Donnerstag, 15. April 2021

Reihenvorstellung ~ Magisterium - Holly Black & Cassandra Clare

Reihentitel:
Magisterium
Autorinnen: Holly Black und Cassandra Clare
Anzahl der Titel: 5 Teile
Reihe beendet?: Ja
Titel unabhängig voneinander lesbar?: Nein
Verlag: One
Genre: Jugendfantasy
 
 
Inhalt:
Der 12-jährige Callum möchte auf gar keinen Fall ins Magisterium - einer bekannten Schule für junge Magier - aufgenommen werden und versucht deshalb alles, um durch die Prüfung zu rasseln. Eine Prüfung mit Absicht nicht zu bestehen, sollte total einfach sein, zumal Call ja nichtmal zaubern kann. Wie kann es also sein, dass er sich eine Tintenfassexplosion und ein Feuerinferno später, in einem Schulbus gen Magisterium wiederfindet?

Meine Meinung:
Es ist fast drei Jahre her, seit ich den ersten Band der Magisterium Reihe gelesen habe. Mein Vorhaben, die Reihe zügig fortsetzen, hat offensichtlich nicht funktioniert, sodass ich den ersten Band erneut gelesen habe.

Beim zweiten Mal mochte ich den Reihenauftakt immer noch ziemlich gern und ich habe gar nicht mehr so sehr Parallelen zwischen dieser Geschichte und Harry Potter gezogen. Vielleicht, weil ich das schon beim ersten Lesen abgehakt hatte oder vielleicht auch, weil ich die Reihe sonst wieder nicht fortgesetzt hätte, wenn ich eine gedankliche Magisterium-Harry Potter-Tabelle gehabt hätte.

Der zweite Band war für mich stellenweise langatmig. Das ist super Schade, weil die Teile alle nicht so lang sind und wenn es dann auch noch inhaltliche Längen gibt… schwierig. Außerdem war der zweite Band sehr negativ. Einerseits ist das nachvollziehbar, weil Call im ersten Band ziemlich unschöne Dinge erlebt und erfährt. Aber andererseits fehlte mir manchmal ein bisschen positive Stimmung, ein wenig Ausgelassenheit.

Im dritten Teil zieht die Spannung glücklicherweise wieder an. Das Ende war für mich wahnsinnig überraschend und ich musste direkt das erste Kapitel vom vierten Band lesen, weil ich felsenfest damit gerechnet habe, dass es nur so aussah, als ob.

Band vier war ziemlich durchwachsen. Die Handlung spielt nicht mehr im Magisterium und ich weiß immer noch nicht, ob mir das gefällt oder nicht. Frischer Wind durch einen Ortswechsel schadet nicht, aber ein bisschen hat mir das Magisterium doch gefehlt. Die Gefühle in diesem Band sind sehr vielfältig, sowohl bei mir, als auch bei den Charakteren. Es gibt endlich wieder ein paar schöne Augenblicke, inklusive einer kleinen Liebesgeschichte, aber es gibt auch wieder sehr düstere Momente.

Speziell in diesem Teil, aber auch in den anderen, ist mir aufgefallen, dass einige Aspekte nur oberflächlich behandelt werden. Das ist vermutlich einerseits der geringen Seitenzahl und andererseits dem jungen Alter der Protagonisten und Leserschaft geschuldet. Das ist zum Teil okay, aber zum Teil auch problematisch. Insbesondere dieser Teil enthält ein wichtiges Thema. Ein Grundthema der Reihe ist der Tod und ob man den Tod besiegen kann. Kann man verstorbene Menschen wieder zum Leben erwecken? Wenn ja, zu welchem Preis? Selbst wenn man es könnte, sollte man es tun und wenn man es tut, tut man es dann für den oder die Verstorbene*n oder doch eher für sich selbst? Insbesondere im vierten Band geht es ganz konkret um diese Fragen, aber leider blieb mir die Auseinandersetzung damit viel zu oberflächlich.

Der Abschluss dieser Reihe hat mir dann wieder ziemlich gut gefallen. Die Spannung war hoch und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Es gab einen Handlungsstrang, bei dem ich ernsthafte Zweifel hatte, dass die Autorinnen ihn zu einem – für mich – überzeugenden Ende bringen können. Glücklicherweise haben sie es geschafft.

Auch wenn es nicht in meine Bewertung einfließt, muss ich mich über eine Sache aufregen: Die Farbgestaltung. Zum Beispiel heißt der dritte Band „Der Schlüssel aus Bronze“, der Buchschnitt ist grün und die Uniform für Calls Jahrgang ist blau. So ist das in jedem Band. Eine Farbe für die Uniform, eine Farbe im Titel und eine Farbe für den Buchschnitt und nichts passt zusammen. Wie kann man so was machen?

Fazit: 
Magisterium ist eine Kinder- und Jugendfantasyreihe, die mir vor allem am Anfang und am Ende gut gefallen hat. In der Mitte lies die Spannung ein wenig nach. Ich glaube, die Reihe ist vor allem für jüngere Leser*innen interessant, weil mit höherem Alter und steigender Leseerfahrung vermutlich die stellenweise Oberflächlichkeit der Geschichte stärker ins Auge fällt. 
 
