Freitag, 31. Oktober 2014

Sammelsurium zum Monatswechsel

Hallo liebe Leser,

schon wieder ist ein Monat vorbei (das sag ich glaub ich jeden Monat) und was soll ich sagen: Projekt SUB-Abbau ist grandios gescheitert, meinen heimlichen Vorsatz keine Bücher zu kaufen... schweigen wir drüber. Ich präsentiere euch später demütig meine Neuzugänge. Wie sagte doch die liebe Lyrica sinngemäß: Wenn die Hemmschwelle einmal überwunden ist, dann ist es auch egal. Oder so ähnlich ;) Ansonsten wird der letzte Teil so lang, keine Ahnung was wieder mit mir los ist.

Was habe ich gelesen?
(für diese Liste übernehme ich keine Garantie, mein Kalender in dem ich so etwas eintrage, ist in der WG. Aber ich bin nicht da. Eventuell erfolgt dann Sonntag eine Korrektur)
Der Tag der roten Nasen (Mikko Rimminen)
Goldstück (Anne Hertz)
Endgame - Die Auserwählten (James Frey)
Nie genug (Melanie Hinz)
Saeculum (Ursula Poznanski)
Der Ball ist runt (Christian Eichner)
Blutfeuer (Helmut Vorndran)
Anna Karenina (Leo Tolstoi) - begonnen
Der Rosie-Effekt (Graeme Simsion) - begonnen

Positiv überrascht hat mich Saeculum, was ich glaub ich oft genug zum Ausdruck gebracht habe. Auch Nie genug hat mir sehr gut gefallen, weil ich mich so wunderbar mit Emma identifizieren konnte.
Der Tag der roten Nasen war eine total Katastrophe und mitunter das langweiligste Buch was ich je gelesen habe. Von Endgame war ich enttäuscht, ebenso von Blutfeuer.

Was ist diesen Monat in mein Regal gezogen?
Zu viel! 

Ich habe wegen des Fachbuchs unten meine erste Medimops-Bestellung getätigt, und musste natürlich unbedingt die Versandkosten sparen.
Herausgekommen sind zwei Mal Makroökonomie (für meine Freundin und mich) für zusammen unter 16€. Die neue Auflage kostet allein 50€. Wahnsinn, oder? Außerdem die DVD Vermessung der Welt, wozu ich noch einen Vergleich zum Buch veröffentlichen werde und Perfect Chemistry, welches ich schon lange lesen wollte und jetzt aus Versehen auf Englisch bestellt habe :D
Die anderen Bücher die ihr seht, stammen aus Nellys Buchverkauf und eigentlich wollte ich ja gar nicht gucken, aber nun ja... Es ist dann zum einen Numbers geworden, was schon länger auf meiner Wunschliste steht. Auch Wir beide. Irgenwann stand auf der Wunschliste, aber noch nicht so lang. Ich finde die Idee irgenwie nett. Für immer viellecht kenne ich schon, aber da es das einzige Buch ist, was ich von Cecelia Ahern kenne, aber nicht in meinem Regal habe und es für mich das beste ihrer Bücher ist, musste es dann auch mit. Wenn man schon mal dabei ist....

Dann habe ich mir direkt am Verkaufstag Endgame gekauft, was normalerweise überhaupt nicht meine Art ist (und ich war sogar zwei Tage zu früh im Laden, weil ich mich mit dem Datum vertan habe). Gelesen ist es schon und es ist durchwachsen...
Außerdem hat mich auf lovelybooks jemand angeschrieben, weil sie ein Buch von meiner Wunschliste angibt. Bisher habe ich solche Angebote immer abgelehnt, aber unter dem Gesichtspunkt der Hemmschwelle und überhaupt, habe ich dann zugesagt. In den nächsten Tagen wird mich dann Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk erreichen. Auf dieses Buch bin ich wirklich gespannt, weil ich schon öfter davor gestanden habe, aber es dann doch nie mitgenommen habe.


Im Real gab es Der Medicus als Mängelexemplar, da mir so etwas nichts ausmacht, habe ich mir das Buch gekauft, weil ich den Film super schön finde. Pandablues soll ja sehr gut sein und da es das als kostenloses ebook bei Thalia und Co. gab...
Mein allerliebstes Lieblingsbuch ist das Rosie-Projekt, welches nun seinen Nachfolger in Der Rosie-Effekt findet. Ich habe das Buch in der Leserunde bei lovelybooks gefunden und fange jetzt endlich an zu lesen! 
Blutfeuer ist ein Frankenkrimi (wo ich ja studiere) und das ich mir für ein Praktikumsgespräch gekauft habe. Ich war etwas enttäuscht, da mir die anderen Bücher des Autors sehr gut gefallen haben, dieses ist etwas überzogen.

Was gibt es positiv zu vermelden?
Ich habe ein aus meiner Sicht gutes Vorstellungsgespräch beim Emons-Verlag gehabt, allerdings werde ich mein Praktikum dort nicht machen, sondern beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Außerdem bin ich diesen Monat sehr viel mit der Bahn gefahren, eine Fahrt davon hat drei Stunden länger gedauert als geplant, alle anderen Fahrten waren pünktlich. Ist das nichts?
Für ein Referat (siehe unten), bei welchem ich Sorgen hatte, habe ich ausschließlich positive Kritik bekommen. Das macht wirklich Freude! Unter anderem hat man mir gesagt, meine Stimme hätte eine schöne Klangfarbe... Meine Tante hat eh schon öfter gesagt ich soll Nachrichtensprecherin werden.

Was war nicht so schön?
Von der Kommilitonin mit einem Referat sitzen gelassen werden, welches eigentlich schon fertig war und nur noch bezüglich des Feedbacks der Dozentin bearbeitet werden musste. Danke schön!
Das Wetter gefällt mir momentan noch nicht so, ein wenig trauer ich noch dem Sommer hinterher. Prinzipiell kann ich aber jeder Jahreszeit etwas abgewinnen, ich brauche dazu nur Zeit ;)

Welche Fragen habe ich mir gestellt?
Von "Das kann jetzt nicht wahr sein, oder?" über "Ist das euer ernst?" bis hin zu "Och ne, bitte nicht?!?!" habe ich diese Fragen in allen möglichen Varianten vorwärts und rückwärts gedacht. Irgendwann ist auch mal gut gewesen... Habt ihr auch manchmal Tage wo man einfach denkt: "Lasst mich doch alle mit dem Scheiß in Ruhe?"

Und sonst so?
Werde der Deutschen Bahn vorschlagen, ihre Disponenten von der Post ausbilden zu lassen. Am anderen Ende von Deutschland können meine Eltern kurz vor Schluss ein Paket (wohlgemerkt kein popeliger Bief) aufgeben und am nächsten Morgen ist es zum Frühstück bei mir. Wenn ich aber morgens nach dem Frühstück von meinen Eltern mit der Bahn aufbreche, bin ich abends um acht immer noch nicht dort, wo mein Paket über Nacht ist.




Dieser Abstand soll in etwa meine Sprachlosigkeit demonstrieren, als mich die liebe Anne überrascht hat. Wir haben uns im Vorfeld der Frankfurter Messe über das Ereignis schriftlich unterhalten und ich war sehr traurig, dass mir die vielen Leseproben und der ganze Krimskrams durch die Lappen gehen (ich bin echt nicht so gierig wie das grad klingt). Und was macht Anne? Schickt mir einfach eine Buchmesse-Goddie-Bag und findet dann noch so liebe Worte für mich. Ich fühle mich geehrt! Nochmal von Herzen Danke! Wer Annes Blog noch nicht kennt, der sollte mal schnell vorbei schauen, neben Buchthemen für den geistigen Genuss, finden sich dort auch tolle Zeichnungen für den Augenschmaus :)

Miiiiiiies, jetzt hab ich vergessen was ich schreiben wollte. Wenn ich nicht alles gleich notiere. Argh, ich hatte das erste Wort geschrieben und danach war der Gedanke weg. Schlimm!
Jedenfalls habe ich diesen Monat ja auch eine Leserunde mit Janine begonnen, was mir wirklich viel Spaß macht. Es ist sehr toll, mit dir nicht nur über Anna Karenina zu quatschen.
Überhaupt bin ich diesen Monat sehr froh zu bloggen, da ich mich mit vielen netten Menschen unterhalten habe und ich hoffe sehr, dass es so weiter geht!

Mein Postfach quillt über, weil ich noch so viele tolle Blog-Beiträge kommentieren möchte. Leider komme ich momentan nicht dazu. Ich speicher aber alle Mails und werd das dann nach und nach aufholen. Es ist doch aber auch schön, zu einem alten Post einen Überraschungskommentar zu bekommen, oder? Übrigens, kommt ihr auch so schlecht mit den neuen Captcha-Codes zu Recht? Die waren doch vorher anders, oder? Ich gebe die so oft falsch ein, weil ich die einfach nicht lesen kann. Furchtbar.

Foto des Monats
Gesammelte Urlaubsmitbringsel einer Freundin, die sie immer vergessen hat mir zu geben
Ein Blümchen, das einfach so an einer Mauer in unserem Garten wächst
Wie oft man in der Uni hört, man sei nicht mehr in der Schule. Aber Namensschildchen basteln... 
Allein für die Campus-Tüte lohnt sich das studieren ;)
Leserunde mit Janine ♥
Während alle anderen auf der Frankfurter Buchmesse waren, hab ich es mir mit einigen Büchern gemütlich gemacht und Spaß mit den Menschen von 100% Lesen gehabt :)

Donnerstag, 30. Oktober 2014

TAG ~ 10 Bücher

Ich bin auf Facebook nominiert worden und habe die Challenge dann gleich mal auf den Blog verlegt (und mit "10 Bücher" betitelt). Nominieren möchte ich wie immer keinen, fühlt euch herzlich eingeladen teilzunehmen (hinterlasst mir dann gerne einen Link)

Liste zehn Bücher in deiner Chronik auf, die dir im Kopf geblieben sind. Benötige nicht mehr als ein paar Minuten und denke nicht so lange darüber nach. Sie müssen keine perfekten Bücher sein und auch keine Werke der Weltliteratur, sie sollen dich nur innerlich berührt haben.

TKKG Diese Reihe habe ich haufenweise gelesen, ich weiß nicht wie viele mittlerweile erschienen sind, über 100 jedenfalls. Diese Grenze habe ich auf jeden Fall überschritten.
Saeculum Ist mir in Erinnerung geblieben, weil es mich überrascht hat.
Die Macht des Zweifels Regt ungemein zum Nachdenken an
(hier fängt dann tatsächlich das Überlegen an)
Die Kinderbibel Sehr zerfleddert, muss ich also geliebt haben.
Kinder aus aller Welt Eines meiner ersten Bücher, an das ich mich erinnern kann
Harry Potter Habe ich zwar erst mit 18 gelesen, nichtsdestotrotz eine tolle Reihe
Gut gegen Nordwind Einfach. Poetisch. Einfach poetisch.
Das Rosie-Projekt Lieblingsbuch ♥
(hier beginnt dann das aufzählen um die zehn zu schaffen)
Shades of Grey 1 In negativer Erinnerung geblieben, weil es mich so aufgeregt hat!

