Freitag, 15. Januar 2021

Gedankensammelsurium ~ Meine Leseziele für 2021

Hallo zusammen,

vielleicht habt ihr mal mitbekommen, dass ich früher jedes Jahr unter ein bestimmtes Lesemotto gestellt habe. So gab es ein Reihenjahr, ein Sachbuchjahr und ein Jahr der SüB-Verjüngung. Aus Mangel an Ideen gab es im letzten Jahr kein Motto und auch dieses Jahr gibt es keines. Da ich aber trotzdem ein paar Lesevorhaben habe, diese nur nicht zu einem Motto taugen, habe ich mir einige kleinere Ziele gesetzt. Es wirkt vielleicht ein bisschen viel, aber einige Kategorien lassen sich durchaus miteinander verbinden. Außerdem sollen mir diese Ziele vor allem als Orientierung dienen, falls ich mal wieder alles gleichzeitig lesen möchte.

SuB aus 2020 weglesen
Das ist jedes Jahr mein Ziel und das für mich wahrscheinlich wichtigste. Es ging und geht mir nie darum, einen Null-SuB zu haben. Ich möchte nur einen jungen SuB haben. Ende 2021 möchte ich also wieder nur Bücher auf dem SuB haben, die ich auch dieses Jahr bekommen habe.

Bücherschrank
Ich wohne in der Nähe eines Bücherschranks und irgendwie ist es passiert, dass sich sehr viele Bücher angesammelt haben, die ich von dort mitgenommen habe. Wahrscheinlich habe ich zu oft Bücher dort hingebracht... Es sind jedenfalls so viele, dass ich mir hier ein extra Ziel setzen musste. Bis Ende des Jahres möchte ich möglichst die Hälfte der Bücher gelesen haben.

Miniziele
Ich habe mir ein paar Miniziele gesetzt, weil ich am liebsten alles gleichzeitig machen möchte. SuB verjüngen, Reihen beenden, Bücher rereaden, das Regal leeren... Da aber nicht alles gleichzeitig möglich ist und ich beim Fokussieren auf eine Sache, alle anderen vergessen würde, gibt es die Miniziele. Ich möchte:
  • 6 Reihen abbauen (und hier meine ich tatsächlich solche, die auch beendet sind!)
  • 6 Klassiker lesen
  • 6 Bücher meiner Mutter lesen
  • 6 Bücher rereaden (bevorzugt die, an die ich mich nicht erinnern kann, damit ich sie ggf. aussortieren kann)
  • 6 Bücher aus dem Bereich Gay(romance) lesen, weil ich das Genre liebe, aber vernachlässige
  • 6 Bücher aus der Onleihe lesen, damit ich meine Liste leeren und gleich wieder füllen kann
  • 6 Bücher von meinem "99 Bücher, die man gelesen haben muss" Poster lesen
  • 3 Bücher auf Englisch lesen
  • 3 Leseprobenbücher lesen

Poster - 99 Bücher, die man gelesen haben muss
Erklärungsbedürftig sind wahrscheinlich zwei Punkte:

Als meine Mutter ihr Bücherregal aufgelöst hat, habe ich sehr viele ihrer Bücher übernommen. Wir haben einen ähnlichen Lesegeschmack bzw. lesen wir beide sehr gern Thriller und so haben eben viele Bücher nur das Stockwerk gewechselt. Es handelt sich dabei größtenteils um ältere Werke von bekannten Autor*innen wie Hakan Nesser, Henning Mankell, Camilla Läckberg, Karen Fossum, Tess Gerritsen etc. Ich möchte Bücher dieser Autor*innen lesen und erfahren, ob sie mir gefallen. Wenn ja... habe ich für die nächsten Jahre genug zu lesen. Wenn nein, werde ich die jeweiligen Autor*innen komplett aussortieren. Mit Petra Hammesfahr lief dieser Versuch übrigens 2020 hervorragend.

Was die Leseproben angeht, werde ich ein bisschen freakig. Ich weiß nicht so genau wie es angefangen hat, aber irgendwann hatte ich einen großen Stapel Leseproben interessanter Bücher. Regelmäßig bin ich den Stapel durchgegangen und habe alles aussortiert, was mich nicht mehr interessierte (selten) oder wo ich das Buch schon gelesen hatte (öfter). Jetzt ist der Stapel kleiner, aber immer noch da. Jeder normale Mensch würde die grüne (oder hier blaue) Tonne aufmachen, die Leseproben reinschmeißen und den Deckel wieder schließen. Ich sage mir: "Du bist doch nicht mit dem Zeug umgezogen, damit du sie jetzt 350 km weit weg von Zuhause in den Papiermüll schmeißt." Muss man nicht verstehen. Ich möchte mindestens drei der Leseprobenbücher lesen und dann die Leseprobe in den Müll schmeißen. Denkt euch dazu euren Teil. Ich habe eine Macke was Listen und Dinge erledigen und abhaken und so weiter angeht. Aber sonst bin ich voll okay.

Film & Fernsehen 

Ich habe den Post zwar Leseziele genannt, aber es gibt ja doch viele Film- und Serienliebhaber unter den Buchmenschen. Auch in diesem Bereich habe ich mir ein paar Sachen vorgenommen und von zwei Dingen erzähle ich euch jetzt:

  • Eine Serie beenden
Große Verwunderung bei einigen. Ich bin kein Serientyp. Aber auch kein Filmtyp. Und trotzdem gucke ich einigermaßen oft TV oder schaue Videos. Was gucke ich dann? Alles und nichts vermutlich. Jedenfalls habe ich einige Serien angefangen, aber ich schaue sie nie zu Ende, weil mir dann die Motivation fehlt. Ich habe mir aber gedacht, dass eine Serie pro Winter drin sein muss. Am Ende meines Lebens bin ich dann vielleicht mit meiner aktuellen Serienliste durch. Ich habe mir für den Anfang Queer als Folk ausgesucht, aber falls was anderes dazwischen kommt, wäre das auch okay.
 
