Dienstag, 1. August 2017

Abgebrochen & Angelesen #2

Hallo zusammen,

in den letzten beiden Monaten hat es mit dem Lesen leider nicht immer so geklappt wie gewünscht. Aus diesem Grund zeige ich euch heute wieder meine angelesenen und abgebrochenen Bücher.

"Smoky Barrett riecht den Tod, als sie die Tür öffnet. Der Boden und die Wände sind mit Blut getränkt. Auf dem Bett liegen zwei tote Körper – geschändet, entstellt, ausgeweidet. Neben ihnen kauert ein Mädchen. Der Todeskünstler hat sie besucht. Seit Jahren zerstört er ihr Leben, tötet jeden, der ihr lieb ist. Er will sie in den Wahnsinn treiben und nach seinem Bild neu erschaffen. Er wird wieder zu ihr kommen ..." (Quelle: Verlagsseite)
Abgebrochen nach Kapitel 18 - S. 214 von 560



Nachdem mir der erste Band der Reihe um Smoky Barrett nicht gefallen hat, habe ich alle Hoffnungen auf den zweiten Band gelegt. Leider muss ich erkennen, dass die Reihe wohl nichts für mich ist. Zwar wusste ich hier bis zum Zeitpunkt des Abbruchs nicht wer der Täter ist, was eine deutliche Verbesserung zu Band eins darstellt, aber dennoch hat es sich wahnsinnig gezogen. Mehr noch als im Vorgänger. Smoky labert und labert und labert und als dann die Geschichte in der Geschichte beginnt, hat es mir gereicht. Von dieser habe ich gerade mal das erste Kapitel geschafft, weil es mir viel zu langatmig war. Zusätzlich war die Formatierung des Ebooks ziemlich blöd, da einige Passagen in Kursivschrift gedruckt waren, obwohl eigentlich nur Gedanken kursiv dargestellt wurden. Zwar hindert das allein nicht am Weiterlesen, aber wenn man sowieso schon frustriert ist, animiert das auch nicht gerade. Ich bin sehr traurig und enttäuscht, dass es mit mir und Smoky nichts geworden ist, aber es kann einem nicht alles gefallen.


"Als der 14-jährige Eric nach einer Überdosis der Droge »Glanz« vor dem Laptop ins Koma fällt, ist seine Mutter Anna verzweifelt. Da die Ärzte keinen Rat wissen, nimmt sie schließlich die Hilfe einer mysteriösen Frau an. Das Unvorstellbare geschieht: Anna kann in die Traumwelt im Kopf ihres Sohnes vordringen, der in einem phantastischen Computerspiel gefangen zu sein scheint. Doch während sie versucht, ihn zurück ans Licht der Wirklichkeit zu führen, verdichten sich die Hinweise, dass Eric das Opfer eines üblen Spiels ist..." (Quelle: Verlagsseite)
Abgebrochen auf Seite 96 von 396 


Ich habe euch schon in meinem Angelesen-Projekt berichtet, dass dieses Buch mein Sorgenkind war. Es lag seit 2015 bei mir rum, aber ich bin nie zum Lesen gekommen. Als ich es dann endlich anfangen wollte, habe ich eine sehr schlechte Besprechung gesehen und hatte dann so gar keine Lust mehr. Gleichzeitig hat mich das aber auch motiviert, weil ich wusste: Jetzt oder nie. Wie ihr seht, habe ich es abgebrochen. Und wisst ihr was besonders tragisch ist? Ich habe es einen Tag nach "Der Todeskünstler" abgebrochen. Der Schreibstil ist ziemlich nüchtern und emotionslos. Das muss man mögen. Auch die Protagonistin ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin. Ich kann es nachvollziehen, dass man als Mutter alles für sein Kind tut, auch auf Kosten anderer. Aber um das wirklich zu begreifen, muss man vermutlich selbst Mutter sein. Bin ich aber nicht. Daher fand ich sie sehr egoistisch und unsympathisch. Wenn ihr den Klappentext lest, denkt ihr dann auch an Sci-Fi? Vielleicht an ein Buch wie Erebos? Ich habe so etwas erwartet und stattdessen griechische Mythologie und vor allem Esoterik bekommen. Wer hin und wieder Rezensionen von mir liest hat vielleicht mitbekommen, dass ich das nicht so mag. Als hier Worte wie Medium oder verbundenen Seelen fielen, war ich sehr abgeschreckt. Ich habe mit mir gerungen, ob ich das Buch abbrechen soll, weil mich die Auflösung hier sehr interessierte, anders als zum Beispiel bei Smoky Barrett oben. Die Aussicht noch 300 Seiten Nüchternheit vor mir zu haben, hat mich dann aber doch abgehalten. Ich habe ein bisschen quer gelesen und gegoogelt und wahrscheinlich hätte mich das Ende eh frustriert, daher ist es wohl besser ich hab das Buch abgebrochen. Schade, da ich wirklich neugierig auf das Buch war und mir viel erhofft habe. 


