Dienstag, 24. September 2019

Leserunde ~ Die Rosenzüchterin - Charlotte Link (ab 1.10)

Hallo zusammen,

vor ziemlich genau einem Jahr haben Melli und ich zusammen "Der Name der Rose" von Umberto Eco gelesen. Da wird es wirklich Zeit, dass wir uns erneut einem Buch widmen. Diesmal fiel die Wahl auf Die Rosenzüchterin von Charlotte Link. Für mich wird es das erste Buch der Autorin sein, Melli kennt bereits einige.

"Ein Geheimnis umgibt das alte Rosenzüchterhaus von Le Variouf. Und alle Spuren scheinen in die Vergangenheit seiner Bewohnerinnen zu weisen – in die Jahre des Zweiten Weltkriegs, als die idyllische Kanalinsel Guernsey von deutschen Truppen besetzt war…" (Quelle: Verlagsseite)

Wir beginnen am 1. Oktober mit der Leserunde und tauschen uns in den Kommentaren über die jeweiligen Abschnitte aus. Es gibt keine festgelegte Seitenzahl pro Tag/Woche. 

Falls jemand gemeinsam mit uns lesen (oder sich auch nur austauschen) möchte, seid ihr herzlich Willkommen. Auch spontan :)

Abschnitt 1: Kapitel 1 und 2
Abschnitt 2: Kapitel 3 bis 7
Abschnitt 3: Kapitel 8 bis 10
Abschnitt 4: Kapitel 11 bis 1 (zweiter Teil)
Abschnitt 5: Kapitel 2 bis 3
Abschnitt 6: Kapitel 4
Abschnitt 7: Kapitel 5 bis 6
Abschnitt 8: Kapitel 7 bis 9
Abschnitt 9: Kapitel 10 bis 13
Abschnitt 10: Kapitel 1 bis 3 (dritter Teil)
Abschnitt 11: Kapitel 4 bis 7
Abschnitt 12: Kapitel 8 bis Ende

Kommentare:

  1. Hey Julia,
    wow, das Banner gefällt mir richtig gut :) Du müsstest wohl bei Abschnitt 12 noch eine 8 einfügen ;)
    Ich freue mich schon aufs gemeinsame Lesen. Echt Wahnsinn, dass Umberto Eco schon so lange zurückliegt. Mir kommt es wie gestern vor ;).
    Liebe Grüße Melli

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  2. Antworten
    1. Den Feiertagsmorgen habe ich zum Lesen genutzt und konnte den ersten Abschnitt beenden. Ich bin noch nicht so hundertprozentig überzeugt. Erstmal lernen wir eine Menge Personen kennen, was ich aber nicht schlimm finde. Ich habe selten Probleme mit vielen Charakteren. Einige finde ich bisher interessanter als andere. Mal sehen, was sich daraus entwickelt. Wurde erwähnt, in welcher Beziehung Helene und Beatrice zueinander stehen? Das ist mir nicht klar.

      Problematisch finde ich, dass alle Personen in irgendeiner Form negative Gefühle haben. Beatrice hasst ihre Rosen, hasst Helene. Helene ist mit ihrer Situation unzufrieden und jammert nur. Die beiden in Kombination sind richtig anstrengend. Alan suhlt sich in Selbstmitleid und trinkt. Franca hat Panikattacken und Michael ist ein Arsch. Franca kann natürlich nichts für ihre Panik, aber dennoch ist die Stimmung bei ihren Szenen negativ. Mir erscheint alles sehr grau und trübselig.

      Ich hoffe, die kommenden Abschnitte werden besser. So was kann ich im Moment nicht wirklich gebrauchen :D

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    2. Ich bin gut in den ersten Abschnitt gestartet. Ich hatte keine Probleme, in die Geschichte zu finden, auch wenn gleich einige Menschen vorgestellt werden.

      Mir hat die Einführung der Figuren gefallen, auch wenn ich ganz am Anfang die Namen noch nicht ganz draufhatte. Inzwischen ist das kein Problem mehr.

      Charlotte Links besonderen Schreibstil habe ich gleich wiedererkannt und ich liebe ihn einfach. Sie erzählt sehr ausschweifend, aber für mich nicht langweilig.

      Ich kann mich nicht erinnern, ob in diesem Abschnitt genau gesagt wird, in welcher Beziehung Helene und Beatrice zueinander stehen.

      Ich bin schon ein Stück weiter und da wird es dann klarer. Trotzdem frage ich mich, warum sie überhaupt zusammen wohnen, wenn sie doch so unterschiedlich sind und sich eigentlich nicht ausstehen können.

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    3. Julia, Du hast die Charaktere gut zusammengefasst - vor allem Michael :D

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    4. Der Schreibstil ist wirklich ausschweifend. Ich muss noch mehr lesen um einzuschätzen wie mir das gefällt. Momentan finde ich es noch aushaltbar, aber ich habe schon das Gefühl, dass es mir irgendwann zu viel werden könnte.

      Vielleicht schaffe ich heute noch den zweiten Abschnitt um mehr über Helene und Beatrice zu erfahren. Sonst auf jeden Fall morgen :)

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    5. Ich finde es auf jeden Fall toll, dass es sich trotz "Dicke" und relativ kleiner/normalgroßer Schrift so schnell lesen lässt. So ging es mir mit ihren anderen Werken auch. Ich möchte einfach wissen, wie es weitergeht und bei ihren Kriminalromanen, was dahintersteckt.

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  3. Antworten
    1. Ich konnte den Feiertag heute schon gut zum Lesen nutzen. Es regnet immer wieder und somit ist es drinnen schön gemütlich zum Lesen.

      In diesem Abschnitt tauchen wir gleich in die Vergangenheit ab. Ich mag den Briefwechsel als Verbindung zwischen den Zeiten und emfinde das als sehr gelungen. So finde ich mich gut zurecht, weil die Zeitsprünge nicht zu abrupt sind.