  • Meine Netflix-Liste bearbeiten
Netflix und ich. Ich habe mir sehr lang und sehr erfolgreich gegen Netflix gewehrt. Dann habe ich mir einen Account zugelegt. Ich habe es sehr viel genutzt, danach nicht mehr angefasst und jetzt ist es mal so mal so. Was mich an Netflix wirklich wirklich stört ist, dass man dort nur eine Liste anlegen kann. EINE! Was soll denn der Mist? Ich brauche mindestens zwei (eine für gesehene und eine für ungesehene), eher mehr. Ich sag ja, ich habe einen Listenfimmel. Egal. Jedenfalls gibt es auf meiner Liste einige traurige Filme und ihr wisst, traurig ist nicht meins. Daher habe ich mir zehn Titel rausgesucht, die ich dieses Jahr gern sehen würde. Damit ich sie abhaken kann.

Habt ihr euch Leseziele gesetzt? Nehmt ihr an Challenges teil? Erzählt mir alles! :)

Sonntag, 10. Januar 2021

Aktion ~ Gänseblümchen 2021 #1

Hallo zusammen,

neues Jahr, neuer Versuch. Mal sehen, wieviel Ausdauer ich dieses Jahr habe. Ich habe diese Aktion bei Laberladen entdeckt. Ursprünglich stammt sie von Hoffnungsschein. Es geht im Grunde genommen darum, sich auf die guten Dinge zu konzentrieren. Was ist dir in der letzten Woche schönes passiert? Was hat dich glücklich gemacht? Was hat dich aufgemuntert? Was hat dir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert? 

 

Letzten Sonntag bin ich wieder in den Norden gefahren. Es scheint, als läuft es auf dieser Bahnstrecke besser, als damals in den Süden. Ich bin wieder ohne Verspätung oder sonstige Probleme angekommen, was mich sehr freut.

Am Montag hatte ich noch frei und ich habe den Tag gut genutzt. Ich hab mir zwar den Wecker relativ früh gestellt, weil ich im Urlaub doch sehr lang geschlafen habe, aber ich hab noch ein paar Videos im Bett geschaut. Dann war ich einkaufen, hab mein Bücherregal komplett aus- und ein bisschen umgeräumt, Geschenke für meine Kolleg*innen fertig gemacht, gekocht und ein Buch beendet. 
 
Ich habe mit der 30 Tage Yoga Challenge von Mady Morrison angefangen. Bisher habe ich es jeden Tag geschafft, die Übungen zu machen. Aber ich hatte ja noch keinen Montag, an dem ich gearbeitet habe. Mal schauen, wie es morgen klappt. 

Gemeinsam mit Sarah Force habe ich mir Groupies bleiben nicht zum Frühstück angesehen. Also sie bei sich, ich bei mir, aber gleichzeitig. Wir kannten den Film beide schon, aber es war sehr schön, sich mit Sarah auszutauschen. Der Film ist ein niedlicher Teeniefilm und zum Beispiel für Fans von "Systemfehler - Wenn Inge tanzt" zu empfehlen. 

Hattet ihr eine schöne erste Woche im neuen Jahr? Was waren eure Gänseblümchenmomente?



Freitag, 8. Januar 2021

Mein Lesejahr 2020

Hallo zusammen,

ich wünsche euch ein frohes und vor allem gesundes Jahr 2021. Ich schätze, die wenigsten haben Anfang des letzten Jahres mit dem gerechnet, was da auf uns zugekommen ist. Es soll aber gar nicht so viel um dieses Thema gehen, sondern hauptsächlich um Bücher. 

Ich habe im letzten Jahr einmal mehr meine Arbeit, und vor allem die Sicherheit die diese bietet zu schätzen gelernt. Zwar habe ich häufig Kontakt zu anderen Menschen, aber ich muss(te) mir keine Sorgen über Kurzarbeit, Homeoffice oder gar Arbeitslosigkeit machen. Mir ist bewusst, dass das ein großes Privileg ist. Ansonsten habe ich mal mehr, mal weniger mit mir und meinem Leben gehadert. Ich bin umgezogen, durfte aufgrund der Urlaubssperre 2019 im Jahr 2020 viel Urlaub nehmen, habe mit Yoga Zuhause angefangen und wieder aufgehört, ein paar lustige Treffen mit Kolleg*innen gehabt, als es noch und wieder möglich war. Tatsächlich waren auch zwei Tagesausflüge möglich, einmal Anfang des Jahres nach Holland und an meinem Geburtstag nach Bremen. Außerdem habe ich mich auf Twitch angemeldet und dadurch den Weg in eine tolle Community gefunden ♥

Was den Blog und Bücher angeht, war 2020 durchwachsen. Ich habe etwa 50 % weniger Beiträge gepostet als im Vorjahr, was meine Gedanken und Gefühle bestätigt, dass da etwas nicht stimmt. Es geht mir nicht darum eine bestimmte Anzahl an Beiträgen pro Woche oder Monat oder Jahr zu posten, aber so wie aktuell geht es für mich auch nicht weiter. Was sich ändern wird, weiß ich noch nicht. Aber ich werde es euch ggf. wissen lassen. 

