Samstag, 5. Mai 2018

Abgebrochen & Angelesen #5

Hallo zusammen,

auch in diesem Jahr soll es mit dieser Kategorie weitergehen. Mitte Februar habe ich mein erstes Buch abgebrochen.

 Der Campus - Dietrich Schwanitz
"Noch vor kurzem sonnte sich Vorzeigeprofessor Hanno Hackmann in akademischem Ruhm. Jetzt kocht der Campus, die Stadt ist entsetzt, und die Presse reißt sich um die Story: Der Starsoziologe soll eine Studentin vergewaltigt haben. Eigentlich ist es kaum verständlich, wie aus der harmlosen Affäre des akademischen Olympiers mit seiner leicht exaltierten Studentin Babsie ein »Fall« werden konnte. Doch im Kampf um Institutsbereiche kommt den eifernden Wächtern der Political Correctness der Skandal um die vorgeblich sexuelle Belästigung gerade recht. Die Hatz auf Hanno Hackmann beginnt. Zudem steht die Wahl des Universitätspräsidenten an. Eine unglückselige Mischung aus wahlstrategischen Notwendigkeiten, radikalfeministischen Intrigen, Gesinnungsterrorismus und der Sensationsgier der Presse bringt den Professor an den Rand des Abgrunds." (Quelle: Amazon)
Abgebrochen auf Seite 100/382.

Dieses Buch habe ich geschenkt bekommen und daher fiel mir das abbrechen schwerer als sonst. Aber leider hat es mich überhaupt nicht gefesselt und die langen Kapitel helfen auch nicht dabei, das Buch trotzdem zu lesen. Ich studiere selbst Soziologie und war daher natürlich besonders gespannt auf das Buch. Aufgrund meines Studiums bin ich auch den ein oder anderen trockenen Text gewöhnt, aber dieses Buch ist schon ... sehr trocken. Zumal ich in meiner Freizeit auch gern unterhalten werden würde.

Dazu kommt, dass das Buch schon älter ist und die Handlung irgendwann in den 80ern spielt (vielleicht auch 90er, nagelt mich nicht fest). Es wird sehr viel auf Studentenrevolten und dergleichen eingegangen, von denen ich einfach keine Ahnung habe, weil ich dafür viel zu jung bin. Der Roman scheint als Satire, oder Gesellschaftskritik oder dergleichen gedacht, aber wenn man zu jung ist und sich zugegebenermaßen für solche Themen auch nicht sonderlich interessiert, fällt es schwer diese satirschen/kritischen Elemten überhaupt zu erkennen.

 
Wiebke Lorenz - Bald ruhest du auch
"Töte dich selbst – sonst stirbt deine Tochter
Nach dem Unfalltod ihres Mannes fühlt Lena sich wie in einem Albtraum. Aber sie weiß, dass sie leben muss – für ihr Kind, denn Lena ist im achten Monat schwanger. Dabei ahnt sie nicht, dass ihr der wahre Horror erst noch bevorsteht. Vier Wochen nach der Geburt ist die kleine Emma plötzlich spurlos verschwunden. Entführt aus ihrer Wiege. Schon bald wird Lena klar: Sie soll büßen. Doch wofür? Ein perfider und grausamer Wettlauf gegen die Zeit beginnt." (Quelle: Verlagsseite)
Abgebrochen nach 4 h 38 min von 13 h 50 min

Von der Autorin hört man viel gutes und insbesondere von dem Buch habe ich einige positive Stimmen vernommen. Ich habe es mir über die Onleihe als Hörbuch geliehen. Die Sprecherin, Cathrin Bürger, kannte ich vorher nicht. Ich fand sie nicht schlecht, aber ich sie wird wohl auch nicht meine Lieblingssprecherin werden. 

Die Geschichte erzählt einmal das Hier und Jetzt, in dem Lena mit dem Tod ihres Mannes fertig werden muss und dann auch noch mit der Entführung ihrer Tochter. An dieser Stelle habe ich übrigens abgebrochen. Neben dem Hier und Jetzt wird allerdings auch die Vergangenheit beschrieben. Wie Lena und ihr Mann sich kennen lernen und wie ihr Weg verlaufen ist, bis es zu dem tödlichen Unfall kommt. Leider waren mir weder Lena noch ihr Mann sympathisch. Sie sind beide sehr herrisch und egoistisch und geben keinen Millimeter nach. Dazu kommt die Sprache, die mir manchmal wirklich auf den Keks ging. Ich weiß nicht, wie oft von "dem quakenden Kind" gesprochen wurde. Da fragt man sich unweigerlich ob Lena ein Baby oder einen Frosch geboren hat.

Die Handlung konnte mich nicht fesseln, denn ich habe wie gesagt über 4 Stunden gehört und erst als ich abgebrochen habe, kam es zur Entführung. Natürlich ist es auch wichtig zu wissen wie Lenas Mann ums Leben kam und welche Hürden sie so meistern mussten, aber ich empfand es als unglaublich langatmig und wenig fortschreitend. In diesem Fall kann ich aber auch nicht ausschließen, dass es am Medium lag. Bei der Onleihe kann man nämlich leider die Geschwindigkeit nicht anpassen. Dazu gab es einige Handlungen die ich absolut nicht nachvollziehen konnte, vor allem in Bezug auf die Entführung des Babys. Ich bin keine Mutter und kann daher nicht nachempfinden wie ich in so einer Situation reagieren würde, aber ich fand Lenas Verhalten nicht nachvollziehbar und vor allem auch nicht zielführend um das Baby am schnellsten wiederzubekommen. 

 Auch wenn mich das Hörbuch gelangweilt hat und ich es eigenlich nicht mochte, wollte ich wissen wer das Baby entführt hat und was da sonst noch für Überraschungen lauern. Als ich dann eine Auflösung im Internet gefunden hatte, fiel mir das Abbrechen sehr leicht. Ich kann natürlich nicht wissen wie ich das Ende empfunden hätte, wenn ich alles andere auch gehört hätte, aber so gefällt mir das Ende nicht. Es scheinen mir viel zu viele Verstrickungen zu sein, zu viele unlogische Handlungen und insgesamt einfach zu viel von allem. Es gibt eine Reihe Protagonisten in diesem Buch und beinahe zu jedem gibt es am Ende eine überraschende Wendung. Das muss für mich nicht sein. 


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