Wie ihr vielleicht an den Kommentaren sehen könnt, habe ich meine Bücher vor allem nach dem ersten Punkt "im Kopf geblieben" ausgewählt, da mich wenig Bücher wirklich berührt haben (zumindest nach meiner Definition dieses Wortes).

Kennt ihr Bücher aus meiner Liste und sind sie euch auch positiv oder negativ im Kopf geblieben? Welches Buch hat euch berührt oder ist euch im Kopf geblieben?

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Aktion ~ Gemeinsam Lesen


Da ich gern mit einer gewissen Regelmäßigkeit posten wollen würde, habe ich mich entschlossen an der Aktion Gemeinsam Lesen zu beteiligen. Wenn es klappt, jeden Donnerstag. Immer abwechselnd wird die Aktion bei Schlunzen-Bücher oder Weltenwanderer zu finden sein.



Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Blutfeuer von Helmut Vorndran und bin auf Seite 245 von 400 Seiten.

Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Nein, du Narr", belferte er genervt.

Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden?
"Baba, auf daaner Bladdn babt a Bombombabirla. Des hasd des." (S.170) Ist klar, oder? :)

Diesen Freitag ist Halloween! Lest ihr zur Einstimmung gruselige Bücher? Wie steht ihr überhaupt zu dem Genre Horror? Habt ihr einen guten Tipp oder lasst ihr die Finger davon?
Nein, ich lese zur Einstimmung keine gruseligen Bücher, ich muss mich auf nichts einstimmen. Ich habe noch kein Buch gelesen, dass unter das Genre Horror fallen würde. Allerdings subbt da noch der ein oder andere Stephen King bei mir rum und soweit ich weiß ist der doch Horror?! Ich habe in meinem ganzen Leben auch nur einen Horror-Film gesehen und zwar "30 Days of Night". War an einer Stelle ekelig, sonst irgendwie... langweilig?! Insgesamt ist das denke ich nicht so mein Genre. Obwohl ich Blutfeuer (Lokalkrimi!) schon ziemlich horror-mäßig finde, oder wie gefällt euch die Vorstellung das vor euch jemand krampft und zuckt, stirbt und dann platzen die Augäpfel und eine orange Flüssigkeit läuft aus... nicht zu vergessen, dass sich das Blut in eine Substanz verändert, die von Farbe und Aggregatzustand Quittengelee ähnelt. Das ist doch mal Horror, so möchte ich nicht sterben ;) 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Aktion ~ Gemeinsam Lesen


Da ich gern mit einer gewissen Regelmäßigkeit posten wollen würde, habe ich mich entschlossen an der Aktion Gemeinsam Lesen zu beteiligen. Wenn es klappt, jeden Donnerstag. Immer abwechselnd wird die Aktion bei Schlunzen-Bücher oder Weltenwanderer zu finden sein.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? Ich lese gerade Anna Karenina von Leo Tolstoi und bin auf Seite 173 von 1168. Jedenfalls denke ich, dass ich Anna Karenina lese... Meine Weltbild Ausgabe ist nämlich im gesamten World Wide Web nicht aufzutreiben. Sehr mysteriös. Deshalb auch mein eigenes Bild ;)

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
"Gegen Ende des Winters fand bei Schtscherbazkis eine ärztliche Beratung statt, durch die festgestellt werden sollte, wie es mit Kittys Gesundheit stehe und was zur Hebung ihrer dahinschwindenden Kräfte zu unternehmen sei."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich lese das Buch gemeinsam mit Janine, was wirklich viel Spaß macht :) Bisher gefällt mir die Geschichte wirklich gut, ich habe sogar Spaß daran. Klingt blöd, oder? Bei Klassikern hab ich immer ein bisschen Sorge, dass ich hinterher sage "Ah ja, gutes Buch, super das ich das mal gelesen hab." und fertig, ohne das das Buch für mich einen richtigen Unterhaltungswert hat, wie zum Beispiel ein Krimi oder ein Liebesroman etc. Bisher ist das aber glücklicherweise gar nicht der Fall, da mich die Geschichte wirklich unterhält und ich unbedingt weiter lesen möchte.

4. Welches "muss ich unbedingt haben"-Buch liegt am längsten auf deinem SUB und warum hast du es noch nicht gelesen?Wenn ich die Frage wortwörtlich nehme, dann ist es wohl "Bend it like Beckham", dass musste ich unbedingt haben, weil wir es kurz vor den Ferien noch in Englisch besprochen haben. Wirklich viel Zeit hatten wir aber nicht mehr und es war auch eh mehr ein "Notprojekt", weil wir schon mit dem gesamten Stoff durch waren, also keine Pflichtlektüre. Daher habe ich auch nur wenige Auszüge aus dem Buch gelesen, möchte es aber nochmal komplett lesen.

Ansonsten liegen bei mir viele geschenkte, geliehene, plötzlich wie aus dem Nichts aufgetauchte Bücher auf dem SUB. Diejenigen, die ich selbst gekauft habe, sind vor allem solche die man mal irgendwann lesen will, weil man so viel davon gehört hat oder so und dann gibt es die grad irgendwo günstig und dann nimmt man das einfach mit. Die zwei oder drei "muss ich haben" Bücher, die ich im Jahr so habe, kaufe ich dann selbst und lese sie auch gleich.
Herzlichen Glückwunsch an denjenigen, der hier durchsteigt. Hab grad selbst den Faden verloren...

Montag, 20. Oktober 2014

Rezension ~ Saeculum

Titel: Saeculum
Autorin: Ursula Poznanski
Seiten: 496 Seiten
Verlag: Loewe
Genre: Jugendbuch, Spannung





Inhalt:
Bastian hat mit dem Mittelalter eigentlich wenig am Hut. Er studiert Medizin und vergräbt sich lieber hinter seinen Büchern, schließlich muss er den Anforderungen seines Vaters gerecht werden. Doch für Sandra, mit der er seit wenigen Wochen ausgeht, besucht er einen Mittelaltermarkt und lässt sich schließlich dazu überreden mit ihr und ihrer Truppe "Saeculum" an einer Convention teilzunehmen. Fünf Tage werden sie in einem abgeschiedenen Wald verbringen, in mittelalterlicher Kleidung, mit Brot und Wurst und keinem Gegenstand, den es im 14.Jahrhundert noch nicht gab. Auf ihrem Lagerplatz liegt angeblich ein Fluch, ausgesprochen vor 700 Jahren von dem unehelichen Sohn des Königs. Bis auf die Seherin Doro, glaubt niemand an diesen Fluch. Zumindest, bis sich die ersten Toten aus ihren Gräbern erheben...

Meine Meinung:
Genau wie Bastian habe ich am Mittelalter nicht sehr viel interesse und war daher nicht sicher ob mir das Buch thematisch gefallen würde. Da ich aber Erebos ganz gut fand, wollte ich Saeculum dann doch versuchen und ich bin wirklich überrascht worden.

Die Geschichte beginnt auf einem Mittelaltermarkt, den Bastian mit seiner Freundin Sandra besucht. Da Bastian sich in der Szene gar nicht auskennt, wird auch der Leser ganz langsam in das Thema eingeführt. Ich fand es sehr faszinierend an wie viele Dinge man denken muss oder sollte, Dinge die einem im Alltag selbstverständlich sind. Auf dem Lagerplatz wird Bastian beispielsweise dazu aufgefordert einen geeigneten Platz für die Latrine (die Toilette) zu suchen. Unerfahren wie er ist, sucht er eine Stelle die vor allem sichtgeschützt ist, bedenkt dabei aber nicht, dass sein gewählter Platz erstens am Bach liegt und das Wasser verunreinigen könnte und auch nicht, dass der Wind den Geruch der Fäkalien genau Richtung Lager treiben würde. Außerdem ist Bastian Brillenträger und muss vor der Convention alle "neumodischen" Gegenstände abgeben. Auch die Brille gehört dazu, was sowohl ihn als auch mich empört hat. Da musste ich als Blindschleiche mit ihm solidarisieren ;)

Die Handlung selbst ist sehr spannend, lange Zeit weiß der Leser nicht, ob es tatsächlich diesen Fluch gibt, oder ob Menschen hinter der Geschichte stecken. Man bekommt vielleicht ab und an eine Ahnung und der gesunde Menschenverstand lässt einen an dem Fluch zweifeln, aber die Geschehnissen passen perfekt auf die Legende.

Auch die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen. Bastian als "Musterschüler" wurde sehr authentisch dargestellt. Zuerst denkt er nur an sein Medizin-Studium, ob er sich die Unterbrechung von fünf Tagen überhaupt leisten kann usw. Auch ist die ganze Convention für ihn erst eine Überwindung und Gewöhnungssache, doch bald spürt er wie gut ihm die Natur tut und das er widererwarten Spaß hat. Dennoch kann er nicht aus seiner Haut raus und schaltet auf Autopilot, sobald sich einer der anderen verletzt.

In der Truppe gibt es noch einige weitere Charaktere, die man aber alle sehr gut auseinander halten kann. Zum Beispiel Seherin Doro, die als einzige an den Fluch glaubt. Sie betet die Götter an, wirft Runen und zieht Schutzkreise. Die Mischung hat mir hierbei sehr gut gefallen, da neben der "verrückten" Doro, die geheimnisvolle Iris teilnimmt, die kaum ein Wort über sich selbst spricht und am liebsten schweigend Harfe spielt. Dann sind da noch Steinchen und Warze, beide der Kumpel-Typ, mit denen sich Bastian gleich versteht und die wunderschöne Lisbeth, die alle in den Bann zieht und einige andere. Es sind also unterschiedliche Charaktere in der Truppe, was später von großer Bedeutung sein wird.

Die Auflösung (ob nun Fluch oder nicht) hat mir sehr gut gefallen, es wurde richtig spannend und da es unter der Erde stattfindet, auch ein wenig gruselig. Das ein oder andere habe ich zwar schon vorher vermutet, aber letztendlich war es doch ganz anders als ich es erwartet habe. In jedem Fall ist das Ende schlüssig und lässt keine Fragen offen.

Fazit:
Eine spannende Geschichte um eine Truppe junger Leute, die in einem Wald festsitzt und von Menschen oder wahlweise einem Fluch bedroht wird. Man wird langsam an die Thematik des Mittelalters herangeführt, braucht also kein Vorwissen. Die Charaktere sind eine bunte Mischung, was das Lesen gleich noch besser macht. Eine klare Leseempfehlung!