Mein Rückblick wird wie immer ausufernd sein (wenigstens das ändert sich nicht). In Klammern findet ihr den Vergleich zum Vorjahr. Soweit vorhanden. Ich habe für 2020 die Exceltabelle von Tinette verwendet, weshalb ich manche Kategorien nicht ganz genau so auswerten konnte, wie ich es vorher gemacht habe. Letztendlich dient die Auswertung aber nur der Unterhaltung, da kommt es auf ein Buch mehr oder weniger nicht an.

 
Allgemeines
Gelesen: 108 Bücher (111)
Davon: Rereads: 3 (8)
Nicht auf Deutsch: 1 (1)
Abgebrochen: 6 (5)
Seiten: 37.440 (43.454)
Seiten pro Tag: ~ 102 (~ 119)
Ø Bewertung: 3,7 (3,7)
SuB am 1. Januar 2020: 14 Bücher
SuB am 31. Dezember 2020: 9 Bücher
Bester Monat: Januar (12 Bücher)
Schlechtester Monat: Februar und November (6 Bücher)
 
 Ich habe 2020 etwas weniger gelesen als im Vorjahr. Wenn man aber berücksichtigt, dass ich dieses Jahr komplett gearbeitet habe und im ersten Halbjahr 2019 noch auf Jobsuche war (also mehr Zeit hatte), bin ich sehr zufrieden. Ich habe nur wenig Bücher erneut gelesen, was einerseits gut ist, da meine Rereads oft Kummerrereads sind. Andererseits finde ich das auch ein bisschen Schade, da ich mittlerweile ganz gern meine Lieblingsgeschichten nochmal lese. Für nächstes Jahr plane ich mehr Rereads, aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr. 
Ich habe ein Buch auf Englisch gelesen. Gut ist, dass es nicht null waren, schlecht ist, dass es nur eins war. 
Ich habe ein Buch mehr abgebrochen als 2019 und drei mehr als 2018. Ist nicht schön, stört mich persönlich aber auch nicht so sehr. 
Zu meinem SuB muss ich nicht viel sagen, da die meisten von euch die Entwicklung mitbekommen haben. Falls nicht: Worte zum SuB. Ich hatte meinen SuB zwischenzeitlich auf 1 Buch reduziert. Mir ist vor allem wichtig, dass mein SuB möglichst jung ist, daher sind 9 Bücher vollkommen in Ordnung. 
 

Die monatliche Verteilung ist irgendwie interessant. Zuerst kam der stärkste Monat und dann der schwächste. Vielleicht hat es mir nach den vielen Büchern im Januar gereicht? Allerdings habe ich auch angefangen nach Wohnungen zu suchen, daher musste ich andere Prioritäten setzen. Warum der November so lesearm war, kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht habe ich ein bisschen viel auf YouTube und Twicht rumgehangen...

Verlage
Verlage insgesamt: 49 (36)
Davon: Fischer: 10 (8) 
LYX: 9 (13)
Heyne: 7 (8)
 
Ich habe Bücher aus 49 verschiedenen Verlagen gelesen. Damit übertreffe ich den Stand aus 2018 um einen Verlag und den aus 2019 um eine ganze Menge Bücher. Das finde ich ziemlich cool, auch wenn ich nicht bewusst nach neuen Verlagen suche. Ich denke es hängt damit zusammen, dass ich einerseits mehr Sachbücher lese und andererseits viel in der Bibliothek leihe. So komme ich auch auf Bücher, die im Buchladen und in den sozialen Netzwerken nicht so präsent sind.
Die drei häufigsten Verlage sind gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Fischer und LYX haben lediglich die Plätze getauscht.

Medium
Ebook: 15 (15)
Buch: 85 (101)
davon: Taschenbücher: 55
Hardcover: 30
Hörbuch: 8 (18)

  Fangen wir mit dem positiven an: Ich habe genauso viele Ebooks gelesen wie im Vorjahr. In den letzten Jahren habe ich immer wieder geplant mehr Ebooks zu lesen, aber es hat nie richtig geklappt. Ich kann also mit Stolz verkünden, dass es dieses Jahr zumindest nicht weniger geworden sind. 2020 habe ich eine Bücherliste aus dem Internet verwendet, weshalb ich dieses Jahr auch die Verteilung des Formats genauer auswerten kann. Ich habe 55 Taschenbücher und 30 Hardcover gelesen. Das ist ein bisschen überraschend, weil ich bevorzugt Taschenbücher kaufe. Die Hardcover sind also überwiegend Büchereibücher, Bücher aus dem offenen Bücherschrank oder nicht als Taschenbuch erhältlich.
Leider höre ich immer weniger. 2018 waren es 28 Hörbücher, 2019 waren es 18 und jetzt 2020 waren es 8. Kein Scherz. Wenn ich von meinem momentanen Leseverhalten ausgehe, werden es 2021 auch nicht mehr. Aber wer weiß schon, was das Jahr bringt.

