Mittwoch, 7. Juni 2017

Rezension ~ Selfies

Titel: Selfies
Originaltitel: Selfies 
Autor: Jussi Adler-Olsen 
Reihe: Sonderdezernat Q #7 
Seiten: 576 Seiten 
Verlag: dtv 
Genre: Thriller, Dänemark 
Leseprobe 


Reiheninformation:
Diese Rezension ist spoilerfrei! Dieser Band verrät einige wichtige Dinge aus den vorherigen Bänden. Außerdem machen die Protagonisten von Band eins bis zum aktuellen Band verschiedene Entwicklungen durch. Ich empfehle daher die Reihenfolge einzuhalten.

Inhalt:
Eine alte Dame wird in einem Park erschlagen aufgefunden. Es fehlen 10.000 dänische Kronen. Ein typischer Raubmord? Aber warum erinnert dieser Fall an den Mord einer jungen Frau viele Jahre zuvor? Dann gibt es noch eine Serie rätselhafter Autounfälle mit Fahrerflucht. Zufall oder steckt System dahinter? Während Carl, Assad und Gordon versuchen die Fälle zu lösen, müssen sie auf die Hilfe von Rose verzichten, denn ihrer Psyche geht es zunehmend schlechter.

Meine Meinung:
Für mich als Fan der Reihe, sollte dieser Band ein Highlight sein. Endlich erfährt man mehr über Roses zum Teil sehr merkwürdiges Verhalten. Das ist auch so ziemlich das Beste an diesem Buch.

Ich fühle mich in dem Kellerabteil des Sonderdezernats immer gleich wohl. Auch im siebten Band war es ein Nachhause kommen, zumindest am Anfang. Assad spricht immer besser Dänisch, weshalb seine lustigen Wortkreationen leider weniger werden, aber Kamelvergleiche gibt es noch zu Hauf. Carl liebt noch immer sein Schläfchen und die Zigaretten, aber hier zeigt er sich zum ersten Mal richtig menschlich. Klar, er hat sich auch früher für Leute eingesetzt aber hier wird Carl (und damit auch dem Leser) vermutlich zum ersten Mal richtig deutlich, dass die vier nicht einfach nur Kollegen sind.

Die Fälle haben mir hier leider nicht so gut gefallen. Es gab reichlich Baustellen oder lose Enden, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Außerdem fehlte mir ein bisschen der Cold Case Charakter. Das Sonderdezernat Q ist eben dazu eingerichtet worden, ungelöste aber alte Fälle zu untersuchen. Gerade das interessiert mich, weshalb ich es hier ein bisschen vermisst habe.

Ein Fokus liegt in Selfies auf Rose. Ich mochte es mehr über sie zu erfahren, über ihren Hintergrund und warum sie eben Dinge tut, die sie so tut. Die Ursache ihres Verhaltens ist im Grunde banaler als gedacht (wobei das was passiert ist schon sehr schlimm ist, aber ich habe einfach mit etwas anderem gerechnet) und gleichzeitig war ich überrascht, weil mir manche Aspekte nicht klar waren.

Fazit:
Hinsichtlich der Charakterentwicklung ein sehr wichtiger Teil der Reihe. Was die Polizeiarbeit angeht, konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.




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