Sonntag, 16. Juni 2019

Aktion ~ Gänseblümchen #40

Hallo zusammen, 

es wird endlich mal wieder Zeit für Gänseblümchen.
Entdeckt habe ich die Aktion bei Laberladen. Ursprünglich stammt sie von Hoffnungsschein.

Wer hätte das gedacht, aber aktuell bekommt das Fernsehprogramm ein Gänseblümchen von mir. Momentan laufen sehr viele Buchverfilmungen im TV (was mitunter an den Feiertagen liegen kann), sodass ich meine Liste der zu sehenden Filme etwas abarbeiten kann. Klar, die Werbung nervt. Aber wenn ich mir die DVDs kaufe, feststelle ich finde die Filme doof und sehe sie nie wieder an, ist das auch dämlich. Daher lieber mit Werbung und gegebenenfalls den Film nochmal auf DVD holen. 
Außerdem hatten meine Oma und ich gestern Abend ein echtes Problem. Team Ninja Warrior, Schlag den Star und Kaum zu glauben XXL liefen gleichzeitig. Zum Glück für mich, gibt es die Mediathek. Meine Oma musste wie wild hin und her zappen :D Aber bei Pro 7 sind die Werbepausen ja lang genug. 

Ich habe in der letzten Woche ein paar Termine mit Freunden ausgemacht. Bevor ich umziehe, möchte ich mich nochmal mit allen treffen. Morgen geht es daher Eis essen mit meiner besten Freundin und am Wochenende geht es mit ehemaligen Schulfreunden in den Zoo. 

In der letzten Woche war das Wetter nicht immer so toll. Die Zeit habe ich daher mit Hörbuch vor meinem Puzzle verbracht. Gehört habe ich "Ein Lied für meine Tochter" von Jodi Picoult, was mich sehr begeistert hat. Im Laufe des Tages sollte auch mein neues Audible Guthaben kommen, von dem ich mir dann "Zerbrechlich" holen werde. Ebenfalls ein Roman der Autorin, der schon eine Weile auf meinem SuB Staub ansetzt. Vielleicht schaffe ich so doch noch das Puzzle, bevor ich umziehe. Zuletzt habe ich mich mit Cinderellas Kleid beschäftigt, das nun auch fast fertig ist. Momentan mache ich die Funken aus dem Zauberstab.


Donnerstag, 13. Juni 2019

Hörbuchrezension ~ Ein Lied für meine Tochter - Jodi Picoult

Titel: Ein Lied für meine Tochter 
Originaltitel: Sing you home 
Autorin: Jodi Picoult 
Sprecher*innen: Nicole Engeln, Matthias Koeberlin, Sabina Godec 
Minuten: 424 Minuten (7 h 4 min), gekürzt 
Verlag: Bastei Lübbe 
Genre: Roman, Homosexualität, Religion


Inhalt:
Zoe und Max waren zehn Jahre ein Paar. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ein Kind zu bekommen, führt letztendlich die Totgeburt ihres Sohnes zur Trennung der beiden. Während Max sich der radikalen, christlichen Gemeinde seines Bruders anschließt, geht Zoe eine neue Beziehung ein. Mit Vanessa. Vanessa und Zoe möchten ihre Liebe mit einem Kind krönen, genauer gesagt existieren noch drei eingefrorene Embryonen von Zoe und Max, welche sie Vanessa einpflanzen lassen möchten. Ein Vorhaben, das Max nicht unterstützt. So beginnt ein Gerichtsprozess um die Frage, wessen Eigentum die Embryonen sind und ob Kinder besser in einem traditionellen christlichen Haushalt oder in einer liebevollen lesbischen Beziehung aufgehoben sind.

Meine Meinung:
Die Themenwahl in Jodi Picoults Büchern begeistert mich immer wieder aufs Neue, auch wenn die Umsetzung nicht immer mein Fall ist. Ein Lied für meine Tochter hat jedoch genau meinen Geschmack getroffen.