4 Big Ben | 3 Big Ben | 3 Big Ben | 3 Big Ben | 4 Big Ben 

Nachtrag: 
In meiner damaligen Rezension zum ersten Band habe ich übrigens geschrieben, dass Callum sich manchmal bewusst dumm verhält. Das würde ich auch heute noch genauso formulieren. Er weiß, dass sein Verhalten dämlich ist, dass es gefährlich ist, dass seine Gedanken diesbezüglich falsch sind und er weiß auch, was er stattdessen tun müsste. Aber er macht genau das Gegenteil. Einfach aus Prinzip.

Samstag, 3. April 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen,

das erste Viertel des Jahres ist vorbei, aber für mich fühlt es sich ehrlich gesagt an, wie Quartal 5 in 2020. Immerhin steigen die Temperaturen, die Sonne zeigt sich öfter und das hebt auch meine Stimmung. Mein Lesemonat begann schleppend und endete in einem Leserausch. Das scheint wohl mein neues Muster zu sein. 

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Abgebrochen
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4 Big Ben
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2 Big Ben
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4 Big Ben

















Ein paar Worte zu meinem Lesemonat: 
Ich bin mit meinem Lesemonat ziemlich zufrieden und da ich zu den meisten Büchern auch noch Besprechungen plane, versuche ich mich kurz zu fassen. Die ganz kurze Kurzfassung lautet: Reihen beenden.

Wanted habe ich im öffentlichen Bücherschrank entdecht und gar nicht gemocht. Zu viel Erotik, die leider ziemlich plump war. Ich kann mich auch gar nicht mehr richtig erinnern, von daher vergessen wir das Buch ganz schnell wieder.

Auf Lügenpfad habe ich so so so lang gewartet. Ich könnte einen Monolog darüber halten, wie traurig ich über das Cover bin, aber das würde zu weit führen. Ich habe endlich eine ganz bestimmte Szene bekommen und sie war so toll, dass ich tatsächlich überlege, ob ich sie mir abschreiben und in mein Bücherzimmer hängen soll. Übrigens habe ich mit diesem Buch die Frank Liebknecht Reihe auf den neuesten Stand gelesen/beendet. 

Mir war mal wieder nach Liebesgeschichte und deshalb habe ich Band zwei und drei der Outback Sisters gelesen. Damit habe ich die Trilogie abgeschlossen. Die Geschichte des künstlerischen Freigeistes Free hat mir gut gefallen, aber es ist für mich kein Liebesroman, der aus der Masse heraussticht. Die Geschichte ihrer verwantwortungsbewussten Schwester Beth hat mir da besser gefallen. Auch thematisch war es ganz interessant, sich ins australische Hinterland zu begeben und ein bisschen über Aborigines zu lernen.

Mein Monatsprojekt war Magisterium. Diese Reihe richtet sich vor allem an jüngere Leser und die Bücher haben zum Teil keine 300 Seiten, sodass ich diesen Monat recht viel lesen konnte. Ich bin froh, dass ich hinter diese Reihe einen Haken machen kann und insgesamt hat sie mir auch ganz gut gefallen, aber ich finde, dass der erste Band noch der Beste ist. 

Der Engel mit den schwarzen Flügeln habe ich aus dem Regal meiner Mutter gezogen. Letztes Jahr habe ich sehr von Petra Hammesfahr geschwärmt. Mit diesem Buch hat sie mich leider gar nicht überzeugt. Vermutlich habe ich das Buch einfach nicht verstanden. Ich mag keine Bücher, die mich im Unklaren lassen. Ein offenes Ende ist die eine Sache, aber wenn ich am Ende nicht weiß, ob das was passiert ist, wahr ist, Einbildung ist, eine natürliche Ursache hat oder Übernatürlich ist, dann mag ich das nicht. Hier folgt auf jeden Fall eine Besprechung.

Mein Monat endete mit nach der Hölle links. Damit habe ich eine Dilogie beendet, was ich nicht geplant hatte, aber ich beschwere mich sicher nicht. Ich möchte hierzu noch eine Besprechung schreiben, aber falls ich das nicht schaffe, möchte ich an dieser Stelle schonmal anbringen, dass ich an mir eine Veränderung festgestellt habe. Ich werde sensibler, was Sprache angeht. Sprache hat mich schon immer interessiert und ich finde es faszinierend, wie sehr wir allein durch die Wortwahl beeinflusst werden können. Aber ich bin leider auch ein Mensch, der mit der Nase auf diese Dinge gestoßen werden muss, um sie zu bemerken. Wenn man mir nicht sagt, dass die Formulierung XY schlecht ist, komme ich selten von allein auf die Idee. Dieses Buch hat mir nun gezeigt, dass ich dennoch aufmerksamer geworden bin. Mir sind so einige Formulierungen aufgefallen, die ein falsches Bild von Personen(-gruppen) vermitteln. Ich bin weit davon entfernt perfekt zu sein, aber ich habe mich schon gefreut, dass ich gewisse Dinge verinnerlicht habe. 