5/5 Punkte

Sonntag, 19. Oktober 2014

Leserunde ~ Anna Karenina

Einen schönen Sonntagmorgen wünsche ich,

ist es bei euch auch so sonnig? Strahlend blauer Himmel, die Vögel zwitschern, perfektes Wetter... um zu putzen. Darum geht es jetzt aber nicht, sondern viel mehr um einen dicken Schinken, der von meinem SUB befreit werden möchte. Der sieht dann auch gleich viel schmaler aus, weil das Buch so dick ist :D


Wie ihr sehen könnt, lesen Janine und ich gemeinsam Leo Tolstois "Anna Karenina" und zwar ab morgen, Montag den 20.Oktober. Über das Buch sprechen werden wir bei Janine, wer gern mitlesen möchte, oder auch nur seinen Kommentar abgeben möchte, weil er oder sie das Buch schon kennt, ist herzlich dazu eingeladen. Und auch sonst freut sich Janine sicher über neue Besucher ;)

Unsere Leseabschnitte entsprechen den Teilen im Buch. Da wir beide unterschiedliche Ausgaben haben, variieren die Seitenzahlen ein bisschen. 
1. Leseabschnitt: Teil 1 S. 1 - 171
2. Leseabschnitt: Teil 2 S. 172 - 341
3. Leseabschnitt: Teil 3 S. 342 - 509
4. Leseabschnitt: Teil 4 S. 510 - 627
5. Leseabschnitt: Teil 5 S. 628 - 787
6. Leseabschnitt: Teil 6 S. 788 - 953
7. Leseabschnitt: Teil 7 S. 954 - 1093
8. Leseabschnitt: Teil 8 S. 1094 - 1163

So. Da haben wir uns einiges vorgenommen. Wenn wir das schaffen, peppt das allerdings ordentlich die Statistik auf ;) Muss ich noch groß das Buch vorstellen? Eigentlich ist die Story bekannt, denke ich. Anna Karenina als berühmte Ehebrecherin, die in ihrer Ehe nicht glücklich ist und sich stattdessen einem feschen Offizier an den Hals wirft. 

Habt einen schönen Tag,

Eure Julia

Samstag, 18. Oktober 2014

Einfach - mal - so - Sammelsurium

Hallo liebe Leser,

es ist wieder Wochenende und ich vereinsame ein wenig :D Viele spannende Aufgaben warten auf mich, wie zum Beispiel Makro- und Mikroökonomik oder ein Referat über Zuwanderung nach Deutschland. Da kann man sich gar nicht entscheiden was man zuerst machen soll. Was tun also? Richtig, das Blogdesign ändern.

Endlich habe ich mir mal die Seite www.copypastelove.de näher angeschaut, welche mir Lyrica empfohlen hat. Nebenher war ich dann auch noch auf www.shabbyblogs.com und bin nun vollends verzweifelt.
Meine Bilanz von heute:
Hintergrund:
  • Wunderschönen Hintergrund gefunden ✓
  • Hintergrund eingebaut ✓
  • Hintergrund für gut befunden X
Postdivider:
  • Postdivider gefunden ✓
  • Postdivider eingebaut X
Anfangsbuchstaben der Posts verändern:
  • Stelle im HTML-Code finden X
Klappt wunderbar, oder? Mein HTML-Code sieht leider immer anders aus als der Beispiel-Code. Sehr mysteriös. Werde mich jetzt weiter durchwurschteln und hoffentlich heute noch eine kleine Veränderung vollbringen. Immerhin sollen angeblich die Bauarbeiten an dem Objekt begonnen haben, welches meinen Header zieren soll. Ich bin gespannt...

Wie erfolgreich seid ihr heute gewesen, bei dem was ihr tut/getan habt?

Post Scriptum: Jetzt kann ich nicht mal diesen blöden Post veröffentlichen. Halloooooo Blogger? Arbeitet da noch jemand am Wochenende oder sind schon alle im Feierabend?!

Freitag, 17. Oktober 2014

Rezension ~ Der Tag der roten Nasen

Titel: Der Tag der roten Nasen
Originaltitel: Nenäpäivä
Autor: Mikko Rimminen
Seiten: 340
Verlag: dtv
Genre: Roman




Inhalt:
Irma ist eine ältere Dame, alleinstehend, mit einem erwachsenen Sohn. Sie gibt sich als Marktforscherin aus und klingelt an verschiedenen Türen in Finnland, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Zum Beispiel trifft sie auf den Alkoholiker Virtanen oder die Hausfrau Irja, deren Mann arbeitslos geworden ist. Schließlich wird sie als Betrügerin gesucht und doch hört sie nicht auf an fremden Türen zu klingeln.

Meine Meinung:
Da ich in meinem Studium selbst mit solchen Umfragen zu tun habe, hat mich der Klappentext gleich angesprochen. Eine Mitfünfzigerin, die sich als Marktforscherung ausgibt? Das kann nur lustig werden. Oder? Leider wurde es das nicht, im Gegenteil: Es war furchtbar langweilig.

Irma klingelt an verschiedenen Türen, und stellt, zuerst noch unsortiert, dann immer präziser werdend ihre Fragen. Warum weiß sie eigentlich nicht genau (der Leser auch nicht - ich jedenfalls nicht) und wirklich professionell stellt sie sich auch nicht dabei an. Immer wieder fehlen ihr die Worte, bringt sich in Situationen, aus denen sie sich nur durch Flucht retten kann. Irma blieb mir bis zuletzt ein Rätsel, vor allem da sie immer genau das Gegenteil von dem tut, was sie sich gedanklich vornimmt.

Der Schreibstil ist meistens angenehem zu lesen, zwischendurch stören nur die wirklich langen Sätze und die längere wörtliche Rede. Zur Verdeutlichung ein Zitat: "Und obwohl in meinem Kopf natürlich alles parat lag, kam Virtanen nicht darauf, was ich meinte, Was alles, Na alles, Wie, Na das wo du mir geholfen hast, Ach so, Hattest du das schon vergessen, Ein bisschen, Macht nichts, Wie ist es denn weitergegangen, Das erzähle ich dir jetzt." (S.320). Ja, das kursive ist ein Dialog zwischen zwei Personen, Irma und Virtanen.

Eine wichtige Rolle spielt Irmas Sohn in dem Buch, der ihr unbedingt sein Auto geben möche, da er länger beruflich verreisen müsse. Sagt er. Wohin und warum? Keine Ahnung, er sagt es nicht einmal seiner Mutter, die im übrigen wenig von ihm weiß, nicht mal seine aktuelle Adresse. Zum Glück gibt es das Internet. Später weiß die Mutter dann plötzlich wo ihr Sohn steckt, der Leser erfährt es nicht. Oder vielleicht erfährt er es doch, nur eben sehr versteckt und ich habe es nicht begriffen. Ich habe zwar eine Idee, sehe mich aber an kaum einer Stelle bestätigt. Insgesamt ist das Verhältnis zwischen Sohn und Mutter sehr unklar, wenn er sie anruft drückt sie ihn immer weg oder geht nicht ran, macht sich gleichzeitig aber große Sorgen und herzt ihn, als er zu Besuch kommt.

Die größten Fragezeichen beschert mir der Titel. Auf etwa zwei Seiten wird vom Tag der roten Nasen berichtet, der in den Medien groß angepriesen wird. Irma selbst fragt sich die ganze Zeit was dieser Tag zu bedeuten hat, was an diesem Tag gemacht wird. Irgendetwas soziales, das ist klar, aber was? Mit ihr rätselt auch der Leser darüber, was es mit dem Tag der roten Nasen auf sich hat und vor allem warum das Buch so heißt. Leider spreche ich kein Finnisch, mich würde wirklich interessieren wie der Originaltitel lautet. Möglicherweise ist der Titel aber auch eine Anspielung darauf, dass Irma sich bei dem Versuch ein Paket durch einen Briefkasten zu schieben die Nase an der Haustür verletzt, sodass sie eine große, geschwollene Nase hat.

Zum Schluss bleiben bei mir viele kleine Fragezeichen und ein großes. Was will das Buch mir sagen? Nicht jedes Buch hat etwas wie eine Moral oder etwas ähnliches, aber ich denke jedes Buch hat... einen Zweck?! Es soll unterhalten, zum Nachdenken anregen, gruseln... Bei diesem Buch frage ich mich: Und jetzt? Vielleicht habe ich das Buch einfach nicht verstanden.

Fazit:
Dieses Buch konnte mich überhaupt nicht fesseln, weil die Handlung einfach so dahin plätscherte. Weder Irma noch ihr Sohn waren verständliche Charaktere, ihr Verhältnis zueinander bleibt mir unklar. Genauso wie viele andere Dinge. Dieses Buch kann man gestrost nicht lesen.

1/5 Punkte

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Blogtour ~ Verraten und Verkauft: Die Gewinner

Ich bin euch noch die Gewinner und das Lösungswort schuldig:

Gewonnen haben:
1. Platz Carmen Benner
2. Platz Karin Felme
3. Platz Heike Görnt


Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit euren Preisen :) Ihr werdet von der Autorin kontaktiert und um Nachricht gebeten.

Aktion ~ Gemeinsam Lesen


Da ich gern mit einer gewissen Regelmäßigkeit posten wollen würde, habe ich mich entschlossen an der Aktion Gemeinsam Lesen zu beteiligen. Wenn es klappt, jeden Donnerstag. Immer abwechselnd wird die Aktion bei Schlunzen-Bücher oder Weltenwanderer zu finden sein.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Saeculum und bin bei.... ehm.... 67%


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Aber ich wollte nichts mehr von meinem Vater wissen, und von dir auch nicht."

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Ich bin wirklich positiv überrascht. Mittelalter ist jetzt nicht so unbedingt mein Thema, weshalb ich ein bisschen skeptisch war ob mir das Buch thematisch so zusagt. Es ist aber wirklich spannend und Hauptperson Bastian ist mir sehr sympathisch. Leider habe ich heute keine Zeit weiter zu lesen, sondern frühstens Freitag Mittag :( Wie gemein!
 
4. Aus aktuellem Anlass: Wart ihr auf der Buchmesse in Frankfurt? Hat es euch gefallen? Ist das etwas, das euch anzieht oder ist euch das zuviel Trubel um Bücher, Autoren und Verlage?
Nein, ich war nicht auf der Buchmesse, ich hatte das Wochenende genug Ärger mit der Deutschen Bahn, da hätte mich der Messebesuch nur zusätzlich aufgeregt ;) Ich war vor Jahren schon einmal da, allerdings war die Messe damals eher Mittel zum Zweck, um eine Internet-Freundin treffen zu dürfen. Die Messe selbst fand ich nicht so berauschend, ich kam mir vor wie in einer normalen Buchhandlung, wo man sich eben die Bücher anschaut. Nur war es natürlich viel viel voller. Wenn ich also nochmal zur Messe fahren würde, dann um andere Blogger zu treffen und zum lovelybooks-Treffen zu gehen (und wegen der ganzen Leseproben, ich LIEBE Leseproben ;)), aber nicht wegen der Messe selbst. 