      Den Ort des Geschehens habe ich mir mal im Atlas angeschaut, um ein Bild zu haben, wo wir uns überhaupt befinden und wie groß die Insel ungefähr ist. Ich mag es, wenn literarische Orte mir dadurch ein bisschen greifbarer werden.

      Es geht um die Besetzung der Kanalinseln im Zweiten Weltkrieg und um Beatrice' Einzelschicksal zu der Zeit.

      Beatrice ist 70 Jahre alt und ich finde es interessant, mehr über ihr Leben zu erfahren. In letzter Zeit waren meine Protagonisten (deutlich) jünger und deshalb ist das in meinen Augen schon etwas Besonderes.

      Aber auch die anderen Figuren finde ich interessant und bin gespannt, mehr von ihnen zu erfahren.

      Wo genau die Reise hingehen wird, ist mir noch nicht ganz klar.

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    2. Hier scheint die ganze Zeit die Sonne. Mir persönlich wäre heute ja das Mistwetter der letzten drei Tage lieber gewesen, aber es kommen noch genug düstere Tage, daher ist der blaue Himmel eigentlich nicht schlecht.

      Den Briefwechsel finde ich auch sehr angenehm. So ist die Vergangenheit in die Gegenwart eingebettet und ist kein paralleler Erzählstrang.

      Ich musste auf das Internet zurückgreifen, weil ich momentan keinen normalen Atlas habe :D Es sieht richtig schön aus dort. Da würde ich glatt mal Urlaub machen.

      Es ist echt spannend, dass Beatrice schon 70 ist. Allerdings kommt sie mir nicht wirklich so vor. Sie wirkt eher wie 50 bis 60. Ich jedenfalls habe eher eine Person wie meine Mutter vor Augen :D

      Ich bin froh, dass durch Will ein positiver Charakter in die Geschichte gekommen ist. Den Rest kann man ja echt vergessen. Wie Michael mit Franca umgeht macht mich wütend. Der hat hoffentlich nicht mehr allzuviel zu sagen.
      Lustig fand ich auch, dass Kevin Franca unterstellt auf Geld auszusein. Er ist ja derjenige, der sich von allen - insbesondere von Helene - Geld leiht.

      Ich habe vorhin nochmal die innere Inhaltsangabe gelesen, daher habe ich mir schon ein bisschen was vorweggenommen und dadurch so einige Vermutungen angestellt. Mal sehen was dabei rauskommt...

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    3. Stimmt, Beatrice wirkt eher so 60-jährig.

      Ich hoffe, dass das Negative sich noch wandeln wird, gerade bei Franca. Wobei ich es eher alles mit Interesse lese und es mich nicht runterzieht.

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  4. Antworten
    1. Ich habe fleißig weitergelesen und bin schon total in der Geschichte drin.

      Die Szene mit Franca als überforderter Lehrerin fand ich sehr realistisch. Wir hatten auch solche Lehrer, die die Klasse überhaupt nicht im Griff hatten.

      Helene hat einen Suizidversuch hinter sich. Auch wenn ich damit jetzt nicht unbedingt gerechnet hätte, überrascht es mich auch nicht wirklich, da sie in ALLEN Lebenssituationen nur das Negative sieht und das muss sie selbst sehr herunterziehen und trübsinnig durchs Leben gehen lassen. Ihr Glas ist immer halb leer, was ich sehr anstrengend finde.
      Erich ist für mich undurchschaubar und nicht richtig greifbar.

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    2. Ich bin weiterhin sehr unschlüssig, wie ich das Buch finde. Die Passagen in der Vergangenheit finde ich grundsätzlich sehr interessant und auch Francas Parts mag ich. Aber es ist alles so grau. Das finde ich ganz furchtbar. Es gibt keine Szene die einem wenigstens für einen Moment ein gutes Gefühl gibt. Nicht einmal denkt man "Ach, das war jetzt ein schöner Moment". Alles ist traurig, gefährlich, bedrohlich, depressiv. Natürlich war die Zeit des Nationalsozialismus nicht schön. Und die Besetzung Gournseys war auch nicht schön. Insofern ist das realistisch. Aber ich habe wirklich Probleme mit der Stimmung.

      Besonders aufgefallen sind mir zwei Szenen, die eigentlich ähnliches aussagen. Zunächst am Anfang, als Beatrice bei Kevin in der Küche sitzt und dann am Ende, als Erich an Beatrice Bett sitzt. Sowohl Beatrice heute, als auch Erich damals beschreiben Helene als stark, als Mittelpunkt, um die sich alles dreht. Sie sucht durch ihr Verhalten nach Aufmerksamkeit und bindet damit Erich und Beatriche an sich. Das fand ich doch sehr gruselig, dass Beatrice und Erich da in ihrem Denken so übereinstimmen und das wo, fast 60 Jahre dazwischen liegen.

      Ich frage mich auch, ob das wirklich so ist. Ob Helene wirklich unterbewusst so viel weint und jammert und depressiv ist, damit sich jemand um sie kümmert. Oder ist sie eben einfach "nur" traurig und dieses Gefühl von Abhängigkeit entwickelt sich nur bei Erich und Beatrice, weil sie sich Helene verpflichtet fühlen?

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    3. Franca als überforderte Lehrerin mochte ich auch sehr. Also die Szene. Bei mir gab es das zum Glück nicht, aber ich bin ja auch eher ländlich aufgewachsen.

      Helene hast du sehr treffend beschrieben. Auch wenn sie mir eher Leid tut. Anstrengend finde ich eher Beatrice. Ich weiß nicht, ich mag sie nicht so richtig.
      Erich ist tatsächlich noch undurchschaubar. Und ein bisschen gruselig. Man weiß nie, woran man bei ihm ist.

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    4. Weder Beatrice noch Helene sind mir sympathisch und ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich Mitleid mit Helene habe. Sie jammert mir einfach zu viel herum und in meinen Augen klammert sie zu sehr an Beatrice - warum auch immer.

