Samstag, 7. Dezember 2019

Meine Woche #10

Hallo zusammen,

die letzten Wochen gab es keine Zusammenfassungen, weil ich entweder nichts zu erzählen hatte und wenn doch, fehlte mir die Zeit. Aktuell bin ich aber leider krank geschrieben, sodass ich viel lese und Zeit habe, euch ein bisschen zu erzählen. Ich hole aber nicht alles nach, das würde vermutlich den Rahmen sprengen.

Gelesenes:
Mein Dezember begann mit dem ersten Kapitel aus meinem literarischen Adventskalender. Meine Mutter hat mir Escape Room einen Escape-Adventskalender geschenkt, bei dem man jeden Tag ein Kapitel einer Geschichte lesen und dann ein Rätsel lösen kann. Nach den Feiertagen stelle ich es euch noch genauer vor, aber bisher gefällt es mir wirklich gut und es ist der erste literarische Adventskalender, bei dem ich alle Türchen schon vorher aufmachen möchte.

Natürlich ist der Adventskalender nicht meine einzige Lektüre bis Heiligabend. Ich nehme ja regelmäßig an der Aktion Mein SuB kommt zu Wort teil, bei der der SuB seinem Besitzer ein Buch aussuchen darf, welches bis zum nächsten Mal gelesen werden soll. Normalerweise bin ich da vorbildlich, aber die Oktoberaufgabe habe ich nicht geschafft. Upsi. Mein SuB hat mir der Todesmeister von Thomas Elbel ausgesucht, was ich als erstes im Dezember angefangen habe. Ich sage angefangen, weil ich es leider nach 184 Seiten abgebrochen habe. Mit den Figuren bin ich gar nicht warm geworden und es hat mich nicht interessiert, was weiterhin passiert. Ziemlich Schade, aber immerhin eine Reihe weniger, die es zu vervollständigen gilt.

Danach habe ich mich dem November/Dezemberbuch gewidmet, das mein SuB mir ausgesucht hat. Dabei handelte es sich um Brixton Hill von Zoe Beck. Ihr Buch Schwarzblende fand ich großartig, damals habe ich auch mit einer lieben Freundin eine Lesung besucht. Brixton Hill hat mir leider nicht so gut gefallen. Anfangs hatte ich ähnliche Probleme wie bei dem vorherigen Thriller. Die Protagonisten waren nicht so richtig sympathisch und auch storytechnisch war es nicht so wirklich mein Ding. Aber irgendwann hatte ich mich an Emma gewöhnt und auch die Handlung nahm ein bisschen Fahrt auf. Es kommt letztendlich auf eine mittlere Bewertung raus, aber mehr leider nicht.

Ich möchte gern dieses Jahr noch alle Bücher lesen, die letztes Jahr bei mir eingezogen sind, sodass mein SuB im Januar maximal ein Jahr alt ist. Drei Bücher sind es noch, wovon ich zwei gerade lese. Das dritte habe ich für die Fahrt zu meiner Familie eingeplant. Nummer eins ist der Bilderwächter von Monika Feth. Es ist der sechste Band aus der Jugendthrillerreihe um Jette. Bisher bin ich noch nicht so weit gekommen und muss mich daher erst noch einfinden. Der erste Band ist 2003 (!) erschienen, damals war ich 10 Jahre alt. Ich glaube nicht, dass ich da schon das Buch gelesen habe, aber viel älter war ich auch nicht. Dementsprechend ist es schon eine ganze Weile her, seit ich mit der Reihe begonnen habe und das merke ich. Die Bücher bauen nicht unbedingt aufeinander auf, aber jeder Charakter hat eine ganz spezielle Geschichte und an die kann ich mich leider nicht mehr so gut erinnern. Mal sehen, ob im Verlauf des Buches noch Erinnerungen zurückkommen. 

Das zweite Buch und meine Nebenher Lektüre ist die Menschheit hat den Verstand verloren. Es handelt sich dabei um die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren. Hier habe ich die Einleitung und das kurze Kriegsjahr 1939 bereits gelesen. Ich bin sehr gespannt welche Gedanken Astrind Lindgren noch über den Krieg niederschreibt. Der Krieg hat schließlich gerade erst angefangen.