Thematisch werden viele Dinge angesprochen und ich kann verstehen, dass es manch einem zu viel wird. Es geht einerseits um Religion, denn Max bekennt sich nach einem einschneidenden Erlebnis zu Jesus und wird Mitglied in einer radikalen christlichen Gemeinschaft. Andererseits geht es um Homosexualität, weil Zoe nach ihrer ersten heterosexuellen Ehe eine Beziehung mit einer Frau eingeht. Es geht am Rande auch um die heilende Kraft der Musik, weil der Leser Zoe bei ihrer Arbeit als Musiktherapeutin begleitet. Zum Schluss geht es natürlich auch darum, wem die Embryonen gehören, in welchen Verhältnissen Kinder aufwachsen sollten und um künstliche Befruchtung allgemein. Viele Themen zugegeben, aber da sie alle miteinander verknüpft sind (Max lehnt aus religiösen Gründen Homosexualität ab und möchte folglich die Embryonen nicht seiner Exfrau überlassen), hat mich diese Vielfalt nicht gestört.

Dem Leser werden viele Momente geboten, um über die Aussagen der Protagonisten nachzudenken. Wenn man der Richter wäre, wie würde man den Fall entscheiden? Wem würde man die Embryonen zusprechen? Über diese Frage habe ich während des ganzen Prozesses nachgedacht. Andere Aussagen haben mich wütend gemacht, weil ich bereits von Anfang an eine andere Meinung dazu hatte. Beispielweise dann, wenn Gemeindemitglieder behaupten, homosexuelle Menschen würden erst zu homosexuellen gemacht und niemand käme homosexuelle zur Welt. Ach ja und alle Homosexuellen wurden natürlich früher missbraucht (wenn nicht körperlich, dann zumindest seelisch).

Nicht so gut gefiel mir, dass viele Protagonisten versucht haben Zoe einen Stempel aufzudrücken und dieser immer lesbisch lautete. Das habe ich einfach nicht verstanden. Sie selbst hat gesagt, dass sie früher eben mit Max verheiratet war und jetzt eine Beziehung mit Vanessa führt. Was ich als die beste Aussage empfunden habe. Danach kam aber immer der Zusatz, dass sie dann halt eben lesbisch ist, wenn man sie unbedingt als irgendwas bezeichnen möchte. Ich verstehe nicht, warum man Zoe nicht zum Beispiel als bisexuell bezeichnet hat. Ich hatte das Gefühl, dass das sexuelle Spektrum im Buch nur aus zwei Polen steht: heterosexuell und homosexuell (schwul/lesbisch) und das finde ich doch sehr schade.

Das Buch wird aus den Perspektiven aller drei Hauptcharaktere erzählt. Das gefiel mir gut, allerdings mochte ich die Musik nicht, die die einzelnen Perspektiven voneinander trennt. Einerseits gefiel mir die Musik allgemein nicht und andererseits war sie mir teilweise zu laut, sodass man den Text nicht mehr verstehen konnte. Aber es passt natürlich zu Zoes Arbeit und im Buch gibt es stattdessen eine ausführliche Liedübersicht zum nachhören.

Das Hörbuch ist gekürzt, was vielleicht erklärt, warum sich mir der Titel des Buches nicht erschließt. Davon abgesehen, hatte ich aber keine Probleme mit der gekürzten Fassung. Als der Prozess losgeht, hatte ich etwas Sorge, dass mir diese Inhalte zu kurz kommen könnten, da zu dem Zeitpunkt nur noch zwei Hörstunden übrig waren. Aber im Nachhinein wurde mir der Prozess ausführlich genug behandelt.

Fazit:
Eine meiner neuen Lieblingsgeschichten von Jodi Picoult. Thematisch wie immer spannend, regt es zum Nachdenken über verschiedene Themen an. 