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    5. Jaaaa, sie sind leider beide sehr anstrengend und unsympathisch.

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  5. Abschnitt 4: Kapitel 11 bis 1 (zweiter Teil)

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    1. Die Beziehungsanalyse von Franca und Michael anhand der Dialoge finde ich von der Autorin interessant gestaltet. Ich kann sie besser verstehen und die Probleme werden aufgezeigt, auch wenn nicht alles nachvollziehbar ist. Ich bin natürlich auf Francas Seite. Sie hat mit Ängsten, Unsicherheit und Hilflosigkeit zu kämpfen, während Michael nur Unverständnis übrig hat.
      Die Autorin versteht meiner Meinung nach hier ihr Handwerk, denn eine scheinbar langweilige Situation wie ein Frühstück bekommt durch das Gespräch der beiden eine gewisse Tiefe.

      Ich frage mich, ob mehr hinter Kevins "Strandspaziergang" bei Sturm und Regen steckt. Wofür braucht er so viel Geld? Ich glaube nicht, dass er einen Freund hat, den er beschenkt oder mit dem er ständig ausgeht.

      Michael geht also fremd und ich frage mich hier, wie es wohl weitergeht. Ich wünsche mir, dass Franca doch noch ihre innere Stärke entdeckt/entwickelt und hoffe, dass sie ihre Ängste überwinden kann und von Michael fort kommt. Das ist doch kein Zustand!

      Zu Beginn des zweiten Teils geht sie den ersten Schritt und ich bin gespannt, was sie nun mit ihrem Leben anfängt.

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    2. Michael ist eine schreckliche Person. Ich kann ihm echt nicht mehr zuhören und muss das hoffentlich auch eine ganze Weile, vielleicht das ganze Buch über, nicht mehr. Wie stellt er sich das denn vor? Er hat eine Affäre und trotzdem lebt er sein Leben weiter und macht France immer noch Vorhaltungen. Wenn er keine Gefühle mehr für Franca hat und ihm alles zu viel wird, dann soll er sich bitte scheiden lassen. Aber dieses "Wie kommst du darauf, dass du mich verlieren wirst. Ich hab eine Affäre, aber das ist ja irgendwie deine Schuld. Sei mal froh, dass wir überhaupt noch zusammenleben und ich dich finanziere" Furchtbar. So arrogant und bäh!

      Ich denke auch, dass hinter Kevins Spaziergang mehr steckt. Sein Verhalten ist doch sehr verdächtig. Es wurde ja erwähnt, dass er gern schöne Kleidung trägt uws. aber ich denke, das allein ist nicht der Grund für seine Geldprobleme. Irgendwas kriminelles steckt dahinter.

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    3. Alle Personen haben etwas Negatives an sich, aber sobald Michael auftritt, verdrehe ich die Augen und mag fast nicht weiterlesen. Du hast das genau auf den Punkt gebracht. Er ist einfach der schrecklichste Charakter in diesem Buch. Ich denke, das wollte die Autorin genau so. Und sie hat es gut hinbekommen - sehr zu unserem Leidwesen :D

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  6. Antworten
    1. Bei diesem Teil habe ich gemerkt, dass ich lieber wissen möchte, wie es in der Gegenwart weitergeht, als was in der Vergangenheit passiert ist. Ich finde die Zeit der Besatzung auf den Kanalinseln an sich interessant, aber auch teilweise anstrengend.

      Erich ist neben Michael der zweitunsympathischste Charakter für mich.

      Julien und Beatrice hatten also eine Liebesbeziehung, wobei sie 13/14 Jahre alt war, als es begann. Mich hat hier diese Aussage genervt, dass "heute alle Mädchen ja noch jünger" wären. Quatsch. Jeder Mensch ist anders und solche Verallgemeinerungen finde ich unnötig, auch wenn das eine Einzelaussage ist. Viele Mädchen mögen heutzutage genauso alt sein (13 oder 14), aber es gibt genug Mädchen, die erst später ihre erste Beziehung haben.

      Noch viel mehr aufgeregt habe ich mich allerdings über Michael - wie könnte es anders sein. ER hat eine Geliebte und macht IHR Vorwürfe, weil sie geht. Ernsthaft? Ich hoffe, dass sie das jetzt durchzieht und ihn verlässt.

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    2. Am Sonntag hatte ich keine Lust auf das Buch und montags komme ich nicht zum Lesen (oder zu irgendwas anderem :D), daher habe ich erst heute wieder einen Abschnitt geschafft.

      Lustigerweise ging es mir bei diesem Abschnitt genau andersherum! Ich fand den Part in der Vergangenheit interessanter als den in der Gegenwart. Kriegsgeschichten interessieren mich ja eigentlich nicht so, aber die Geschichte um Julien finde ich sehr spannend. Sie würde mir allerdings besser gefallen, wenn ich Beatrice mögen würde.

      Was die erste Beziehung/den ersten Sex angeht, stimme ich dir auf jeden Fall zu. Es ist mir tatsächlich schon vorher aufgefallen, dass die Autorin manchmal so allgemeine Aussagen tätigt bzw. Seitenhiebe auf die heutige Gesellschaft macht. Wobei das Buch ja auch schon wieder 20 Jahre alt ist...

      Michael geht echt gar nicht. "Du bist so ein Feigling. Du verkriechst dich..." Bla bla. Er kapiert gar nicht, was die Reise für France bedeutet. Sie haut nicht ab, sie befreit sich.

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    3. Ja, Michael hat sie total falsch verstanden.
      Die Geschichte um Julien finde ich auch ganz interessant, allerdings bin ich eher neugierig, ob und wie Franca ihr Leben meistern wird.

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  7. Antworten
    1. Maja ist so eine Person, die ich nicht so richtig einschätzen kann. Sie lebt vom Geld ihrer Oma und scheint keine Motivation zu haben, mal etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie trifft ständig andere Männer und lässt sich aushalten.