Gesehenes:
Ich habe mir tatsächlich das Netflix Probeabo geholt. Ich kann es selbst kaum glauben. Ob ich es verlängern werde weiß ich noch nicht. Vielleicht noch einen Monat, da ich noch ein paar Filme auf meiner Liste habe. Serienmäßig habe ich bisher nur Grace und Frankie angefangen, von der ich mir super viel erhofft habe, aber die erste Folge war richtig langweilig und bei der zweiten habe ich nach ein paar Minuten aufgehört. Einige Serien habe ich zwar noch auf der Liste, aber derzeit reizt mich keine. Wie auch immer, ich möchte euch eine knappe Zusammenfassung meiner gesehenen Filme geben.

Monster AG: Ich bin aus irgendwelchen Gründen wieder über den Film gestolpert und wollte ihn schon länger wieder mal sehen. Ich mag keine Animationsfilme, fand diesen aber damals richtig toll. Ich mag ihn immer noch sehr und bitte, was ist Bu für ein putziges Mädchen?! ♥

Tiger Team - Berg der 1000 Drachen: Mit Tiger Team fing bei mir alles an. Dann kam TKKG. Und dann Jeffery Deaver. Der Sprung ist riesig, ich weiß, aber so ist es nun mal. Jedenfalls bin ich bei TKKG und Tiger Team Adaptionen immer ein bisschen skeptisch, aber ich mochte es irgendwie. Ich glaube, junge Menschen haben mit dieser Art Film sicher viel Spaß. Es ist spannend, lustig, mit süßen Tieren und Charakteren, mit denen man sich identifizieren kann. 

Danach ging es los und ich habe alles an Tanzfilmen durchgesuchtet, was mir Netflix so vorgeschlagen hat. In Step Sisters geht es um schwarze Studentinnenverbindungen, in denen ein traditioneller (Step-)Tanz getanzt wird. War mir manchmal zu viel Alkohol und Party, gefiel mir aber vom Tanzstil sehr gut. 

In Alles auf Sieg geht es ums Cheerleading. Die deutsche Synchronisation war furchtbar (und wenn ich das sage und mir etwas freiwillig auf englisch anschaue, will das was heißen!), aber auf englisch ging es. Insgesamt okay, muss man aber nicht gesehen haben.

Außerdem habe die komplette (?) Street Dance Reihe gesehen. Eins oder zwei oder eventuell auch beide kannte ich schon vorher. Ich fand sie beide ganz gut, bin aber eher ein Fan von Step Up. Dementsprechend bin ich mit eher niedrigen Erwartungen an Street Dance: New York gegangen und war völlig hin und weg. Die Musik ist großartig und ich stehe absolut auf diesen wütenden Geiger. Also musikalisch. Ich verlinke euch mal das Finale (Falls ihr Epileptiker oder ähnliches seid Vorsicht, dass Video enthält Lichtblitze).

Danach habe ich mich den wichtigen Dingen gewidmet: Buchverfilmungen. In der Regel schaue ich nur solche, bei denen ich die Bücher schon kenne, es sei denn, ich will sie definitiv nicht lesen. So wie bei Vielleicht lieber morgen. Dem Film zugrunde liegt das Buch "Das also ist mein Leben" oder "The perks of being a wallflower" von Stephen Chbosky. Die weibliche Hauptrolle in dem Film spielt Emma Watson und ich weiß, dass viele Buch und/oder Film mögen, aber mein Fall war es nicht. Das war aber fast zu erwarten, weil es um eine unerwiderte Liebe geht. Irgendwie. Das Ende fand ich ganz furchtbar und den Rest langweilig, abgesehen von einer Nebenstory. 

Letzten Samstag hatte ich einen schlechten Tag, weshalb ich mich dazu entschieden hatte Wie ein einziger Tag anzusehen. Diese Sparks-Verfilmung schiebe ich schon ewig und drei Tage vor mir her, weil ich das Buch kenne und es so traurig ist und ich das ja eigentlich nicht mag. Wie gesagt, es ging mir eh nicht gut, also kann da ein trauriger Film keinen Schaden mehr anrichten. Bis zur Trauer bin ich nicht gekommen, weil ich nach etwas mehr als einer halben Stunde aufgehört habe. Die Protagonisten, allen voran die Frau, gingen mir so sehr auf den Keks, dass ich nicht mehr weitergucken konnte und wollte. Schade eigentlich, weil ich die Sparks Filme sonst sehr gern mag.