Erscheinungsjahr:
aktuelles Jahr (2020): 10 (17 Bücher aus 2019 in 2019)
vor einem Jahr (2019): 14 (13 Bücher aus 2018 in 2019)
2019 bis 2000: 82 (80)
davon: 2000 bis 2010: 4
2011 bis 2018: 78
vor 2000: 2 (5) 
das sind: Vaterland - Robert Harris 
Eine Weihnachtsgeschichte - Charles Dickens 

Diese Kategorie mag ich eigentlich sehr gern, aber ich finde es schwierig, diese für euch verständlich auszuwerten. Mich interessiert, wie aktuell die Bücher sind, die ich so lese. Zehn meiner gelesenen Bücher sind erst in 2020 erschienen. Dazu kommen 14 Bücher, die im Jahr 2019 erschienen sind. Insgesamt habe ich also 24 Bücher gelesen, die nicht älter als ein Jahr sind (wobei ich die Monate nicht berücksichtigt habe. Das wäre mir zu aufwendig gewesen). Das sind sechs weniger als im Vorjahr. Ich denke das kommt daher, dass ich durch meine Anmeldung in der Bibliothek häufig dort gestöbert und ein paar Staubfänger meiner Wunschliste ausgeliehen habe. 
Die Klassiker habe ich leider wir sehr vernachlässigt. Für nächstes Jahr habe ich mir ein bisschen was vorgenommen. Mal sehen, ob das was wird.

Originalsprache:
Deutsch: 47 (57)
Fremdsprachig: 61 (59)
davon: Englisch: 49
 
Können wir bitte ganz kurz bewundern, wie gut ich die Balance zwischen Englisch und Deutsch halte ?! Gut, wenn man alle übersetzen Bücher zugrunde legt, sieht es nicht mehr ganz sooo ausgeglichen aus. Ich find mich aber trotzdem gut ;) Mir persönlich ist es nicht so wichtig, ein Buch (wenn möglich) in Originalsprache zu lesen. Ich finde es einfach interessant, wie sich das Verhältnis entwickelt. Oder auch nicht. 
 
Einzelbände: 53 (41)
Teil einer Reihe: 55 (75)
Davon: Reihenauftakt: 17 (22)
Reihenfortsetzung: 26 (34)
Reihenabschluss (auch aktueller Stand): 11 (19) 
Spin-Off: 1
 
Ob ich mit dieser Auswertung so zufrieden bin, weiß ich noch nicht. Ich habe in etwa genauso viele Einzelbände wie Teile einer Reihe gelesen, was ich prinzipiell begrüße. Allerdings heißt das auch, dass ich wenig Reihen beendet habe und das gefällt mir wiederrum nicht. Wahrscheinlich muss ich wieder bewusster meinen Fokus darauf legen. Ich weiß nicht, wie manche nur 10 oder 15 offene Reihen haben können... Von den 11 abgeschlossenen Reihen ist übrigens eine eigentlich eine angefangene Reihe, da ich nur Band 3 und Band 1 und 2 nicht gelesen habe...

Seiten: 37.440 (43.454)
Davon: die dünnste Geschichte: Eine Weihnachtsgeschichte - Charles Dickens (92 Seiten)
das zweitdickste Buch: Todesnächte - Karen Rose (687 Seiten)
Seiten pro Tag: ~ 102 (~ 199)
Eher dünne Bücher (< 200 Seiten): 11 (11)
Eher dicke Bücher (> 500 Seiten): 13 (19)
 
 Der Preis für das dickste Buch des Jahres geht nach einem Jahr Pause wieder an Karen Rose. Zwar habe ich auch von Sabine Ebert (Siegerin 2019) ein Buch gelesen, aber ihr Finale war nicht ganz so dick wie die Vorgänger. Insgesamt habe ich weniger dicke Bücher gelesen, als im Vorjahr. Das ist aber auch nicht so verwunderlich, da ich nicht mehr so viel Zeit für dickere Bücher habe und ich lese ja lieber gar nicht, als lange an einem Buch. Da fällt mir ein, dass ich mal tracken könnte, an wievielen Tagen des Jahres ich überhaupt lese...

 
Autoren & Autorinnen:
Autoren: 28 (46) 
Autorinnen: 75 (67) 
Beides: 4 (1) 
Divers: 1
Neuentdeckungen: 60 (43) 
Altbekannt: 30 (34)
Häufigste Autorinnen: Rie Aruga (10x (Manga)), Sabine Klewe (4x), Kerstin Gier (3x), Ursula Poznanski (3x), Marah Woolf (3x)
 
In den letzten Jahren war das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Autoren immer etwa ausgeglichen mit leichtem Frauenüberschuss. In diesem Jahr gibt es einen deutlichen Frauenüberschuss. Wie bereits öfter erwähnt, ist auch das Geschlecht der Autor*innen für mich nicht so ausschlaggebend. Ich wähle Bücher nach dem Klappentext aus, nicht nach dem Geschlecht der Schreibenden. 

Interessanter ist für mich die Tatsache, dass ich viele AutorInnen 2020 zum ersten Mal gelesen habe. Das habe ich auch gemerkt, als ich die häufigsten Autorinnen herausgesucht habe (Männer waren nicht mehrmals vertreten). Nur ganz wenige AutorInnen habe ich überhaupt mehrmals gelesen. Sehr begeistert bin ich von der Tatsache, dass ich von allen oben genannten Autorinnen die Reihen komplett gelesen habe.
 
Neuzugänge:
Insgesamt: 52 (89)
Davon: Von der Wunschliste: 47 (73)
Nicht von der Wunschliste: 5 (16)
 
Ehrlich gesagt bin ich auf diese Zahlen stolz. Natürlich sind meine Neuzugänge davon beeinflusst, dass ich mich im Januar 2019 in der Bibliothek angemeldet habe. Wenn der Reiz des Neuen sich ein bisschen abgenutzt hat, werde ich wahrscheinlich wieder mehr Bücher kaufen, aber wenn es insgesamt so bleibt, bin ich sehr zufrieden. Die meisten der gekauften Bücher wollte ich wirklich haben. Nur wenige waren Spontankäufe. Das ist mir angesichts meiner großen Wunschliste sowieso wichtiger, als die Anzahl der Neuzugänge selbst.