Neu im Regal:
Aufgrund der Tatsache, dass ich in die Bücherei gehen konnte und Reihen beenden wollte, hatte ich nur einen Neuzugang. Ich bin wirklich begeistert. Ob es im April so weitergeht, möchte ich bezweifeln. Die Bibliothek hat wieder geschlossen und ich habe ein bisschen (große) Lust, ein paar Bücher zu bestellen.
  • Nach der Hölle links - Raik Thorstad - Payback
Ein paar Worte zu meinem Film- und Serienmonat:
Auf der einen Seite kommt es mir vor, als vergeht die Zeit sehr schnell (siehe oben. Das erste Quartal ist schon um!). Auf der anderen Seite, habe ich im März Liebe² gesehen und das kommt mir vor, als wäre es schon Jahre her. Ich muss mir endlich mal das Sachbuch über Zeit und Zeitempfinden kaufen. Vielleicht wird mir die Sache dann klarer. Der Film hat mir jedenfalls überraschend gut gefallen. Es handelt sich dabei um einen polnischen Liebesfilm und obwohl es von der Story gar nicht so besonders ist, fand ich ihn wirklich süß. Netflix macht überhaupt gute Liebesfilme, finde ich. Nichts geht über Holiday Inn Love, aber ... Liebe² ist auf jeden Fall auch eine gute Wahl.

Außerdem habe ich endlich die zweite Staffel von Virgin River fast beendet. Mir fehlen noch zwei Folgen und ja, ich drücke mich davor. Ich habe schon von einer Freundin gehört, dass die zweite Staffel "richtig kacke" enden soll und meine Kollegin hat ähnliches angedeutet. Mir passen so einige Entwicklungen in der zweiten Staffel nicht und ich bin ein bisschen verzweifelt. Die können mir ja nicht alle Pärchen versauen. 

Das Leben in seinen Facetten:
Ich glaube, ich muss diese Kategorie einmotten, zumindest bis sich Corona mehr oder weniger verabschiedet hat. Allzuviele Facetten bietet das Leben ja seit längerem nicht. Wie dem auch sei. Mittlerweile hat man ja die vielfach die Möglichkeit sich testen zu lassen, ob nun Zuhause oder in einem Testzentrum. Für Angestellte der Stadt gibt es bei uns einen eigenen Testbereich, sodass wir auch recht kurzfristig Termine bekommen können. Meinen ersten Test habe ich bereits hinter mir und es war glücklicherweise nicht unangenehm. Der Test selbst ging schnell, ich musste nicht brechen und mein Gehirn sitzt auch noch an Ort und Stelle. Die Atmosphäre war auch sehr locker. Ich wurde gefragt, ob ich bei der Polizei arbeite, weil der letzte Polizist dem Mitarbeiter wohl gedroht hätte ihn zu erschießen, wenn es wehtun würde. Ich glaube er hat mir nicht ganz geglaubt, dass ich nicht bei der Polizei bin, aber Fakt ist: wir leben beide noch.

Meinen aktuellen Ohrwurm möchte ich euch nicht vorenthalten: Nathan Evans - Wellerman Noch keine zwei Jahre in Norddeutschland und schon vollkommen eingenommen von der maritimen Lebensart.

Ansonsten habe ich Urlaub und ich konnte schon drei Tage bei bestem Wetter im Garten sitzen. Die Sonnenstrahlen tun mir sehr gut und ich hoffe, die aktuelle Kältephase verschwindet schnell wieder. 

Ausblick auf den April:
Erst habe ich noch ein bisschen Urlaub. Das Wetter wird wohl nicht mehr so schön wie am Anfang, aber vielleicht komme ich dann endlich mal zum Rezensieren. 

Wenn ich dann wieder arbeiten gehe, habe ich einiges zu tun. Mein Terminkalender für den ersten Öffnungstag ist voll, leider auch mit Terminen, auf die ich weniger Lust habe. Aber hilft ja nichts. Wahrscheinlich bekommen wir Mitte April auch eine neue Kollegin. Wenn das klappt, wären wir erstmal voll besetzt. Dieser Zustand wird aber wohl nicht lange anhalten. 

Ihr merkt, ich habe immer weniger zu erzählen. Es passiert aber auch einfach gar nichts. Na ja ihr kennt das. 

Habt einen tollen April ♥ Julia

Donnerstag, 1. April 2021

Fazit ~ Challenge - Ende gut - alles gut


Hallo zusammen,

ich habe euch hier von der Reihenabbauchallenge von Steffi und Nanni erzählt, an der ich teilgenommen habe. Die Challenge ist mit Ablauf des Monats März zuende gegangen und ich möchte ein kleines Fazit ziehen. 

Ich kann euch leider keine aktuellen Zahlen nennen, da ich meine Reihenübersicht gerade bearbeite, aber wir können uns mal anschauen, was ich so gelesen habe. 

Zu Beginn der Challenge hatte ich mir 10 Reihen mit insgesamt 15 Titeln vorgenommen, die ich gern beenden bzw. auf den aktuellen Stand lesen wollen würde. Tatsächlich habe ich die Hälfte der Reihen gelesen, was ich ziemlich gut finde. Ich liebe zwar Listen, aber was den Reihenabbau angeht, tue ich mich mit Listen schwer. Ich bin daher sehr zufrieden. 

