Donnerstag, 3. Mai 2018

Rezension ~ Schwarzwasser

Titel: Schwarzwasser 
Autor: Andreas Föhr 
Reihe: Wallner & Kreuthner #7 
Seiten: 400 Seiten 
Verlag: Knaur 
Genre: Krimi, Tegernsee (Bayern)




Reiheninformation:
Hierbei handelt es sich um den 7. Band einer Reihe. Ich kenne die Vorgänger nicht und konnte der Geschichte dennoch sehr gut folgen. Es könnte sein, dass man sich bezüglich einiger Familienverhältnisse spoilert, aber von anderen Fällen wird nichts verraten. 

Inhalt:
Klaus Wartberg wird in seinem abgelegenen Haus erschossen. Der Mit-60iger führte ein eher zurückgezogenes Leben und hatte kaum Kontakt zur Dorfgemeinschaft. Am Tatort wird eine junge Frau angetroffen, die stark alkoholisiert ist und eine Waffe bei sich trägt. Auf den ersten Blick scheint der Fall eindeutig, doch schnell gibt es erste Zweifel. Auch die Identität des Toten ist bald undurchsichtig, denn ein Klaus Wartberg existiert eigentlich gar nicht. Wer also ist der Tote und wer hat ihn ermordet?

Meine Meinung:
Das Buch war in meinem Lesekoffer von lovelybooks und ich habe erst gezögert, ob ich einen siebten Band einer Reihe wirklich lesen will. Bei Krimis und Thrillern ist das nicht immer so schlimm, aber manchmal macht so eine Reihenfolge doch Sinn. Letztendlich hat es mich aber doch neugierig gemacht, dass der Tote eine andere Identität angenommen hat und es war wirklich kein Problem mit dem siebten Band zu starten. 

Schon im ersten Kapitel fiel mir auf, dass das Buch eine Empfehlung für Fans von Kluftinger sein kann. Zwar habe ich meinen letzten Kluftinger vor einer ganzen Weile gelesen, dennoch erinnert mich Kreuthner an den Allgäuer Polizisten. Geografisch befinden wir uns eh in der Ecke. Ich mag es gern, wenn Regionalkrimis Dialekt beinhalten, was auch hier der Fall ist. Aber keine Sorge, auch Nicht-Bayern können der Handlung gut folgen. Kreuthner ist einerseits eine sehr unterhaltsame Persönlichkeit, andererseits biegt er sich alles gern so zurecht, dass es für ihn passt. Das ist eine Eigenschaft, mit der ich nicht immer so gut zurechtkomme. 

Clemens Wallner ist da etwas anders. Er ist ein anständiger Polizist, der versucht seine Fälle zu lösen und dabei das Gesetz zu achten. Ich fand ihn sehr sympathisch und könnte mir vorstellen auch die Vorgänger zu lesen, um mehr über ihn zu erfahren. 

Der Fall war zwar an sich interessant und gut durchdacht, aber leider auch ziemlich offensichtlich. Am Ende gab es eine kleine Überraschung, aber im Großen und Ganzen war für mich viel zu schnell klar wer wer ist. Ich denke, in dieser Reihe wird einfach mehr Wert auf die Charaktere und den Humor gelegt, als auf den Kriminalfall. Das findet sicher bei vielen Einklang, aber für mich reicht es dann meist nur zu einer mittelmäßigen Bewertung. Was aber auch nicht schlecht ist. Dazu gab es auch einfach zu viel Klamauk, der irgendwie ganz witzig war, aber auch ziemlich übertrieben. Da kann man nur hoffen, dass es solche Polizisten in der Realität nicht gibt. 

Fazit:
Für Fans von Kluftinger definitiv eine Empfehlung. Es ist ein lustiger Regionalkrimi, der ganz gut unterhalten kann, aber mir nicht dauerhaft im Gedächtnis bleiben wird.

Reihe fortsetzen?
Wenn es sich ergibt (zum Beispiel über die Bücherei oder die onleihe), werde ich vermutlich weiterlesen. Aber die anderen Bände kaufen und ins Regal stellen, werde ich eher nicht.

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