Freitag, 29. September 2017

Rezension ~ Die Landkarte der Liebe

Titel: Die Landkarte der Liebe
Originaltitel: The Sea Sisters
Autorin: Lucy Clarke 
Seiten: 352 Seiten 
Verlag: Piper 
Genre: Roman 




Inhalt:
Katies beschauliches Leben nimmt eine jähe Wendung, als ihre Schwester Mia auf Bali stirbt. Sie war zu einer Weltreise aufgebrochen, die sie eigentlich nicht nach Bali hätte führen sollen. Alles was Katie von ihrer Schwester noch bleibt ist ihr Tagebuch und der Zweifel an die Selbstmordtheorie der Polizei. Sie beschließt Mias Spuren zu folgen und stellt sich auf der Reise ihrer Vergangenheit. 

Meine Meinung:
Auf das Buch aufmerksam geworden, bin ich durch das (alte) Cover. Zwar wähle ich Bücher nicht danach aus, aber wenn ein Buch optisch sehr ansprechend ist, wächst mein Wunsch das Buch möge mir gefallen. Letztlich hatte ich hier hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. 

Die Aufmachung gefällt mir hier ganz gut. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Katie und Mia erzählt, sodass man immer beide Seiten mitbekommt. Durch passende Überschriften weiß man immer wo man sich wann befindet und kommt nicht durcheinander. Außerdem beginnt jedes Kapitel mit einer schönen Orchidee, was optisch sehr ansprechend ist. Ein bisschen Schade finde ich allerdings, dass man Mias Tagebuch nicht wirklich in der Geschichte findet. Klar, es spielt eine wichtige Rolle, aber entweder liest Katie darin oder Mia schreibt. Nie bekommt der Leser einen direkten Einblick in Mias Worte. Außerdem klebt sie dort Erinnerungen rein, welche man ebenfalls hätte abdrucken können. Das ist natürlich zusätzlicher Aufwand, klar, aber wenigstens Passagen aus dem Tagebuch hätte ich gut gefunden. 

Mia und Katie haben mir als Protagonisten nicht so richtig zugesagt. Wenn die Schwester stirbt, kann man natürlich keine Freude erwarten, aber sie waren beide schon verbittert und depressiv und so überhaupt nicht nett zueinander. Wenn ich darüber nachdenke, was Mia für eine Reise unternommen hat… dafür war sie erstaunlich selten richtig glücklich. Es gab einen männlichen Protagonisten den ich gern mochte, allerdings gab es da auch Dreiecksgeschichten und das war dann wieder nicht meins. 

Am meisten enttäuscht war ich wohl vom Verlauf der Handlung. Ich erwarte wirklich nicht, dass jeder Autor das Rad neu erfindet. Wenn es gut erzählt wird und/oder die Protagonisten sympathisch sind, stört es mich auch nicht, wenn man weiß wie es endet. Aber hier hatte ich leider das Gefühl es wurde strikt nach Handbuch für Familiengeschichten gearbeitet. Denkt an all die Familiengeschichten die ihr schon gelesen habt und mindestens eine der dortigen Wendungen kommt hier vor. Am Ende nimmt die Geschichte immerhin noch an Tempo zu, auch wenn man weiß wohin es gehen wird. Das ist letztendlich auch der Grund, warum ich der Geschichte noch eine mittelmäßige Bewertung gebe. Die letztem 50 Seiten etwa, haben sich flott lesen lassen und mich besser unterhalten als der Rest des Buches. 

Fazit:
Never judge a book by it’s cover mal andersherum. Hier hält der Inhalt leider nicht was das Cover verspricht. Die Handlung wirkt für mich streng nach Handbuch und konnte daher nicht überzeugen. Auch die Protagonisten waren mir nicht sonderlich sympathisch. Die Aufmachung gefällt mir allerdings sehr gut. 
 

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