Donnerstag, 29. Juni 2017

Aktion ~ Gemütliches Lesemiteinander

Hallo zusammen,

die liebe Livia veranstaltet heute wieder ihr Gemütliches Lese-Miteinander und ich bin wieder mit Freuden dabei. Es geht um 18.00 Uhr los, aber es darf gern später angefangen werden. Das Motto lautet: Das Auge liest mit, sommerliche Cover. Es darf auch unabhängig vom Motto gelesen werden.

Mein Buch liegt schon bereit, das zeige ich euch aber dann um 18.00 Uhr :)


Rezension ~ Brandheiße Küsse & Draufgängerische Küsse

Titel: Brandheiße Küsse
Autorin: Poppy J. Anderson
Reihe: Boston Five
Seiten: 262 Seiten
Genre: Liebesroman





Inhalt: 
Heath Fitzpatrick ist schon seit Kindertagen in Hayden verliebt. Tatsächlich wird aus beiden früh ein Paar und mit Ende 20 wohnen sie in einem gemeinsamen Haus und wollen heiraten. Doch urplötzlich trennt sich Heath von Hayden und bricht damit nicht nur seiner Ex-Verlobten das Herz, sondern verwirrt auch seine Familie. Er betrinkt sich regelmäßig, kapselt sich ab und ist übellaunig. Hayden will die Trennung nicht akzeptieren, denn sie liebt Heath und ihn nicht wiederzusehen, bedeutet auch seine Familie zu verlassen, zu der sie eine enge Bindung hat. 

Meine Meinung:
Ich wollte schon lang etwas von der Autorin lesen, ursprünglich die Baseballreihe. Jedoch habe ich dann Boston Five in der Onleihe entdeckt und stattdessen diese Reihe begonnen. 

Die Berufe der Fitzpatricks haben mich sofort interessiert. Heath ist Feuerwehrmann, seine Geschwister sind Rettungssanitäter, Ärztin, Polizist und Detective bei der Mordkommission. Ich liebe die Serie Chicago Fire und hatte witzigerweise das Gefühl die Autorin kennt die Serie auch. Zumindest haben mich sämtliche Feuerwehrszenen an die Serie erinnert 😉
 
Ethan und Hayden sind ganz sympathisch, aber für mich keine Charaktere die im Gedächtnis bleiben. Gleiches gilt leider auch für die Handlung. Es ist etwas nettes und kurzes für Zwischendurch, konnte mich aber nicht vollkommen fesseln. Außerdem habe ich aufgrund des Titels auch mit ein bisschen mehr Erotik gerechnet. 


Titel: Draufgängerische Küsse
Autorin: Poppy J. Anderson
Reihe: Boston Five
Seiten: 258 Seiten
Genre: Liebesroman





Inhalt:
Shane Fitzpatrick ist Detective bei der Mordkommission und der typische Draufgänger. Doch seit sein Bruder Heath verheiratet und Vater zweier Kinder ist, verspürt auch er zunehmend den Wunsch sesshaft zu werden. Ein Wunsch der sich verstärkt, als er durch Zufall seine ehemalige Verlobte Thorne trifft, mit der ihn nicht nur eine gescheiterte Beziehung verbindet…

Meine Meinung:
Dieser Band spielt etwa zweieinhalb Jahre nach dem ersten Band. Mich hat das im ersten Moment sehr irritiert, da bei solchen Büchern ja häufig nicht so viel Zeit zwischen den Bänden vergeht. Letztlich spielt das aber keine große Rolle. 

Shane mochte ich etwas lieber als seinen Bruder, oder zumindest war er greifbarer. Er ist zwischenzeitlich sehr von sich eingenommen und versteht gar nicht, was er Thorne in der Vergangenheit angetan hat. In diesem Punkt wurde mir sein Verhalten zu wenig reflektiert. 

Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist wie Shane mit Kindern umgeht. Ich mag das sehr gern wenn Kinder in Büchern auftauchen und Männer mit ihnen umgehen können oder wollen.
Auch die Handlung hat mir ein bisschen besser gefallen als noch im ersten Band. Es bleibt für mich aber eine kurze Geschichte für zwischendurch, die man nicht unbedingt gelesen haben muss. 


Fazit:
Wer für den Sommer eine kurze Liebesgeschichte sucht, kann sich die Reihe mal ansehen. Es ist aber kein Must Read des Genres.


 

Mittwoch, 28. Juni 2017

Rezension ~ Der Kruzifix-Killer

Titel: Der Kruzifix-Killer 
Originaltitel: The Crucifix Killer  
Autor: Chris Carter 
Reihe: Hunter & Garcia #1 
Seiten: 479 Seiten 
Verlag: Ullstein 
Genre: Thriller, Los Angeles/USA
Leseprobe


Inhalt:
Robert Hunter ist studierter Psychologe, arbeitet aber als Profiler und Detective bei der Mordkommission Los Angeles. Erst seit kurzem arbeitet er mit Carlos Garcia zusammen, der gerade erst in Hunters Abteilung gewechselt ist. Ihr erster Fall führt die Ermittler in eine abgelegene Hütte, in der eine Frau gefoltert und ermordet wurde. In ihren Nacken wurde ein Kreuz geritzt und Hunter ist sich sicher: Der Kruzifix-Killer hat wieder zugeschlagen. Der Killer, den Hunter bereits zwei Jahre zuvor verhaftet zu haben glaubte.