Ausgaben:
Vollpreis: 12 (25)
Anderer Preis: 29 (32)
Davon: Neu: 7 (26)
Gebraucht: 22 (6)
Nicht bezahlt: 11 (32)
Davon: Neu: 9 (18)
Gebraucht: 2 (14) 
 
In 2019 habe ich etwa die Hälfte der gekauften Bücher zum Vollpreis gekauft. In diesem Jahr habe ich für etwa 70 % meiner Bücher nicht den Vollpreis gezahlt. Das kann man aus Umweltschutzgründen gut finden, oder aus Autorenperspektive schlecht, aber es ist wie es ist. Ich nehme mir hier nichts bestimmtes vor. Mich interessiert einfach die Entwicklung. Zum Beispiel finde ich es spannend, dass ich 2020 öfter bei Rebuy und medimops bestellt habe, da 22 der Bücher gebraucht waren, von denen ich nicht den Vollpreis gezahlt habe. Die 7 Exemplare sind Mängelexemplare, die ich im Buchladen gekauft habe. 
Die Bücher die ich nicht bezahlt habe (hört sich an, als hätte ich sie geklaut. Habe ich natürlich nicht), sind überwiegend Geschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten (zum Teil direkt, zum Teil durch Gutscheine). Auch Paybackpunkte habe ich eingelöst und ich habe ein Manuskript einer Freundin testgelesen. Eines der gebrauchten Bücher habe ich aus dem Bücherschrank und eines habe ich geschenkt bekommen. 
Letztes Jahr hatte ich übrigens vermutet, dass sich die Kategorie Anderer Preis - Neu drastisch erhöhen wird, da ich ja in einem Shoppingcenter arbeite, in dem es auch einen Thalia gibt (Stichwort: Taschenbuchjagd). Wenn Corona für irgendwas gut war, dann dafür, dass die Zahl sehr niedrig geworden ist ;)

 
Die meisten Neuzugänge hatte ich im Monat Februar (13 Stück). Das liegt daran, dass ich im März meinen ersten richtigen Urlaub hatte und daher Bücher bestellt habe. Im Juli hatte ich dann meinen dreiwöchigen Sommerurlaub (und Ende Juni Geburtstag), sodass es auch da viele Neuzugänge gab. In einigen Monaten gab es nur einen Neuzugang. Es gab keinen Monat ohne Neuzugang.

Insgesamt habe ich 41 Bücher gekauft, ein Buch kommt aus dem öffentlichen Bücherschrank, zwei Bücher habe ich von meinen Paybackpunkten gekauft und sechs Bücher habe ich geschenkt bekommen (inkl. Gutscheine). Wo die zwei Bücher Differenz herkommen, konnte ich leider nicht herausfinden. Vermutlich habe ich in meiner handschriftlichen Liste Bücher eingetragen, die in der elektronischen Liste nicht aufgeführt sind und umgekehrt. Das nervt mich, aber wenn ich versuche den Fehler zu finden, lest ihr den Beitrag erst Mitte Januar und das mag ich nicht.

Hörbücher:
Gehört: 8 (19) 
Abgebrochen: 1 (1) 
Minuten: 3.390 min / 56,5 h (11.351 min / 189,18 h) 
Ø Bewertung: 2,8 (3,6)
Bester Monat: März
 
Ob die Auswertung bei nur 8 Hörbücher noch Sinn macht... ich weiß nicht. Vielleicht doch, denn ich habe ausgerechnet, wie die durchschnittliche Bewertung meiner Hörbücher ausgefallen ist und das ist erschreckend schlecht. Folglich... sollte ich mich nicht bemühen mehr Hörbücher zu hören, sondern nur noch zu hören, wenn ich wirklich Lust darauf habe. Vergessen wir diese Kategorie schnell wieder.

Buchverfilmungen:
Filme + 1 Serie: 34 (38)
Abgebrochen: 1 (2)
Davon: Buchverfilmungen: 8 (19)
Davon: Buchvorlage gelesen: 4 (19)
Buchvorlage nicht gelesen: 4 (3) 
Bewertung der Buchverfilmungen:
Gleich: 1 (5)
Buch besser: 2 (7)
Film besser: 1 (4) 
 
Leider, leider habe ich 2020 super mit der Filmliste geschludert. Das was ich notiert habe, habe ich ausgewertet, aber ich fürchte, es ist nicht ganz vollständig. Ich habe sehr wenig Literaturverfilmungen gesehen. Netflix ist Schuld. Allerdings habe ich durch Netflix auch Buchverfilmungen gesehen, die ich sonst nie gesehen hätte, zum Beispiel "Die Bestimmung". In zwei Fällen gefiel mir das Buch besser, in einem Fall war das Buch zu lang her, als das ich es beurteilen könnte und in einem Fall gefiel mir der Film bzw. die Serie besser. Hierbei handelt es sich um Dash & Lily ('s Winterwunder). 
 

 Es fällt mir - glücklicherweise - immer schwerer, für diese Kategorie ein Buch zu finden, da ich Bücher abbreche, wenn sie mir nicht gefallen. Ich lese durchaus Bücher, die ich als mittelmäßig bezeichnen würde, aber ich beende kaum Bücher, sie so gar nichts sind. Eines ist mir aber doch eingefallen:
 

Die Protagonistin Viki mochte ich leider überhaupt nicht. Es war nicht so witzig, wie ich es erwartet habe. Auch das viele Kiffen in dem Buch entspricht nicht meiner Form von Unterhaltung. 

