Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension ~ Geheimer Ort

Titel: Geheimer Ort 
Originaltitel: The Secret Place 
Autorin: Tana French 
Reihe: Dublin Murder Squad #5 
Seiten: 704 Seiten 
Verlag: Fischer Scherz 
Genre: Thriller, Internat



Reiheninformation:
Meine Rezension ist spoilerfrei. Hierbei handelt sich um den fünften Teil einer Reihe, aber man muss die Vorgänger nicht kennen um diesen zu verstehen und spoilert sich auch nicht. Ich selbst kenne nur die ersten beiden Teile der Reihe.

Inhalt:
„Ich weiß, wer ihn getötet hat“. Detective Stephen Moran bekommt ein Foto mit diesem Satz. Auf dem Foto ist ein Junge zu sehen, der vor einem Jahr im Park des Mädcheninternats St. Kilda ermordet aufgefunden wurde. Überbringer des Fotos? Holly, sechzehn Jahre alt, Schülerin von St. Kilda. Moran, der in der Abteilung ungelöste Fälle arbeitet und gern zum Morddezernat wechseln möchte und Antoinette Conway, die bereits im Morddezernat arbeitet und nach der Pensionierung ihres Partners noch keinen neuen hat, haben nur einen Tag Zeit den Mörder oder die Mörderin des Jungen zu finden. 

Meine Meinung:
Ich kenne bereits zwei Bücher von Tana French und weiß daher, dass ihre Bücher speziell sind. Gerade der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Einerseits möchte man unbedingt wissen was als nächstes passiert und andererseits liest und liest und liest man und hat doch nur zwei Seiten geschafft. Aus diesem Grund habe ich auch lange gezögert die Reihe weiterzuverfolgen und erst wieder zugegriffen, als ich diesen Band im öffentlichen Bücherschrank entdeckt habe.
Mir ist gleich zu Beginn aufgefallen, dass der Schreibstil der Autorin in diesem Buch nicht ganz so ausladend ist. Es gibt schon viele Szenen, in denen die Autorin sich in Gedanken verliert, aber meiner Ansicht nach ist es wesentlich weniger als in den ersten beiden Bänden. Wer auf einen klaren, nüchternen Schreibstil steht, der schnell zum Punkt kommt, ist hier definitiv falsch. 

Die Handlung ist grundsätzlich spannend und hat mich gerade die ersten 200 Seiten super unterhalten. Moran und Conway engen den Kreis der Verdächtigen schnell auf acht Personen ein und zwar zwei Vierercliquen. Einmal eine Gruppe um Holly und eine Gruppe von vier anderen Mädchen, die sich mit Holly und ihren Freundinnen so gar nicht verstehen. Klingt nach keiner neuen Idee, ist es auch nicht. Mich hat das aber nicht so richtig gestört, weil die Geschichte eine ziemliche Dynamik erzeugt. Die Detectives stehen unter Zeitdruck und haben nur diesen einen Tag Zeit, das alte Gemäuer, die Mädchen die so undurchschaubar sind. Ich jedenfalls wusste sehr lang nicht, wem ich trauen kann. 

Nach etwa 250 Seiten tauchten die ersten übernatürlichen Elemente auf und das mag ich leider überhaupt nicht. Dass sich die Mädchen einbilden der Geist des Verstorbenen wandert durch die Schule, okay. Muss ich nicht gut finden, aber kann ich mit leben. Leider passieren dann ein paar mysteriöse Dinge die sich nicht erklären lassen und das war dann nicht mehr mein Fall.
Das Ende war mir persönlich ein bisschen zu langgezogen. Das Buch erzählt einerseits die Gegenwart mit Moran und Conway und andererseits die Vergangenheit, in der wir live erleben welche Ereignisse dem Mord vorausgehen. Dadurch lernen wir unter anderem die Täterperspektive kennen, sodass man nicht erst ganz zum Schluss weiß, wer den Mord begangen hat. Mir hat es einfach zu lang gedauert, bis danach das Ende kam. 

Fazit:
Es hat toll begonnen, aber der übernatürliche Touch hat es mir doch ein bisschen vermiest. Ich empfehle vor dem Kauf eine Leseprobe zu lesen, da der Schreibstil der Autorin gewöhnungsbedürftig sein kann. 

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