Dienstag, 14. November 2017

Rezension ~ Das Lied der Sirenen

Titel: Das Lied der Sirenen 
Originaltitel:
Autorin: Val McDermid 
Reihe: Tony Hill & Carol Jordan #1 
Seiten: 480 Seiten 
Verlag: Knaur 
Genre: Thriller, GB



Inhalt:
In Bradfield werden im Abstand von je acht Wochen vier männliche Leichen gefunden. Da alle im Schwulenviertel der Stadt gefunden wurden, wir der Mörder intern als „Schwulenkiller“ bezeichnet, obwohl öffentlich zunächst niemand von einem Serientäter sprechen will. Um die Ermittlungen voran zu treiben, wird Tony Hill um Hilfe gebeten, der für das Innenministerium eine Spezialeinheit aus Profilern zusammenstellen soll. 

Meine Meinung:
Das Buch ist ungefähr so alt wie ich, was das Leseerlebnis zu etwas ganz Besonderem macht. Es fängt schon damit an, dass es noch Disketten gibt und die Polizistin sich zur nächsten Telefonzelle fahren lassen muss, wenn sie angepiepst wird. Aber es geht noch weiter, denn so etwas wie Profiling steckt noch in den Kinderschuhen und wird von Gesetzeshütern so gar nicht gern gesehen. Von den meisten jedenfalls. Kein Wunder, dass es Tony Hill dadurch nicht leicht hat, die neue Spezialeinheit aufzubauen. 

Die Hauptprotagonisten sind einerseits Tony Hill und andererseits die Polizistin Carol Jordan. Ich mochte beide sehr gern, auch wenn ich zwischendrin etwas genervt war von Hills sexuellem Problem, dass immer und immer wieder angesprochen wurde. Ja, es hat irgendwie eine Bedeutung für die Geschichte, aber die hätte es auch, wenn man es dreimal weniger anspricht. Mir gefällt die Dynamik zwischen Hill und Jordan sehr gut, da Jordan dem Profiling sehr aufgeschlossen gegenübersteht und ein paar gute Gedanken beisteuern kann. So gute Gedanken, dass Hill ihr rät sich bei der Einheit zu bewerben, ist sie erstmal eingerichtet. 

Mit den anderen Protagonisten hatte ich so meine Schwierigkeiten, da sie häufig mit Dienstrang angesprochen wurden und ich nicht so ganz verstanden habe, wer wem unterstellt ist. Ich hab zwar im Internet recherchiert, aber bei der Art und Weise wie manche mit ihren Vorgesetzten umgesprungen sind, war ich mir dann doch nicht sicher, ob der eine dem anderen direkt unterstellt ist. 

Worauf ich zuletzt explizit hinweisen möchte ist, dass dieses Buch definitiv nichts beschönigt und nichts umschreibt. Wenn ihr mit Gewalt und Sex nicht umgehen könnt, dann solltet ihr euch vielleicht nach anderen Thrillern umschauen. Die Leichen werden brutal gefoltert und da wir auch Kapitel aus Tätersicht lesen, bleibt dem Leser wenig bis gar nichts erspart. 

Fazit:
Auch wenn die Reihe schon einige Jahre auf dem Buckel hat, lohnt sich der Reihenauftakt definitiv. Es ist nichts für zarte Gemüter, konnte mich aber sehr gut unterhalten. 

Reihe weiterverfolgen?
Definitiv. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen. 


 

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