Von der Liste beendet bzw. auf den aktuellen Stand gelesen habe ich:

  • Knickerbocker4immer - Thomas Brezina
  • Outback Sisters - Sasha Wasley
  • Magisterium - Holly Black und Cassandra Clare
  • Schwert und Krone - Sabine Ebert
  • Someone - Laura Kneidl

Von der Liste noch offen:

  • Emilia Capelli & Mai Zhou - Judith Winter
  • Emma Carow - Ule Hansen
  • Kate Burkholder - Linda Castillo (schon auf dem SuB!)
  • Rhyme & Sachs - Jeffery Deaver (eine Schande, da Lieblingsautor)
  • Final 7 - Kerry Drewery (sehr ärgerlich. Hab schon fast vergessen, was in den Vorgängern passierte. Problem: Englisch)

Zusätzlich habe ich folgende Reihen beendet bzw. auf den aktuellen Stand gelesen:

  • Alaska - Dani Pettrey
  • Baltimore - Karen Rose
  • Hunter & Garcia - Chris Carter
  • Frank Liebknecht - Brigitte Pons
  • Andreas & Sascha - Raik Thorstad

Darüber hinaus habe ich jeweils einen Band der Van Veeteren und der Dora Reihe gelesen.

Insgesamt habe ich 22 Bücher für die Challenge gelesen. Mehr geht wohl immer, aber da ich in den ersten vier Monaten nur jeweils ein bis zwei Bücher geschafft habe, bin ich doch sehr sehr zufrieden. 

Ich habe auch mal in meiner Excel-Liste geschaut, wieviele Reihen ich im Challengezeitraum begonnen habe. Insgesamt waren es sechs angefangene Reihen von Oktober bis Ende März, plus außer Konkurrenz eine Manga Reihe. Von den sechs Reihen werde ich aber vier nicht weiterverfolgen, weil ich den Reihenauftakt entweder schon abgebrochen habe, oder mich nach dem ersten Band entschieden habe, dass ich die Reihe nicht fortsetzen möchte. Folglich komme ich auf zwei angefangene Reihen und zehn beendete bzw. auf den aktuellen Stand gelesene. Das macht ein minus von 8 Reihen. Hätte ich am Anfang der Challenge überhaupt nicht mit gerechnet.

Ich nehme aus der Challenge eine große Portion Motivation mit, meine Reihen weiter abzubauen. Ich mache mir nichts vor, ich werde meine Reihen nie vollständig bezwingen, aber so lang ich regelmäßig Reihen beende, ist es auch okay neue anzufangen. Weiterhin nehme ich mir mal wieder vor, insbesondere bei Thrillerreihen aktuell zu bleiben. Klappt gut, wie man daran erkennt, dass ich den neuen Teil der Kate Burkholder Reihe noch nicht gelesen habe. Jedenfalls würde Chris Carter unter diesen Punkt fallen. Mal sehen, ob es damit besser klappt, als mit Frau Castillo. 

Abschließend vielen Dank an Nanni und Steffi für die Organisation und den neuen Anstupser, den Reihen mal wieder an den Kragen zu gehen.

Donnerstag, 4. März 2021

Gedankensammelsurium ~ Hunter & Garcia - Chris Carter

Hallo zusammen,

ich habe letzten Monat die halbe Hunter & Garcia Reihe von Chris Carter gelesen. Nachdem ich im Monatsrückblick gemerkt habe, dass ich doch ein bisschen was dazu sagen möchte, habe ich diesen Post angefangen. Es ist keine echte Rezension, sondern mehr Gebrabbel über die einzelnen Bände, aber vielleicht interessiert das auch jemanden. Falls nicht ist das auch okay. Ich habe zumindest eine kleine Gedankenstütze für mich, falls ich in ein paar Jahren nochmal wissen möchte, was ich über Band X oder Y dachte. 

Wichtig: Ich werde nicht spoilern, in dem ich euch verrate wer der/die Täter*in ist oder wer stirbt oder ähnliches. Aber ich werde dennoch auf Details eingehen. Zum Beispiel werde ich beschreiben, wie in einem Band der Täter überführt wurde. Dies wird euch aber nicht dabei helfen, denn Täter schneller zu identifizieren, solltet ihr das Buch noch lesen wollen.

Allgemeines zur Reihe und I am death - der Totmacher (Band #7)

Im siebten Band ist Garcia wieder mit von der Partie. Yippieh. Auch wenn er - leider - nur Hunters Sidekick ist, fehlt ohne ihn doch etwas. 

Wahrscheinlich werde ich mich jetzt bei allen noch folgenden Teilen der Reihe wiederholen, aber es ist so: Ich mag die Bücher. Sie sind spannend, ich fliege häufig durch die Seiten, die Auflösung ist schlüssig, die Charaktere sind nachvollziehbar und sympathisch. 