Mittwoch, 12. Juni 2019

Filmkritik ~ Der Vorleser

Titel: Der Vorleser 
Originaltitel: The Reader 
Regie: Stephen Daldry 
Hauptdarsteller: Kate Winslet (Hanna), David Kross (Michael jung), Ralph Fiennes (Michael alt) 
Jahr: 2008 
Spieldauer: 124 Minuten 
Altersfreigabe: FSK 12

Inhalt:
Sie ist rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Aber eines Tages ist Hanna spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen. (Quelle: DVD Rückseite)

Meine Meinung:
Das Buch war bei mir Schullektüre. Es ist also eine sehr lange Zeit her, seit ich es gelesen habe. Viel ist nicht hängen geblieben, außer der groben Thematik. Das Buch ist in drei Teile unterteilt, wobei ich den ersten und dritten Teil mochte, den zweiten allerdings sehr langatmig und zäh fand. Dieses Empfinden hat sich auch im Film ergeben. Der Anfang war okay, das Ende war okay, aber der Mittelteil zog sich für meinen Geschmack sehr in die Länge. Ich bin aber generell kein Fan von langen Filmen und mit zwei Stunden Laufzeit, ist der Vorleser für mich schon lang.

Die Schauspieler rufen bei mir gemischte Gefühle hervor. Kate Winslet kannte ich bisher aus keinem Film (jedenfalls nicht das ich wüsste). Ich habe ihr die Rolle abgenommen, aber ich kann nicht behaupten, dass ich nach diesem Film ein Fan von ihr bin und mich quer durch ihre Filmografie sehen müsste.

David Kross hingegen kenne ich aus einigen anderen Filmen und mag ihn sehr. Als junger Michael hat er mich absolut überzeugt. Den erwachsenen Michael spielt Ralph Fiennes. Er passte für mich als alte Version von David Kross, den man wohl nur schwer 30 Jahre und mehr altern lassen konnte, aber dennoch tue ich mich schwer damit, eine Rolle mit mehreren Personen besetzt zu sehen.

Ab hier: Spoilergefahr, da ich über die Themen des Films schreibe

Die Handlung ist an manchen Stellen sehr eindrücklich und schrecklich. Aber wenn ich so darüber nachdenke, was in den 120 Minuten passiert, scheint mir das gar nicht mal so viel. Ich habe kurz überflogen welche Kritikpunkte es an dem Film gab. Hängen geblieben bin ich an der Aussage eines jüdischen Journalisten, nachdem der Film die Ansicht verbreitet, es sei beschämender Analphabetin zu sein, als Aufseherin in einem Konzentrationslager. Tatsächlich kann ich diesen Kritikpunkt sehr gut nachvollziehen und finde, dass der Fokus falsch gesetzt ist. Allerdings kann ich mich nicht mehr daran erinnern, ob das bereits im Buch so war. Möglicherweise muss diese Kritik eher an den Autor, als an die Filmemacher gerichtet werden.

Fazit:
Der Film hat mich einigermaßen unterhalten, wenn auch nicht über die vollen 120 Minuten. Kann man sich ansehen, wenn man das Buch kennt oder Buchverfilmungen mag. Ich möchte ihn allerdings kein zweites Mal sehen. 

Samstag, 1. Juni 2019

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen, 

der Mai ist rum und es wird Zeit auf Bücher und anderes zu blicken. Im Mai ist sehr viel passiert - dazu später und in den kommenden Tagen mehr - weshalb ich vermutlich mal wieder viiiiiele Zeilen tippen werde. Sucht euch einfach raus, was euch interessiert :)

https://juliassammelsurium.blogspot.com/2019/05/rezension-du-ich-liebe-heike-wanner.html
5 Big Ben
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2019/05/abgebrochen-angelesen-8.html
Abgebrochen
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2019/05/werbung-rezension-opposite-of-you.html
4 Big Ben
2 Big Ben
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2019/05/rezension-how-to-be-gay-james-dawson.html
4 Big Ben
4 Big Ben
3 Big Ben














