Dienstag, 16. Januar 2018

Rezension ~ Der Verrat

Titel: Der Verrat 
Originaltitel: The Vanishing Point
Autorin: Val McDermid 
Seiten: 512 Seiten 
Verlag: Knaur 
Genre: Thriller, Entführung




Inhalt:
Stephanie Harker fliegt mit ihrem Adoptivsohn Jimmie von Großbritannien in die USA. Am Chicagoer Flughafen müssen die beiden umsteigen und während Stephanie sich einer erneuten Sicherheitskontrolle unterzieht, wird Jimmie vor ihren Augen entführt. Sie stürmt ihrem Sohn und dem Entführer hinterher, doch die Sicherheitsbeamten halten sie für eine Terroristin und überwältigen sie. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

Meine Meinung:
Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und auch eine Lesung von ihr besucht. Bisher hat sie mich noch nie enttäuscht, sodass ich mich sehr über dieses Geschenk einer lieben Freundin gefreut habe. 

Die Geschichte beginnt in der Gegenwart, mit Stephanie und Jimmie am Flughafen. Die Entführung passiert so schnell, dass man auch als Leser davon überrascht wird. Umso schrecklicher fühlen sich dann auch die folgenden Szenen an. Mir persönlich hat es ein ganz mulmiges Gefühl bereitet darüber zu lesen, wie man Stephanie behandelt, nachdem sie versucht dem Entführer hinterher zu rennen. 

Im anschließenden zweiten Teil, der einen Großteil des Buches einnimmt, werden zwei Geschichten erzählt. Einerseits begleiten wir Stephanie bei einem Gespräch in der Jetzt-Zeit, das sie mit einer FBI-Agentin führt. Andererseits befinden wir uns in der Geschichte, die Stephanie der Ermittlerin erzählt und erleben hautnah mit, wie sie Jimmies Eltern kennen lernt und wieso sie den Jungen später adoptiert. Diese beiden Ebenen haben mir richtig gut gefallen, weil es bei mir enorme Spannung erzeugt hat. Vor allem die Vergangenheit hat mich sehr gefesselt, weil man ja weiß worauf die Geschichte hinausläuft und sich fragt, wann und wieso es zu der Wendung kommt. Val McDermid hat sowieso einen Schreibstil der mich sehr fesseln kann, aber durch diese miteinander verknüpften Ebenen, wurde der Sog nur noch verstärkt.

Die Protagonisten sind nicht unbedingt sympathisch. Jimmies Eltern sowieso nicht, aber auch Stephanie hat manchmal Momente, in denen ich sie sehr überheblich und von oben herab über Menschen denkend empfand. Man muss sie aber auch nicht unbedingt sympathisch finden, um das Buch zu mögen. 

Das Ende war für mich teilweise überraschend, teilweise auch nicht. Das letzte Kapitel hat mir persönlich nicht gefallen und ich fand es zu übertrieben und actionreich. Auch die Wendung war nicht so mein Geschmack. Ich habe allerdings auch keine Idee wie es mir besser gefallen hätte, da ich für diesen Konflikt keine Lösung sehe. 

Fazit:
Zwar konnte das Ende mich nicht vollkommen überzeugen, aber dafür alles andere. Das Buch ist spannend und hat bei mir für ein hohes Lesetempo gesorgt. Ich empfehle Buch und/oder Autorin sehr gern weiter. 

Kommentare:

  1. Hallo Julia,
    aber klingt wirklich spannend. Nach deiner Beschreibung scheint es eher was von einem Kammerspiel zu haben. Ich ahne auch schon, worauf es hinausläuft! :)

    BTW - weißt du, wie man ändern kann, auf welche e-mail-adresse man Benachrichtungen erhält? Ich bekomm die auf eine, die ich kaum noch nutze!

    Gruß,
    Daniela

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    1. Hallo Daniela,

      es hat durchaus Ansätze von einem Kammerspiel. Aber dafür sind es vermutlich dann doch wieder zu viele Protagonisten ;)

      Ob man das ändern kann, weiß ich nicht. Ich denke, am einfachsten ist du entfolgst mit der aktuellen E-Mail Adresse (das kannst du in der E-Mail, da steht oben und unten unsubscribe/abbestellen) und folgst dann per Mail oder GFC oder was auch immer neu.

      Liebe Grüße
      Julia

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