Vor ein paar Tagen habe ich Borat angefangen, obwohl mir eigentlich klar war, dass das nicht mein Fall sein wird. Eine Kollegin findet den Film super witzig und hat darüber erzählt. Wenn sie mir den Film erzählt, finde ich es auch ziemlich lustig, aber sehen muss ich das ganze nicht :D

Auf Netflix gibt es natürlich auch zahlreiche Weihnachtsfilme. Ich habe mich spontan für The Knight Before Christmas entschieden und das war eine ziemlich weise Entscheidung. Es ist ein recht kitschiger Film und wenn man drüber nachdenkt, sind die Witze auch total billig, aber ich habe mich köstlich amüsiert. Es geht um einen Ritter, der eigentlich zu Zeiten King Edwards III. lebt, aber durch eine Hexe in das Jahr 2019 katapultiert wird. Dort lernt er eine Frau kennen (wer hätte das gedacht. Gespielt wird sie von Vanessa Hudgens) und die Story beginnt. Normalerweise habe ich einen sehr trockenen Humor, aber hier mochte ich die Komik, die sich durch die zeitliche Herkunft der Charaktere ergibt sehr gern. Falls ihr Netflix habt, schaut euch den Film unbedingt an. Das ich so einen Satz mal sagen/schreiben würde...

Gehörtes:
Ich habe sehr sehr sehr sehr sehr oft Got it in you von Banners gehört. Habe ich euch den Song schon empfohlen? Ich glaube nicht. Dieser Song lief bei einer sehr... heftigen Szene in der Serie The Good Doctor und ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke. Ich empfehle euch einfach nochmal die Serie, weil man das gar nicht oft genug tun kann ♥

Geplantes:
Erstmal plane ich natürlich wieder fit zu werden. Während ich auf der Couch liege und viiiiel (Tee) trinke, google ich Weihnachtsgeschenke (bin mal wieder völlig planlos) und lese viel.

Außerdem möchte ich euch noch einen Post über unsere Weihnachtsfeier schreiben, weil wir etwas ziemlich cooles gemacht haben.  Eventuell kommt er aber erst im Januar online, weil ich so etwas vielleicht zwischen den Feiertagen nochmal machen werde und dann direkt einen Vergleich ziehen kann. Aber da muss ich noch mal drüber nachdenken.

Mein Lesejahr 2020 plane ich auch schon fleißig. Ich habe jedes Jahr ein Lesemotto, aber für kommendes Jahr habe ich tatsächlich noch nichts. Mal schauen, ob mir was einfällt. Falls ihr Ideen habt, könnt ihr natürlich gern Vorschläge machen. Immerhin bin ich durch einen Podcast zu einer kleinen Challenge inspiriert worden und die Stadt-Land-Fluss-Challenge läuft auch noch. In einer lovelybooks Gruppe in der ich schon länger aktiv bin, wird es auch eine Jahreschallenge geben. Ich bin also eigentlich ausgelastet. Fühlt sich aber trotzdem komisch an ohne Motto.

Am kommenden Wochenende bekomme ich Besuch, daher wird es vermutlich erst in zwei Wochen wieder einen Rückblick geben. Was bedeutet... da werde ich schon Zuhause sein. Heute (also zu dem Zeitpunkt, an dem ich diesen Post schreibe) in zwei Wochen, werde ich, wenn alles gutgeht, gerade den Bahnhof Münster verlassen haben. Erwähnte ich, dass immernoch keine Weihnachtsgeschenke habe? Die Zeit rennt... daher muss ich diesen Post jetzt beenden und... ihr wisst schon.
Habt eine schöne Woche ♥ Julia



Dienstag, 3. Dezember 2019

Rezension ~ Todesfalle - Karen Rose | Einfach mal frei Schnauze - Frank Buschmann

Titel: Todesfalle 
Originaltitel: Monster in the Closet 
Autorin: Karen Rose 
Reihe: Baltimore #5 
Seiten: 624 Seiten 
Verlag: Knaur 
Genre: Thriller, Ladythriller


Inhalt:
"Die elfjährige Jazzie versteckt sich hinter einem Sessel vor dem Mann, der eben ihre Mutter im Zorn erschlagen hat. Sie hat ihn sofort erkannt – er aber hat sie nicht gesehen. Kein Wort wird Jazzie sagen, denn nur so kann sie sich und ihre kleine Schwester vor dem Bösen schützen …
Taylor Dawson ist mit einer Lüge aufgewachsen. In Baltimore will sie endlich die Wahrheit herausfinden über den Mann, den ihre Mutter ein Monster genannt hat (...) Taylor gewinnt das Vertrauen der kleinen Jazzie – und ahnt nicht, dass der Killer längst beschlossen hat, sie und die beiden Mädchen aus dem Weg zu räumen."
(Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung:
Ich liebe Karen Rose sehr und habe mich daher riesig auf und über ihr neues Buch gefreut. Es wird als fünfter Band der Baltimore Reihe beworben, aber anders als bei der Cincinnati (Dornen-) Reihe hängen die Fälle nicht zusammen. Es ist also meiner Meinung nach wieder ein typisches Karen Rose Buch. Man kennt einige Charaktere, aber man kann auch mit diesem Buch starten, weil es im Grunde gar keine Reihe ist.

