Tore, andere Kinder geben? Was haben diese Kinder erlebt und wie geht es ihnen nach ihrer Rückkehr?

Der Atem einer anderen Welt – Every Heart a Doorway 
In der ersten Geschichte wird man in die Thematik eingeführt. Wir begleiten Nancy, die in Eleanor Wests Haus zieht. Da Nancy neu ist, lernen wir durch sie das Haus, deren Bewohner und alles drumherum kennen, ohne dass es besonders große Verständnisschwierigkeiten oder Unklarheiten gibt.

Ich mochte die Charaktere wahnsinnig gern. Einigen möchte ich zwar ungern begegnen, aber sie waren so vielschichtig, so realitätsnah, so individuell, so divers. Ich hätte am liebsten jeden in einem 600 Seiten Roman verfolgt.

Das Ende dieser Geschichte ging mir persönlich viel zu schnell. Vermutlich liegt das daran, dass der Großteil eine Art Einführung ist (auch wenn es sich währenddessen nicht so liest), um die Welt(en), die Protagonisten usw. kennenzulernen. Daher kommt dann der eigentliche Plot bzw. die Auflösung dessen am Ende ein wenig zu kurz.

Unter einem roten Mond – Down Among the Sticks and Bones 
Bei der zweiten Geschichte hatte ich leichte Startschwierigkeiten. Ich bin überhaupt nicht gut in die Handlung gekommen und hatte zusätzlich das Gefühl, dass die zweite Geschichte gar nichts mit der ersten zu tun hat. Klar, es ist sozusagen die Vorgeschichte zu Charakteren, die wir im ersten Teil treffen, aber es waren eben doch in sich abgeschlossene Geschichten.

Nach ein paar Seiten haben sich meine unguten Gefühle aber gelegt und ich war absolut gefesselt von der Geschichte. Der Schreibstil hat eine richtige Sogwirkung entfaltet und ich musste einfach immer weiterlesen.

Die beschriebene Welt war sehr düster und damit das krasse Gegenteil zur Welt der dritten Geschichte.

Süßer Unsinn – Beneath a Sugar Sky 
Wie der Titel schon verrät, ist die Welt in diesem Teil klebrig, zuckrig, süß. Gut, eigentlich sind wir sogar in mehreren Welten, aber am längsten halten wir uns in einer Welt auf, die mich sehr an das Schlaraffenland erinnert hat. Obwohl ich wirklich gern Süßigkeiten esse, war mir das teilweise zu viel und ich habe beim Lesen fast Zahnschmerzen bekommen.

An dieser Geschichte gefiel mir aber einerseits, dass wir Charakter aus dem ersten Band wiedertreffen, die ich in der zweiten Geschichte vermisst habe und andererseits, wird hier ein Bogen gespannt, der die erste und zweite Geschichte gewissermaßen miteinander verbindet.

Fazit: 
Für mich eine positive Überraschung und ein absolutes Highlight. Die Idee der Geschichte(n) ist meiner Meinung nach noch nicht häufig beschrieben worden und die Welten wurden sehr kreativ umgesetzt. Die Charaktere sind wunderbar, nicht zuletzt, weil Diversität eine große Rolle spielt. Dies aber immer eher im Hintergrund, nicht aufdringlich, nicht belehrend, sondern einfach DA. Ganz so, wie es in der Realität auch der Fall ist.


Dienstag, 25. Mai 2021

Reihenvorstellung ~ Dóra Guðmundsdóttir - Yrsa Sigurðardóttir

Hinweis: Meine Besprechungen beziehen sich bei Teil eins bis drei auf die Hörbücher, bei Teil vier bis sechs auf die Bücher.

Inhalt:  

Hauptprotagonistin ist Dóra, die als Anwältin eine eigene Kanzlei in Reykjavík betreibt. Üblicherweise befasst sie sich mit Scheidungen oder ähnlichem, aber eigentlich steckt in ihr eine Detektivin. Sie gerät immer mal wieder in Fälle, bei denen es um Leben und Tod und alles dazwischen geht. Neben Dóra gibt es weitere wiederkehrende Protagonisten, über die ich an dieser Stelle nichts verrate. 