      Franca und Helene kaufen neue Kleider für Franca und gehen essen. Statt das zu genießen, ist Helene schon wieder so negativ und ich frage mich einmal mehr, warum sie noch bei Beatrice wohnt. Nur um Erichs Wunsch zu entsprechen?

      Der Klappentext verspricht ja ein "düsteres Geheimnis" und ich hoffe, dass es sich hierbei nicht "nur" um die Beziehung mit Julien handelt, sondern dass uns da noch eine Überraschung erwartet.

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    2. Dieser Abschnitt hat sich gezogen. Ich HASSE lange Kapitel. Zwar war es durch die Unterteilung in Vergangenheit und Gegenwart noch erträglich, aber ich hätte nichts gegen kürzere Kapitel...

      Maja finde ich sehr unsympathisch. Allein ihr manipulatives Verhalten Alan gegenüber. Ich hoffe, er fällt nicht drauf rein...

      Was die Wohnsituation angeht glaube ich mittlerweile, dass weder Beatrice noch Helene eine andere Wahl haben. In Beatrice Fall ist es ihr Elternhaus. Sie wird natürlich nicht ausziehen und was soll sie schon groß machen um Helene loszuwerden?
      Und Helene selbst sieht wahrscheinlich die Notwendigkeit gar nicht. Wo soll sie denn hin? Und zu wem? Sie käme allein ja gar nicht klar. Ich kann mir vorstellen, dass sie nie auch nur gedacht hat, dass sie ausziehen könnte oder müsste. Sie hat ja fünf Jahre dort gelebt, also warum sollte sie ausziehen?

      Interessant finde ich einerseits, dass Helene 15.000 Pfund abhebt. Für Kevin? Für etwas anderes? Und auch überraschend: Helene hat die ganze Zeit bei Erich gewacht, während er im Sterben lag. Traut man ihr gar nicht zu.

      Beatrice hatte auch ihren hellen Moment, als sie Dr. Wyatts Kleidung an sich genommen hat. Hätte ich wahrscheinlich nicht dran gedacht. Die beschriebene Isolation von Beatrice, aber gerade auch von Julien hat mich sehr deprimiert. Ich musste an Anne Frank denken und auch den Mann aus der Bücherdiebin. Wie muss das gewesen sein, sich monate- oder jahrelang in einem Zimmer zu verstecken?

      Ich habe die Inhaltsbeschreibung im inneren des Schutzumschlags gelesen, daher weiß ich schon was noch passieren soll... allerdings sind wir jetzt bei der Hälfte und ich hoffe, dass es im nächsten Abschnitt endlich passiert. Wird mal Zeit...

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    3. Mh, das sind interessante Ansätze zu Beatrice/Helene. Wahrscheinlich hast Du Recht und sie wollen beide gar nicht wirklich etwas an der Situation ändern. Aber könnten sie nicht einfach positiver miteinander umgehen? :D Bitte?

      Ich hätte es Helene auch nicht zugetraut und war doch überrascht, wenn man bedenkt, wie sie sonst agiert/nicht agiert.

      Der Punkt mit der Kleidung ist mir auch aufgefallen.

      Ich habe oft darüber nachgedacht, wie es wäre, sich monate- oder jahrelang zu verstecken. Ohne mal das Fenster aufmachen zu können etc. Der Überlebenswille dieser Menschen hat ihnen die Stärke gegeben, für uns Unvorstellbares zu schaffen.

      Ich habe keinen Schutzumschlag, weil ich das Taschenbuch lese. Was steht denn drin? Ich finde es immer schade, wenn bei Hardcovern die Innenbeschreibung zu viel vorwegnimmt und lese sie tatsächlich nie, es sei denn, wenn ich fertig bin mit dem Buch und eine Info für die Rezension oder so suche.

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    4. Sollten sie. Aber dafür steht dann wahrscheinlich zu viel zwischen ihnen. In Helenes Fall die Psyche und in Beatrice Fall die Vergangenheit.

      Es steht drin, dass Erich am 1.Mai stirbt und dann in der Gegenwart am 1. Mai eine Tote gefunden wird.

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    5. Oh ok. Das ist schon ein relativ großer Spoiler in meinen Augen, denn mit einem Tod hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt gerechnet.

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  8. Antworten
    1. Das Buch wirkt eine Sogwirkung auf mich aus. Und das, obwohl es permanent negativ ist.

      Einer der Problemcharaktere: Maja. Sie lebt auf Kosten Maes und fliegt in der Erwartung zu Alan, er würde nur auf sie warten. Er weiß, was sie will und lässt sich trotzdem ausnutzen. Warum? Wieso hat keiner der Charaktere mal den Mut, dem anderen die Meinung zu sagen?

      Und was will Michael eigentlich schon wieder? Soll er doch mit seiner Geliebten glücklich werden und Franca in Ruhe lassen! Wieso hängt er scheinbar so an ihr, wenn er sie doch die ganze Zeit nur herunterputzt?

      Auf Seite 310 habe ich auch wieder so eine Wendung gefunden: Kevin sei "vom anderen Ufer". Ich hoffe, dass solche unnötigen Formulierungen aus unserer Literatur nach und nach verschwinden. Klar ist es in meinen Augen wichtig, queere Charaktere zu haben, aber ebenso wichtig ist es doch, dass diese ganz "normal" beschrieben werden.

      Alans Vater ist also Julien und Helene stecht dies Beatrice' Mann, damit diese mit ihrem Sohn zu Helene zurückkommt. Warum? Das wirkt auf mich ein bisschen konstruiert.

      Außerdem verstehe ich nicht, warum das so von der Autorin quasi vorweggenommen wird, wenn die Szene später ausführlich im Buch stattfindet.

