Donnerstag, 11. Oktober 2018

Rezension ~ Silver Lane - Nur einen Sommer lang

Titel: Silver Lane - Nur einen Sommer lang 
Autorin: Jennifer Jancke 
Reihe: Silver Lane #1 
Seiten: 310 Seiten
Verlag: Romance Edition
Genre: New Adult




Inhalt:
Daria Evans steht unmittelbar vor ihrem Abschluss als Veterinärmedizinerin. Endlich kann sie das verhasste Los Angeles hinter sich lassen und nach Montana zurückkehren. Ihre Mutter züchtet und trainiert auf der seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Ranch erfolgreich Pferde. Darias Fünf-Jahres-Plan sieht es vor, eine Weile bei einem ortsansässigen Tierarzt zu arbeiten und dann eine eigene Praxis zu gründen. Doch das Leben hält sich nicht an Fünf-Jahres-Pläne. Ihre Mutter hat einen schweren Unfall und die Arbeit auf der Ranch erledigt sich nicht von allein. Wie gut, dass ihre Mutter in Tyler einen fähigen Vorarbeiter hat. Nur können sich Daria und Tyler so gar nicht leiden…

Meine Meinung:
Ich folge der Autorin seit einiger Zeit auf Instagram und habe dadurch einige Einblicke in das Buch gewonnen, die mich sehr neugierig gemacht haben. Der Klappentext hat mich gleich sehr angesprochen und ja, auch das Cover hat seinen Teil dazu beigetragen. Es hat mich jedenfalls sehr gefreut, dass ich das Buch bei der Blogtour gewonnen habe. 

Daria, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, ist kein einfacher Mensch. Leider bin ich bis zuletzt nicht richtig mit ihr warm geworden, auch wenn es am Ende wesentlich besser war als am Anfang. Sie ist oftmals sehr grantig und geht ihre Mitmenschen, vor allem Tyler, grundlos an. Natürlich steckt sie in einer sehr schwierigen Situation, denn ihre Mutter hat einen schweren Unfall und das zieht einen ziemlichen Rattenschwanz nach sich. Aber das entschuldigt für mich auch nicht alles.

Dazu kommt, dass ich gerade anfangs ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte. Sie lebt sechs Jahre (!) in Los Angeles und sie war nie am Strand, nie auf dem Walk of Fame, nie auf dem Rodeo Drive. Sie scheint außer der Uni und ihrem Zimmer nichts gesehen zu haben und das finde ich schon unverständlich. Es gibt noch weitere Beispiele, in denen ich ihr Verhalten seltsam fand.

Manchmal werden Dinge angedeutet oder zwischen den Zeilen beschrieben, aber für meinen Geschmack nicht zu deutlich gesagt. Zum Beispiel: „Meine Mutter hat sich den Rückenmarksnerv verletzt und was das bedeutet, muss mir niemand erklären“ (S. 49). Ich kann mir auch denken was das bedeutet, aber sicher wird nicht jeder verstehen, dass dahinter eigentlich eine Querschnittslähmung steckt. Auch hier gibt es mehrere Szenen, in denen man für mich besser auf den Punkt hätte bringen können, was gemeint ist. 

Tyler hingegen hat mir sehr gut gefallen. Obwohl Daria ziemlich fies zu ihm ist, reicht er ihr die Hand, weil er die schwere der aktuellen Situation anerkennt. Gleichzeitig vergisst er aber nicht alles was passiert ist, sondern schießt zurück, wenn Daria wieder übertreibt. Die Liebesgeschichte zwischen Daria und Tyler hat mir ebenfalls gefallen, weil ich das Tempo mochte. Es ging zwar schnell, aber es war gerade noch im Rahmen und es gab nicht so viel anstrengendes Drama, wie man es von einigen Büchern aus dem Genre kennt.

Die Atmosphäre des Buches hat mir ebenfalls sehr gefallen. Ich kann mit Pferden nichts anfangen, aber dennoch konnte ich mir alles gut vorstellen und wenn Daria und Tyler mich zu einem Urlaub bei sich einladen würden, dann wäre ich geneigt anzunehmen. Die Geschichte spielt im Hochsommer (und deshalb ist es fast Schade, dass die Geschichte erst Ende September erschien) und man spürt die trockene Hitze, den Staub den die Pferde aufwirbeln. Übrigens tragen auch die Nebencharaktere dazu bei, dass die Ranch eine runde Einheit bildet. Ich weiß schon ganz genau, über wen ich unbedingt eine Liebesgeschichte lesen möchte.

Fazit:
Ich empfehle die Geschichte sehr gern Lesern und Leserinnen, die eine leichte Lektüre für den heißesten Tag des Jahres suchen. Es ist eine Geschichte für Pferdeliebhaber, aber auch für nichtreitende Liebesromanfavorisierer. Kurzum, wer gern in dem Genre liest, mag sicher auch dieses Buch.

Reihe fortsetzen?
Absolut. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band.

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