Aber ich verstehe nicht, warum Chris Carter als DER Thrillergott hingestellt wird. Wirklich nicht. Von Band zu Band werden die Morde brutaler, die Täter*innen übertrumpfen sich in Abartigkeiten... wenn ich die Reihe irgendwann nicht weiterverfolgen sollte, dann aus diesem Grund. Nicht das ich das nicht lesen könnte, obwohl es zum Teil schon sehr ekelig ist (Stichwort: Schleifmaschine), aber weil es einfach so drüber ist, dass es für mich schon unrealistisch wirkt. 

Davon abgesehen stört mich zunehmend Garcias Rolle. Ich mag ihn so gern, aber gefühlt redet Hunter mit ihm wie mit einem Kleinkind und ich weiß nicht, ob er jemals einen Gedanken hatte, den Hunter nicht schon vor ihm gehabt hat. Zu den Ermittlungen trägt er nie was bei, jedenfalls nichts gedankliches. Er muss nur Laufarbeit erledigen, weil Hunter nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann. 

Bewertung: 4 Big Ben

Death Call - Er bringt dir den Tod (Band #8)

Dieser Teil hat mir thematisch sehr gut gefallen. Die Umsetzung war größtenteils wieder gut, aber leider auch nicht mehr. Siehe oben. Was mir aber sehr gut gefallen hat: Hunter entwickelt ein Privatleben. Wer hätte das gedacht. Das Ende war für mich dann leider enttäuschend, weil die Auflösung meiner Meinung nach einen großen Logikfehler aufweist. Das kann aber auch an der Übersetzung liegen. 

Der Täter wird überführt, weil er eine Einblutung im Auge hat. Die Einblutung hat eine ganz bestimmte Form und jemand - Hunter, wer sonst? - erinnert sich, diese Einblutung schonmal gesehen zu haben. Zack, Täter ermittelt. Mag ja alles möglich sein. ABER: anfangs hieß es, dass der Täter eine Gesichtsmaske und rote Kontaktlinsen trägt. Es wird sogar explizit erwähnt, dass nichts weißes mehr zu sehen ist! Wie kann Hunter diese rote Einblutung also bemerken? Er kann sie bei der Person bemerken, als er noch nicht weiß, dass es sich dabei um den Täter handelt. Aber bei dem Killer, als dieser als solcher auftritt, kann er sie gar nicht sehen und daher auch den Zusammenhang nicht herstellen. 

Bewertung: 3 Big Ben

Blutrausch - Er muss töten (Band #9)

Vorweg: Der deutsche Titel ist Müll. Der Täter fällt ganz sicher nicht in einen Blutrausch und er muss töten... na ja. Angesichts der Tatsache, dass dieser Killer von allen Killern der am wenigsten zwangsgestörte ist (jedenfalls was seine Taten angeht)... Ach, lassen wir das. 

So ungefähr auf Seite 300 gibt es einen Dialog zwischen Captain Blake und Hunter und Garcia (vielleicht waren es auch andere Personen, aber egal), in dem es sinngemäß um folgendes geht: Blake stellt fest, dass der Fall schon so und so alt ist und das und das passiert ist und die Polizei NICHTS weiß. Der Rest des Gesprächs interessiert gar nicht, weil Blake das wesentliche bereits gesagt hat. Das Buch hat 440 Seiten und auf Seite 300 gibt es noch keinen nennenswerten Fortschritt. 

Was man Chris Carter zugute halten muss ist, dass man es beim Lesen nicht so richtig merkt. Mir jedenfalls fällt es oft erst hinterher auf, dass eigentlich gar nicht so viel passiert ist. Aber spätestens dann merke ich es eben doch. In diesem Band fiel es mir leider durch zwei Dinge doch sehr stark auf. 

Einerseits eben durch Blakes oben genannte Aussage. Andererseits aber auch dadurch, dass bis kurz vor Ende überhaupt nicht klar ist, wer der Täter oder die Täterin ist, dann jemand festgenommen wird und erst in der Rückschau erklärt wird, warum es jetzt diese Person war bzw. wie man darauf gekommen ist. 

Ehrlich gesagt ist das auch der Grund, warum ich letztendlich nur drei Big Ben vergeben habe. Bis Seite 423 (zur Erinnerung, dass Buch hat 445 Seiten) weiß man über den Täter nichts persönliches. Dann wird plötzlich das Haus des Täters gestürmt und man weiß gar nicht, was man davon jetzt eigentlich halten soll. Wenn ihr einen Krimi oder Thriller lest oder den Tatort schaut oder von mir aus auch einen True-Crime-Podcast hört, was wollt ihr dann lesen, sehen, hören? "Es gab einen Mord, oh noch ein Mord, Mist, vielleicht tut er das aus diesem und jenem Grund, wir wissen überhaupt nichts. Herr XY sie sind festgenommen." Da fehlt mir der Teil zwischen "Wir wissen nichts" und "Herr XY sie sind festgenommen". Und das ist ein sehr sehr großer Teil in meinen Augen. Sonst muss ich ja keine Thriller lesen. Es wird dann wie gesagt erklärt, warum Herr XY es denn jetzt gewesen ist und vor allem wie Hunter (wer auch sonst?) darauf gekommen ist, aber neeee. Das war irgendwie schwach. Es war eine Kombination aus Fleißarbeit, Zufall und Glück. Zwar spiegelt das die Realität gut wieder, aber dafür muss ich dann keine 400 Seiten einen Chris Carter lesen. Man könnte dann denken, dass Buch sei jetzt vorbei, aber nein, es gibt noch zwei Kapitel. Und die beiden Kapitel sind kein Cliffhanger, die sind eine Frechheit. 

