Samstag, 20. April 2019

Aktion ~ Mein SuB kommt zu Wort #21

Hallo liebe SuB und SuB-Besitzer,

ist es wirklich schon wieder so weit, dass ich mich zu Wort melden darf? Ich kann es nie abwarten mich zu beklagen, aber diesmal ging es so schnell... verrückt.

Wie groß bist du aktuell (Du darfst entscheiden, ob du nur Print oder eBook & Print zählst)?
Letzten Monat hatte ich 33 Gäste und jetzt... 29!! Ich bin sehr glücklich und stolz, dass Julia das geschafft hat. Mein Ziel ist damit erreicht. Juhuuu. Und das obwohl Julia das Bücherfasten aufgegeben hat UND in letzter Zeit für ihre Verhältnisse recht wenig gelesen hat. Na ja mir egal wie sie das geschafft hat, hauptsache sie hat es geschafft. Ich freue mich wirklich sehr.

Wie ist die SuB-Pflege bisher gelaufen – zeig mir deine drei neuesten Schätze auf deinem Stapel!
Diesmal zeige ich euch nur ein Buch, weil alles andere Reihenfortsetzungen sind und da teilweise Spoilergefahr besteht. Ich möchte natürlich niemandem was vorwegnehmen.

Das Herzenhören - Jan Philipp Sendker
"Die Suche nach ihrem vermissten Vater führt Julia Win von New York nach Kalaw, einem malerischen, in den Bergen Burmas versteckten Dorf. Ein vierzig Jahre alter Liebesbrief ihres Vaters an eine unbekannte Frau hat sie an diesen magischen Ort geführt. Hier findet sie nicht nur einen Bruder, von dem sie nichts wusste, sondern stößt auch auf ein Familiengeheimnis, das ihr Leben für immer verändert." (Quelle: Verlagsseite)

Dieses Buch hat Julia ertauscht. Sie hat viele gute Sachen darüber gehört und freut sich prinzipiell auch auf die Lektüre. Allerdings hat sie ein bisschen Sorge, dass ihre hohen Erwartungen ihr mal wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Falls es also von euch jemand kennt, motiviert Julia unbedingt.

Welches Buch hat dich als letztes verlassen, weil es gelesen wurde? War es eine SuB-Leiche, ein Reihen-Teil, ein neues Buch oder ein Rezi-Exemplar und wie hat es deinem Besitzer gefallen (gerne mit Rezensionslink)?

Schmerzmacher - Veit Etzold
Kein Klappentext, da dieser Spoiler enthalten könnte
Zuletzt beendet hat Julia den sechsten und damit aktuellsten Band der Clara Vidalis Reihe. Dieses Buch war nicht lang bei mir zu Gast, da Julia es sich extra gekauft hat, um die Reihe vervollständigen zu können. Eigentlich wollte sie dafür ihre Paybackpunkte einlösen, aber sie war so dusselig und hat vergessen auf "einlösen" zu klicken. Jedenfalls hat ihr dieser Band leider nicht gefallen. 
Die Auflösung war nicht überraschend, vor allem wenn man Serien wie Medical Detectives oder ähnliches kennt, die Themen waren uninteressant... Eine Rezension folgt noch, aber er war leider genauso wenig gut wie der erste Band :(