Montag, 13. Oktober 2014

Rezension ~ Nie genug

Autorin: Melanie Hinz
Titel: Nie genug
Seiten: 181 Seiten
Genre: Erotic-Romance




  

Inhalt:
Emma Lennartz ist Autorin und veröffentlicht unter Pseudonym erotische Romane. Mit sich selbst ist sie nicht besonders im Reinen, da sie sich in ihrem kurvigen Körper alles andere als wohlfühlt. Als sich der attraktive Tätowierer Sam für sie interessiert, kann sie ihm nur schwer glauben, dass er sie und ihren Körper anziehend findet, vor allem wo er doch sicher jede haben könnte, besonders jede schlankere. Allerdings zeigt sich Sam als sehr hartnäckig...

Meine Meinung:
Ich habe jetzt (in relativ kurzer Zeit) einiges von Melanie Hinz gelesen. Sicher ähneln sich all ihre Bücher, da macht auch "Nie genung" keine Ausnahme. Wieder begegnen sich ein
Mann (vorzugsweise Tätowierer oder wenn mit anderem Beruf selbst ausreichend tätowiert) und eine Frau, beide finden sich gleich anziehend, erst sträubt sich die Frau ein bisschen, dann gehen sie doch ziemlich schnell eine Beziehung ein, es kommt ein Drama und schließlich das Happy End, meist auf unter 200 Seiten. Klingt vielleicht ein bisschen gemein, wenn ich das so aufzähle, ich mag die leichte Lektüre für zwischendurch aber wirklich gern.

Der Schreibstil der Autorin ist nachwievor sehr angenehm, nicht zu kompliziert, sehr schnell zu lesen. Die Handlung habe ich schon kurz zusammengefasst, es ist sicher nicht total neu, aber die Umsetzung finde ich gut.

Der Grund warum ich das Buch aber wirklich so toll finde ist Emma. Ich weiß nicht, ob ich je einen Charakter besser verstanden habe als sie. Ich bin vielleicht nicht stark übergewichtig (so wird auch Emma nicht beschrieben), aber genau wie sie bin ich der Meinung, ab meinem Gesicht geht's abwärts. Mit der Optik. Das vielleicht wichtigste: Genau wie Emma kann ich keine oder nur schlecht Komplimente annehmen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen deutlich zu machen, warum Emma Sam nicht glauben kann, dass er sie attraktiv findet. Warum sie immer denkt, er würde sich jeden Moment über sie lustig machen. Die Erfahrungen die sie gemacht hat, finde ich realistisch dargestellt, sodass man Emmas mangelndes Selbstbewusstsein nachvollziehen kann.

Fazit: 
Trotz altbekannter Muster im Handlungsverlauf für mich die beste Melanie Hinz Geschichte, da ich mich wunderbar mit Emma identifizieren konnte.

5/5 Punkte

Sonntag, 12. Oktober 2014

Rezension ~ Endgame

Titel: Endgame - Die Auserwählten
Originaltitel: Endgame - The Calling
Autor: James Frey
Reihe: Endgame #1
Seiten: 592 Seiten
Verlag: Oetinger
Genre: Jugendbuch, Dystopie



Inhalt:
Zwölf junge Leute, im Alter von dreizehn bis neunzehn, kämpfen um den Sieg beim Endgame. Nur einer kann Gewinnen und sichert somit sich und seinem Geschlecht die Zukunft. Die Spieler bereiten sich von Kindesbeinen an auf Endgame vor, doch niemand kann wissen wann Endgame beginnt. Sie lernen Schmerzen auszuhalten, Rätsel zu lösen, sich zu tarnen, zu kämpfen, zu überleben. Jeder von ihnen ist vielseitig begabt, doch wer kann am Ende gewinnen? Der Mutigste? Der Schnellste? Der Klügste? Der Einzelkämpfer oder der Teamplayer?
Bei Endgame handelt es sich um ein interaktives Buch, bei dem der Leser miträtseln und gewinnen kann. Sofern er denn möchte. Das Buch kann auch schlicht und einfach gelesen werden.

Meine Meinung:
Mich hat das Buch vor allem wegen der Marketing-Strategie angesprochen, darin bin ich ehrlich. Das Genre ist nicht so meins, aber der Klappentext klang ganz interessant, sonst hätte ich auch trotz der Faszination um den Hype nicht zugegriffen. Ich finde es ein bisschen schwierig dieses Buch zu rezensieren, da ich weiß das noch viele dieses Buch lesen werden/wollen und ich nicht spoilern möchte, gebe aber mein bestes.

Zuerst sei erwähnt, dass das Buch ab 16 Jahren empfohlen wird, was ich durchaus für angebracht halte. Teilweise finde ich das Buch erschreckend brutal, an ein oder zwei Stellen auch moralisch verwerflich (was natürlich jeder anders beurteilt). In diesem Buch sterben einige Leute, was nicht überraschend kommt und ich bin auch durch viele Thriller abgehärtet. Wenn man aber Leute tötet, einfach weil man es kann, finde ich das irgendwie blöd. Da gibt es sicher auch andere Mittel und Wege Charakter und Fähigkeiten der Jugendlichen darzustellen.

Die Geschichte konnte mich lange Zeit nicht wirklich fesseln, es war zwar nicht langweilig, aber mir fehlte auch das Gefühl unbedingt weiter lesen zu müssen. Mitunter ein Grund war für mich die teilweise enorme Ähnlichkeit zu Tribute von Panem. In beiden Büchern gibt es eine Reihe junger Leute, die ums Überleben kämpfen und nur einer kann gewinnen. Zwar dient das Spektal in den Tributen von Panem nur der Unterhaltung der Bevölkerung und das Spiel ist auf die Arena begrenzt, wohingegen Endgame weltweit stattfindet und nur wenige Leute davon wissen, doch insgesamt so unterschiedlich der Rahmen auch ist, ist das Prinzip des Buches das gleiche. Inklusive Dreiecks Liebesgeschichte, die allerdings ein wenig(!) anders abläuft als zwischen Katniss, Peeta und Gale.

Inhaltlich gefallen haben mir die Unterschiede zwischen den Spielern. Man lernt einige besser kennen als andere, aber dennoch erfährt man über jeden Spieler etwas. Entsprechend seiner Herkunft ist jeder Spieler anders geprägt, was sich auch in der Auffassung von Endgame widerspiegelt. Wer das Endgame "leitet" und was danach kommt, wird von jedem Spieler anders interpretiert. Sarah, eine Figur von der man sehr viel erfährt, bezeichnet die "Leiter" beispielsweise als Himmelsvolk, welche die Erde vor 1000en von Jahren bevölkerten und die Menschen auf eine Probe stellen.

Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich auch die fehlende Übersetzung von Maßeinheiten wie Meilen, Inch und so weiter. An einigen Stellen wird es in Kilometer, km/h ... umgerechnet, aber den meisten Stellen eben nicht. Da fehlt mir dann ein bisschen die Konsequenz. Außerdem waren kleine Stellen ein wenig zu ausführlich, seien es die Kampfszenen, wo ich dann irgendwann nicht mehr wusste wer wo steht und welche Waffen hat, aber auch zum Beispiel die Beschreibung von Jagos Fluchtauto, was aussieht wie ein Schrotthaufen, aber ungefähr 100 Funktionen hat (die alle aufgezählt werden).

Packen konnte mich die Geschichte erst auf den letzten 100 Seiten, wo der Showdown beginnt. Es war sehr temporeich und endlich wurden Fragen aufgeworfen, die das Buch spannend gemacht haben. Anfangs schien alles so klar zu sein, einer wird Endgame gewinnen und dann wird nur sein Geschlecht überleben. Gegen Ende passieren dann aber Dinge, wo man sich fragt ob das alles ist. Ob das die Wahrheit ist. Was hinter dem Himmelsvolk steckt. Das hat mir dann gut gefallen, weil ich die Wahrheit wissen wollte und nicht das Gefühl hatte, alles wichtige sei geklärt.

Die Liebesgeschichte von der ich schon gesprochen habe, passt mir nicht so ganz in den Kram, auch wenn sie recht bald offensichtlich ist. Ich will an dieser Stelle einfach mal keine Namen nennen, auch wenn es mich in den Fingern juckt konkreter zu werden um mein Problem mit der Liebesgeschichte zu schildern. Fakt ist, die Idee dahinter finde ich sehr schön, aber ich hätte mir vor allem anfangs gewünscht, dass sich das Mädchen für einen anderen Jungen entscheidet, als sie es letztendlich tut. Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich schon im zweiten Teil von Endgame die Liebesgeschichte gut finden werde ;)

Das Aussehen des Buches spielt in meiner Bewertung keine Rolle, soll aber hier Erwähnung finden. Ich finde vor allem das Cover klasse, auch wenn ich kein Gold mag. Doch die Buchstaben im Hintergrund sind leicht erhaben, sodass es sich wirklich klasse anfühlt. Im Buch werden die Kapitel durch die Namen der beteiligten Personen und dem Standort eingeleitet, was ich sehr nett gemacht finde. Die Hinweise und Rätsel für diejenigen die miträtseln wollen sind zwar nicht zu übersehen, aber sie stören auch nicht den Lesefluss, falls man daran kein Interesse hat.

Fazit:
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht sehr leicht, da die Spannung fehlte. Erst die letzten hundert Seiten werfen viele Fragen auf, durch die man gar nicht schnell genug umblättern kann. Das Ende hat's auch in der Bewertung rausgerissen. Teilweise war mir die Ähnlichkeit zu den Tributen von Panem zu stark und die Leseempfehlung ab 16 Jahren ist zu beachten. Insgesamt den Hype (noch) nicht wert.

4/5 Punkte

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Aktion ~ 100 Prozent Lesen


Möglicherweise ist es zu dem ein oder anderen schon durchgedrungen. Es ist Frankfurter Buchmesse. Ich werde nicht dort sein, obwohl es mich als Neu-Blogger schon interessieren würde... aber vielleicht im nächsten Jahr, dann, wenn ich richtig in der Welt der Blogger angekommen bin. Da ich in den nächsten Tagen sehr viel Zeit habe (die Uni hat zwar angefangen, aber das ist wohl noch nicht zu den Profs durchgedrungen), möchte ich an der Aktion von Skyline of Books und Traum Lilie von Die Traumwelt der Bücher teilnehmen.



Wer?
Skyline of Books und Traum Lilie von Die Traumwelt der Bücher.