      Mir ist aufgefallen, dass in dem Buch ständig Alkohol getrunken wird. Nicht nur die Alkoholsucht einiger Figuren spielt eine Rolle, sondern auch alle anderen greifen permanent zum Alkohol. Das finde ich in der Masse ein bisschen bedenklich :D

      Ich verstehe nicht, warum sich Beatrice mit Julien überhaupt wieder einlässt.

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    2. Ich wünschte, ich könnte auch von einer Sogwirkung sprechen. Leider ist das bei mir nicht der Fall :(

      Maja hat mich so aufgeregt. Ihre Gedanken über Alan haben mich so wütend gemacht und ich habe mir so gewünscht, dass sie mal richtig auf die Schnauze fällt. Leider hat Alan dann ja nachgegeben, obwohl er ganz genau weiß, welche Nummer Maja abzieht. Zu so einem Verhalten fällt mir echt nichts mehr ein...

      Was Michael angeht, bin ich ganz deiner Meinung. Den hätte ich am liebsten durchs Telefon gezogen. Diese Selbstverständlichkeit mit der er Franca zurückerwartet. Und überhaupt... wie stellt er sich das denn vor? Franca kommt zurück und sie leben weiter zusammen in dem Haus, während er abends zu seiner Geliebten geht? Im Ernst? Ich hab echt Schnappatmung bekommen, als Franca im erklärt hat, dass er bezüglich seines Lebens eine Entscheidung treffen muss und er das mal so gar nicht verstanden hat. Was denkt der sich denn?

      Über das andere Ufer bin ich auch gestolpert. Ich kenne die Redewendung, finde das aber auch ziemlich uncool. Hatte da gestern auch eine Situation mit einem Kollegen. Es ging um ein Kind, dass aussah wie ein Mädchen (lange Haare zu einem Dutt, Ohrring), aber ein Junge war. Er blieb die ganze Zeit an dem Ohrring hängen und das wäre ja eindeutig. Ich fand das Quatsch und dann meinte er, er hätte auch als Kind einen Ohrring gehabt, aber das wäre halt ein Ring gewesen und kein Stecker und überhaupt. Ob das Kind dann mal schwul wird. Dann kam eine Kollegin dazu, meinte, dass auf dem Foto sei ein Hemd und damit wäre das ein Junge und fertig. Das Argument fand mein Kollege völligen Quatsch, denn es könnte ja auch eine Bluse sein und es wäre ein Mädchen. Ich war kurz davor meinen Kopf auf den Schreibtisch zu knallen. Ich hab ihm dann gesagt, dass sein Argument mit dem Ohrring ja nicht besser ist als die Hemdgeschichte. Außerdem bin ich die einzige, die das Kind tatsächlich gesehen hat und es war ein Junge. Punkt. Er hatte ja nur das Passbild. Jedenfalls war diese Diskussion über Geschlecht und Aussehen sehr anstrengend.

      Was die Beziehung Julien/Beatrice/Alan angeht, sehe ich es ähnlich. Fand das auch eher unschön. Aus Helenes Sicht kann ich es sogar nachvollziehen, dass sie es Frederic gesteckt hat. Aber als Leser finde ich es eine sehr anstrengende Entwicklung.

      Sie trinken wirklich jede Menge. Und dauernd. Und sie leiden dauernd. Und jammern dauernd. Und lamentieren dauernd. Und alles ist dauernd schlecht. Ich kann nicht mehr :D

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    3. Maja und Michael regen mich beide auf. Beide denken so selbstverständlich, dass der andere (Alan und Franca) sich auf jeden Fall für sie entscheiden MUSS. Wobei ich Michael auch weniger verstehe als Maja. Du hast es mit Deinen Zeilen dazu auf den Punkt gebracht. Ich verstehe ihn auch nicht. Ich weiß auch nicht, was er sich dabei denkt und wie er sich das vorstellt. Wozu braucht er sie denn überhaupt, wenn er eine Geliebte hat? Soll sie kochen, putzen und so etwas? Völlig unnachvollziehbar.

      Ich kenne die Wendung "vom anderen Ufer" auch. Seit ich darauf achte, fällt mir so etwas in Büchern eher auf als früher.

      Oje, das klingt wirklich anstrengend.
      "Ob das Kind dann mal schwul wird." Oh Mann. Es ist wirklich erschreckend, dass Menschen, die sich nie mit dem Thema beschäftigen, denken, dass das Umfeld/äußere Einflüsse/Äußerlichkeiten die sexuelle Orientierung eines Menschen formt/formen kann. Blödsinn. Sie ist angeboren.

      :D Es ist mit Abstand das Negativste Buch, das ich je gelesen habe :D Wobei es nicht das Schlechteste Buch ist, das ich je gelesen habe - nicht verwechseln! ;)

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    4. Entweder das oder es ist sein Ruf. Wie sieht das denn aus, wenn sich seine schwache, labile Frau von ihm trennt, weil er eine Affäre hat?

      Sehr schön gesagt. Es rangiert unter meinen negativen Büchern auch ganz weit oben.

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  9. Antworten
    1. Dank Werbepausen habe ich diesen Abschnitt auch noch geschafft.
      Ehrlich gesagt gehen mir die Charaktere wie gewohnt auf den Keks.
      Michael... ändert sich wohl nie. Wenn du dich änderst, wenn du es versuchst... bla bla. Ich kann nicht damit umgehen, wenn Menschen alles so verstehen, wie es ihnen in den Kram passt und so vollkommen resistent gegen andere Meinungen sind.

      Maja nervt auch tierisch. Aber auch Alan war anstrengend. Ich hoffe, dass er den Abstand zu Maja wirklich durchzieht. Das wäre mal was. Aber auch die beiden werfen mit Beleidigungen um sich, verletzen sich bewusst. Ich wiederhole mich, aber es ist SO anstrengend.

      In der Vergangenheit erfahren wir von einem interessanten Zwischenfall an Erichs Todestag. Erst der Besuch bei Doktor Wyatt und dann der Schuss auf Pierre. Ob der Schuss noch was zu bedeuten hat?