Lieber SuB, hast du Bücher, mit besonders langen Titeln (mit 5 oder mehr Wörtern) auf deinem Stapel? 
Da muss ich direkt mal nachschauen. Ich vermute es sind eher wenige, da einige Thriller bei mir zu Gast sind und die haben meist nur kurze Titel. Folgende Gäste haben sehr lange Titel:
Ich frage mal schnell Julia, welches Buch sie am liebsten lesen möchte. Ich finde, nach dem Erfolg von 29 Gästen hat sie es sich verdient, sich das Buch selbst aussuchen zu dürfen. Als Belohnung.
Julia? Juuuuulia! Welches von den fünf Büchern möchtest du am liebsten lesen? Also: Die verrückteste Nacht meines Lebens?
Julia: Hört sich irgendwie nach Sommerbuch an, findest du nicht?
Ich: Dann Die Menschheit hat den Verstand verloren?
Julia: Astrid Lindgren ist schon eine beeindruckende Persönlichkeit. Aber ich weiß nicht, ob mir momentan nach einer Biographie bzw. Tagebüchern ist...
Ich: Du hast ja vier Wochen Zeit es zu lesen, aber gut, dann vielleicht Ein Lied für meine Tochter?
Julia: Jodi Picoult schreibt gute Bücher und thematisch hört sich das auch sehr gut an. Aber es sieht so dick aus und manche Bücher der Autorin haben mich total enttäuscht. Hast du noch etwas anderes im Angebot?
Ich: Das Haus der schönen Dinge von Heidi Rehn.
Julia: Historisch? Habe ich zwar zuletzt gute Erfahrungen mit gemacht, aber das ist auch so dick und mh... Noch was?
Ich: Eins noch. Die 7 Farben des Blutes. Was sagst du dazu? Thriller liest du gern, es hört sich super spannend an...
Julia: Aber dann fange ich schon wieder eine neue Reihe an und falls mir der erste Teil gefällt, muss ich den zweiten kaufen und der soll richtig schlecht sein...
Ich: Julia, ich wollte dir eine Freude machen und dich zur Belohnung ein Buch auswählen lassen. Aber du willst ja offensichtlich nicht. Weißt du was? Jetzt werde ich die anderen SuB (und/oder ihre Besitzer) fragen und die werden dir jetzt ein Buch aussuchen und ich werde sie anweisen das Buch rauszusuchen, dass du am allerallerwenigsten lesen willst. SuB spüren solche Schwingungen ganz genau, auch wenn du es nicht aussprichst. Das hast du nun davon!

Bitte helft mir, für Julia ein Buch auszusuchen. Ich möchte euch nicht mit Klappentexten zuschütten, daher verlinke ich sie euch oben. Ihr könnt natürlich auch nach Cover oder Titel oder was auch immer entscheiden. Vielen Dank für eure Mithilfe


So und jetzt sage ich noch ganz schnell etwas zur Aufgabe vom letzten Monat: Es sollte ein grünes Buch gelesen werden. Ich habe versprochen, Julia Letzter Schmerz - von M. J. Arlidge ins Reisegepäck zu schmuggeln und das habe ich gemacht. Julia hat es gut gefallen, aber sie hat es nicht rezensiert. Bisher kann sie aber die ganze Reihe empfehlen. Band sechs und sieben sind schon bei mir zu Gast und werden hoffentlich spätestens nächsten Monat gelesen.

Mein SuB hat diese Aktion bei Anna entdeckt. Vielen Dank für die Organisation.
Ich habe mich so gefreut, dass er mich am Anfang gelobt hat und am Ende schimpft er doch wieder mit mir. Ob das jemals aufhören wird?

Donnerstag, 18. April 2019

Aktion ~ Lesemarathon bei Annas Bücher


 Hallo zusammen,

Anna von Annas Bücher veranstaltet morgen (Karfreitag) einen Lesemarathon. Da ich seit ein paar Tagen kein Buch mehr in der Hand hatte - ich weiß, andere lesen wochenlang nicht, aber für mich ist eine Woche ohne Buch sehr lang! - nehme ich sehr gern teil. Vielleicht möchte sich jemand von euch anschließen?

[8.15 Uhr]
Guten Morgen zusammen,
ich bin schon ein Weilchen wach und überlege jetzt, womit ich in den Tag starte. Entweder ich lese ein paar Seiten in meinem Buch, oder ich schaue die Folge von American Ninja Warrior, die gestern auf RTL Nitro kam. Ich habe momentan ein kleines Ninja Warrior Sucht Problem :D

Aber ich stelle euch erstmal mein aktuelles Buch vor und habe dann vielleicht Lust darauf es zu lesen. Gestern habe ich mit Schmerzmacher von Veit Etzold begonnen. 

Den Klappentext möchte ich euch nicht zeigen, weil euch das eventuell spoilern könnte. Allgemein gesagt, handelt es sich um den sechsten und aktuellsten Band der Clara-Vidalis-Reihe. Das sind Thriller, die in Berlin spielen. Clara ist Expertin für Pathopsychologie beim LKA Berlin, daher tauchen in der Reihe die ganz fiesen Typen auf.
Mit der Reihe ist es bei mir ein Auf und Ab. Band drei und vier (die ich zuerst gelesen habe) fand ich großartig, Band eins nicht gut, Band zwei und fünf gut und Band sechs bislang... mäßig. Einige Aspekte sind interessant, aber ich finde manche Szenen ziemlich überflüssig/langweilig und gestern habe ich bei einer knaller Wendung aufgehört, die man schon aus dem Klappentext erahnen konnte, wenn man öfter in dem Genre liest oder Serien wie Medical Detectives schaut.
Aktuell: Seite 253/400, mein Ziel ist es, das Buch heute zu beenden.

