Dienstag, 30. Januar 2018

Rezension ~ Berühre mich. Nicht.

Titel: Berühre mich. Nicht.  
Autorin: Laura Kneidl 
Reihe: Sage & Luca #1 
Seiten: 464 Seiten 
Verlag: LYX 
Genre: New Adult, Angst




Inhalt:

Sage versucht mit Beginn ihres Studiums so viele Kilometer wie möglich zwischen sich und ihre Heimat zu bringen. Zu schrecklich sind die Erlebnisse in dem was man Zuhause nennt. Sie leidet unter Panikattacken, meidet Menschenmassen und Berührungen. Noch vor dem offiziellen Semesterstart lernt sie April kennen, die ihr eine gute Freundin wird. Und April hat einen Bruder, Luca, der Sage weniger Angst macht als er sollte.

Meine Meinung:
Ich lese durchaus gern New Adult und habe mich daher auch für dieses Buch interessiert. Meine Neugier wuchs, als so viele den ersten Band regelrecht gefeiert haben, aber gleichzeitig wuchs auch meine Sorge. Hype Bücher und ich passen meist nicht zusammen. Ich habe mir also vorgenommen mit dem Buch zu warten. Mindestens so lang, bis auch der Hype um den zweiten Band abgeflaut ist. Da es das Ebook aber jetzt im Angebot gab, habe ich doch zugeschlagen. Dann hat man es schonmal günstig da, kann man ja später lesen. Oder man macht den Fehler und liest die Leseprobe vorm Kauf, sodass man nach dem Kauf nicht mehr aufhören kann. So wie ich.

Der Anfang hat mir gut gefallen, aber ich war nicht begeistert. Es fühlte sich nach einer (sehr) guten New Adult Geschichte an, aber nicht nach dem besten NA-Buch überhaupt, als das es von vielen bezeichnet wird. Und dann: Auftritt Luca.

Okay, bei seinem ersten Auftritt mochte ich Luca noch nicht so, aber als er dann so richtig in Aktion tritt… Jedes Mal wenn er den Mund aufmacht, bin ich hin und weg und wünsche mir, es gäbe noch so viel mehr Lucas auf der Welt. Ich weiß, ich klinge gerade wie ein 13-jähriger Justin Bieber Fan, aber was soll ich machen. Ich finde Luca toll.

Sage hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, aber auf einer anderen Ebene. Sie bzw. ihre Probleme wirkte/n auf mich sehr realistisch. Auch wenn ich keine Panikattacken habe und nicht das erlebt habe, was Sage passiert ist, kann ich einige ihrer Empfindungen sehr gut nachvollziehen, weil ich ähnliches gefühlt habe, wenn auch aus anderen Gründen. Jemand der tatsächlich unter Panikattacken leidet oder das andere erlebt hat, hat sicher nochmal einen anderen Blickwinkel auf die Geschichte als ich. Aber ich für meinen Teil habe nicht nur einmal verstanden wie Sage sich fühlt.

Die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Lucas Schwester April, konnten mich ebenfalls überzeugen. Sie bleiben nicht zu blass, aber nehmen auch nicht zu viel Raum ein, sondern unterstützen die Geschichte zwischen Sage und Luca hervorragend.

Ich konnte gar nicht so schnell umblättern oder besser gesagt klicken, wie ich weiterlesen wollte. Auch wenn der Schreibstil der Autorin für mich nicht durch Besonderheiten heraussticht (was bitte nicht negativ zu verstehen ist), bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Es gab nur Kleinigkeiten die mir aufgefallen sind, die aber in der Summe nichts an meiner Bewertung ändern. So sind mir hin und wieder Schreibfehler aufgefallen wie zum Beispiel eine „heißere Stimme“ (statt heiser), oder Absätze die zumindest im Ebook unglücklich gesetzt wurden. Außerdem konnte ich nicht nachvollziehen, warum Sage Alkohol trinkt bzw. so viel trinkt. Versteht mich nicht falsch, sie betrinkt sich nicht, aber sie belässt es auch nicht bei einem Bier. Alkohol mag zwar vielleicht erstmal die Hemmschwelle senken, aber es führt doch auch leicht zu Kontrollverlust und das Sage so ein Risiko eingeht, finde ich nicht ganz nachvollziehbar.

Ich wusste, dass das Ende für den Leser gemein/unbefriedigend ist und konnte mich dementsprechend vorbereiten. Zwar möchte ich jetzt auch dringend weiterlesen, aber ich habe mit wesentlich schlimmeren gerechnet. Ich mag es nicht, wenn eine Geschichte mitten in einer Szene endet (leider schon öfter vorgekommen), daher bin ich froh, dass zumindest die Szene abgeschlossen wurde.

Fazit:
Ich tue mich mit einer Empfehlung schwer. Angesichts der Tatsache, dass es mich so gut unterhalten hat, möchte ich es natürlich weiterempfehlen. Aber wenn mich jemand fragt, warum dieses Buch besser ist als viele andere Bücher/Reihen aus dem Genre muss ich sagen: Ich weiß es nicht.  


Kommentare:

  1. Hallo Julia, :)
    jetzt musste ich nach deinen Gänseblümchen ja gleich mal vorbeischauen. Die Geschichte klingt echt toll. :) Und wenn man die Protagonisten so gerne mag, dann verfolgt man natürlich auch sehr gerne ihre Geschichten. Dass die Nebencharaktere in genauem Maß ihren Auftritt haben, finde ich toll. Das bringt auch ein bisschen Abwechslung rein, als wenn nur das Paar im Vordergrund steht.
    Ich werde mir das Buch mal merken und zuschlagen, wenn die Gelegenheit sich ergibt. :)

    Liebe Grüße
    Marina

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    1. Hallo Marina,

      Luca und die Nebencharaktere sind wirklich sehr gelungen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass es zu Lucas Schwester noch eine Geschichte gibt. Ich glaube da sind noch einige interessante Sachen zu holen.
      Ich habe das Ebook ja für fünf Euro gekauft, vielleicht gibt es das Angebot sogar noch?!

      Liebe Grüße
      Julia

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    2. Charaktere finde ich generell sehr wichtig bei Geschichten. Ich lese gerade ein Buch, bei dem mir die Protagonistin nicht sympathisch ist, und das ist dann sehr schwierig. :/

      Ich habe mal geschaut. Jetzt kostet es wieder 10 Euro. Da lohnt sich dann eher die broschierte Ausgabe.

      Liebe Grüße
      Marina

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    3. Stimmt. Den zweiten Band habe ich mir deshalb auch als Broschur geholt :D

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