      Kevin hat mich in diesem Abschnitt - auch wenn sein Auftritt kurz war - ein bisschen an Erich erinnert. Dieses extreme Schwitzen zum Beispiel. Ob Kevin auch abhängig ist? Die sind ja fast alle alkoholkrank, also würde Drogen-/Tablettensucht oder eine andere Abhängigkeit mich nicht wundern.

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    2. Beatrice ist für mich selbst schuld an der Trennung von Frederic. Ich kann das oft nicht nachvollziehen, dass jemand einen Seitensprung macht und sich dann wundert so nach dem Motto "Der Partner hätte doch bemerken müssen, dass es so nicht mehr ging etc.".

      Ich bin auch extrem wütend auf Maja. Ihre Gedanken zu Geld und zu alten Menschen - nein. Also allein "ich esse nicht von diesem Teller, vielleicht ist er nicht richtig gespült" - das geht gar nicht!

      Ich frage mich immer noch, was mit Kevin los ist. Er ist sehr mysteriös. Mich würde das an dieser Stelle auch nicht wundern.

      Immer wenn ich denke, es kann nicht schlimmer werden, taucht Michael auf :D

      Endlich wirft Alan Maja raus. Ihre Reaktion ist typisch für sie. Sie ist es nicht wert, Alan! Lass sie los!

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    3. Beatrice ist auf jeden Fall selbst Schuld. Die Affäre geht gar nicht. Und gleichzeitig finde ich auch Helens Aktion total daneben. Sie ist aus eiskalter Berechnung zu Frederic gegangen und das ist mal richtig mies.

      Haha super Kommentar zu Michael. Absolut wahr!

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  10. Antworten
    1. Kevin lädt zum Essen ein und nur Helene geht hin. Dann verschwindet sie und wird tot aufgefunden. Hat er etwas damit zu tun? Ich finde das irgendwie zu offensichtlich. Da muss etwas/jemand anderes dahinterstecken.

      Ich war sehr überrascht von einem Todesfall in diesem Buch, weil ich so spät irgendwie nicht (mehr) damit gerechnet hätte. Und dann auch noch Helene...

      Wieso haben Franca und Beatrice das Essen abgesagt? Beatrice muss angeblich nachdenken. Sicher ist es nicht einfach mit einem alkoholkranken Sohn. Sie steht hilflos daneben und kann nichts tun.

      Und Franca will die Sache mit Michael klären. Wobei ich mich frage, was sie mit dem noch (klären) will. Sie soll ihn verlassen und fertig.

      WARUM HAT MAJA NOCH EINEN SCHLÜSSEL ZU ALANS WOHNUNG? Ich glaub es nicht. Oh, Alan! Tu Dir das doch nicht an!

      Die Autorin macht es dem Leser wirklich nicht leicht. Es kommt immer noch dicker.

      Kevin erzählt, dass Helene schwerreich war. Hä? Wieso lebt sie dann noch bei Beatrice und suchte sich z. B. nicht eine schöne Altersresidenz, wo sie gut umsorgt wird und den Kontakt zu anderen Menschen hat?

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    2. Helene ist also das Mordopfer. Ich wusste ja das es noch eine Tote geben wird und habe von Anfang an eher auf Maja oder auch Franca getippt. Jetzt also Helene. Kevin als Täter ist wirklich so offensichtlich, dass es eigentlich nicht sein kann. Aber ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn er es doch ist. Dass Helene nicht ausgeraubt wurde spricht gegen ihn. Auf der anderen Seite war es vielleicht auch Taktik. So sieht es nicht nach Raubmord aus und man denkt nicht sofort an Kevin. Ich bin echt gespannt wer es war. Ein vernünftiges Motiv hat ja sonst nur Beatrice. Aber ich kann sie mir nicht als Mörderin vorstellen. Hast du eine Vermutung?

      Die Absage von Franca und Beatrice fand ich sehr schwach. Kevin war davon ja auch nicht begeistert. Als Beatrice abgesagt hat und ich noch nicht wusste wer, aber dass jemand sterben wird, habe ich vermutet Kevin wollte alle drei oder zumindest Beatrice und Helene loswerden. Wobei er dann natürlich sofort als Täter in Frage gekommen wäre. Wie man es auch dreht und wendet es deutet ALLES auf Kevin, sodass es einerseits unlogisch wäre, wäre es jemand anderer und andererseits wäre es zu offensichtlich, wäre Kevin wirklich der Täter. Vertrackte Situation.

      Übrigens war ich richtig genervt als Kevin meinte er hätte zu viel getrunken und hätte Helene deshalb nicht fahren können. Wäre auch zu schön gewesen, wenn mal jemand nicht besoffen gewesen wäre. Die saufen so viel, man wird ja vom Lesen schon blau.

      Ich bin richtig gespannt woher Helene die ganze Kohle hat. Ich schätze, es hängt mit Erich zusammen. Was deine rhetorische Frage angeht: Ich glaube, sie konnte nicht anders. Sie war emotional so abhängig von Beatrice, dass sie es ohne sie gar nicht ausgehälten hätte. Hat man ja auch daran gesehen, dass sie Frederic Beatrice' Affäre gesteckt hat, nur damit sie zurückkommt.
      Beatrice und Helen hatten eine richtig ungesunde Beziehung.

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    3. Ungesunde Beziehung ist der richtige Begriff.

      Ich hatte bis zum Schluss mehrere Vermutungen, was den Mörder angeht. Bei Kevin war ich auch hin- und hergerissen. Ich habe auch gedacht, er wollte alle loswerden und war deshalb so enttäuscht, dass keine kommen wollte außer Helene.