Um aber auch mal was positives zu diesem Band zu sagen: Hunter hat weiterhin ein Privatleben. Yeah! Garica hatte eine eigene Idee, die den Fall ein wenig weitergebracht hat. Doppeltes Yeah!

Bewertung: 3 Big Ben

Jagd auf die Bestie (Band #10) 

Die größere Frechheit ist eigentlich der Anfang des 10. Teils. Die letzten beiden Kapitel des vorherigen Bandes sind die ersten beiden diesen Teils. Was in Ordnung ist, schließlich werden dadurch ja die Ereignisse diesen Bandes angeschoben. Aber wenn ich so etwas mache, dann muss ich doch die Situation identisch schildern. Oder einfacher gesagt, ich mache Copy und Paste. Aber ich kann doch nicht im letzten Kapitel von Band 9 ein Telefonat beschreiben, bei dem der Angerufene 5 Sätze sagt und Band 10 beginnt mit derselben (!) Situation und der Angerufene stellt plötzlich Rückfragen und das Telefonat dauert viel länger. Das mag eher eine Kleinigkeit sein, weil die Situation trotzdem noch erkennbar ähnlich ist und es für den Verlauf der Geschichte nichts ändert, aber ich finde das stilistisch schlecht. Und gerade wenn jemand so gefeiert wird wie Chris Carter, dann erwarte ich da mehr.   

Okay, okay, ich rudere zurück. Ich könnte mein Geschriebenes von oben einfach löschen und so tun als wäre nichts gewesen. Ich kann aber auch einfach zugeben, dass ich zu schnell geurteilt habe, da Chris Carter im Nachwort kurz darauf eingeht. Aus Spannungsgründen hat er wohl hier und da was geändert. Es ist wie gesagt nicht viel, aber nun ja. Hätte für mich nicht sein müssen, aber ich finde es gut, dass er es zumindest anspricht. 

Überraschender- und glücklicherweise hat mir dieser zehnte Band von der Handlung wieder besser gefallen. Er nimmt Bezug auf Band 7, aber man kann ihn meiner Meinung nach auch unabhängig davon lesen. Es macht aber sicher mehr Spaß, wenn man den siebten Teil schon kennt. Einziges Manko, was aber Geschmackssache ist und daher nicht so richtig Carters Schuld, ist die private Entwicklung bei Hunter. Das war das mit Abstand fieseste, was der Autor jemals gemacht hat. Ehrlich. Das ist so gemein und unfair und ich mochte die Entwicklung so gar nicht. Ich hab so eine klitzekleine Hoffnung, dass sich Chris Carter irgendwann wieder umentscheidet, aber darauf kann ich vermutlich lang warten.

Bewertung: 4 Big Ben

Bluthölle (Band #11)

Nachdem es mit Band 10 ganz gut geklappt hat, wollte ich das Projekt dann schnell zuende bringen und habe direkt den 11. und somit aktuellsten Band hinterher geschoben. Ich habe von vielen Fans gehört, dass dieser Teil wohl anders sein soll. Nicht so gut wie der Rest. Der Grund dafür ist wohl, dass die Lebensgefährtin des Autors verstorben ist, während er an dem Buch gearbeitet hat. 

Es überrascht mich nicht sonderlich, dass ich das Buch gar nicht so schlecht fand. Oder anders gesagt, es hat sich für mich nicht wesentlich von den anderen Büchern unterschieden. Ja, Band 11 war kein Highlight, aber das waren die anderen Teile ja für mich auch nicht. 

Lediglich das Ende bzw. die Auflösung hat mir nicht gefallen. Das war irgendwie typisch amerikanisch finde ich. Chris Carter kann sich überraschendere und besser durchdachte Enden ausdenken, als er hier präsentiert hat. Vielleicht hat er es von Anfang an so geplant, vielleicht hat er durch seinen Verlust aber auch einfach das erstbeste Ende genommen, was ihm in den Sinn kam. Ich weiß es nicht. Es war jedenfalls nicht der Knaller.