Das letzte Ritual: 

Ich hatte meine Schwierigkeiten mit der Protagonistin Dóra. Sie ist manchmal ziemlich beleidigend, vor allem, wenn es um das Gewicht bzw. das Aussehen allgemein von manchen Menschen geht. Außerdem hatte ich Schwierigkeiten, die seltener auftauchenden Personen auseinanderzuhalten, weil isländische Namen für mich ungewohnt sind. 

Die Handlung war stellenweise etwas langatmig, wobei ich aber auch häufig nur kurze Passagen hören konnte. Das ist vermutlich auch ein Grund, warum ich das Gefühl hatte, dass sich die Geschichte manchmal nicht vom Fleck bewegt. 

Thematisch war das Buch allerdings sehr spannend. Es geht um Hexerei, alte Runen und so weiter. 

Das gefrorene Licht: 

Band eins und zwei unterscheiden sich – abgesehen vom Inhalt – für mich nur unwesentlich. Oder besser gesagt, meine Meinung zu den Büchern ist ähnlich. Ich höre mittlerweile den dritten Band, was deutlich macht, dass ich die Reihe nicht total schlecht finde. Aber bisher ist es auch absolut kein Highlight in diesem Genre. 

An Dóra habe ich mich einigermaßen gewöhnt, auch wenn ich ihre Sicht auf andere Menschen nach wie vor nicht mag. 

In diesem Band geht es einerseits um Geistersichtungen und die Frage, ob es diese Geister tatsächlich gibt oder nicht. Andererseits geht es um eine Familiengeschichte, zur Zeit des Nationalsozialismus. Beides interessiert mich eher weniger. 

Das glühende Grab:

Der dritte Band hat mich leider wieder sehr ermüdet. An Dóras Art habe ich mich gewöhnt, auch wenn ich sie nicht gut finde. 

Die Handlung war in Ordnung, aber weniger interessant als in den beiden Vorgängern. Daher werde ich hier erstmal eine Pause machen. 

Die eisblaue Spur: 

Die Pause hat ungefähr zwei Jahre gedauert und hätte vermutlich auch noch weitere Jahre gedauert, wenn Melli mich nicht gefragt hätte, ob wir diesen Band gemeinsam lesen wollen. Daher vielen Dank an Melli, dass ich dank dir die Reihe fortsetzen konnte. 

Mit dem Hören klappt es bei mir ja aktuell nicht und ich glaube, ich könnte auch kein Buch für eine Leserunde hören, daher habe ich mir das Buch gekauft. Das war eine gute Entscheidung. Aber auch die Pause hat wohl gutgetan. 

Das Setting mochte ich in diesem Band sehr. Wir befinden uns in einer Forschungsstation in Grönland. Drum herum ist nichts. Nur Schnee und vielleicht mal ein Eisbär. Furchtbar. Das ist so gar nichts für mich, weshalb ich mich an der ein oder anderen Stelle fast schon ein bisschen gegruselt habe. 

Die Handlung hat mir auch gut gefallen, auch wenn sie mir am Ende fast ein bisschen zu sehr verknotet war. Die Todesursache(n) haben mir gefallen und ich fand die Erklärungen plausibel. Aber man musste ein bisschen entwirren, wer wann durch wen gestorben ist oder vielleicht auch nicht und das war schon ein bisschen verwirrend. 

Mit den Charakteren bin ich glücklicherweise wieder ganz gut klargekommen. Wie gewohnt habe ich über Dóra und Bella ab und an die Augen verdreht, aber da ich jetzt so eine lange Pause hatte, war das auszuhalten. 

Ich muss jetzt eine kleine Zwangspause machen, bis ich die beiden restlichen Bände lesen kann, aber die möchte ich dann hintereinander lesen, damit ich unter diese Reihe auch einen Haken machen kann. 

Feuernacht: 

Die Zwangspause hat länger gedauert als geplant, weil die Bücher zunächst in der Bibliothek nicht verfügbaren waren, dann war sie dank Corona mal zu, mal auf, mal wieder zu und ich habe die wenigen Öffnungstage immer wieder verpasst. Aber dann habe ich den Bestellservice genutzt, weil ich Sorge hatte, dass ich die Reihe sonst wieder vergesse. 

Wie auch immer, der vierte Band hat mich wieder gut unterhalten. Diesmal geht es um Jakob, einen jungen Mann mit Down-Syndrom, der das Behindertenwohnheim, in dem er lebte, angezündet haben soll. Dabei kamen mehrere Menschen ums Leben. Die Handlung war für mich spannend und ich war mir bis zum Schluss nicht sicher, wer oder was hinter dem Brand (und einigen anderen Vorkommnissen) steht. 