Das Buch habe ich deshalb ausgewählt, damit ich die Reihe auf den aktuellen Stand lesen kann. Jedes Jahr habe ich ein Lesemotto und 2018 habe ich mich um den Reihenabbau gekümmert. Das hat so gut funktioniert, dass meine Motivation noch anhält und ich weiter Reihen beende, auch wenn ich dieses Jahr ein anderes Lesemotto habe.

Das Buch liegt erst seit diesem Monat auf meinem SuB und hat daher noch keinen Staub angesetzt :) Mein SuB beträgt aktuell 30 Bücher, womit ich sehr zufrieden bin. Ich habe festgestellt, dass mir ein großer SuB nicht guttut und ihn daher Jahr für Jahr abgebaut. 20 bis 30 Bücher reichen mir vollkommen. Ich zitiere die ersten drei Sätze, weil die ersten beiden nur je aus zwei Worten bestehen: "Keine Milch. Kein Zucker. Besser für die Verdauung und besser für die Figur." (Schmerzmacher, Veit Etzold, S. 30) Es geht übrigens um Kaffee.

Schmerzmacher erschien im Oktober 2018. Das mit den Neuerscheinungen ist ja so eine Sache. Jeden Monat kommen so viele neue Bücher auf den Markt, dass ich oft das Gefühl habe, Bücher sind schon zwei Monate nach Erscheinen alt. Ich lese eher wenig Neuerscheinungen, weil ich oft Bücher schlechter bewerte, die sehr gehypt werden. Außerdem lese ich lieber Taschenbücher als Hardcover, daher warte ich oft mit dem Lesen. Ich wunder mich manchmal, wenn ich Booktuber sehe, die jeden Monat nur Neuerscheinungen lesen und sich wundern, warum der SuB nicht kleiner wird. 

Wir lesen uns später :)

[12.00 Uhr] 
Es wird Zeit für ein Update, denn ich habe mein Buch beendet. Es gab hinten noch eine ziemlich lange Leseprobe, daher waren es gar nicht mehr so viele Seiten. Leider gab es auch am Ende noch ein paar nicht so tolle Sachen, sodass ich zwischen zwei und drei Big Ben schwanke. Schade eigentlich, weil der Autor tolle Thriller schreiben kann.

Lesen werde ich jetzt weiterhin, aber ich kann euch darüber nichts erzählen. Eine Freundin hat mich gebeten ihr Manuskript zu lesen und ihr Feedback zu geben. Darauf muss sie leider schon sehr lang warten, weshalb ich gern heute mit dem ersten Durchgang fertig werden würde. Dazu fehlen mir noch sechs Kapitel. Danach müsste ich mich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten, aber vielleicht verschiebe ich das auf morgen. Mal sehen. Ein neues Buch werde ich aber auf jeden Fall später beginnen (oder höre ich mein Hörbuch zu Ende?) und dann erzähle ich mehr.

Welches Genre liest du am liebsten? Ist deine aktuelle Lektüre aus diesem Genre? 
Ich lese querbeet, daher kann ich die erste Frage nicht richtig beantworten. Am häufigsten lese ich Thriller und New Adult/Liebesromane, aber ich würde dafür nicht auf andere Genre verzichten wollen, auch wenn ich davon nicht so viele Bücher im Jahr lese. Angefangen habe ich aber mit Kinderkrimis und dann lange nur Erwachsenenthriller gelesen. Daher passt der Schmerzmacher durchaus in meine Lesevorlieben.

Wie verstehst du dich mit dem Protagonisten? Wären sie deine Freunde oder gehen sie die total auf die Nerven?
Ich finde sie interessant. Clara Vidalis ist Expertin für Pathopsychologie und eine hervorragende Kommissarin. MacDeath ist Profiler und wird so genannt, weil er eine Vorliebe für Shakespeare hat und, berufsbedingt, für den Tod. Daher eben MacDeath. Cool, oder? Befreundet wäre ich wahrscheinlich nicht mit ihnen, aber ich würde sehr gern mit ihnen arbeiten und von ihnen lernen. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen Kriminalistik zu studieren und Vorlesungen von ihnen zu besuchen.