Wann?
08. Oktober 2014 - 12.Oktober 2014

Was?
"Eine Lesewoche zum Spaß haben, Frust loswerden über den Nicht vorhandenen Messebesuch, neue Leute kennen lernen, vor allem Lesen und vielleicht zwischendurch mal online kommen! :)" (von den Veranstaltern geklaut ;))

Kann man auch später noch einsteigen?
Immer gern.

Meine Updates:
08.10.2014
Aufgabe 1
Stellt uns Eure aktuelle Lektüre und Euren Lieblings-Leseplatz vor. Gerne auch mit Foto (dies ist allerdings freiwillig). Warum ist genau dieser Leseplatz euer Liebling? Was habt ihr noch für die kommenden Tage geplant? Stellt uns doch eure Bücher vor (zeigt sie uns vielleicht auf einem Foto) und begründet, warum ihr genau diese Bücher lesen wollt!
Heute habe ich mit Endgame begonnen. Wieso und warum das Buch eine echte Besonderheit für mich ist, könnt ihr in meinem Gemeinsam Lesen Post von heute morgen nachlesen. Ich möchte mich jetzt nicht unnötig wiederholen ;)
Bisher ist es zwar gut, aber den Hype definitiv nicht wert. Die Tribute von Panem lassen grüßen.






Danach möchte ich mich Saeculum widmen, da es auf mein Monatsbuch für Oktober ist. Bei lovelybooks gibt es einen netten monatlichen Thread in dem man bis zu zehn SUB Bücher vorstellen kann und die anderen stimmen dann darüber ab, welches Buch man im nächsten Monat lesen soll/kann/darf/muss. Eine echte Bereicherung für mich. Ich bin gespannt wie es mir gefallen hat. Erebos fand ich ganz gut, aber auch vom Thema interessanter. Mittelalter ist eigentlich nicht so mein Fall. Mal abwarten ;)




Falls ich es schaffen sollte (was nicht sicher ist, da sowohl Saeculum als auch Endgame recht dick sind), werde ich eventuell mit Someone like you beginnen. Scheint traurig sein, was mich immer vom Lesen abhält. Es ist mir von einer lieben Bloggerin empfohlen worden und dann möchte ich der Empfehlung schon gern zeitnah nachgehen ;)






Zwei Fotos meiner Lieblingsleseplätze werde ich euch zeigen, einige kennen sie vielleicht auch schon :P Die Fotos der Bücher schenke ich mir, da Saeculum und Someone like you Ebooks sind.

Hier sitze ich gern unter dem Semester, wenn ich eigentlich für die Uni lernen müsste, aber lieber in Unterhaltungsliteratur schmöker.









                                                  Wenn ich dann meine Prüfungen abgeschlossen habe, wohne ich von morgens bis abends hier und bin dort auch nur schwer zu vertreiben. Es sei denn, dieses blöde Ding kracht einfach zusammen, weil eine Schraube angerostet ist :/




Zwischenfrage:
Kennt ihr das auch? Bücher, die euch einfach "egal" sind bzw. die nichts bei euch auslösen (keine Gefühle, Spannung oder ein Ich-muss-wissen-wie-es-weiter-geht-Drang). Und wenn ja, was macht ihr dann? Brecht ihr das Buch ab oder legt ihr es erstmal beiseite? Wie bewertet ihr solche Bücher und wie geht ihr in der Rezension damit um (falls ihr denn dazu überhaupt eine schreibt)?
Ja, das kenn ich sehr gut. Gerade erst bei der letzten Lektüre gehabt. Dienstag habe ich die letzte gelesen und danach den Gedanken gehabt: "Ja. Und jetzt?" Hab ich wirklich selten und irgendwie ist das doch auch ein komisches Phänomen, oder? Manche Bücher sind lustig, traurig, romantisch, spannend oder was auch immer. Die kann man gut finden, oder die kann man blöd finden. Das heißt, entweder leidet man mit den Protagonisten, fiebert mit, hofft, bangt oder im anderen Fall regt man sich einfach auf. Ein Buch, bei dem weder das eine noch das andere passiert, finde ich fast gruselig. Ich hate kurz den Gedanken ein solches Buch mit einer Möbelaufbauanleitung (wie ist die korrekte Bezeichnung?) zu vergleichen, aber selbst wenn man einen Ikea-Schrank nach Anleitung aufbaut, ruft das mehr Emotionen hervor, als das letzte Buch das ich gelesen habe. Traurig, traurig.
Abbrechen ist bei mir aber nicht drin, ich hab glaube ich erst ein oder zwei Bücher abgebrochen. Dazu bin ich irgendwie nicht gemacht. Mögen einige vielleicht blöd finden, von wegen vertane Lesezeit usw. aber irgendwie... kann ich einfach nicht abbrechen. Bewertet werden solche Bücher eher schlecht, weil ein Buch doch unterhalten soll, Emotionen hervorrufen soll. Wichtig finde ich aber, ehrlich zu sein und den Versuch zu unternehmen das Gefühl oder eben das Nicht vorhanden sein jeglicher Gefühle zu erklären. Ein "Hat mich nicht berührt" hilft den Lesern der Rezension nicht weiter, denn die Frage ist: Warum hat es mich nicht berührt? Weil das Buch einfach keine Emotionen der Protas rüberbringt und sie so wie Puppe wirken? Dann schreckt das vielleicht andere Leser ab, weil sie das Buch auch nicht gut finden könnten. Oder hat es in mir keine Emotionen hervorgerufen, weil ich beispielsweise das Schicksal der Protagonisten nicht als traurig genug empfunden habe? Dann kann das Buch ja für andere Leser voller Emotionen stecken.

Ehm ja.... Kein Kommentar zur Ausführlichkeit der Antwort :D



 9.10.2014 [10.00 Uhr]
Ich habe die Aktion eben bei Janine entdeckt und muss natürlich gleich mitmachen. Den Post werde ich anfangen vorzubereiten, dann aber um 10.23 den Bus in die Stadt nehmen. Die Sonne scheint so schön und ich werde mich in den Rosengarten verkrümeln, vielleicht zum letzen Mal in diesem Jahr. Ein Bild davon seht ihr unter Aufgabe eins. Heute morgen war ich bei Seite 101 im Endgame.

[13.40 Uhr]
Bin schon so eine Stunde aus dem Rosengarten zurück und habe den Rest des Posts vorbereitet. Momentan bin ich auf Seite 209. Später muss ich dann doch mal in der Uni antanzen (für internationale und europäische Politik), wahrscheinlich werde ich aber vorher keine Seite mehr lesen können. Das nächste Update erscheint dann voraussichtlich heute Abend gegen acht. :) Fast hätte ich jetzt Aufgabe zwei für heute vergessen. Ich schreib sie euch erstmal hin, die Beantwortung mache ich lieber in Ruhe und bei gutem Licht, ich sitze nämlich gerade auf dem Balkon und da kann ich schlecht arbeiten :D

Aufgabe 2:
Interviewt euren aktuellen Protagonisten. Ihr seid der Reporter (oder eine andere Buchfigur oder wer immer euch sonst einfällt, eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt) und stellt eurem Protagonisten verschiedene Fragen!
[oder:]Stellt Euren aktuellen Protagonisten kurz vor. Wie sieht er aus, was sind seine Eigenschaften, wie ist er so vom Charakter, mit wem ist er unterwegs, wie sind seine Beziehungen zu anderen Figuren usw.

Auf das Interview hätte ich richtig Lust, fühle mich aber dazu heute nicht in der Lage. Vielleicht morgen oder mit meinem nächsten Buch. Bei Endgame ist das auch wirklich eine schwierige Aufgabe. So viele unterschiedliche Charaktere.
Deshalb stelle ich einfach mal kurz meinen Lieblingscharakter Sarah Alopay vor. Sie ist 17, kommt aus Nebraska in den USA und in vielen Dingen begabt. Vor allem ist sie eine hervorragende Jägerin und kann unglaublich gut mit Pfeil und Bogen umgehen (kommt euch das bekannt vor?). Gerade hat sie ihren High School Abschluss gemacht, sie ist Homecoming Queen, Jahrgangsbeste. Ihren Freund würde ich gern klonen und aus dem Buch holen, den hätte ich auch gern. Leider ist er unsterblich in Sarah verliebt. Ihr Aussehen ist eventuell mal beschrieben worden, aber bei zwölf Spielern kann ich mir das nicht so merken. ;) Sie stammt aus dem 233. Geschlecht und ist Cahokianerin, ob das noch von besonderer Bedeutung sein wird, wird sich zeigen. Für mich ist sie jedenfalls eine heiße Anwärterin auf den Siegertitel, aber vielleicht möchte der Autor sie uns sympathisch machen und dann stirbt sie. Gestorben wird in dem Buch sehr viel....

[18.23 Uhr]

Nach einer recht interessanten Vorlesung über die internationale und europäische Politik, muss ich mich schon wieder ausruhen (heute ist Donnerstag und ich hatte erst zwei Veranstaltungen - da stimmt doch was nicht^^) und entspanne mit Endgame. Und ihr so? Entspannt ihr auch gerade?


[22.05 Uhr]
Viel mit entspannen und Endgame war nicht. Wie das immer so ist, man telefoniert mit der Familie, wird mit Whats App Nachrichten bombadiert und so weiter... Da sich auch langsam eine leichte Migräne anbahnt, die mich hoffentlich verschonen wird, gehe ich jetzt ins Bettchen. Schreibe eh nur noch Blödsinn. Morgen kann ich hoffentlich mehr lesen, mehr Kommentare schreiben, mehr Fragen beantworten. Aber noch mein aktueller Stand für euch: Ich bin auf Seite 247 und habe damit 136 Seiten gelesen. Ist ausbaufähig. (Dafür habe ich das lovelybooks Widget installiert, jippieh!) Gute Nacht euch :)


10.10.2014 [14.00 Uhr]
Die Uni ist für heute auch vorbei, oder doch eher die erste Klasse? Hatte heute ein Seminar zur Zuwanderung nach Deutschland, Namensschild basteln inklusive...
Die Kopfschmerzen plagen mich leider immer noch oder schon wieder, ich hoffe, sie halten sich mit viel Wasser und Tee in Grenzen.
Mein Plan für heute: die ganzen Mails und Blogbeiträge anschauen, beantworten, kommentieren usw. Endgame lesen (wenn möglich sogar beenden) und die Fragen von Skyline und Traumlilie beantworten ;) Wie viele Seiten habt ihr euch für heute vorgenommen?