So sehr ich Schwierigkeiten hatte einen Flop zu finden, so schwer fiel es mir anfangs auch, ein Highlight zu finden. Ich habe gute und auch sehr gute Bücher gelesen, aber zunächst hat mich keines länger beschäftigt, oder mir das Gefühl gegeben, dass es mir auch in ein paar Jahren noch wirklich gefallen wird.

 Bus 57 - Dashka Slater
Die Regenbogentruppe - Andrea Hirata

Petra Hammesfahr hat für mich einen Schreibstil, der mich an schriftliches True-Crime erinnert. Ich möchte unbedingt mehr von ihr lesen und bin dann hoffentlich wieder so begeistert.
 
Bus 57 ist schmerzhaft. Macht fassungslos. Aber es ist auch informativ. Gut geschrieben und von den vier Büchern wahrscheinlich DAS Highlight.
 
Hotline für besorgte Bürger zeigt, dass es nicht DEN oder DIE Migrant*in gibt. Aber auch nicht DIE ausländerfeindliche Person. Es ist wichtig miteinander zu sprechen, damit Vorurteile und Ängste  abgebaut werden können.

Die Regenbogentruppe trägt ihren Namen zurecht. Bildung ist keine Selbstverständlichkeit. Und manchmal braucht es nur eine engagierte Person, einen Menschen, der an dich glaubt und das macht den Unterschied.
 

Die Macht der Geographie - Tim Marshall

Zweifellos behandelt George ein wichtiges Thema. Gerade für junge Leser*innen. Aber die Umsetzung gefiel mir leider gar nicht, weil ich zu George keine Verbindung aufbauen konnte.
 
Ich liebe Geographie und habe mich daher von der Macht der Geographie sofort angesprochen gefühlt. Leider war mir das Buch zu trocken und zu sehr auf historische Zusammenhänge fokussiert. Außerdem ist das Taschenbuch total unpraktisch, da man die Karten auf Doppelseiten kaum lesen kann.
 

 

Zola, ein Buchhandlungshund, hat mich ein bisschen überrascht und mir vielleicht ein klein wenig mein Herz gestohlen. Eine süße Idee, mit einem niedlichen Hund, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird. Mit letzterem hatte ich zuvor keine guten Erfahrungen mehr gemacht, daher war Herzensräuber schon eine positive Überraschung.

Mein erstes Buch von Charlotte Link gefiel mir leider nicht, weshalb ich bei der Entscheidung verhalten war. Aber ich wollte es gern nochmal mit Frau Link versuchen, da die Auswahl dank meiner Mutter groß ist, und habe daher mit Melli und Ilona einen neuen Versuch gewagt. Zum Glück erfolgreich. Ein Spannungsroman, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat.
 
*~*

Ihr Lieben, vielen Dank fürs Lesen. 
Erzählt mir gern, wie euer Lesejahr war (postet auch gern die Links zu eurem Rückblick), welche Kategorien ihr euch so anschaut und wie eure Zahlen in meinen Kategorien aussehen. Ich bin sehr gespannt ♥

Für 2021 habe ich kein Jahreslesemotto, sondern ich habe mir verschiedene kleine Ziele vorgenommen. Habt ihr Interesse daran, dass ich euch darüber berichte?
 
Ich wünsche euch alles Gute für 2021. Bleibt (oder werdet) gesund, bleibt positiv und stark. Ich hoffe, dass ihr gut durch die nächste (noch ungewisse) Zeit kommt. 
Vielen Dank für eure lieben Worte über das ganze Jahr, auch wenn es bei mir immer ruhiger und unorganisierter wird. Ich bin so dankbar dafür, dass ihr trotzdem bei mir bleibt und mir durch eure Kommentare eure wertvolle Zeit schenkt ♥
Eure Julia.

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Rezension ~ Das letzte Opfer - Petra Hammesfahr

Titel: Das letzte Opfer
Autorin: Petra Hammesfahr
Seiten: 400 Seiten
Verlag: Wunderlich
Genre: Roman, Mord



 
Inhalt:
"Alle zwei Jahre bringt ein Serienkiller eine junge Frau in seine Gewalt und tötet sie. Immer am 14. September. Seit Jahren verfolgt Thomas Scheib, Fallanalytiker beim BKA, die Spur des Mörders. Drei Leichen wurden bisher gefunden, fünf Frauen gelten als vermisst. Nur für das Jahr 1990 gibt es eine Lücke. In diesem Jahr hat die damals 18-jährige Karen einen alten Mann überfahren. Aber sie weiß nicht, wie es zu diesem Unfall gekommen ist ..." (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung:
Manchmal muss man einfach Glück haben. Zum Beispiel dann, wenn man ein Buch aus dem Regal zieht und beginnt es zu lesen, nur weil es im Wunderlich Verlag veröffentlicht wurde und man ebendiesen Verlag gerade für eine Challenge erlesen muss. Ich hatte schon befürchtet, dass ich 2020 ohne richtiges Jahreshighlight beenden muss, aber „Das letzte Opfer“ hat sehr gute Chancen auf den Titel.

Die Autorin ist mir schon lang ein Begriff, da meine Mutter viele ihrer Bücher besitzt und diese früher gern gelesen hat. Auch wenn die Autorin nach wie vor sehr erfolgreich ist, habe ich das Gefühl, dass sie unter vielen Buchmenschen die ich verfolge, gar nicht so bekannt ist. Nur als 2017 die Serie „The Sinner“ auf Netflix erschien, welche auf ihrem Roman „Die Sünderin“ beruht, erlebte sie einen kleinen Hype. Auch wenn ich die Serie nicht gesehen habe, war mein Wunsch danach noch größer, etwas von ihr zu lesen. Hat nur leider erst jetzt geklappt, war aber dafür erfolgreich.