[16.00 Uhr]
Bisher verläuft mein Tag wirklich gut. Ich habe das Manuskript beendet und war danach erstmal am Boden zerstört, weil es sehr emotional war. Deshalb bin ich mit dem Fahrrad nach Holland gefahren und hab mir ein schönes Softijs gegönnt. Da mein Bruder mit seinen Freunden im Garten saß als ich gefahren bin, habe ich mit entschieden unterwegs anzuhalten und zu lesen. 




"Der Papst ist tot. Die um den Heiligen Stuhl buhlenden Gegner formieren sich: Traditionalisten, Modernisten, Schwarzafrikaner, Südamerikaner ... Kardinal Lomeli, den eine Glaubenskrise plagt, leitet das schwierige Konklave. Als sich die Pforten hinter den 117 Kardinälen schließen, trifft ein allen unbekannter Nachzügler ein. Der verstorbene Papst hatte den Bischof von Bagdad im Geheimen zum Kardinal ernannt. Ist der aufrechte Kirchenmann der neue Hoffnungsträger in Zeiten von Krieg und Terror oder ein unerbittlicher Rivale mit ganz eigenen Plänen? Die Welt wartet, dass weißer Rauch aufsteigt ..." (Quelle: Verlagsseite)


Spontan habe ich mich dazu entschlossen als nächstes Konklave zu lesen. Das Buch habe ich aus der Bücherei ausgeliehen, weshalb ich es nicht noch ewig liegen lassen kann. Außerdem war ich Ende März in Rom und so lang die Eindrücke noch recht frisch sind, macht das Buch sicher mehr Spaß.

Wenn du dir ein Buch aussuchen darfst, in dem du leben könntest, welches wäre es?
Da ich nicht so viel Fantasy lese, kenne ich nicht so viele Welten, in denen man überhaupt leben könnte. Daher muss ich langweilig sein und die Welt um Harry Potter wählen. Ich wäre so gern mit Ron und Hermine befreundet und würde mich auf den Unterricht bei Professor McGonagall freuen. Wenn ich mit der Schule fertig wäre, würde ich entweder im Zaubereiministerium arbeiten, oder eine Lehre bei Madame Pince machen. Sportlich bin ich zwar nicht, aber ich wäre dennoch ein riesen Quidditch Fan und vielleicht könnte Ron mir auch Zauberschach beibringen.

[18.00 Uhr]
Seit dem letzten Update bin ich nicht wirklich zum Lesen gekommen. Die ersten drei Kapitel in Konklave habe ich gelesen und bin somit auf S. 89/352. Bisher ist die Geschichte eher ruhig und ich gehe auch davon aus, dass es so bleiben wird. Dadurch lese ich zwar nicht so schnell wie es bei anderen Büchern der Fall ist, aber das stört mich nicht. Thematisch finde ich es nämlich super interessant, wie ein Konklave vorbereitet wird und was überhaupt alles beachtet werden muss.

Welches Buch hat deiner Meinung nach deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient als es bekommt und welches gehypte Buch hat dir wiederum nicht gefallen? 
Keine einfache Frage. Ich habe mich letztendlich für zwei Bücher entschieden, die ich letztes Jahr gelesen habe.

"London, 1843: Sie nannten ihn das „Grüne Gold" – Tee. Und Robert Fortune, der englische Botaniker, soll ihn für die Horticultural Society aus China in die westliche Welt bringen. Während zu Hause Frau und Sohn auf ihn warten, begibt sich der verschlossene Wissenschaftler auf eine gefährliche Reise ins Reich der Mitte. Doch durch die Bekanntschaft mit dem Schwertmädchen Lian nimmt die Expedition eine verstörend sinnliche Wendung. Die in Kampfkunst geschulte ebenso mutige wie fragile Rebellin lehrt ihn nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet auch den Weg zu seinem Herzen." (Quelle: Verlagsseite) Meine Rezension


Der englische Botaniker war 2018 eines meiner Jahreshighlights, womit ich nie gerechnet hätte. Es spielt in einem ganz anderen Umfeld, in dem ich mich lesetechnisch sonst so bewege und die Sprache... wunderschön. Falls ihr gern ein bisschen in die Vergangenheit zurückgeht, schaut euch das Buch an. Solltet ihr wegen des letzten Satzes zögern, schenkt ihm nicht zu viel Beachtung. Es gibt eine Liebesgeschichte, ja, aber es ist keine Liebesgeschichte.