Ein paar Worte zu meinem Lese- und Hörmonat:  
Im Mai war irgendwie der Wurm drin. Ich glaube, ich habe/hatte meine erste Leseflaute überhaupt. Ich hatte kaum Zeit und/oder Nerven für ein Buch und wenn, dann hat es mich so gar nicht gefesselt. Also so überhaupt nicht. Ich habe mich stattdessen mit nichtstun beschäftigt, weil mich mein Gedankenkarussel ganz schwindelig gemacht hat. Aber das ist ein anderes Thema. Schauen wir schnell auf die Bücher. 
Du + Ich = Liebe kommt mir durch meine Lesepause so weit weg vor, dass ich ganz traurig bin. Eigentlich war die Geschichte nämlich wirklich schön. Das Cover verrät ja schon, dass es eine Liebesgeschichte zwischen einem Mädchen und einem Jungen im Rollstuhl ist. Ich kann das Buch sehr empfehlen.
Mitschuld an meiner Flaute hat Ich bin die Nacht. Was wird das Buch/die Reihe in den Himmel gelobt. Francis Ackerman jr. war mir furchtbar unsympathisch, die Handlung konnte mich gar nicht fesseln und als ich mich dann halb versehentlich, halb absichtlich gespoilert habe, war bei mir eh alles vorbei. Positiv ist immerhin, dass ich mir keine Sorgen um die Vervollständigung dieser Reihe machen muss.
The Opposite of You habe ich im Rahmen einer Leserunde bei der lesejury gelesen. In dieser Liebesgeschichte dreht sich alles ums Kochen. Ich lese total gern Geschichten über Musik oder Kochen, weil ich mit beidem im echten Leben nicht so viel anfangen kann. Trotz kleinerer Kritikpunkte mochte ich diesen Roman gern.
Im Zentrum des Verbrechens nehme ich aus Gründen der Vollständigkeit auf. Ich war ein Wochenende im Krimihotel und habe das Buch dort geschenkt bekommen. Es handelt sich um kriminelle Kurzgeschichten aus der Eifel, die mir leider nicht wirklich gefallen haben. Sie vermitteln ein sehr antiquiertes und konservatives Gesellschaftsbild und sind dazu sehr simpel gestrickt. Wenn Verdächtige mit ihrem möglichen Tatmotiv konfrontiert werden, gestehen sie umgehend und der Zufall hilft auch viel zu häufig.
How to be gay ist ein Sachbuch, das sich mit Coming-Out, Liebe, Sex und Gender beschäftigt. Die Sprache sagte mir nicht immer zu, aber da das Buch sehr informativ und umfassend ist, empfehle ich es trotzdem gern.
Schwert und Krone - Meister der Täuschung hat mich mindestens den halben Monat begleitet. Dieser historische Roman hat mir überraschend gut gefallen, obwohl er wahrscheinlich nicht für Einsteiger geeignet ist und ich sicher auch die Brisanz in vielen ehelichen Verbindungen, Spionierereien und Bündnissen nicht so ganz verstanden habe. Die vielen Charaktere haben es mir nicht immer einfach gemacht, aber durch Christi Himmelfahrt habe ich es doch noch im Mai beendet.
Ich habe gehofft, dass ich vielleicht momentan mit Hörbüchern besser zurecht komme als mit gedruckten Büchern. Das hat nicht so richtig funktioniert. Verliebt in der Nachspielzeit ist eine ganz süße Liebesgeschichte, aber das Ende hat mir die Geschichte leider etwas vermiest.

