Freitag, 22. März 2019

Rezension ~ 5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich

Titel: 5 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich - Die 100 bekanntesten Bücher im Urteil der Leser 
Autoren: Hanske, Höfler, Raab, Schrenk
Seiten: 272 Seiten 
Verlag: Rowohlt 
Genre: Humor




Inhalt:
Der Titel verrät den wesentlichen Inhalt des Buches, vergisst dabei aber einen zentralen Punkt. In diesem Buch werden 100 Bücher von Lesern rezensiert. Genauer gesagt, von Lesertypen, denn die Rezensionen sind allesamt erfunden und stellen keine tatsächlichen Besprechungen dar.

Meine Meinung:
Nach meinem letzten humorvollen Buch dieser Art, habe ich mich entschieden alle weiteren von meiner Wunschliste zu entfernen. Früher habe ich sehr gerne „SMS von letzter Nacht“ oder Bücher über mitgehörte Dialoge usw. gelesen, aber mittlerweile sagt es mir nicht mehr zu. Dieses Buch habe ich deshalb auf meiner Wunschliste gelassen, weil es um Bücher geht und ich das doch ansprechend fand. 

Leider habe ich dann relativ schnell eine Enttäuschung erlebt, weil ich durch Zufall erfahren habe, dass die Leserstimmen in dem Buch erfunden sind. Ab da hat mir das Buch noch weniger Spaß gemacht, denn für mich geht dadurch der ganze Witz verloren. Man kann natürlich mit Datenschutz argumentieren, aber ich weiß nicht, warum es nicht ohne die Nennung der Nutzernamen trotzdem möglich sein sollte.

Auch den Untertitel finde ich irreführend, aber vielleicht soll auch das ein Witz sein, den ich einfach nicht verstanden habe. Die Biografie von Bushido fällt bei mir jedenfalls nicht unter das Thema „die 100 bekanntesten Bücher“. 

Die Rezensionen sind alle von bestimmten Lesertypen verfasst. Beispielsweise einer evangelischen Pastorin, die sich „Die Bischöfin“ nennt, von einem Politiker und Angehörigen des Adelsgeschlechts namens „Karl-Theodor“ (Ähnlichkeiten zu lebenden oder verstorbenen Personen sind natürlich rein zufällig), einer tierlieben Dame (Pet(r)a) und so weiter und so weiter. Grundsätzlich gefällt mir die Idee der verschiedenen Typen sehr gut, zumal ich einige kenne, wie beispielsweise „Bücherwurm“, der oder die grundsätzlich das ganze Buch zusammenfasst und maximal einen Satz auf die eigenen Meinung verschwendet. In diesem Umfang war es mir allerdings zu viel, zu wenig lustig, zu übertrieben und teilweise zu hasserfüllt. Es gibt natürlich auch Leser*innen, die homophob und/oder rechtsradikal eingestellt sind und ihre Bücher entsprechend rezensieren. Aber muss ich so einen feindlichen Blödsinn auch in so einem Buch abdrucken bzw. erfinden?

Fazit:
Von der grundsätzlichen Idee, bestimmte Typen von Lesern bzw. Rezensenten zu unterscheiden, gefällt mir das Buch. Leider habe ich von dem Buch etwas ganz anderes erwartet, nämlich tatsächliche und keine erfundenen Rezensionen. 

Kommentare:

  1. Hallo Julia,

    waaas, das sind erfundene Rezensionen? Das ist ja doof. Das Buch ist auf meiner WuLi, aber wenn die Rezensionen erfunden sind, wird es gleich mal runtergekickt. Schade, ich hätte jetzt auch erwartet, dass die Rezensionen echt sind.

    Liebste Grüße
    Myna

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    1. Hallo Myna,

      ja, sie sind tatsächlich nicht echt. Aber es beruhigt mich ehrlich gesagt, dass du auch von echten Rezensionen ausgegangen bist. Ich dachte schon, nur ich wäre so naiv gewesen.

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  2. Liebe Julia

    Wow, das könnten meine Worte sein. Ich habe ja schon bei Insta geschrieben, dass ich das auch doof finde mit den erfundenen Rezensionen (und dass man dies vor allem nicht klar deklariert), aber ich mochte solche "SMS von gestern Nacht" als Sammlungen und zur Unterhaltung auch sehr gerne, bin aber wohl aus diesem Alter herausgewachsen oder so, weil mir das wirklich nicht mehr zusagt.

    Wenn du sont einmal etwas lesen willst, was nicht erfunden ist und gut unterhält (meiner Meinung nach), dann würde ich dir "Mein Kind hat deine Läuse", "Der ist ja nicht doof, nur irgendwie hochbegabt", "Betamännchen" oder auch "Grosse Ärsche auf kleinen Stühlen" empfehlen, die Bücher hatten wirklich grossen Unterhaltungswert für mich.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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    1. Ich glaube, dass man sich durch das Internet einfach an solchen Dingen überlesen hat. Jedenfalls geht es mir so. In Zeiten von Jodel und ähnlichem, liest man alle "Witze" doppelt und dreifach und daher ist dann bei einem Buch (bei mir) die Luft raus.

      "Große Ärsche auf kleinen Stühlen" kenne ich tatsächlich, weil ich das mal für meine Tante (Erzieherin) bestellt habe. Die anderen sagen mir nichts, schaue ich mir aber mal an :) Danke dir.

      Liebe Grüße
      Julia

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