Es stehen noch ein paar Zwischenfragen aus, die ich noch nicht beantwortet habe. Das werde ich mal nachholen:
Welches Genre ist Eurer Liebling? Was lest Ihr am meisten und was genau gefällt Euch daran, dass Ihr es bevorzugt?
Schon immer war mein Lieblings-Genre Krimi&Thriller. Angefangen hat es mit dem Tiger-Team (kennt das von euch noch jemand?), dann TKKG (ich habe fast alle PC-Spiele durch und in der Zeit als ich die Bücher gelesen habe, gab es ungefähr 120, davon habe ich mehr als 100 gelesen), Knickerbocker-Bande und wie sie alle heißen. Da meine Mutter und meine Tante ebenfalls sehr gern Krimis lesen, wurden es dann auch ziemlich schnell Bücher für Erwachsene, Jeffery Deaver zum Beispiel oder auch später Karen Rose (da kommt Sex drin vor, dass darf man ja gar nicht so früh lesen^^). Irgendwann folgte dann das Querbeet-Lesen, wobei ich fast alles verschlinge, außer historischem, Sci-Fi und Horror, sowie Fantasy (mit den berühmten Ausnahmen). Momentan bin ich schon länger auf dem Liebesroman-Trip, keine Ahnung wieso. Vielleicht weil ich manchmal selbst gern perfekt wäre, mit einem perfekten Mann, einer perfekten Beziehung und nicht zu vergessem dem super total perfekten Kind ;)

Kauft Ihr andere Bücher, wo Ihr doch eigentlich eine Trilogie/Reihe vervollständigen wollt? Drängen sich immer andere davor oder bleibt Ihr da hart und kauft wirklich erst die folge Bände?
Eigentlich nicht. Das heißt, ich kaufe/lasse mir schenken/leihe/lese schon andere Bücher, aber ohne den Zusatz "obwohl ich eine Reihe beenden wollte". Ich bin nicht so der Reihen Leser, außer sehr wenigen. Die Maya und Domenico Reihe zum Beispiel kann ich gar nicht beenden, da sie leider leider leider immer noch fortgesetzt wird und außerdem ist jedes Buch für sich genommen schön bis sehr schön, aber zusammen ist die Reihe viel viel zu lang. Deshalb pausiere ich lange zwischen den Büchern. Sonst lese ich hauptsächlich Krimi-Reihen, die man wie ich finde gar nicht vervollständigen muss, da es ja selten Details gibt die man vergessen kann. Wenn ich Harry Potter lese, will ich natürlich wissen ob er den Kamof gegen Voldemort gewinnt, aber wenn ich einen Krimi lese, ist er in der Regel nach dem Buch abgeschlossen und im nächsten gibt es dann einen neuen Fall für den Ermittler.

Stellt Euch vor, Ihr dürft das Buch, welches Ihr gerade lest, verfilmen. Wo würde es spielen? Wie würdet Ihr die Rollen besetzen? Welche Hintergrundmusik würdet ihr wählen? Würdet ihr Szenen raus kürzen? Welche Atmosphäre sollte der Film bekommen?
Bonusaufgabe: Gestaltet uns ein kleines Filmplakat. Dabei dürft Ihr Eurer Kreativität freien Lauf lassen und zeichnen, gestalten was das Zeug hält. Natürlich darf auch mit Gimp oder anderen Fotoprogrammen gearbeitet werden. (Gerne dürft ihr euer geplantes Filmplakat auch nur beschreiben! Wie ist es aufgebaut? Wie sieht es aus? Welche Farben würdet ihr nutzen?)


Die Aufgaben sind so genial kreativ. Echt klasse. Momentan (!) würde ich mein Buch noch nicht verfilmen. Es hat mir einfach zu viel Ähnlichkeit mit den Tributen von Panem. Ja, ich weiß, ich wiederhole mich. Das beste ist aber: Das Buch wird verfilmt werden und zwar kommt er irgendwann 2016 raus. Wann genau weiß ich gerade nicht. Ich hoffe, dass der Film wie das Buch tatsächlich weltweit spielt und am besten auch gedreht wird. Ist zwar teuer, aber auch viel authentischer wenn man echte Pyramiden und chinesische Pagoden hat, als nachgebaute. Besetzung?! Mh... vielleicht kann man einfach Jennifer Lawrence und Konsorten wieder verwenden?! Die müssen dann auch nicht mehr so viel üben ...

Es gibt ja nun schon einige Bücher, die verfilmt wurden. Welche Verfilmung hat Euch denn am besten gefallen und warum? Welche war Eurer Meinung nicht so gelungen und aus welchen Gründen? Was hättet Ihr besser gemacht? 
Ich finde die Harry Potter Bücher sehr gut verfilmt, was bei mir aber eher daran liegt, dass ich schon einige Filme kannte, bevor ich die Bücher gelesen habe. Ich hatte also Daniel, Rupert, Emma und Co schon im Kopf. Gelungen finde ich ebenfalls die Verfilmung der Millenium-Trilogie. Es gibt zwar zwischen Buch und Film deutliche Unterschiede, aber ich finde Noomie Rapace ist die perfekte Besetzung für Lisbeth Salander. Ach ja, ich spreche von der schwedischen Original-Verfilmung und nicht der Nicolas-Cage-Kopie ;) Die Tribute von Panem, bzw. den ersten Teil, finde ich auch nicht schlecht, da Katniss gut besetzt ist. Peeta hab ich mir hingegen... hübscher vorgestellt.
Eine schlechte Verfilmung... mh.... ich fand den ersten Twilight Film grottig. Aber ich kenne die Bücher nicht, also kann ich schlecht einen Vergleich ziehen. Spontan fällt mir da ehrlich gesagt nichts ein, ich kenne aber auch nicht allzuviele Buchverfilmungen (wo ich auch das Buch gelesen habe).
Gespannt bin ich auf "Die Vermessung der Welt", wovon ich mir die DVD bestellt habe. Das Buch war nur mittelmäßig, mal sehen wie der Film ist.
Ach, da fällt mir noch was ein: Der Medicus. Das Buch kenne ich mal wieder leider nicht, aber der Film ist großartig. Ich war erst skeptisch wegen dem historischen und so, aber er ist wirklich wirklich klasse. Tolle Schauspieler, spannende Geschichte, super Bilder und überhaupt.
Ähnliches gilt für ... jetzt hab ich doch glatt den Titel vergessen. Hier... das Sparks Buch ( er hat ja auch nicht so viele geschrieben :D)... Stille... Dings... Licht... Safe Haven! Genau, Safe Haven - wie ein Licht in der Nacht. ♥ Die Gegend... *schwärm* Und dann noch... nein, das reicht jetzt.

Lest ihr gerne Autoren Interviews? Welche Fragen interessieren euch dabei am meisten? 
Ich lese sehr wenig Autoren-Interviews, wenn dann mal von meinen Lieblings-Autoren. Meistens finde ich das aber langweilig, da werden doch eh immer dieselben Fragen gestellt. Einmal habe ich ein Recht interessantes Interview mit Karen Rose gelesen. Da hat man sie zum Beispiel gefragt, ob es ihr schwerer fällt den ersten oder den letzten Satz zu schreiben. Die Frage finde ich klasse und seitdem stelle ich sie selbst sehr gern in Leserunden.

Fragen sind alle beantwortet, ein bisschen gelesen habe ich auch schon. Jetzt schaue ich mir die Beiträge der anderen Daheim gebliebenen an und werde fleißig Kommentare hinterlassen :) 

[17.15 Uhr]
Ich will nicht, ich will nicht, ich will nicht. Möglicherweise entsteht da gerade eine zarte Liebe zwischen Sarah und... nennen wir ihn X, ich weiß nicht in wie weit der Name gespoilert wäre. Ich will aber nicht. Sarah hat so einen wundertollen Freund :(  

[18.20 Uhr]
Dieser Tag ist gelaufen. Meine Kopfschmerzen halten sich hartnäckig und ich hab gerade eben erfahren, dass eine gute Freundin wohin fährt? Ratet mal... Richtig! Zur Buchmesse. Alles blöd heute.
Immerhin habe ich die Erkenntnis erlangt, dass ein Positionswechsel etwas bewirken kann. Hab mich mal verkehrt herum ins Bett gelegt und siehe da, Endgame liest sich viel besser.

[22.04 Uhr]
Mit lesen war heute nicht so viel, der Grund ist ja bekannt, hab mich genug darüber beklagt ;) Den Abend habe ich also mit Serien-Schauen verbracht, denn anders als andere Menschen bin ich bei migräneartigen Kopfschmerzen nicht Geräusch empfindlich. Zum Glück! Es ist eher so, dass mich leises Geplapper, sei es Hörbuch oder der Fernseher, entspannt oder ruhiger werden lässt, was meinem Kopf zu gute kommt. Klingt irgendwie unlogisch, oder? Mittlerweile habe ich aber auch eine Tablette genommen *seufz*, weil es nicht mehr auszuhalten war, jetzt fühle ich mich fit genug die letzte Frage für heute zu beantworten. Eine sehr schöne, wie ich finde.

Was denkt ihr, ist jeder Buchblogger bzw. jeder Mensch, der viel und gerne liest, auf irgendeine Weise buchsüchtig? (Symptome für Buchsucht: übermäßiger Buchverzehr, viele ungelesene Bücher, ständig kommen neue hinzu, weil man einfach neue kaufen MUSS) Kann man das behandeln?
Seid ihr auch "buchsüchtig"? Und wie steht euer Umfeld (Freunde, Familie) dazu?

Ich bin etwas vorsichtig mit dem Wort "süchtig". Denn Sucht ist eine Form von Krankheit und wenn tatsächlich alle oder viele Buchblogger süchtig wären, dann würden die klinischen Einrichtungen überlaufen, weil wir uns behandeln lassen müssten. Deshalb wäre die Antwort auf Frage eins schonmal nein, weil der Begriff nicht passend ist ;)
Ob man das (was auch immer das ist) behandeln kann? Ich weiß nicht, lautet die Frage nicht eher, ob man es behandeln muss? Wenn man Alkohol- oder Drogensüchtig ist, dann schadet man seinem Körper, dann schadet man indirekt auch seinem Umfeld. Aber schadet man sich selbst bzw. seinem Körper, wenn man zu viel liest? Eher nicht, es sei denn, man verliert jegliche sozialen Kontakte. Daher: Nein, ich denke man muss "Buchsucht" nur dann behandeln, wenn es Überhand nimmt (was es ja auch geben soll) und dann kann man das auch therapieren, wie andere Süchte auch.
Nein, ich bin nicht buchsüchtig, wenn ich müsste, könnte ich auch ohne Buch leben. Ich glaube, ich hätte keine Entzugserscheinungen. Dennoch wäre es ein furchtbares und graues Leben.
Mein Umfeld sieht sich immer wieder erstaunt in meinem Zimmer um :D Bittet mich um Empfehlungen oder leiht sich bei mir Bücher. Schenkt mir Bücher, leiht mir Bücher, spricht mit mir über Bücher. Unterstützt mich in meinen Wünschen nach einer Buchbank und einem Bibliothekszimmer.
Man merkt ein bisschen, dass ich eine Tablette genommen habe, oder? Die macht mich so philosophisch :D Und nein, es waren keine Drogen, nur Iboprufen ;)

Gelesen habe ich heute 103 Seiten. Hoffentlich kann ich Endgame dann morgen beenden.