      Werde natürlich an dieser Stelle hier nicht mehr dazu verraten. Aber ich hatte auch Beatrice in Verdacht, weil sie "spazieren war/im Auto saß und nachgedacht hat". Klar gibt es so was, aber ich finde es ein bisschen merkwürdig, deshalb ein Essen abzusagen. Das liegt wohl daran, dass jeder Mensch anders ist und es mir immer total unangenehm ist, Dinge abzusagen, vor allem wenn ich weiß, dass die andere Person sich so viele Umstände/Mühe gemacht hat.

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    4. Und zum Thema Alkohol: Sehr schön gesagt :D Wir werden schon blau vom Lesen :D

      Dass Alkohol in Büchern vorkommt, ist öfter mal der Fall, ein Glas Wein hier, ein Feierabendbier da. Aber in diesem Buch ist es wirklich extrem.

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  11. Abschnitt 10: Kapitel 1 bis 3 (dritter Teil)

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    1. Franca beginnt langsam, sich positiv zu entwickeln. Und Alan bezüglich Maja auch. Na also!

      Erst fragte ich mich, was mit Erich passierte und dann wurde es erzählt. Ich fand es jetzt nicht sooo spektakulär/überraschend. Es wurde ja schon vorher angedeutet und nun sozusagen richtiggestellt/zu Ende erzählt.

      Helene wollte Erich loswerden, was ich gut nachvollziehen kann. Aber warum wurde sie im weiteren Verlauf ihres Lebens dann so negativ und konnte die "Befreiung" des Mannes nicht als Energiequelle nutzen, um positiv weiterzuleben und in die Zukunft zu blicken/gehen? Schade eigentlich, dann würde sie nicht so viel herumjammern ;)

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    2. Es stimmt, Francas Einstellung ändert sich. Allerdings ist sie tablettenabhängig, das darf man nicht vergessen. Ohne die Tabletten hätte sich vermutlich gar nichts geändert.

      Manchmal ist es ein bisschen peinlich wie oberflächlich ich lese :D Als Edith erzählte, dass ihr Mann nachmittags wegen Pierre bei Beatrice im Haus war, habe ich gar nicht geschnallt, dass er dann auch auf Erich hätte treffen müssen. Komisch irgendwie. So was merke ich nicht, aber dann lese ich bei Cody McFadyen einen Satz auf den ersten 50 Seiten und kann das Ende voraussagen. Verrückt.

      Jedenfalls hätte es mich nicht gewundert, wenn Erich sich selbst erschossen hätte. Labil genug war er ja. Aber tatsächlich ist auch diese Variante nicht überraschend. Wobei ich eher davon ausgegangen war, dass Beatrice ihn vielleicht erschossen haben könnte.

      Wahrscheinlich ist Helene einfach nicht der Typ dafür. Sie war schon immer labil und eine Person, die nicht allein für sich sorgen konnte und von anderen abhängig war. Sie wäre allein nie zurecht gekommen.

      Aber woher sie das ganze Geld hat, wissen wir immer noch nicht...

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    3. Die Tabletten helfen ihr sicherlich dabei.

      Mir geht es ähnlich. Also das Ende konnte ich noch nie vorhersagen, aber ich überlese auch gerne mal was und wundere mich dann am Ende :D

      Ich hatte auch mehrere Theorien zu Erichs Tod, genau wie Du. Ich hatte auch gedacht, Beatrice oder sogar Helene hätte ihn erschossen oder eben er sich selbst.

      Ich dachte auch, jetzt würde aufgeklärt werden, woher sie das Geld hat. Stattdessen bekommen wir eine andere "Wahrheit" über Erichs Tod präsentiert. Die Autorin setzt hier eine Hinhaltetaktik ein, die mich ein bisschen genervt hat.

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    4. Das stimmt. Die Hinhaltetaktik war ein bisschen ermüdend. Das Buch ist ja lang genug, da hätte man mal zum Punkt kommen können...

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  12. Antworten
    1. Ich hatte eigentlich geplant das Buch morgen erst zu beenden, aber ich muss es jetzt doch wissen.

      Woher das viele Geld kommt, war ja im Grunde klar. Kriegsthematik, noch dazu hat Helene die Insel so gut wie nie verlassen. Da kann es ja eigentlich nur von Erich unrechtmäßig erbeutetes Geld gewesen sein.

      Was sagst du zu Franca und Alan? Als er mit ihr in den Pub gefahren ist, im September, hatte ich schon so was im Gefühl. Ich hab es dann aber wieder verworfen, weil Alan ja so dermaßen abhängig von Maja war, dass ich ihm nie zugetraut hätte sich zu lösen. Scheint ja doch geklappt zu haben.

      Mein Augenrollmoment in diesem Abschnitt war dann Julien. Muss der also auch nochmal auftauchen. Ich mochte ihn ja zur Nazizeit gern, aber als Erwachsener... ich weiß nicht. Er gefällt mir nicht. Ob er Helene umgebracht hat? Aber welches Motiv hat er? Rache/Hass, weil er Erich nicht mehr umbringen kann, muss Helene herhalten? Es ist ja schon verdächtig, dass er zuuuuuuufälllig jetzt auftaucht. Und im September schon mal da war. Und im März. Und überhaupt.
      Auf der anderen Seite deutet einfach alles auf Kevin. Wer hätte gedacht, dass es dann doch noch so interessant wird? Es wird meine Bewertung nicht verbessern, aber die letzten 150 Seiten haben mir jetzt doch besser gefallen.

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    2. Dass Helenes Geld von Erich kommt, hatte ich mir dann auch gedacht. Aber ich fand, das war in diesem Abschnitt eher nebensächlich.

      Franca und Alan. Ich finde es toll, dass sie sich gefunden haben, denn immerhin ist das doch mal was Positives :)

      Ich habe mich auch gefragt, wo Julien auf einmal wieder herkam.
      Klar ist er verdächtig, aber gleichzeitig nervt mich auch Beatrice, weil sie sofort wieder auf ihn zurennt.

      Ich finde zwar, dass Kevins Straftaten zum Ende hin jetzt eine gute Idee sind für einen Krimi-Anteil, mir war das allerdings zu plump.

