Dienstag, 3. Juli 2018

Rezension ~ 8 Tage im Juni

Titel: 8 Tage im Juni 
Autorin: Brigitte Glaser 
Seiten: 224 Seiten  
Verlag: Boje 
Genre: Jugendbuch, erste Liebe




Inhalt:
Lovis und Jenny leben vollkommen unterschiedliche Leben. Lovis wohnt mit seinem Vater in einer schicken Wohnung in einem besseren Stadtteil Kölns. Lovis kann sich alles kaufen, macht regelmäßig All-inclusive Cluburlaub und muss keine ausgelatschten Turnschuhe tragen. Jenny wohnt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in einer kleinen Bude in einer unschönen Ecke Kölns. Sie muss ihren Bruder erziehen, sich um die depressive Mutter kümmern und irgendwie die Familie zusammenhalten. An einem Tag im Juni begegnen sich Lovis und Jenny. Jenny rettet Lovis das Leben. Und mit einem Mal sind die beiden so völlig unterschiedlichen Leben miteinander verknüpft.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, dass ich eine Schwäche für Aschenputtel Geschichten habe. Ich glaube daran, dass Liebe alles überwinden kann. Länder, Religionen, gesellschaftliche Standards… Kein Wunder, dass mich dieses Buch sofort angesprochen hat.

Das Buch ist mit etwas über 200 Seiten sehr dünn und richtet sich klar an jüngere Leser. Jenny ist 15 Jahre alt, Lovis 16. Die Geschichte ist daher recht vorhersehbar und manchmal nehmen die Protagonisten Dinge hin, bei denen man in der Realität vermutlich erstmal eine Sekunde nachdenken würde. Aber: ich bin 25 Jahre alt. Und: ich bin mir ganz sicher, dass mir das Buch mit 13, 14, 15 Jahren wirklich gut gefallen hätte und vermutlich hätte ich da nicht gemerkt, dass manche Dinge zu locker gehandhabt werden.

Auf der anderen Seite aber, werden manche Dinge sehr ernst genommen, was mir sehr positiv aufgefallen ist. Das Thema Kondome/Verhütung beispielsweise (keine Sorge, es gibt keinen Sex in diesem Buch).

Lovis und Jenny sind tolle Charaktere, die ich sehr gern mochte. Jenny ist sehr stark und ich habe immer wieder großen Respekt für sie empfunden, wie sie nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie managet. Man spürt ihre Zerrissenheit, weil sie Zeuge des Überfalls auf Lovis geworden ist, sich aber nicht ohne weiteres bei der Polizei melden kann.

Lovis leidet unter den Folgen des Überfalls, was ebenfalls sehr gut dargestellt wurde. Er verspürt einen großen Hass auf die Täter und wünscht sich nichts mehr, als diese im Knast zu sehen. Erst durch Jenny betrachtet er das ganze differenzierter und beginnt nachzuvollziehen, was es für die Zukunft aller Beteiligten bedeutet, wenn Jenny sich als Zeugin bei der Polizei meldet.

Das Ende wurde zwar an einem guten und passenden Punkt gesetzt, jedoch hätte ich mir als literarische Romantikern vielleicht eine letzte Szene mit Lovis und Jenny gewünscht.

Fazit:
Besonders für Leser im Alter um Lovis und Jenny empfehle ich das Buch sehr gern. Es werden wichtige Themen behandelt, die gesellschaftlich immer von Bedeutung bleiben werden. Als älterer Leser kann man hier und da unrealistische Verhaltensweisen entdecken und wird vom Verlauf der Geschichte auch nicht überrascht werden, aber es ist dennoch eine süße Geschichte.

Informatives Sammelsurium:
Zur musikalischen Untermalung der Lektüre empfehle ich


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