Montag, 28. August 2017

Rezension ~ Todesreigen

Titel: Todesreigen
Autor: Andreas Gruber
Reihe: Sneijder & Nemez #4 (2.1)
Seiten: 576 Seiten
Verlag: Goldmann
Genre: Thriller, Profiling




Reiheninformation:
Diese Rezension spoilert selbstverständlich nicht in Bezug auf dieses Buch. Solltet ihr allerdings den Vorgänger „Todesmärchen“ noch nicht gelesen haben, könnte euch diese Rezension spoilern. Lesen daher ausdrücklich auf eigene Gefahr. Man kann diesen Band meiner Meinung nach auch ohne die Vorgänger verstehen, ich empfehle aber die richtige Reihenfolge, da einem sonst einfach jegliche Zusammenhänge fehlen.

Inhalt:
Beim BKA kommt es zu einer Reihe seltsamer Todesfälle. Mehrere Ermittler nehmen sich auf unterschiedliche Art und Weise das Leben. Sabine Nemez und Tina Martinelli decken schnell Ungereimtheiten auf und bitten Maarten S. Sneijder um Hilfe. Doch er hat nur einen einzigen Rat: „Lassen Sie die Vergangenheit ruhen!“ Aber Sabine wäre nicht dort wo sie jetzt ist, wenn sie sich an diesen Rat halten würde…

Meine Meinung:
Was habe ich auf diesen Band gewartet. Nachdem der dritte Band so fulminant (jedenfalls für mich) geendet hat, war ich sehr auf den vierten Fall (oder wie Gruber es nennt: der Auftakt zur zweiten Trilogie) gespannt. Ich habe mich gefragt wie der Autor mit der Verhaftung Maarten S. Sneijders umgeht und konnte mir nicht vorstellen, dass alles läuft wie bisher. Aber Sneijder im Knast? Auch nicht. 

Tatsächlich wurde er vom Dienst suspendiert und unterrichtet nun an einer Hochschule. Das ist irgendwie auch das Hauptproblem, das ich mit der Geschichte hatte. Sneijder ist zwar immer noch der kiffende, Clusterschmerz geplagte Scheißkerl der er immer war, aber er ist nicht mehr aktiv im Dienst. Ich habe die Zusammenarbeit zwischen ihm und Sabine Nemez total vermisst. Seine Fähigkeit sich in die Täter hineinzuversetzen, die Art wie er das Eichenkätzchen dazu zwingt selbst nachzudenken und aktiv zu werden. Diese ganz besondere Beziehung zwischen den beiden hat mir sehr gefehlt. 

Abgesehen davon gibt es für mich wenig an dem Buch auszusetzen. Der Fall ist diesmal ein bisschen anders gelagert, allein schon deshalb, weil die Opfer beim BKA arbeiteten. Nichtsdestotrotz war es spannend und voller Action. Die Handlung spielt diesmal nur im Raum Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, aber das hat mich wenig gestört. Außerdem trifft man auf alte Bekannte und lernt Personen kennen, die – so vermute ich – einem später noch begegnen werden. 

Fazit:
Gruber kann gute Thriller schreiben und das hat er mir auch hier wieder bewiesen. Dennoch habe ich mehr erwartet als ich bekommen habe. Mir fehlt die ganz spezielle (Arbeits-)Beziehung zwischen Sneijder und Nemez, die der Leser hoffentlich im nächsten Band wieder zu spüren bekommt. 

 

Kommentare:

  1. Hey :)

    Bei mir subbt das Buch ja noch, aber ich hoffe, dass es jetzt nicht mehr lange dauern wird, bis ich dazukomme. Ich war ja auch schon gespannt, wie Andreas das lösen wird, dass die beiden wieder zusammenarbeiten werden ... Die Idee hat sich für mich gut angehört, ich lasse mich jetzt einfach mal überraschen, wie mir das gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Ascari

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    1. Liebe Ascari,

      ich wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Spaß beim Lesen.
      Ich fand es von der Idee auch nicht schlecht, aber die Umsetzung... mh. Unterhalten wir uns darüber genauer, wenn du das Buch gelesen hast. Nicht das ich noch zu viel sage :D

      Liebe Grüße
      J.

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  2. Ich habe das Buch gerade zu Ende gelesen und auf meinem Blog rezensiert. Meinen Geschmack hat Gruber wieder voll und ganz getroffen.
    Übrigens habe ich Deine Rezension bei mir verlinkt.

    LG Gabi

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    1. Danke fürs Verlinken :)
      Ich habe deine Rezension schon gesehen, bin aber leider noch nicht zum Lesen gekommen.

      Liebe Grüße
      Julia

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