Allerdings gab es hier mehrere Kleinigkeiten, die ich nicht gut erklärt und schlichtweg unlogisch fand. Beispielsweise ist die Schwester eines Verstorbenen zunächst felsenfest überzeugt, dass Jakob der Täter ist. Später verteidigt sie ihn jedoch und kann sich das eigentlich nicht vorstellen. Es wurde nicht deutlich, warum sie ihre Meinung geändert oder zumindest etwas anderes behauptet hat. Gar nicht verstanden habe ich, warum in dem Wohnheim nachts offensichtlich keine Pflegekräfte anwesend sind. Dort lebten schwerkranke Menschen, die intensive Betreuung und Pflege benötigen, aber nachts waren nur Nachtwächter dort. Das klang für mich eher nach Sicherheitsdienst als nach medizinischem Personal, was überhaupt keinen Sinn macht und auch nie erklärt wurde. 

Manche Aspekte haben mich wenig interessiert, wie zum Beispiel die Thematik der Wirtschaftskrise oder die (vermeintlich) Übernatürlichen Vorkommnisse. Allerdings sind das Themen, die für die isländische Gesellschaft relevant sind, daher konnte ich insbesondere über die Geisterthematik ganz gut hinwegsehen. 

Das Ende hat mir insgesamt gefallen, auch wenn es ein oder zwei kleine offene Fragen gibt. Die letzten zwei Seiten hätten für mich allerdings nicht sein müssen, da es der Geschichte nochmal eine Wendung gibt, die ich nicht (mehr) gebraucht hätte. 

Todesschiff: 

Den letzten Band habe ich unmittelbar nach dem fünften begonnen und er hat mich wieder sehr gut unterhalten. Zuerst hat es mich irritiert, dass es in diesem Band, anders als in den vorherigen, keine Zeitangaben gibt, aber ich hatte mich dann doch schnell daran gewöhnt. Behandelt wird die Frage, was mit sieben Personen geschehen ist, die sich auf einer Yacht auf dem Weg von Lissabon nach Reykjavík befunden haben. Als das Schiff im Hafen einläuft, befindet sich nämlich niemand mehr an Bord. 

Es wechseln sich Kapitel aus der Gegenwart, das heißt nach Einlaufen des Schiffs, mit Kapiteln aus der Vergangenheit ab, das heißt der Zeit auf dem Schiff. Man ist also live bei den Geschehnissen auf der Yacht dabei, begleitet aber gleichzeitig Dóra beim Versuch, die Hintergründe zu entschlüsseln. 

Anfangs hat sich die Handlung ein wenig gezogen, aber insgesamt war es für mich sehr spannend. Insbesondere die letzten 80 bis 100 Seiten mochte ich sehr. Je näher das Boot der isländischen Küste kommt, desto mehr fragt man sich, wer oder was hinter den ganzen Ereignissen steht. Ich hatte zwar hier und da so meine Vermutungen, aber es gab dann doch immer wieder neue Hinweise, die nicht so richtig in meine Theorie gepasst haben. 

Auch hier gab es wieder ein paar kleinere offene Fragen und einen minimal übernatürlichen Touch. Aber wie schon oben erwähnt, empfinde ich das als typisch isländisch und daher war es für mich in Ordnung. 

Die Auflösung hat mir gut gefallen und es gab dann noch eine Szene, die mich wirklich fertig gemacht hat. Damit habe ich aus Gründen so gar nicht gerechnet. 

Fazit zur Reihe insgesamt: 

Ich glaube, mir hat die Pause inklusive Wechsel des Mediums sehr gutgetan. Die letzten drei Bände der Reihe haben mir besser gefallen als noch die Vorgänger. Wer gern spannende Bücher aus Nordeuropa liest, sollte sich diese Reihe unbedingt anschauen. 

Soweit ich weiß, ist die Reihe nicht offiziell abgeschlossen, aber da es keine fortlaufende Rahmenhandlung gibt, kann man nach diesem Band genauso gut aufhören, wie nach jedem anderen. Wenn irgendwann noch ein siebter Band erscheint, würde es mich freuen, aber wenn das nicht passiert, freue ich mich auch über eine weitere abgeschlossene Reihe. 

Ich vergebe je nach Band zwischen drei und vier Big Ben.