"Als Nouf, die jüngste Tochter einer angesehenen Familie aus Dschidda, spurlos verschwindet, bittet ihr Bruder Othman seinen besten Freund, den Wüstenführer Nayir, um Hilfe. Das Mädchen wurde offensichtlich in einem Wadi umgebracht. Nayir, der lange unter Beduinen gelebt hat, versucht dem rätselhaften Verbrechen auf die Spur zu kommen. Dabei stößt er auf eine Mauer des Schweigens und an die Grenzen der Gesetze und Traditionen der arabischen Gesellschaft. Mehr noch: In der Begegnung mit der fortschrittlichen Pathologin Katya, die ihm bei den Ermittlungen hilft, wird er sich der Enge seines Glaubens und seiner bisher verdrängten Sehnsüchte bewusst." (Quelle: Verlagsseite)
Abgebrochen auf Seite 156 von 400

Dieses Buch habe ich im Rahmen meines Anlese-Projekts angelesen und da gefiel es mir richtig gut. Ich hab mich sehr auf die weitere Geschichte gefreut und war eigentlich auch ganz angetan. Man lernt sehr viel über Saudi-Arabien und das Leben der gläubigen Muslime dort. Das fand ich sehr spannend, weil Frauen dort nur sehr eingeschränkte Rechte haben. Sie dürfen das Haus ohne Begleiter nicht verlassen, kein Auto fahren und aus Saudi-Arabien ausreisen dürfen sie nur mit schriftlicher Erlaubnis des Ehemannes oder eines männlichen Verwandten. Vor diesem Hintergrund war die Ermittlungsarbeit wirklich interessant. Wie überprüft man in Deutschland das Alibi eines Mannes? Klar, man geht zu seiner Frau und fragt sie ob sie die Geschichte bestätigt. Aber in Saudi-Arabien wäre es unschicklich für den Protagonisten die Frau seines Gesprächspartners zu befragen, ja sie überhaupt anzusehen, wenn sie ihr Gesicht nicht bedeckt hält. Leider reichen die kulturellen Aspekte nicht um dieses Buch interessant zu machen. Ich hatte das Gefühl die Geschichte geht sehr schleppend voran und irgendwie passiert nicht richtig etwas. Lange habe ich überlegt ob ich abbrechen will, weil es mir sehr Leid tut um das was ich über Saudi-Arabien erfahren könnte. Aber wenn ich Freizeit habe und nicht weiß wie ich mich beschäftigen soll und mich lieber langweile, als zu dem Buch zu greifen, dann spricht das leider nicht fürs Weiterlesen.


"Ein schockierendes Verbrechen stellt die Londoner Polizei vor ein Rätsel: Im Haus der Familie Peach muss sich Unaussprechliches zugetragen haben, bevor die Polizei die Wohnung stürmte, und bevor Rory, der kleine Sohn der Peaches, entführt wurde. Doch die Eltern können oder wollen keine Angaben zu den Geschehnissen machen. Schon bald macht in der Gegend das Wort von einem unheimlichen "Troll" die Runde, der kleine Kinder töten soll - und der vielleicht bereits sein nächstes Opfer ausgesucht hat ..." (Quelle: Verlagsseite)
Abgebrochen auf Seite 118 von 511