"Als F. Scott Fitzgeralds famoser Roman ‚The Great Gatsby‘ 1925 erschien, erntete sein Autor von zahlreichen Schriftstellerkollegen hymnische Kritiken, doch erst die Nachkriegsjahrzehnte bescherten seinem Meisterwerk die weltweite Anerkennung, die es verdient. Ergreifend und mit subtiler Finesse erzählt Fitzgerald die Geschichte des schillernden Emporkömmlings Jay Gatsby, der auf seinem Anwesen rauschende Feste feiert, um seine einst verlorene Liebe zurückzugewinnen – eine Geschichte über die Macht großer Gefühle und das schmerzhafte Scheitern eines romantischen Traums." (Quelle: Verlagsseite) Meine Rezension

Gehpyt trifft vielleicht auf das Buch nicht wirklich zu, aber es ist sehr bekannt und für mich war Der große Gatsby letztes Jahr eine Enttäuschung. Es war vor allem eins: langweilig.

Gibt es einen Charakter deines aktuellen Buches, dem du jetzt am liebsten ein fettes rotes STOP-Schild vor die Nase halten würdest, damit er aufhört mit was-auch-immer er grade tut? 
Da gibt es niemanden. In der Geschichte begleitet man Kardinal Lomeli, der ein Vertrauter des verstorbenen Papstes war. Er erscheint mir relativ unsympathisch, allerdings weiß man nicht so viel über seine Ansichten. Allerdings wirkt er sehr diplomatisch, was ich gut finde. Dann lernt man eine Reihe Kardinäle kennen, von denen manche sympathischer wirken als andere. Letztendlich hat man mit dem Papstamt eine große Macht und einige gehen mit Macht besser um als andere. Einige der vorgestellten vertreten Meinungen, mit denen ich mich nicht anfreunden kann und denen ich dementsprechend die Papstwürde nicht wünschen würde. Aber es sind zu viele, als das man sie alle kennenlernen könnte.

[20.15 Uhr]
Seit dem letzten Update habe ich zwei Kapitel gelesen. Im nächsten Kapitel werden (endlich) die Kardinäle in die Sixtinische Kapelle gehen, sodass die eigentliche Papstwahl beginnt. Darauf freue ich mich schon sehr, allerdings muss das Kapitel noch ein bisschen warten, weil ich erst etwas essen und duschen möchte.

Welches Buch hat deiner Meinung nach das schönste Cover? Bist du ein Coverkäufer, kaufst du nach Klappentext oder gar nur auf Empfehlung?
Du stellst sehr schwere Fragen, Anna ;)
Ich gehöre zu den seltenen Leser/Leserinnen, die echte Menschen auf Covern gern mögen. Ich mag aber auch echte Landschafen oder Gebäude. Also alles was aussieht wie ein Foto gefällt mir, alles andere eher nicht. Ich zeige gleich ein paar Beispiele für Cover, die mir gefallen. Ich bin definitiv keine Coverkäuferin. Machen wir uns nichts vor, natürlich fällt auch mir das Cover als erstes ins Auge. Aber ich würde nie ein Buch kaufen, nur weil es schön aussieht. Bücher wähle ich nach dem Klappentext und nach Empfehlungen aus. Es kann aber sein, dass ich Bücher mit unschönem Cover länger auf dem SuB lasse, als Bücher mit schönem Cover. Aber Einzugskriterium ist ein Cover bei mir nie.



Da ich beim Aussuchen der Cover darüber gestolpert bin, zeige ich euch noch ein Cover, das ich ganz furchtbar finde. Es ist das neue Cover vom ersten Buch "Die Landkarte der Liebe". Dieses Aquarell-Wasserfarben-Was-weiß-ich-Bild finde ich ganz ganz schlimm. Hoffentlich liest das der/die Coverdesigner/in nicht :/
Generell mag ich die meisten Cover aus dem LYX Verlag gern :D

[22.30 Uhr] 
Das letzte Update für heute. Konklave gefällt mir bisher sehr gut. Im letzten Kapitel begann das Konklave durch das Schwören des Eids. Im nächsten Kapitel startet dann der erste Wahlgang. Das ganze Prozedere finde ich super interessant und ich freue mich sehr darauf, morgen weiterzulesen. Heute höre ich bei 147/352 Seiten auf.