[11.10.2014 11.48 Uhr]
Ich habe Endgame beendet. Jippieh. Es war zum Ende hin wirklich noch spannend, womit ich fast nicht mehr gerechnet habe. Die Parallelen zu Tribute von Panem verlieren sich auch langsam, dennoch bleibt meiner Meinung nach der Grundtenor gleich. Die Aufgabe für heute habe ich mir auch schon angeschaut und sie ist richtig genial. Meine Antwort dazu kommt später. Jetzt muss ich erstmal frühstücken ;) 

[15.40 Uhr]
Aufgabe 4
Heute geht es darum, dass ihr euch euer Wunschleben bastelt! Dazu sucht ihr euch einfach aus verschiedenen Büchern bestimmte Figuren, Plätze, Welten etc. aus und beschreibt, wie ihr euch euer Leben wünschen würdet, wenn die Welten/Ideen der Bücher real und nicht nur erdacht wären. 
Ich finde die Aufgabe so genial *schwärm*. Wohnen würde ich in Maine (Safe Haven - Nicholas Sparks), weil ich die Bilder in dem Film (ja, ich weiß kein Buch, aber es basiert ja darauf) so unglaublich toll finde. Es wirkt immer so, als könnte es da nie schlechtes Wetter geben und es ist so Grün und da ist Wasser und es ist nicht so groß und es ist familiär und die Häuser und... überhaupt!
Mit wem ich zusammenleben ist eine etwas schwierige Frage. Wobei, da es mein Wunschleben ist... ach ich weiß nicht, hauptsache er ist reich, gut aussehend und nervt nicht :D Nein, im Ernst, ich würde gern mit einem netten Mann zusammenleben, der gut aussieht, aber ... "normal" ist. Sprich bodenständig ist, nicht dauernd Party machen und saufen muss und... okay, egal was ich alles aufzähle, es wird auf Jase Garrett hinauslaufen (Mein Sommer nebenan - Huntley Fitzpatrick). Da ich mir aber ihn und seine Familie inklusive Samantha als Nachbarn wünsche, werde ich wohl allein leben ;) Auf der anderen Seite würde Stevie Mazetti zusammen mit ihrer Tochter Cordelia und ihrem Freund Clay wohnen (Watch your back - Karen Rose), dann wäre es auch sicher in unserer Straße ;) Weitere  Nachbarn wären ... und .... nicht zu vergessen.... ach und auf jeden Fall .... Alles klar? Einen Steinwurf weit entfernt würde Hogwarts liegen, aber da es natürlich unsichtbar für alle Muggel usw ist, würde ich es nicht wissen. So ein Mist aber auch. Aber es wäre da!
Befreundet wäre ich mit Emma (Nie genug - Melanie Hinz), weil ich sie so gut verstehen kann und direkt einen Zugang zu ihr hatte. Auch mit Jamie wäre ich gern befreundet (Loving Silver - M.S. Kelts), allerdings könnte ich in seiner Gegenwart wohl keinen klaren Gedanken fassen (warum ist er schwul? Frechheit!). Es gäbe noch viele weitere die ich gern kennen lernen und vielleicht auch mögen würde. Wer davon dann aber tatsächlich mein Freund werden könnte... Keine Ahnung.
Feinde find ich doof, aber nicht so gut aus käme ich wohl mit Maike (Goldstück - Anne Hertz), weil sie mir zu weinerlich ist und viel zu viel Selbstmitleid hat. Außerdem hat sie zwar einiges durchgemacht, aber in gewissen Dingen ist das Leben -sorry- zu gut zu ihr.
Als "Haustier" würde ich mir Xemerius (Edelstein-Trilogie - Kerstin Gier) halten :D Allerdings müsste er noch ein bisschen erzogen werden. Eine besondere Aufgabe hätten wir nicht, genauso wenig wie es besondere Wesen/Fähigkeiten oder sonst etwas "irreales" geben würde. Muss es denn immer besonders sein? In gewisser Weise hat ein ruhiges Leben in einer Kleinstadt mit vielen tollen Menschen doch auch seinen Reiz. Wenn man Action will, liest man ein Buch oder geht ins Kino ;)
Mein Haus stünde immer offen für Freunde und Familie, das ist mir sehr wichtig. Ich hätte einen großen Garten, mit Obstbäumen, einer Schaukel, einer Hollywoodschaukel und alle Kinder könnten zu mir kommen und im Garten Fußball spielen oder zelten. Einer meiner Nachbarn könnte hoffentlich auf dem großen Steingrill grillen (Jase kann alles!) und ... Mist, wichtigen Punkt vergessen... Egal. Wie es im Haus aussieht weiß ich gar nicht so, vielleicht so schwedisches Landhaus? Ich steh eigentlich nicht so auf weiß, aber alles aus Holz und so.... *schwärm* Nur von einem Raum habe ich eine klare Vorstellung: Der Bibliothek. Sie ist nicht groß, aber super gemütlich und voll bestückt. Von A wie Anleitung bis Z wie Zeitung, von Dichtern bis zu Denkern, von Heftchen bis zu Wälzern, von Russland bis Amerika, es wäre alles vertreten. Ihr seid herzlich eingeladen euch meine Schätzen anzuschauen und auszuleihen ;)

Noch Fragen zu meinem Wunschleben? :)

[18.12 Uhr]
Nachdem die Rezension von Endgame geschrieben und ein Teil der Hausarbeit erledigt ist, widme ich mich jetzt Seaculum. Wie schon erwähnt bin ich noch etwas skeptisch, aber gleichzeitig interessiert mich natürlich auch wie es mir gefallen wird.
Übrigens kommt heute um Mitternach auf RTL Phonophobia, das Live-Hörspiel der ???. Ich habe schon öfter gehört, dass es wirklich gut sein soll, konnte mir aber bislang nicht recht vorstellen wie das ganze abläuft. Wenn ich nicht vorher einschlafe, möchte ich daher unbedingt die Gelegenheit nutzen und mal reinschauen. Vielleicht ist das euch etwas für euch?

Wie öffnet ihr die Folien von den Büchern? Mit einer Schere? Mit den Händen? Habt ihr spezielle Tipps und Tricks? 
Und wie sehr achtet ihr eigentlich auch die äußere Unversehrtheit eurer Bücher? (Also ist es euch wichtig, dass sie heile sind, keine Dellen, Kratzer, Leserillen etc. haben? Oder achtet ihr da nicht so sehr drauf?)
Ich kaufe ja selten aktuelle Bücher, daher sind die meisten auch nicht eingeschweist. Wenn aber doch mal eins dabei ist, wie zuletzt Endgame (wieviele von euch denken schon, ich werde vom Verlag bezahlt, dass ich das Buch so oft erwähne? ;)), dann öffne ich das Buch meistens mit den Finger. An einer Ecke ziehen bis man den Daumennagel reinboren kann und fertig. Eine Schere ist mir zu billig und meine Zähne zu heilig.
Das Aussehen von Büchern ist so eine Sache... grundsätzlich es mir egal wie die Bücher aussehen, hauptsache man kann sie lesen ;) Wenn sie total wasser-wellig sind oder irgendwie schmantig, weil in den Suppentopf gefallen oder so, find ich das auch fies. Mal ne verknickte Seite oder so finde ich aber nicht so schlimm. Wenn das Buch gebraucht ist. Für mich persönlich sind Bücher eine Art Gebrauchsgegenstand und ich mag es, wenn man bei einem Blick in mein Bücherregal sieht: Mensch, die Verrückte hat alle Bücher gelesen die da stehen.
Meine Bücher sind jetzt nicht zerfleddert oder so, aber eben sichtbar gelesen. Bei Büchern die mir nicht gehören (was selten vorkommt), achte ich aber natürlich drauf das da gar nichts passiert.

Ein ganz spezielles Thema sind ja Leserillen. Hiermit rufe ich euch alle dazu auf, mir eine Anleitung zum Leserillenfreien Lesen zu schreiben, gern auch mit Bildchen, gemalt oder geschossen. Ich verstehe einfach nicht, wie man ein Buch bequem (!) lesen kann, ohne das des Ding ne Rille bekommt. Wenn ich das schon höre, dann stelle ich mir Menschen vor, die ihr Buch nur minimal auseinander klappen und mit der Nase drin stecken. Total unbequem. Da hab ich lieber Leserillen. So!

[12.10.2014 09.01 Uhr]
Mit dem Lesen hat es gestern nicht mehr so richtig geklappt, ich habe 11% von Saeculum geschafft. Nicht gerade viel, es sind bloß zwei oder drei Kapitel. In Phonophobia habe ich auch mal reingeschaut, es war ganz nett, aber ich bin so müde geworden, dass ich dann den Fernseher ausgeschaltet habe. Danach konnte ich dann natürlich nicht schlafen :/

[13.28]
Mit Bastian, dem Saeculum Hauptprotagonisten lässt sich viel besser ein Interview führen, als mit einem Endgame-Spieler. Deshalb hier noch ein Teil der zweiten Aufgabe ;) Es ist nicht so unterhaltsam wie das Interview von Misty (unbedingt lesen!), aber ich bin froh, dass ich noch schreiben kann. :)