Bewertung: 4 Big Ben

Sonntag, 28. Februar 2021

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen,

der schön ordentliche Februar ist Geschichte. Schade eigentlich. Zum Bloggen und Arbeiten finde ich es praktisch, wenn jeder Monat auf einem Montag beginnt. Im Januarsammelsurium habe ich erwähnt, dass ich noch Rezensionen schreiben möchte, aber nicht weiß, ob ich das Vorhaben einhalten kann. Ich habe sowohl die Klassiker, als auch das Sachbuch rezensiert.  Ich bin ein bisschen begeistert. Für Februar habe ich ebenfalls alle geplanten Rezensionen veröffentlicht, also blogtechnisch lief es richtig gut. Werfen wir jetzt aber mal den Blick auf meine gelesenen Bücher:

3 Big Ben
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2021/02/reihenvorstellung-dora-gumundsdottir.html
4 Big Ben
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2021/02/abgebrochen-angelesen-11.html
Abgebrochen
4 Big Ben
3 Big Ben

3 Big Ben

4 Big Ben

4 Big Ben

 

 

 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
Ein paar Worte zu meinem Lesemonat: 
Mein Lesemonat war sehr thrillerlastig, was vor allem daran liegt, dass ich aktuell motiviert meine Reihen angehe. Ich habe zwar Lust auf die ein oder andere Liebesgeschichte, aber die Bibliothek hat aus diversen Gründen geschlossen und deshalb hab ich gerade nur Thriller. Es begann irgendwie schleppend und ich dachte, ich gehe mit maximal sechs Büchern aus diesem Monat (inklusive dem Abbruch), aber dieses Wochenende bin ich ein bisschen in einen Leserausch gefallen. Mit Chris Carter. Keine Ahnung was da bei mir los war.

Das grobmaschige Netz von Håkan Nesser ist eines der Bücher aus dem Regal meiner Mutter. Sie hat eine Menge Bücher des Autors... Es handelt sich um den ersten Band der Van Veeteren Reihe, aus der ich vor Jahren mal ein Hörbuch gehört habe, was mir damals ganz gut gefiel. Der Reihenauftakt war auch nicht schlecht und ich kann mir durchaus vorstellen, sie nach und nach zu vervollständigen, aber das hat keine Priorität. Wahrscheinlich würde ich auch durchdrehen, wenn ich mehrere Bände hintereinander lesen würde. Der Autor ist Schwede und seine Bücher spielen in einem fiktiven Land in Europa, dass sowohl niederländische, als auch skandinavische (dänische?) und polnische Elemente enthält. Die Hauptstadt des Landes heißt Maardam und die Währung heißt Gulden. Die Tote heißt mit Nachnamen Ringmar. Der Kollege von van Veeteren heißt Münster. Ehrlich gesagt hat mich das beim Lesen verrückt gemacht, weil ich den Roman die ganze Zeit geographisch verorten wollte, das aber nicht konnte.

Die eisblaue Spur von Yrsa Sigurðardóttir habe ich gemeinsam mit Melli gelesen. Auch hier handelt es sich um eine Reihe, allerdings um den vierten Band. Nachdem mir der dritte Band nicht mehr so gefallen hat, habe ich eine lange Pause eingelegt, sodass ich den vierten Band dann mochte. Auch der Wechsel von den Hörbüchern auf die Bücher hat gut getan. Band fünf und sechs wollten wir eigentlich auch gemeinsam lesen, aber da ich diese aktuell nicht aus der Bibliothek ausleihen kann, musste ich die Leserunde dann doch leider absagen. Ich habe eine Reihenbesprechung vorbereitet, die dann erscheinen wird, wenn ich die letzten beiden Teile gelesen habe.

Das Hohelied des Todes von Faye Kellerman war ein richtiger Reinfall. Das ist vielleicht aber auch nicht schlecht, da die Reihe um die 25 Bände hat. Ich glaube, meine Mutter hat noch ein oder zwei Teile dieser Reihe. Die werde ich dann aussortieren, wenn ich das nächste Mal Zuhause bin. Ich habe zu dem Buch einen langen Text geschrieben, den ich auf dem Cover verlinkt habe. 

Zu Chris Carter hatte ich ursprünglich in diesem Post etwas geschrieben, aber das ganze hat Ausmaße angenommen, die ich euch in diesem Rahmen nicht zumuten wollte. Es wird dazu einen Post geben, der für die meisten von euch wahrscheinlich nicht so interessant sein wird, aber manche Dinge müssen einfach raus und deshalb habe ich meine Gedanken zu den Büchern einfach mal aufgeschrieben. Falls ich in ein paar Jahre nochmal wissen muss, was ich bei den Büchern gefühlt habe.

Neu im Regal:
Bei mir sind ein paar neue Bücher eingezogen, was ich auch diesen Monat nicht geplant habe. Aber die Leserunde und dann sind da irgendwie die restlichen Reihenfortsetzungen in meinem Warenkorb gelandet und schon war es passiert.
  • Die eisblaue Spur - Yrsa Sigurðardóttir - - Neu - gekauft
  • Blutrausch - Chris Carter - Neu - gekauft
  • Jagd auf die Bestie - Chris Carter - Neu - gekauft
  • Bluthölle - Chris Carter - Neu - gekauft
  • Lügenpfad - Brigitte Pons - Ebook - Prämienpunkte
 