Wie viel hast du insgesamt gelesen? Hast du dein Ziel erreicht? Und am wichtigsten: Konntest du die Geschichte genießen?
Ich habe insgesamt etwa 270 Seiten gelesen. Damit bin ich sehr zufrieden. Ich wollte den Thriller und das Manuskript beenden, was ich beides bis Mittag geschafft habe :) Für mich war der Tag daher erfolgreich.

Vielen Dank an Anna für die Organisation :) Es hat mich gefreut mal wieder an einem Lese-Frage-Marathon teilnehmen zu können.

Rezension ~ Because of Low - Abbi Glines

Titel: Because of Low 
Originaltitel: Because of Low 
Autorin: Abbi Glines 
Reihe: Sea Breeze #2 
Seiten: 288 Seiten
Verlag: Piper 
Genre: New Adult



Reiheninformation:
Es handelt sich um den zweiten Band der Sea Breeze Reihe. Ich kenne den Vorgänger nicht und hatte keine Verständnisprobleme. Auch hatte ich nicht das Gefühl, mich sehr auf den ersten Band der Reihe zu spoilern.

Inhalt:
Aufgrund familiärer Probleme zieht Marcus zurück nach Sea Breeze. Er findet Unterschlupf bei Cage, der ein Kollege seines besten Freundes ist. Eines Tages steht Cages beste Freundin Willow vor der Tür und Marcus ist sofort fasziniert von ihr. Doch während Willow am Rande des Existenzminimums lebt und zeitweise obdachlos ist, kommt Marcus aus einer reichen Familie. Eine Gemeinsamkeit finden sie hingegen in der jeweils schwierigen familiären Situation…

Meine Meinung:
Marcus und Willow erzählen dem Leser abwechselnd ihre Geschichte. Zwar unterscheiden sie sich hinsichtlich ihres familiären Hintergrunds (Marcus Vater ist erfolgreicher Geschäftsmann, während Willows Vater die Familie verlassen hat), allerdings einen sie beide die Probleme mit ihren Familien. Diese Konflikte spitzen sich irgendwann zu und es kommt zu einer Wendung, die nicht allzu überraschend war. Das stört mich in diesem Genre nicht zwingend, wenn dafür der Rest passt.

Leider gefielen mir auch abseits der Handlung einige Dinge nicht. Marcus und Willow sind ganz sympathisch, aber sie sind keine Charaktere, die ich lange im Gedächtnis behalten werde. Die erotische Szene zwischen ihnen mochte ich leider nicht, weil ich sie unglaubwürdig fand. Erst bricht Marcus die Intimität zwischen ihnen ab, weil er aus Gründen an diesem Ort nicht mit Willow schlafen möchte. 50 Seiten später ist davon plötzlich keine Rede mehr und sie haben genau dort Sex. Zudem habe ich die Ausdrucksweise teilweise als derb empfunden, sodass die Szene auch sprachlich nicht schön war.

Generell hatte ich mit dem Schreibstil der Autorin meine Probleme. Manche Dinge werden meiner Ansicht nach nicht schön ausgedrückt (was allerdings auch an der Übersetzung liegen kann) oder unrealistisch dargestellt. Zum Beispiel die Ausdrücke der Nichte Willows, die für eine einjährige einen interessanten Wortschatz hat. Hinzu kommen kleine Logikfehler, zum Beispiel das Marcus Willow bereits in Gedanken mit Namen benennt, obwohl sie sich noch nicht vorgestellt hat.

Fazit:
Der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Es gab sowohl Logikfehler als auch unschöne Ausdrücke. Die Protagonisten sind zwar sympathisch, werden mir aber nicht lang im Gedächtnis bleiben. Für mich gibt es bessere Reihen in dem Genre.

Reihe fortsetzen?
Nein. Ich halte mich lieber an andere Reihen aus dem New Adult Bereich.

Dienstag, 16. April 2019

Rezension ~ Die Magie der Lüge - Nicole Gozdek

Titel: Die Magie der Lüge 
Autorin: Nicole Gozdek 
Reihe: Die Magie der Namen #2 
Seiten: 331 Seiten 
Verlag: ivi Piper 
Genre: Jugendbuch, Fantasy




Reiheninformartion:
Hierbei handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Zwar werden die relevanten Geschehnisse aus dem ersten Band wiederholt, jedoch erscheint es mir nicht sinnvoll, nur den zweiten Band zu lesen. Man sollte vorher den ersten Band gelesen haben.

Spoilerwarnung für diejenigen, die den ersten Band noch nicht gelesen haben! Aus dem zweiten Band verrate ich selbstverständlich nichts.