Erstaunlicherweise bin ich nicht ganz so gut in die Geschichte gekommen und konnte mir lange nicht erklären warum das so war. Der Schreibstil ist einfach und flüssig wie gewohnt, die Kapitel sind kurz und wechseln zwischen Perspektiven und Orten. Alles wie immer. Außer, dass diesmal keiner der Hauptprotagonisten im engeren oder weiteren Sinne eine Tätigkeit bei der Polizei ausübt. Dadurch das Karen Rose Thriller mit einer Liebesgeschichte kombiniert, sind ihre Bücher nie durchgehend spannend – was nicht negativ gemeint ist – sondern es gibt immer wieder Momente fürs Herz. Aber es wird eben auch ermittelt. Man ist bei Obduktionen dabei, bei Dienstbesprechungen, bei Tatortbegehungen, bei der Spurensuche… Das fehlte mir hier leider, weil eher die privaten Probleme von Taylor im Vordergrund stehen. Zwar sind diese auch interessant, aber es war für mich zu wenig Thriller, zumal man von Anfang an weiß, wer der gesuchte Mörder ist.

Fazit:
Karen Rose kann es besser. Es hätte ein bisschen mehr Thriller, ein bisschen mehr Ermittlung sein können. Und dennoch hat es sich für mich nie gezogen und die 600 Seiten fühlten sich an wie 300. 


Titel: Einfach mal frei Schnauze 
Autor: Frank Buschmann 
Seiten: 256 Seiten 
Verlag: Edel 
Genre: Sachbuch, Sport





Inhalt:
"Wie kaum ein Zweiter transportiert Frank „Buschi“ Buschmann die Emotionen des Sports. Der unnachahmliche „Buschi-Style“: Eine einzigartige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Lockerheit, Humor und Sprüchen, Meinungen und Kommentaren. Durch seine sehr persönliche Art, Interviews zu führen, öffnen sich die Stars auf ungeahnte Weise. Mit zahlreichen Fotos von den Interviews." (Quelle: Buchrückseite)

Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht mehr so genau, warum das Buch auf meiner Wunschliste gelandet ist. Vermutlich nur deshalb, weil ein Interview mit Toni Kroos drin ist und ich ihn richtig sympathisch finde. Aber auch Frank Buschmann finde ich sympathisch und vor allem seine Sportobsession – egal welche Disziplin betreffend – finde ich sehr faszinierend.

Diese Leidenschaft spürt man auch in diesem Buch und zwar auf jeder einzelnen Seite. Zwar kristallisiert sich die ein oder andere Lieblingssportart heraus, aber man merkt dennoch, dass Sport allgemein eine sehr wichtige Rolle in Frank Buschmanns Leben spielt. 

Ich selbst interessiere mich für Sport eigentlich höchstens bei Großveranstaltungen wie Olympia, finde aber die Lebensgeschichten der Sportler oft sehr spannend. Der ein oder andere Interviewpartner hat hier wirklich überraschende Sachen erzählt. Beispielsweise spricht der ehemalige Hockeyspieler Moritz Fürste unter anderem über den Tod seines Vaters, der bei einem Fährunglück in der Ostsee starb. 

Die Auswahl der Interviewpartner konzentriert sich stark auf Fußballer und Handballer, aber auch andere Sportarten sind vertreten. Leider ist keine Frau dabei, was ich bei einer „Fortsetzung“ sehr begrüßen würde. Die angesprochenen Themen sind sehr vielfältig. Wie erwähnt ist auch privates dabei, aber es geht natürlich viel um Sport und Sportpolitik. Für meinen Geschmack ging es zu oft um Basketball und Nowitzki, aber das ist vielleicht auch Buschmanns eigenem sportlichen Hintergrund geschuldet. 

Fazit:
Wer sich für Sport interessiert und Frank Buschmann mag, sollte sich das Buch unbedingt anschauen. Seine sympathische und begeisternde Art macht die Interviews sehr unterhaltsam und locker. 
Informatives Sammelsurium:
Die Interviews sind auch auf dem YouTube - Kanal von Frank Buschmann zu finden