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    3. Das ist wohl wahr. Franca und Alan sind in der Tat mal positiv. Das ist aber auch so ziemlich das einzige, was man an positiven Ereignissen in diesem Roman findet :/

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  13. Abschnitt 12: Kapitel 8 bis Ende

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    1. So. Fertig.

      Mysteriös. Mysteriöser. Kevin.
      Als Alan und Franca die Yacht entdeckt haben, war ich ein bisschen platt. Man hätte drauf kommen können, dass die irgendwie eine Rolle spielen.

      Und Julien ist ein Ganove. Hat mich auch ziemlich überrascht. Ich hatte ja schon vermutet, dass an ihm was komisch ist, aber das er da so mit drin hängt...

      Mit diesen kriminellen Entwicklungen hat mich die Autorin schon überrascht. Im Nachhinein ist es natürlich etwas vorhersehbar und man hätte es auf jeden Fall vorher erkennen können. Hab ich aber nicht. Also endlich mal ein Pluspunkt ;)

      Es gab aber auch wieder Punkte die ich nicht mochte.
      Dass Beatrice Julien zur Flucht verhilft, fand ich eher blöd. Und die Tatsache, dass er gezwungen war jahrelang auf dem Dachboden der Wyatts zu hausen, rechtfertigt Beatrice Tat für mich nicht.

      Die Erklärung für Kevins Geldprobleme fand ich richtig schwach. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Enttäuschend.

      Und du hast ja öfter die Aussagen über schwule angesprochen. Davon gab es ja auch wieder einiges. Aber aufgefallen ist mir auch folgender Satz von Beatrice: "Ich denke, häufig ist das Opfer an der Tat ebenso beteiligt wie der Täter" S. 587
      Das finde ich sehr bedenklich. Es geht für mich ein bisschen in die Richtung, dass Frauen die einen kurzen Rock tragen, es quasi auf sexuelle Belästigung anlegen. Sie könnten sich ja auch was anderes anziehen.
      Ich glaube, man muss da ganz vorsichtig sein, wenn man sagt ein Opfer ist Mitschuld an einer Tat.

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    2. Ich muss sagen, dass mich diese Gewächshäuser die ganze Zeit stutzig gemacht haben. Aber darauf wäre ich jetzt nicht gekommen.

      Ich fand es auch überraschend, dass Julien so mit drinhängt.

      Ich finde, dass sich die Autorin sich das Ende und die Auflösung etwas zu einfach gemacht hat. Dass Beatrice ihm zur Flucht verhilft, fand ich doof. Und ich fand auch den Grund doof, warum Kevin immer Geld braucht.

      Oh ja, dieser Satz ist mir auch ins Auge gesprungen. Es mag sein, dass das Opfer es in Einzelfällen dem Täter leichter macht. Aber das heißt ja nicht, dass er die Tat begehen darf.

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    3. Absatz 3 sehe ich exakt genauso. Zu einfach. Zu doof. Bei der ewigen Vorgeschichte hätte man da ein bisschen mehr draus machen können und müssen.

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  14. Antworten
    1. Wie ich vorher schon erwähnt hatte, haben mir die letzten 150 bis 200 Seiten tatsächlich besser gefallen. Die Personen werden ausgeglichener und zugänglicher. Die Handlung nimmt ein bisschen an Fahrt auf, oder zumindest will man wissen, wie denn jetzt alles zusammhängt. Das Ende hat die Geschichte schon gerettet.

      Es war mir insgesamt zu negativ und wenn ich jetzt nochmal den Anfang und das Ende vergleiche, dann empfinde ich die ersten beiden Drittel als noch viel langatmiger als während des Lesens. Und da war es schon schlimm.

      Insgesamt wird es bei mir wohl auch 3 Big Ben herauslaufen. Aufgerundet.

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    2. Mein Fazit: drei Herzen
      Pluspunkte sind für mich der Schreibstil und die Sogwirkung, die das Buch auf mich ausgewirkt hat. Ich wollte wissen, wie alles zusammenhängt und was dahintersteckt. Außerdem werden interessante Themen mit aufgenommen.

      Es gibt aber auch einiges, was mir nicht gefallen hat. Es gibt so viel Negatives in dem Buch, was geballt auf den Leser losgelassen wird und somit sehr anstrengend ist. Außerdem war mir die "Auflösung" zu einfach. Es gibt zwar einige überraschenden Wendungen am Ende, aber die Autorin macht es sich doch etwas einfach.

      Alkohol spielt eine große Rolle, ständig trinken alle. Das ist mir in seiner Penetranz negativ aufgefallen. Und schließlich gab es auch noch verallgemeinernde Sätze, die mir aufgestoßen sind.

      Alles in allem ein sehr negatives Buch, das mich aber auch in einigen Szenen überraschen konnte und eine Sogwirkung hatte, die es mir doch etwas leichter gemacht haben als gedacht, damit umzugehen.

      Eine Rezension wird bald folgen.

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  15. Vielen Dank für die Leserunde :) Mir hat es Spaß gemacht, sich über das Buch auszutauschen. Dafür war es auch super geeignet :D

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    1. Ich danke ebenfalls ♥ Es war wieder sehr schön mit dir.
      Obwohl ich nicht so überzeugt war, bin ich gewillt der Autorin eine zweite Chance zu geben. Aber danach ist dann auch Schluss (außer natürlich ich mag es :D) Wir können uns gern Weihnachten auf was neues festlegen, da bin ich wieder Zuhause. Lesen können wir es dann auch ggf. im neuen Jahr

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    2. Hey Julia,
      ich kann leider erst jetzt antworten, weil ich Probleme mit meinem Internet hatte.
      Oh ja, gerne. Wenn ich mir so meine Lesevorhaben anschaue, bin ich dafür, es im nächsten Jahr zu lesen, vielleicht so im ersten Quartal.
      Liebe Grüße Melli

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