Am auffälligsten ist wohl der Schreibstil der Autorin und ich bin sehr gespannt darauf, ob sie immer so schreibt, oder ob es eine Eigenheit dieses Romans ist. Leider fehlt mir das sprachliche Geschick um diese Einzigartigkeit treffend zu beschreiben, aber ich will es versuchen. Es gibt relativ wenig wörtliche Rede in dem Buch und wenn, dann sind es weniger Dialoge, als viel mehr einzelne Sätze. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ich lese eine True-Crime-Doku. Ich lese genau das, was ich hören würde, wenn ich mir True Crime im Fernsehen, auf YouTube oder in Podcasts ansehen/-hören würde. Dabei war es aber nicht wie ein Drehbuch, sondern flüssig und ausreichend detailliert zu lesen. Gleichzeitig fühlte es sich fast an wie ein Sachbuch, weil sich der Roman auf das wesentliche konzentriert. Was haben die Protagonisten in ihrem Leben erlebt, um an den Punkt zu kommen, an dem sie sind? Was hat sie veranlasst, dieses oder jenes zu tun? Aber es war trotzdem nicht trocken oder komplex, sodass man es nur in Häppchen genießen kann, sondern sehr spannend.

Von Anfang an deuten sich ein bzw. zwei Personen als mögliche Täter an. Manchmal deuten mehr Details auf die eine Person, dann wieder auf die andere. Man ist nicht vollkommen blind, aber das muss man auch nicht unbedingt sein, weil die Konstellation der Figuren eine eigene Dynamik entwickelt und man nur darauf wartet, wo und wann und wie es eskalieren wird.

Am Ende war es für mich fast ein bisschen zu viel Action, ein kleiner Twist, eine kleine spektakuläre Note zu viel. Da fehlte mir das sachliche, eins nach dem anderen, so wie es am Anfang des Romans war. Aber dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, wie es endet.

Fazit: 
Eine absolute Empfehlung. Ein Schreibstil, wie ich ihn vorher noch nie kennengelernt habe, von dem ich aber unbedingt mehr möchte.   



Dienstag, 1. Dezember 2020

Sammelsurium zum Monatsende

Hallo zusammen,

irgendwie ist momentan wieder der Wurm drin. Eigentlich geht es mir gut, aber der letzte Post den ich veröffentlicht habe, war mein Rückblick auf den Oktober. Wenn mein Blog nur noch aus Monatsrückblicken besteht, kann ich es auch lassen... Ich muss wirklich einen Weg finden, regelmäßiger zu bloggen. Immerhin dieser Rückblick kommt superpünktlich. Es sind die kleinen Dinge im Leben...

https://juliassammelsurium.blogspot.com
4 Big Ben
3 Big Ben
4 Big Ben
https://juliassammelsurium.blogspot.com/2020/11/rezension-das-letzte-opfer-petra.html
5 Big Ben
Abgebrochen
4 Big Ben

https://juliassammelsurium.blogspot.com
5 Big Ben
 

 

Ein paar Worte zu meinem Lesemonat:   
Es war ein komischer Monat. Ich dachte, 2020 bleibt ohne Lesehighlight und dann... kam der November. Ich plane noch je eine Rezension zum ersten und letzten Buch, daher spreche ich sie hier nicht an. Hoffentlich kann ich das dann auch umsetzen... Oh, ich habe gerade eine fertige Rezension zu dem Buch von Petra Hammesfahr gefunden... Klasse!

 

Der Tote in der Hochzeitstorte ist ein Reihenabschluss, zumindest ein vorläufiger. So genau weiß das der Autor auch noch nicht. Prinzipiell mag ich die erwachsenen Knickerbocker, aber irgendwie bin ich mit diesem Band nicht richtig warm geworden. Vielleicht ging es mir einfach zu viel um privates und zu wenig um den Fall. Auch wenn das Private eigentlich interessant ist, weil wir uns doch alle manchmal fragen, was aus unseren Kindheitshelden wird, wenn sie erwachsen sind. 

Todesnächte ist ebenfalls ein (vorläufiger) Reihenabschluss und auch hier habe ich ein bisschen schwer reingefunden. Ich liebe Karen Rose, ich mochte auch die Charaktere (die kennt man schon aus vorherigen Büchern), aber dieses Mal habe ich stärker als sonst gespürt, dass Karen Rose ein Schema hat und das findet sich in all ihren Büchern. Und trotzdem möchte ich ihre alten Bücher rereaden. Versteh das wer will....

Der Fluch der bösen Tat habe ich ganz spontan für eine Challenge begonnen (wie auch Das letzte Opfer) und es dann abgebrochen, als wir es für die Challenge nicht mehr zwingend brauchten. Thematisch klingt es super gut, zum Beispiel geht es um eine iranische Schriftstellerin, deren Leben aufgrund ihrer kritischen Äußerungen bedroht wird. Allerdings war es mir dann zu politisch und auch ein bisschen zu historisch, als dann ein Auftragskiller auftaucht, der irgendwas mit dem Balkankrieg zutun hat. 

Rückkehr nach Sunset Cove habe ich mir spontan aus der Bibliothek mitgenommen. Das Cover finde ich wunderschön, obwohl ich gar nicht so auf rosa stehe. Ich hatte mal wieder Lust auf eine Liebesgeschichte und habe diese im Paket mit einem tollen Setting (Cape Cod/Amerika) bekommen.