Auch dieses Buch hat meine Anlese Aktion überlebt. Hier habe ich einen sehr spannenden Thriller erwartet, da der Klappentext einerseits so etwas vermuten lässt und ich andererseits auch viel gutes von der Autorin gehört habe. Leider hat sich da auf den ersten 100 Seiten so gar nichts getan. Was den Fall angeht, bin ich nicht weiter gekommen als der Klappentext schon verrät. Ein vermisstes Kind und die Eltern können keine Angaben machen. Die Suche verläuft (bis zu diesem Punkt) ergebnislos. Statt einem Fortschritt im Fall erkennt man nur zunehmend Probleme des Ermittlers und seiner Freundin. Beide waren mir furchtbar unsymapthisch, da sie aufgrund ihrer psychischen Probleme völlig kaputt sind. Versteht mich nicht falsch, das soll nicht heißen, dass ich Personen mit psychischen Problemen generell unsympathisch finde. Nur die beiden sind einfach so durch, dass es echt keinen Spaß macht. Ich wollte dennoch wissen wer der Täter ist und habe mich daher ein bisschen im Internet informiert. Vielleicht ist es auch ganz gut, dass ich das Buch nicht beendet habe. Es scheint sehr brutal und heftig zu werden, aber das kann man bei Kindesmissbrauch ja auch annehmen.

Kommentare:

  1. Hallo Julia,

    ja man soll sich nicht mit Büchern quälen, dafür gibt es noch so viel Bücher, an denen man mehr Spaß hat.
    Darf ich mal fragen was du mit diesen Büchern machst?

    Hast du eine Tauschliste, oder wie "entsorgst" du solcher Bücher?
    Ehrlich gesagt hat mich "Die letzte Sure" nach der Leseprobe auf der Verlagsseite echt neugierig gemacht. Ich lese sehr gerne solche Bücher. Da macht es mir auch nichts aus, wenn der eigentliche Kern der Geschichte nicht ganz so "knackig" erzählt wird, weil ich das Drum-rum einfach interessant finde. :)

    Also wenn du das irgendwie "entsorgen" willst, lass es mich wissen. ^_^

    Liebe Grüße von der Nordsee,

    Su

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    1. Hey Su,

      das hängt ein bisschen von den Büchern ab. Bücher die noch in einem sehr guten Zustand sind, tausche ich über lovelybooks oder Facebook oder auch tauschgnom. Bücher die nicht mehr ganz so toll aussehen, oder die lange Zeit keiner ertauschen wollte, gehen an meine Tante, da ihr Nachbar Sachspenden für die Lebenshilfe sammelt. Und wenn ich sie nicht an meine Tante gebe, stelle ich sie in den öffentlichen Bücherschrank. Und die ganz ranzigen schmeiße ich tatsächlich weg, weil ich das unverschämt finde, dass manche den öffentlichen Bücherschrank als Mülldeponie nutzen.

      Den Anfang fand ich ja auch noch toll, aber irgendwie wollte es dann nicht so. Vielleicht hättte ich es auch zu einem anderen Zeitpunkt weitergelesen, aber im Juli war ja eh der Wurm drin.

      Ich fürchte, das Buch ist in der Tonne gelandet :/ Das war schief gelesen, ohne Schutzumschlag und dreckig unten. Daher wollte ich das nicht mehr in den Bücherschrank stellen. Ich schau aber nochmal nach wenn ich wieder in BA bin und sag dir ggf Bescheid, aber mach dir keine Hoffnung ;)

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  2. Hey Julia,
    die Smoky-Barrett-Reihe habe ich auch abgebrochen (ich glaube im dritten Band), wobei ich den zweiten gar nicht gelesen hatte :D
    Aber gut zu wissen, dass ich da auch nichts verpasst habe. Mir ist nur eine einzige Szene aus der Reihe in Erinnerung geblieben und ich frage mich, warum sie so gehypt wird. Mein Ding ist das nicht.
    Liebe Grüße Melli

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    1. Hey Melli,

      Nicole (Niwa) meinte, die Reihe sei einfach zu alt. Ich find das mittlerweile ziemlich treffend. Manche Bücher kann man zwar immer lesen und sie sind heute sie toll wie früher, aber manche eben nicht. Ich hab schon so viele Thriller gelesen, dass mich die Reihe nicht mehr abholt, was früher vielleicht anders gewesen wäre.

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