Donnerstag, 5. Oktober 2017

Rezension ~ Jonathan@Bruns_LLC: Löwengebrüll

Titel: Jonathan@Bruns_LLC: Löwengebrüll
Autorin: Bianca Nias
Reihe: Gestaltwandler Bruns #2
Verlag: dead soft
Seiten: 286 Seiten
Genre: Gayfantasy




Reiheninformation:
Hierbei handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe. Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, überliest besser die Inhaltsbeschreibung, da diese leichte Spoiler enthalten kann. Die Rezension ist spoilerfrei. Man sollte den ersten Band gelesen haben und die Reihenfolge beachten. Wer den ersten Band vor langer Zeit gelesen hat, findet eine Zusammenfassung dessen am Anfang des zweiten Bands. 

Inhalt:
Jon Bruns war eigentlich zufrieden damit, die Nummer zwei hinter seinem Bruder Tajo zu sein. Doch plötzlich wird der Gestaltwandler zum Alphalöwen und das ist nicht sein einziges Problem. Sein Irgendwie-Freund und Wolf Devon ist verschwunden und stattdessen flirtet der junge Löwe Luke mehr oder weniger offensichtlich mit Jon. Hinzu kommt der Mordanschlag auf seinen Bruder und dessen Freund. Als Tajos Kraft zurückkehrt und damit sein natürlicher Drang nach Herrschaft, muss Jon eine Reihe Entscheidungen treffen…

Meine Meinung:
Trotz einiger Kritikpunkte mochte ich den ersten Band der Gestaltwandlerreihe von Bianca Nias sehr gern. Vor kurzem habe ich den ersten Band erneut gelesen (und interessanterweise exakt das gleiche wie beim ersten Lesen kritisiert) und mir vorgenommen, die Reihe zügig fortzusetzen. 

Der Reread diente unter anderem dazu, meine Erinnerungen aufzufrischen. Das wäre aber nicht unbedingt nötig gewesen, da die Autorin am Anfang eine Zusammenfassung des ersten Bandes gibt. Dieses ist wie bei Serien üblich, im Was-bisher-geschah-Stil gehalten, sodass man es überlesen kann, wenn man diese Informationen nicht braucht. Das hat mir sehr gut gefallen.

Die Geschichte knüpft ohne viel Zeitverlust an den ersten Band an. Der Fokus liegt allerdings hier auf Tajos jüngerem Bruder Jon, der dem Leser bereits bekannt ist. Ich mochte Jon sehr gern, auch wenn ich das Problem hatte, seine Gefühle für zwei Personen nicht nachvollziehen zu können. Das lag aber weniger an der Autorin, als vielmehr daran, dass ich damit generell Schwierigkeiten habe.  Auch Luke fand ich sehr sympathisch und einen tollen Gegenpart zu Jon. 

Die Handlungsweisen der Charaktere waren hin und wieder unlogisch oder resultierten aus großen Zufällen. Schon im ersten Band habe ich kritisiert, dass die normalen Menschen Gestaltwandler einfach hinzunehmen scheinen. Wenn sich vor meinen Augen jemand in Sekundenschnelle in einen Löwen verwandelt, würde ich mit dieser Person nicht gemütlich zu Abend essen. Ein weiteres Beispiel ist Jon, als er versucht Kontakt mit Devon aufzunehmen. Er kommt zu dem Schluss, dass Devon aus verschiedenen Gründen keine offensichtliche Kontaktaufnahme wagt und somit einen Weg wählt, auf den Jon kommt, sonst aber niemand. Innerhalb von Minuten hat er die Kontaktmöglichkeit gefunden und was für ein Zufall, sofort bekommt er Antwort von Devon. Wochenlang passiert nichts und nachdem Jon zwei Minuten seine grauen Zellen angestrengt hat, kommunizieren beide. Das war für mich leider unrealistisch.

Bisher bin ich noch nie (oder vielleicht erinnere ich mich auch nicht daran) auf das Klischee des typischen zweiten Bands gestoßen. Leider muss ich sagen, dass es hier der Fall war. Ich möchte natürlich nicht spoilern, daher sage ich nur, dass es im ersten Band eine gewisse Aktion gab, die die Rahmenhandlung der Reihe bildet. Diese Rahmenhandlung wird in diesem zweiten Band aber nur sehr wenig fortgeführt, da der Fokus viel stärker auf Jon und sein Gefühlsdilemma liegt, als auf dem eigentlichen Problem, dass Familie Bruns und die anderen Gestaltwandler haben. Erst ganz am Ende gibt es da ein Ereignis, aber das ist mehr Action um einen Höhepunkt in die Geschichte zu bringen, als tatsächlich ein Fortschritt in der Rahmenhandlung. Das ist vermutlich schwer nachzuvollziehen, wenn man die Reihe nicht kennt. Ich denke einfach, dass dem Buch Fortschritt in der Rahmenhandlung gut getan hätte, zumal auch Platz dafür gewesen wäre. Das Buch ist immerhin keine 300 Seiten dick. 

Fazit:
Die Protagonisten sind wieder sehr sympathisch und irgendwie habe ich die Löwen in mein Herz geschlossen. Daher hat auch die Fortsetzung Spaß gemacht, obwohl meiner Ansicht nach die Handlung nicht immer logisch erzählt wurde. Außerdem habe ich es als typischen Füllband empfunden, der zwar schön ist, aber keinen nennenswerten Beitrag zur gesamten Reihe liefert. 

Reihe fortsetzen?
Definitiv. 

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