Klappentext:
„Anderta Passario führt ein Doppelleben. Tagsüber ist sie eine harmlose Wahrsagerin, nachts eine gerissene Diebin. Sie ist glücklich. Doch eines Tages verändert ein Zauber die Wirklichkeit und Anderta scheint die Einzige zu sein, die sich an ihre Vergangenheit erinnert. War ihr ganzes Leben nur eine Lüge? Anderta ist wild entschlossen, ihr altes Leben mit allen Mitteln von dem schuldigen Magier zurückzufordern: Tirasan Passario. Dieser ahnt zwar nichts von Andertas Plänen, aber auch ihn schmerzt der Verlust seiner Vergangenheit. Doch sowohl Anderta als auch Tirasan müssen feststellen, dass es nichts bringt, der Vergangenheit nachzutrauern, wenn man die Gefahren der Gegenwart nicht erkennt.“

Meine Meinung:
Nachdem ich den ersten Band der Dilogie (abgesehen vom Ende) sehr gern mochte, war ich natürlich neugierig auf den zweiten Band. Meine Irritation war groß, dass der zweite Band nicht mehr aus der Sicht von Tirasan erzählt wird. Das war auch eines der Probleme, welches ich mit dem Buch hatte. Die Protagonistin war mir nicht durchgehend sympathisch, zumal sich bald ein Liebesdreieck gebildet hat (sie zwischen zwei Männern) und das ist leider auch etwas, was ich so gar nicht gern lese.

Hinzu kommt, dass es nur wenige Momente gibt, in denen die Protagonisten gut miteinander auskommen. Wie schon im ersten Band findet die Handlung hauptsächlich unterwegs statt. Die Besetzung der Reisegruppe wechselt hin und wieder, aber immer sind Charaktere dabei, die sich nicht ausstehen können. Entweder reden sie nicht miteinander, oder feinden sich offen an. Das ist auf Dauer leider sehr anstrengend und hat mir zwischendrin die Lust genommen. Ich habe mir gewünscht, dass sich die Charaktere doch endlich mal vertragen und nicht permanent dicke Luft herrscht.

Die Handlung ist ganz interessant, aber sie verblasst hinter den Problemen, die ich mit den Charakteren aus den oben genannten Gründen hatte. Mir fehlten außerdem einfach einige Charaktere aus dem ersten Band. Nicht, dass sie für die Handlung wichtig gewesen wären, aber sie gefielen mir einfach besser als die Figuren aus diesem Teil.

Das Ende hat mir im Grunde besser gefallen als das Ende des ersten Teils. Aber es konnte den Rest leider nicht retten.

Fazit:
Die Geschichte bleibt hinter meinen Erwartungen zurück. Die Protagonistin war mir nicht sympathisch, das Liebesdreieck gefiel mir nicht und die permanent dicke Luft zwischen den Charakteren machte das Lesen recht anstrengend. Die Handlung ist allerdings recht interessant und auch das Ende ist nicht so katastrophal wie beim ersten Band.

Montag, 15. April 2019

Rezension ~ Die Magie der Namen - Nicole Gozdek

Titel: Die Magie der Namen 
Autorin: Nicole Gozdek 
Reihe: Die Magie der Namen #1 
Seiten: 368 Seiten 
Verlag: ivi Piper 
Genre: Jugendbuch, Fantasy


Inhalt:
In Mirabortas bekommen Menschen bei ihrer Geburt keinen Namen, sondern eine Nummer. Erst im Alter von etwa 16 Jahren bekommen die Menschen bei einer feierlichen Zeremonie ihren Namen. Doch es ist nicht einfach nur ein Name, den sie erhalten. Gleichzeitig bestimmt der Name ihr Schicksal. Abhängig davon ist ihr Beruf und ihr Status in der Gesellschaft. Nummer 19 hatte in der Schule kein leichtes Leben. Schon lang träumt er davon, einen großen und wichtigen Namen zu bekommen. Doch dann passiert das unglaubliche. Nummer 19 bekommt einen Namen, den keiner der anderen Schüler oder anwesenden Gäste je gehört hat. Sein Name scheint völlig unbekannt zu sein…

Meine Meinung:
Von diesem Buch habe ich viel Gutes gehört, war mir aber dennoch nicht sicher, ob ich es lesen möchte. Ich bin nicht so der Fantasyleser und ich habe aus Reihen der Gaycommunity ziemlich Kritik über das Ende gehört. Aber ich habe mir das Buch ertauschen können und mich dann doch drauf gefreut.