Meine Neuzugänge aus dem Mai:
  • The Opposite of You - Rachel Higginson - Rezensionsexemplar
  • How to be gay - James Dawson - Gekauft
  • Verliebt in der Nachspielzeit - Poppy J. Anderson - Gekauft
  • Im Zentrum des Verbrechens - Jürgen Klostermann - Geschenk
  • Das Schweigen in meinem Kopf - Kim Hood - Gekauft
Für den Mai hatte ich weniger Neuzugänge geplant. Glücklicherweise ist dieser Plan aufgegangen und ich habe sogar alle Bücher gelesen/gehört. Wie das zu der Leseflaute passt, lasse ich jetzt mal offen... Ich freue mich jedenfalls sehr darüber und hoffe, dass auch im nächsten Monat alles schön grün ist :)

Ein paar Worte zu meinem Filmmonat:
Momentan nutze ich unsere Medienflatrate der Stadtbücherei fleißig, um ein paar Buchverfilmungen zu sehen. Der Junge im gestreiften Pyjama mochte ich leider auch in der filmischen Umsetzung nicht. Eine Besprechung ist bereits online. Es ist wohl einfach nicht meine Geschichte.

Außerdem habe ich mir Willkommen bei den Hartmanns angesehen. Es geht um eine vierköpfige Familie: die Eltern stehen kurz vor der Scheidung, der Mann steckt in einer Midlife-Crisis und die Frau möchte, nachdem die Kinder aus dem Haus sind, etwas mit ihrem Leben anfangen; der Sohn ist ein Workaholic, geschieden und sein Sohn lebt bei ihm, auch wenn er eigentlich keine Zeit für ihn hat; die Tochter ist 30, hat schon mehrere Studiengänge probiert und hat einen Stalker. Diese Familie nimmt nun einen Flüchtling auf ("Wie läuft das ganze denn dann ab? Ich meine, können wir uns einfach einen aussuchen?") und der bringt ihr Leben ganz schön durcheinander. Oder lenkt es wieder auf die richtige Bahn? Ein super unterhaltsamer Film, den ich mir auf jeden Fall wieder ansehen würde.

Christi Himmelfahrt lief Er ist wieder da im Fernsehen. Gemeinsam mit meiner Mutter habe ich ihn mir angeschaut und wir waren uns einig, dass er ziemlich blöd ist. Die Erzählweise ist sehr hektisch, es gibt viele Szenen die im Schnelldurchlauf gezeigt werden. Beispielsweise als Hitler den Fernseher entdeckt, sieht man im wilden Staccato Szenen aus Lenßen&Partner, Gerichtssendungen, Kochsendungen, MallorcaXDiaries und vieles mehr. Davon abgesehen hat sich die Handlung stellenweise sehr gezogen.

Das Leben in seinen Facetten:
Wie ich schon erwähnt habe, war mein Mai sehr erlebnisreich. Ich war mehrmals frühstücken, habe Freunde getroffen, die Familie besucht, mir einen Rasenmäher ins Gesicht gehauen, ich war im Fernsehen und im Krimidorf, habe als Wahlhelferin an der Europawahl teilgenommen und ich habe einen Job.

Über mein Wochenende im Krimidorf in der Eifel habe ich schon einen Post geschrieben, weshalb ich euch nicht weiter damit zutexten möchte. Es war insgesamt sehr schön, auch wenn ein, zwei Dinge nicht ganz so gut gelaufen sind. 

Tatsächlich habe ich gestern meinen Arbeitsvertrag unterschrieben. Am 1.7 starte ich eine neue/meine erste "richtige" Stelle in Bremerhaven. Momentan möchte ich hier nicht näher auf meine neue Arbeit eingehen, aber ich werde wahrscheinlich noch einen kleinen Infopost schreiben, weil die Arbeit auch  Auswirkungen auf meinen Blog haben könnte. 