Ein paar Worte zu meinem Film- und Serienmonat:
Endlich endlich endlich gibt es Mein Blinddate mit dem Leben auf Netflix. Ich wollte ihn schon ewig sehen, aber ich bin nicht dazu gekommen und habe mir immer gewünscht, dass er mal auf Netflix verfügbar ist. Wie oft ich mittlerweile das Wort Netflix verwende, ist auch nicht mehr normal. Ich, die ich jahrelang standhaft geblieben bin, bin dem Streaming verfallen. Egal. Der Film basiert auf dem Leben von Saliya Kahawatte und ich glaube, der Film zählt zu meinen neuen Lieblingen. Es gibt lustige Szenen, ernste Szenen, Szenen die mich zum Nachdenken gebracht haben. Als ich gesehen habe, dass der Film fast 2h dauert, war ich erst erschrocken, aber ich habe währenddessen nicht einmal auf die Restzeit geschaut und das mache ich sonst sogar bei meinen Lieblingsfilmen. Man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Saliya steckt mitten in den Abiturvorbereitungen, als sich seine Sicht rapide verschlechtert. Innerhalb kürzester Zeit ist er nahezu blind. Dennoch möchte er sein Abitur auf einer Regelschule machen und dann... eine Hotelfachausbildung. Zunächst geht er offen mit seiner Erkrankung um, doch als er aufgrunddessen immer wieder Absagen erhält, verschweigt er diese schließlich. Er bekommt einen Ausbildungsplatz in München. Im Hotel Bayrischer Hof. Es ist unglaublich mit welchen Tricks und Hilfsmitteln Saliya es schafft die verschiedenen Stationen seiner Ausbildung zu meistern, ohne das kaum jemand von seiner Blindheit erfährt. Das ist einerseits beeindruckend und andererseits lustig, wenn Saliya in die ein oder andere seltsame Situation gerät.

Ich hatte mir außerdem die zweite Staffel Mindhunter vorgenommen und tatsächlich habe ich es geschafft sie anzuschauen. Es gibt auch schon einen Post darüber, weshalb ich hier gar nicht mehr sagen möchte. Falls euch die Serie interessiert, schaut hier vorbei. 

Das Leben in seinen Facetten:
Ich hatte diesen Teil schon ein wenig mit Leben gefüllt, aber aus irgendwelchen Gründen ist der Text wohl nicht gespeichert worden. Ich weiß noch, dass ich über Corona gesprochen habe, der Rest ist mir entfallen. 
Ach ja, meine Fortbildung für März fällt leider aus. Ich hatte schon damit gerechnet, aber mich interessiert das Thema so und daher bin ich doch ein bisschen enttäuscht. Es sollte um gendergerechte und diskriminierungssensible Sprache gehen. Das Thema finde ich sowieso wichtig, aber gerade bei meiner Arbeit halte ich das für sehr relevant.

Mitte des Monats hatte ich dann ein ziemliches Tief. Ich habe daraufhin spontan einen Tag Überstunden abgebaut und das war die beste Entscheidung überhaupt. Wenn ich zur Arbeit gegangen wäre, hätte ich die ganze Woche diese negativen Gefühle mitgeschleppt und vermutlich nicht viel auf die Reihe bekommen, abgesehen von den Basics vielleicht. So aber habe ich einen Tag abgeschaltet und war am nächsten Tag wieder fit und motiviert und konnte den Rest der Woche produktiv arbeiten. Ich bin mir selbst dankbar, dass ich diesen Schritt gegangen bin und gesagt habe "Mir geht es nicht gut, ich brauche diesen Tag Pause", aber auch meinen Kolleg*innen, dass das so problemlos und kurzfristig möglich war. 

Das Wetter muss an dieser Stelle auch erwähnt werden. Rosenmontag musste ich dank Schneefall von der Arbeit nach Hause laufen, am Sonntag danach habe ich meinen Liegestuhl aus dem Keller geholt und mich im T-Shirt auf den Balkon gelegt. Wieder eine Woche später, sprich heute, ist es so nebelig, dass ich auf den Kalender schauen muss um zu erkennen, dass wir noch nicht im November angekommen sind. 

Corona - kann keiner mehr hören, aber es als "das große C" oder "das böse C" oder ähnliches zu bezeichnen, löst das Problem leider auch nicht. Während anderswo über Lockerungen gesprochen wird, steigen hier die Zahlen stark an. Das macht mir ein bisschen Sorgen, insbesondere deshalb, weil unser Amt bisher von Quarantänemaßnahmen oder sogar Erkrankten verschont geblieben ist und ich eigentlich nur darauf warte, dass es doch passiert. Ich hoffe es natürlich nicht, aber wenn ich bedenke, dass viele unserer Besucher bei Deutsche See und Frozen Fish arbeiten... Reden wir besser nicht weiter drüber und hoffe, dass es weiterhin gut geht.

Ausblick auf den März:
Im März wollte ich ursprünglich die Hunter & Garcia Reihe beenden. Da habe ich mein Soll schon erfüllt. Ich hoffe, dass die Bibliothek bald wieder öffnen kann, damit ich weitere Reihen beenden kann. Unter anderem Magisterium steht auf dem Plan. Vielleicht steht auch Urlaub an. Das hängt einerseits von Corona ab, andererseits auch von Entwicklungen auf der Arbeit. Aber aktuell gehe ich davon aus, dass ich zwei Wochen Urlaub haben werde. Schauen wir mal.

Habt einen schönen März ♥ Julia