Neu im Regal:
Im November gab es zwei neue Bücher. Eines ist bereits gelesen und eines sollte seit Anfang Oktober bei mir sein, aber es hatte eine sehr lange Reise hinter sich. Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich es niemals in den Händen halten werde.

  • Todesnächte - Karen Rose - gekauft
  • Someone to stay - Laura Kneidl - gekauft 

Ein paar Worte zu meinem Film- und Fernsehmonat:
Mitte November habe ich die Weihnachtsfilmsaison eingeleitet und zwar mit Alles Gute kommt von oben. Ein perfekter Einstieg. Der Film spielt auf einer Insel im Pazifik, also nichts mit Schnee und Eis. Stattdessen gibt es Sand, Strand und einen sexy Soldaten. Äh ich meine, eine sehr wichtige Message. Spaß beiseite. Die im Film gezeigt Tradition Geschenke über entlegenen Inseln abzuwerfen gibt es wirklich und das hat mich doch ein bisschen berührt.

Der vollständigkeithalber sei hier noch Christmasland erwähnt. War okay, aber wenn man noch genug andere Weihnachtsfilme ungesehen hat, kann man diesen getrost weglassen.

Holidate hingegen hat mir ziemlich gut gefallen. Es geht um einen Mann und eine Frau, die sich jeweils nur zu den Feiertagen treffen, um nicht immer die zu sein, die allein sind. F+ sozusagen, nur ohne F. Und +. Da so ein Jahr sehr viele Feiertage hat, ist es kein reiner Weihnachtsfilm, aber die entscheidenen Szenen spielen in der Weihnachtszeit. Übrigens ist der Film auch ziemlich lustig, obwohl die Charaktere alle ein bisschen übergeschnappt sind. Vor allem die Tante.

Der Monat endete dann mit einer Premiere. Ich habe zum ersten Mal gebingewatched. Bingewatching gemacht. Gebinged. Dings. Ihr seid Netflixprofis, ihr wisst wovon ich rede. Jedenfalls habe ich Dash & Lily gesehen und ich bin ein bisschen verliebt. Minimal. Dash hat zwar eine Frisur wie eine tote Katze, aber es war so schön! Das Buch mochte ich damals nicht so richtig und ich kann überhaupt keinen Serien-Buch-Vergleich mehr machen, aber die Serie... Lustig, romantisch, ernsthaft, weihnachtlich, gefühlvoll... Falls ihr weder Teenager noch Weihnachten mögt, schaut euch die Serie nicht an. Aber ansonsten... versucht es mal.

Das Finale von The Masked Singer lief ebenfalls im November. Bis halb eins morgens! Das finde ich ne Frechheit für einen Dienstagabend. Ich hab jedenfalls die erste Demaskierung gesehen und bin dann ins Bett. Ich muss sagen, dass mir das Finale gar nicht so gut gefallen hat... Es war nicht so, dass ich von Anfang an wusste, wer hinter den jeweiligen Masken steckt. Aber im Finale gab es eigentlich keine Überraschung mehr, weil sich ja alle doch recht einig waren. Das fand ich schade. 

Das Leben in seinen Facetten:
Ich habe ja schon gesagt, dass der Monat komisch war und das war nicht nur auf die Bücher bezogen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich im letzten Rückblick Ängste geäußert habe, was den November und die Stimmung angeht. Meine Ängste waren ziemlich unbegründet. Ich weiß nicht ob es an mir oder dem Wetter oder was auch immer lag, aber ich hatte sehr wenig schlechte Tage und konnte mich tatsächlich auch an vielen Tagen für Dinge motivieren. Zwar nicht immer dann, wenn ich es eigentlich geplant hatte, aber ich habe wenige Sachen komplett ausfallen lassen, weil ich nicht den Antrieb dazu hatte. 

Auf der Arbeit lief es auch ganz gut. Ich habe wieder erfolgreich mit einem Anwalt telefoniert, gleich zwei neue Aliasnamen erhalten (wer aus Bargfrede und Warde-Wörden meinen richtigen Namen bilden kann, bekommt eine Weihnachtskarte von mir. Lunkern gilt nicht!), liebe Worte von Kolleginnen bekommen, auch ein Geschenk von Kunden, was ich nicht angenommen habe und auch nicht darf. Ich bin ganz zufrieden.

Meine Eltern waren für eine Nacht zu Besuch, wir waren erfolgreich shoppen. Weniger erfolgreich war ich beim Kauf einer Winterjacke, aber hey, es gab ja nur die ersten Flöckchen zum Monatsende. Meinem Bruder habe ich bei einem Motivationsschreiben geholfen und kenne mich daher jetzt super mit Raketentechnik aus. Endlich endlich kam mein Exemplar von Someone to stay an. Ach und zwei "neue" Lieder kenne ich dank Autoradio meiner Eltern jetzt auch: The Chainsmokers - Sick Boy und Banners - Someone to you

Ausblick auf den Dezember:
Ich habe über die Feiertage Urlaub, wofür ich sehr dankbar bin und worauf ich mich auch wirklich freue. Das ein oder andere Buch möchte ich noch lesen und das ein oder andere Geschenk muss ich noch besorgen. Wenn sich mein Motivationshoch hält, bringe ich auch noch ein paar Weihnachtskarten unter die Leute. Ich habe schon ein paar Leseziele für nächstes Jahr geplant und bin ganz wild darauf, sie umzusetzen. Ich liebe Listen einfach. Mit diesen weisen Worten verbleibe ich wie immer:

Habt einen Plätzchenreichen Dezember ♥ Julia