Noch gar nicht viel gesprochen habe ich über die Aufzeichnung von Team Ninja Warrior, aber das möchte ich noch machen, da ich weiß, dass es einige von euch interessiert. Es war eine ziemlich lustige Erfahrung (für mich, meine Mutter fand es wahrscheinlich zu langweilig), aber ich würde dafür nicht überall hinfahren. Das ganze fand in Duisburg statt, was bei uns in der Nähe ist, plus meine Mutter ist großer Fan vom Ruhrgebiet, weshalb sie sowieso nie abgeneigt ist dorthin zu fahren. Aus diesem Grund hat bei uns auch der Rahmen gestimmt, aber ich würde dafür zum Beispiel nicht extra nach Karlsruhe (dort wird die reguläre Staffel gedreht) fahren. Wir waren beim ersten Teil des Finales dabei. Die Plätze konnten wir uns nicht aussuchen, sondern sie wurden uns zugewiesen. Wir saßen am Ende des Parcours, in der ersten Reihe. Fand meine Mutter nicht so toll, weil sie nicht ins Fernsehen wollte :D Für diejenigen, die die Show kennen oder mal reinschauen: Wir saßen direkt vor der Himmelsleiter und den Klackern und hatten auch einen super Blick auf den Kamin. Es war übrigens sehr warm, weil bei diesem Hindernis Feuersäulen ähhh ge...ge...macht werden.
Meine größte Angst war ja, dass die Läufe vielleicht zusammengeschnitten werden. Das ist nicht der Fall (man weiß natürlich nie, was so alles in den Verträgen steht und hinter den Kulissen gemacht wird, aber ich will niemandem unterstellen, dass schon vorher feststeht, wer das Ding gewinnt). Es läuft so ab, dass die Teams kurz namentlich vorgestellt werden, dann geht jeder auf seinen Platz und sie absolvieren den Parcour. Danach werden die Teams manchmal interviewt, was für uns Arbeit bedeutete, weil das seitlich von unserer Tribüne war und wir klatschen mussten. Danach mussten wir dann warten, weil die Hindernisse wieder aufgebaut wurden, während die Teams Einzelinterviews gaben und die Moderatoren die Zeitlupe besprechen. Wenn dann alles wieder ordentlich ist, geht das ganze von vorn los. 
Es gibt auch einen Animateur (keine Ahnung wie die korrekte Berufsbezeichnung ist), der das Publikum begrüßt, alles erklärt usw. Es wird einem auch gesagt wann man klatschen muss, aber ich fand es nicht nervig oder aufdringlich. Ich weiß, dass es bei Helen Fischer verschiedene Stufen gibt (leichter, Applaus, tosender Applaus bla bla) und das war hier gar nicht so. Zumal man eh immer nur klatschen musste, wenn die Teams gerade an der Tribüne vor dem Hindernis vorbeikamen oder wenn das Interview anfang. Und da klatscht man ja sowieso, weil man die Kandidaten ja anfeuert. 
Im Grunde habe ich mich auf die komplette Staffel gespoilert, weil ich ja jetzt weiß, wer es letztendlich ins Finale schaffen wird (aber wir waren beim ersten Teil, also weiß ich nicht, wer gewonnen hat). Schade finde ich, dass keines meiner Lieblingsteams es ins Finale geschafft hat (ich weiß nicht mal, ob sie überhaupt teilgenommen haben). Allerdings ist einer meiner Favoriten (auch aus der regulären Show) ins Finale gekommen, nur hat er ein komplett anderes Team. Das fand ich ein bisschen traurig, aber gut, es hat wohl seine Gründe. 
Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es dann im Fernsehen wird. Denn wir haben schon an dem Tag zu spüren bekommen, dass nicht immer alles so gedreht wird, wie es gezeigt wird. Durch einen Unfall auf der Autobahn kamen viele Zuschauer später. Dadurch haben wir das Opening, also den Beginn der Sendung erst nach sieben oder acht Läufen gedreht (also kurz vorm Ende). Das ganze hat ungefähr drei Stunden gedauert, aber im Fernsehen wird es dann wesentlich weniger sein. Insgesamt war es eine interessante Erfahrung und ich bin froh hingefahren zu sein. 

Das war ein langer Bericht, aber mich haben ein paar Leute darauf angesprochen und deshalb wollte ich gern darüber berichten. Ich wünsche euch einen wunderbaren Junisommer ♥ Julia