Originaltitel: The Sea Sisters
Autorin: Lucy Clarke
Seiten: 352 Seiten
Verlag: Piper
Genre: Roman
Inhalt:
Katies beschauliches Leben nimmt eine jähe Wendung, als ihre
Schwester Mia auf Bali stirbt. Sie war zu einer Weltreise aufgebrochen, die sie
eigentlich nicht nach Bali hätte führen sollen. Alles was Katie von ihrer
Schwester noch bleibt ist ihr Tagebuch und der Zweifel an die Selbstmordtheorie
der Polizei. Sie beschließt Mias Spuren zu folgen und stellt sich auf der Reise
ihrer Vergangenheit.
Meine Meinung:
Auf das Buch aufmerksam geworden, bin ich durch das (alte)
Cover. Zwar wähle ich Bücher nicht danach aus, aber wenn ein Buch optisch sehr
ansprechend ist, wächst mein Wunsch das Buch möge mir gefallen. Letztlich hatte
ich hier hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden.
Die Aufmachung gefällt mir hier ganz gut. Die Geschichte
wird abwechselnd aus der Sicht von Katie und Mia erzählt, sodass man immer
beide Seiten mitbekommt. Durch passende Überschriften weiß man immer wo man
sich wann befindet und kommt nicht durcheinander. Außerdem beginnt jedes
Kapitel mit einer schönen Orchidee, was optisch sehr ansprechend ist. Ein
bisschen Schade finde ich allerdings, dass man Mias Tagebuch nicht wirklich in
der Geschichte findet. Klar, es spielt eine wichtige Rolle, aber entweder liest
Katie darin oder Mia schreibt. Nie bekommt der Leser einen direkten Einblick in
Mias Worte. Außerdem klebt sie dort Erinnerungen rein, welche man ebenfalls
hätte abdrucken können. Das ist natürlich zusätzlicher Aufwand, klar, aber
wenigstens Passagen aus dem Tagebuch hätte ich gut gefunden.
Mia und Katie haben mir als Protagonisten nicht so richtig
zugesagt. Wenn die Schwester stirbt, kann man natürlich keine Freude erwarten,
aber sie waren beide schon verbittert und depressiv und so überhaupt nicht nett
zueinander. Wenn ich darüber nachdenke, was Mia für eine Reise unternommen hat…
dafür war sie erstaunlich selten richtig glücklich. Es gab einen männlichen
Protagonisten den ich gern mochte, allerdings gab es da auch
Dreiecksgeschichten und das war dann wieder nicht meins.
Am meisten enttäuscht war ich wohl vom Verlauf der Handlung.
Ich erwarte wirklich nicht, dass jeder Autor das Rad neu erfindet. Wenn es gut
erzählt wird und/oder die Protagonisten sympathisch sind, stört es mich auch
nicht, wenn man weiß wie es endet. Aber hier hatte ich leider das Gefühl es
wurde strikt nach Handbuch für Familiengeschichten gearbeitet. Denkt an all die
Familiengeschichten die ihr schon gelesen habt und mindestens eine der dortigen
Wendungen kommt hier vor. Am Ende nimmt die Geschichte immerhin noch an
Tempo zu, auch wenn man weiß wohin es gehen wird. Das ist letztendlich auch der
Grund, warum ich der Geschichte noch eine mittelmäßige Bewertung gebe. Die
letztem 50 Seiten etwa, haben sich flott lesen lassen und mich besser
unterhalten als der Rest des Buches.
Fazit:
Never judge a book by it’s cover mal andersherum. Hier hält
der Inhalt leider nicht was das Cover verspricht. Die Handlung wirkt für mich
streng nach Handbuch und konnte daher nicht überzeugen. Auch die Protagonisten
waren mir nicht sonderlich sympathisch. Die Aufmachung gefällt mir allerdings
sehr gut.
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