Julia: Hallo Bastian, schön das du in deiner Freistunde Zeit gefunden hast. Du studierst ja Medizin und steckst sicher auch mitten in den Prüfungsvorbereitungen. Wie kommst du voran? 
Bastian: Oh, eigentlich ganz gut, Danke. Mittlerweile gehe ich das Lehrbuch schon zum zweiten Mal durch und... ehm... ja (verlegenes Lachen). 
Julia: Fleißig, fleißig. Da kann sich der ein oder andere Kommilitone sicher etwas bei dir abschauen. Nun, für unsere Reihe "Dem Informationsoverload entgehen - Wie man an den langen Wochenenden nicht nur hinter Büchern verschwindet" suchen wir Studierende, die nicht jedes Feiertagswochenende zum Lernen nutzen, sondern auch ein bisschen abschalten um den Kopf freizubekommen. Erzähl doch mal, was du Pfingsten unternehmen wirst. 
Bastian: Mh ja, also wie soll ich sagen... Ich werde auf eine Convention gehen. Also eine Mittelalter Convention. Meine Freundin hat mich dazu eingeladen. 
Julia: Kannst du genauer erklären was eine Convention überhaupt ist und was ihr da so macht? 
Bastian: Ehrlich gesagt, so genau weiß ich das auch nicht. Ich habe noch nie bei so etwas mitgemacht, aber mh... also wir werden irgendwohin fahren, wo wir ungestört sind. Eine Lichtung mitten im Wald, keine Ahnung wo genau, das erfahren wir erst am Bahnhof. Ja und alles was es im 14.Jahrhundert noch nicht gab ist verboten. Also keine Handys und Luftmatratzen und so weiter. Wir verkleiden uns wie im Mittelalter, äh ich meine, wir äh legen ein Gewand an und ja, dann leben wir das Wochenende im Wald und spielen. Ach und jeder Spieler sucht sich eine Figur aus, also einen Namen und einen Beruf und so. 
Julia: Das klingt nach einer spannenden Erfahrung. Kannst du dir das überhaupt vorstellen, ohne Handy und Internet und all den modernen Luxus zu sein? 
Bastian: Mh, ich weiß nicht. Es ist sicher komisch am Anfang, aber ich hoffe, endlich mal den Kopf freizubekommen. Ich denke nur noch an die Knochen im Körper eines Menschen, an den Blutkreislauf und die unzähligen bekannten Arten von Kopfschmerzen. Das ist echt schlimm. Vielleicht tut es da mal gut ein Wochenende ganz anders zu leben. 
Julia: Da könntest du Recht haben. Was wirst du am meisten vermissen? 
Bastian: Das weiß ich noch nicht. Frag mich das nach Pfingsten noch mal. 
Julia: Ich komme darauf zurück, ich finde das wirklich faszinierend. Du hast gesagt, jeder denkt sich eine Figur aus. In welche Rolle wirst du schlüpfen? 
Bastian: Ich werde Tomen sein, ein Heiler. Auf der Suche nach medizinischem Wissen. 
Julia: Na das passt ja zu dir. Wie viele Spieler werdet ihr auf der Convention sein? 
Bastian: Das weiß ich nicht so genau. Vielleicht 15 denke ich.  
Julia: Bastian, ich danke Dir für diese spannenden Einblicke in dein Pfingstwochenende. Viel Spaß wünsche ich dir und bring uns nicht die Pest mit in die Neuzeit. Wenn du zurück bist, machen wir auf jeden Fall ein weiteres Interview. 

 [17.27 Uhr]
Traumlilie und ich haben uns gefragt, was denn wäre, wenn wir uns in unserem aktuellen Buch wiederfinden würden.
Ihr könnt auch gerne jederzeit eigene "Was wäre, wenn"-Fragen stellen und diese in euren Blogbeiträgen, bei uns in den Kommentaren, bei Facebook oder im WLD Thread posten! Wenn euch was verrücktes, lustiges, gruseliges etc. einfällt, immer nur raus mit den Fragen! Wir sind gespannt! ;) 


Was wäre, wenn ich es mal endlich schaffe eine einheitliche Schrift für den Blog zu verwenden? Ich wäre glücklich. 

Wenn ich mich plötzlich in meinem Buch wiederfinden würde, dann wäre ich jetzt in einem großen Wald irgendwo in Österreich (liebe Grüße an Janine:)). An dieser Stelle bin ich gedanklich tatsächlich in meinem Buch und wechsel daher mal die Zeit: In diesem Teil des Waldes ist seit Jahren oder Jahrzehnten niemand mehr gewesen. Die Natur ist vollkommen unberührt, was man an den vielen Insekten spürt, die sich über Menschenblut total um nicht zu sagen tierisch freuen. Ich wäre mit ungefähr 15 anderen Menschen unterwegs, alle gekleidet in mittelalterlichen Gewänden. Jegliche Gegenstände die es vor dem 14 Jahrhundert nicht gab, haben wir bei den drei Organisatoren zurück gelassen, auch unser Hochdeutsch (außer mir, dass hab ich mitgeschmuggelt um verständlich berichten zu können). Das heißt, dass ich auch meine Brille zurück gelassen habe und dementsprechend so ungefähr gar nichts sehe. 
Quelle: http://www.brillen-sehhilfen.de/optik/image/dioptrie-werte.jpg
Hier mal ein Bild wie man mit -3 bzw. +3 Dioptrie sieht. Ich bin kurzsichtig und habe auf beiden Augen ungefähr glaub ich so -4, sehe also noch schlechter. Nur damit ihr euch das vorstellen könnte, wie es mir in dem Wald geht...
 




Dieses Gefühl macht mir tatsächlich Angst und gleichzeitig wäre ich furchtbar wütend auf die Organisatoren, dass man da keine Ausnahme machen kann (ist ja echt gefährlich) und würde den verfluchen, der mich in das Buch katapultiert hat. So!
Am liebsten würde ich mich auf einen Baumstumpf hocken, aber wir haben unseren Lagerplatz noch nicht erreicht. Deshalb hoffe ich, dass ich unter den Mitspielern einen mir wohl gesonnen finde (offensichtlich habe ich meine Sprache doch ein wenig verloren), der mich erstens an seinem Arm hängend erträgt und zweitens für mich mitsieht und mir sagt wohin ich treten muss. Oder eben nicht.
Wie ich es dann am Lagerplatzen halten würde... keine Ahnung. Wir wandern noch ;) Also ich. Im Buch jetzt. Ihr wisst schon.
Verlieben würde ich mich eventuell in Bastian, auch wenn ich vermutlich (noch) keine Chancen bei ihm habe. Wäre aber auch irgendwie doof mit der Liebe, ich seh ja nichts. 

Ich würde euch jetzt gern noch einen Roman erzählen, aber dummerweise bin ich noch nicht so weit mit dem Buch. Erst 20% oder so. 
Dennoch habe ich eine Frage an EUCH: Was wäre denn umgekehrt? Was wäre, wenn ein Protagonist aus eurem Buch plötzlich bei euch im Zimmer steht? Oder im Badezimmer? Oder auf dem Fernsehgerät? Oder falls ihr gerade kocht, von mir aus auch im Suppentopf? 
Zugegeben, keine sonderlich einfallsreiche Frage, ich finde sie aber trotzdem spannend.

Für Bastian, einem Hauptcharakter in Saeculum, würde sich wahrscheinlich nicht viel ändern. Er kommt aus Köln, lebt im 21. Jahrhundert... obwohl... momentan würde er in Bayern , Verzeihung in FRANKEN,  landen und das ist mal so dermaßen nicht Köln. Ich spreche da aus Erfahrung! Mir ging es so, als ich hier angefangen habe zu studieren. Ich fühlte mich wie Bastian, geworfen in ein anderes... Universium. Ehm ja, also für Bastian würde sich nicht soooo viel ändern, außer das er wahrscheinlich verwirrt wäre, weil er sieht ja auch nichts. Hat aber bloß Minus Zwei Dioptrie ;) 

Zwischenfrage von Skyline:
Viele rezensieren ja auch bei Amazon oder lesen Rezensionen bei Amazon. Nun gibt es dort ja die "hilfreich/nicht hilfreich" Funktion. Habt ihr die schon mal genutzt? Wurden eure Rezis schon damit bewertet? Was denkt ihr, geht es dabei fair zu oder wird oft einfach nur nach persönlichen Vorlieben gegangen (sprich jemand bewertet eine Rezi schlecht, weil die Rezi das eigene Lieblingsbuch mit wenigen Sternen bewertet)?
Ich rezensiere sehr selten bei Amazon und lese dort genauso selten Rezensionen. Ob meine Rezensionen als hilfreich oder nicht bewertet wurden, kann ich gar nicht sagen, ich wüsste nichtmal wo man das nachschaut. Für mich sind die nicht mal Indikatoren, da eine Rezension mich überzeugen muss oder nicht. Nur weil 100 Leute diese Rezension hilfreich fanden, heißt das nicht, dass das Produkt toll ist oder nicht.
Ich könnte mir vorstellen, dass viele auch den Sinn hinter dieser Funktion nicht verstehen (oder ich verstehe ihn nicht). Eine Rezension ist doch dann hilfreich, wenn sie mich entweder in meiner Kaufabsicht bekräftigt, aber auch dann, wenn sie mich davon abbringt. Mal angenommen ich interessiere mich für ein Buch, aber das Buch wimmelt nur so von Fehlern, was in eine Rezension dargelegt wird, die ich lese. Ich entscheide mich gegen das Buch und müsste dann logischerweise "hilfreich" drücken, weil mir diese Rezension geholfen hat, mein Geld zum Fenster rauszuwerfen. Die Frage die ich mir stelle und das fragst du, Skyline, ja auch im Grunde: Kapieren das die Leute. Oder drückt man kategorisch "hilfreich" wenn jemand fünf Sterne zu seinem Lieblingsbuch vergibt? Da ich das nicht beurteilen kann, ist diese Funktion einfach kein Indikator für mich, sondern die Rezension selbst.


[20.13 Uhr]
Mit Lesen wird es heute nichts mehr, deshalb ein kürzes Fazit. Ich habe Endgame komplett gelesen, was 592 Seiten macht und Saeculum begonnen. Da habe ich schätzungsweise 100 Seiten gelesen. Das wichtigste ist aber: Ich habe viel Spaß gehabt.  Die Aufgaben und Fragen die sich Skyline und Traumlilie haben einfallen lassen, waren unglaublich kreativ und haben mir echt Freude bereitet, da es nicht diese Standardfragen waren. Vielen Dank für die tolle Idee, ich bin im nächsten Jahr gern wieder dabei. Danke auch an die anderen Teilnehmer, die mich besucht und Kommentare hinterlassen haben :) Bin jetzt Tatort schauen...^^ Nein, halt vorher noch schnell die Zwischenfrage von Traumlilie.

Wann habt Ihr Bücher für Euch entdeckt? Welches war Euer erstes Buch? Welches Buch hat Euch besonders geprägt und ist Euch noch bis heute gut in Erinnerung? 
Ich habe immer schon Bücher in der Hand gehabt, selbst als ich noch nicht lesen konnte. Mir wurde immer von allen Verwandten vorgelesen und meine Mutter und meinte Tanten lesen selbst, einige mehr, einige weniger, weshalb besonders auch meine Mutter darauf geachtet hat, dass meine Brüder und lesen/gelesen haben. Freitags ging es immer zur Stadtbücherei und wir konnten uns einen ganzen Korb voll Bücher ausleihen. Es war klasse! Welches mein erstes Buch war weiß ich leider nicht mehr, aber definitiv früh gelesen habe ich folgendes Buch, ich habs auch schon mal bei einem TAG gezeigt:
 

In diesem Buch werden viele verschiedene Kinder vorgestellt, die aus allen Teilen der Welt kommen. Traditionelle Kleidung wird  vorgestellt, wie die Kinder leben und womit sie spielen. Ich habe es oft mit meiner Tante angeschaut und selbst gelesen. 

Dem Grad der Zerfledderung nach zu urteilen, habe ich außerdem viel in einer illustrierten Kinderbibel gelesen. Wenn ich mich richtig erinnere, waren darin ein paar Geschichten von Jesus aufgeschrieben.