Anfangs habe ich nicht gut in die Geschichte hineingefunden und fühlte mich sehr distanziert zu den Geschehnissen und Protagonisten. Das lag vermutlich daran, dass die Protagonisten nur Nummern und keine Namen haben und man so nur schwer eine Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Die Protagonisten bekommen recht schnell ihre Namen, aber es dauerte bei mir dennoch eine Weile, bis ich wirklich Zugang zu ihnen bekommen habe. Das liegt auch daran, dass ihre Namen nur schwer zu merken und unterscheiden sind, weil es Fantasienamen sind. Hier hilft aber glücklicherweise das Namensverzeichnis am Ende des Buches. Auch die abgedruckte Karte im Einband war sehr hilfreich.

Die Handlung geht in der ersten Hälfte des Buches nur langsam voran. Mich hat das aber nicht so sehr gestört, weil ich den Hauptprotagonisten sehr sympathisch finde und ihn und seine Freunde gern begleitet habe. In der zweiten Hälfte passieren die Ereignisse Schlag auf Schlag, sodass das Verhältnis zwischen spannenden und ruhigen Momenten etwas unausgewogen ist.

Mehr Worte möchte ich über das Ende verlieren, natürlich ohne etwas zu verraten. Zwischen zwei Charakteren deutet sich eine bestimmte Art Beziehung an, die ich sehr mochte. Allerdings hatte ich die ganze Zeit die Befürchtung, dass die Autorin diesen Weg nicht konsequent bestreitet und den Leser diesbezüglich in der Luft hängen lässt. In gewisser Weise ist das auch passiert und das finde ich so Schade. Es wird auf eine Sache hingewiesen (winkende Zaunpfähle und so) und dann denkt man: „Jetzt passiert es“, aber es passiert dann eben nicht.

Nicht nur die Entwicklung der Charaktere konnte mich am Ende nicht überzeugen, sondern auch die Handlung lief ein bisschen ins Leere. Ich habe die letzte Seite gelesen und war dann erstmal irritiert. Einerseits wollte ich sofort zum zweiten Teil greifen, weil ich die Geschichte wirklich mochte und die Charaktere ins Herz geschlossen habe. Aber andererseits war ich auch frustriert und habe mich gefragt, ob es das jetzt wirklich war. Ich musste mich tatsächlich daran erinnern, was der zentrale Konflikt im Buch war und ob dieser mit dem Ende zufriedenstellend gelöst ist und für mich muss ich diese Frage mit „Nein“ beantworten. Die Auflösung ist simpel, ich möchte fast sagen einfallslos und ich habe das Gefühl, dass ich in der Luft hänge. Der komplette Spannungsbogen/Aufbau der Geschichte stimmt nicht so richtig. Es fühlt sich für mich nicht wie ein langsamer Aufbau der Spannung mit Hoch und anschließendem Abfall an, sondern eher wie eine Gerade, die dann nach oben schnellt, dann wieder eine Gerade ist und wieder auf das Ausgangsniveau fällt.

Fazit:
Ich mochte die Protagonisten sehr gern und auch die Handlung gefällt mir gut. Leider bin ich vom Ende sehr enttäuscht. Die charakterliche Entwicklung wird meiner Ansicht nach nicht zu Ende erzählt und auch die Handlung führt am Ende eher ins Leere bzw. wird nicht entschlossen genug zu einem Ende gebracht. 

Informatives Sammelsurium:
Juliane von Like a Dream hat einen offenen Brief an Piper und Nicole Gozdek verfasst, in dem sie das Ende des Buches kritisiert und die (mögliche) Problematik aus Sicht einer LGBT beschreibt. Den Post dazu finde ich sehr interessant. Falls ihr das Buch kennt, schaut gerne mal rein. Falls ihr das Buch noch lesen möchtet, lest den Post noch nicht. Er enthält massive Spoiler, was legitim ist, da Juliane das Ende kritisiert und dadurch natürlich auf den Inhalt eingehen muss. Ich kann einige ihrer Punkte nachvollziehen, andere jedoch nicht.
Juliane hat sowohl die Stellungnahme von Piper, als auch die von Nicole Gozdek (die auch im Kommentarbereich unter dem ersten Post zu lesen ist) veröffentlicht. Auch hier gilt wieder Spoilerwarnung!