Meine Meinung:
Spricht man mit leidenschaftlichen Thriller Lesern, so taucht in den meisten Fällen früher oder später der Name „Chris Carter“ auf. Sein Ermittlerduo Hunter & Garcia ist bekannt und erfolgreich und den ganzen positiven Stimmen wollte ich natürlich auf den Grund gehen. Nach meinem Smoky Barrett Flop hatte ich große Sorge, aber ich wollte es einfach wissen. 

Die Geschichte beginnt mit Hunter, der mitten in der Nacht aus dem Bett geworfen wird. Völlig verkatert und neben ihm eine sexy Frau, wird er mit einem Leichenfund konfrontiert. Ich bin kein Freund von Alkohol, erst Recht nicht in solchen Mengen wie Hunter sie zu sich nimmt und stehe daher trinkenden Personen eher distanziert gegenüber. Ich weiß nicht warum, aber Hunter war mir dennoch gleich sympathisch. Er ist bisweilen stur, trifft ihm Verlauf der Geschichte eine Entscheidung die ich für vollkommen falsch halte, besonders in seiner Position und er trinkt zu regelmäßig, aber ich mochte ihn.  Auch Garcia konnte sofort bei mir punkten, weil er sehr authentisch wirkt. Er ist gerade erst zum Morddezernat gewechselt, was ihn einerseits psychisch fordert (immer wieder die Warum-Frage: „Warum ist jemand zu solchen grausamen Tagen fähig?“), aber andererseits ist er dadurch sehr ehrgeizig, unverbraucht und kniet sich voll rein. 

Die Handlung hat mir dann leider nicht so gut gefallen. Zunächst ist auch diese Geschichte nicht frei von Blut und Gewalt. Hier wird nicht nur mit Messer und Pistole gemordet, sondern es wird gefoltert, gespielt, gelitten. Das muss man wissen und das muss man abkönnen. Wobei ich die Szenen als weniger explizit empfunden habe, wie sie zum Beispiel ein Veit Etzold schreibt. Weiterhin ist die Geschichte um den Kruzifix-Killer zwar nicht langweilig, aber eben auch nicht so richtig spannend. Zum Glück wusste ich diesmal nicht gleich wer der Täter ist (auch wenn ich zwischendurch tatsächlich an diese Person dachte), aber es war auch nicht die riesen Überraschung am Ende. Insgesamt fehlte mir einfach die Spannung, dieses Gefühl, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. 

Fazit:
Ein Thriller, der mich eher durch die Protagonisten, als durch den Fall überzeugen konnte. Ich hoffe, der zweite Fall wird spannender und zieht mich mehr in seinen Bann. 

 

Dienstag, 27. Juni 2017

Reihenvorstellung ~ Verliebt in Serie

Titel: Verliebt in Serie
Autorin: Sonja Kaiblinger
Bände: 3 Bände
Verlag: Loewe
Genre: Jugendbuch (junge Leser)
 



Reiheninformation:
Diese Rezension ist spoilerfrei. Die einzelnen Bände bauen aufeinander auf, weshalb es nicht sinnvoll ist, mit einem späteren Band einzusteigen. Durch kurze Rückblicke, wäre dies aber möglich. 

Inhalt:
Die fast 15-jährige Abby beginnt eines Abends zu flackern und löst sich dann auf. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in der Fernsehserie Ashworth Park. Dieser Vorgang an sich ist schon eine Katastrophe, doch das es dann ausgerechnet Ashworth Park sein muss? Die Ashworth sind eine englische Adelsfamilie (Platz 160+ in der Thronfolge) und darüber hinaus ein wandelndes Klischee. Der Horror für Abby. Sie springt zwar bald wieder zurück nach New York, aber am nächsten Abend wieder nach Ashworth Park. Zusätzlich zu ihren üblichen Problemen (Wie beeindrucke ich meinen Schwarm? Wie werde ich meine naturwissenschaftlich begabte und äußert nervige Schwester los?) muss sie nun auch noch die Probleme in der Serie lösen. Da kommt ein Haufen Arbeit auf Abby zu.

Meine Meinung:
Den ersten Band habe ich euch bereits hier rezensiert. Mittlerweile habe ich die anderen beiden Teile ebenfalls gelesen und möchte daher die komplette Reihe vorstellen, da ich nur schwer über die Fortsetzungen sprechen kann, ohne zu spoilern. 

Da Abby 14 Jahre alt ist, richtet sich die Reihe natürlich erstmal an jüngere Leser. Das merkt man vor allem auch an den Themen die Abby so bewegen. Jungs, ihre beste Freundin, die Schülerzeitung und die ätzende Schwester. Dennoch kann die Reihe auch ältere Leser gut unterhalten, wobei man sich schon klar sein muss, dass es viel Drama und Klischees geben wird. 

Im Grunde ist das aber nicht schlimm, denn Ashworth Park ist nun mal eine Daily Soap und genauso funktioniert dieses Buch. Diese Umsetzung ist der Autorin sehr gut gelungen. Es passieren hier Dinge, wo man in jedem anderen Buch die Augen verdrehen würde und wenn ich dann an die Masse dieser Vorgänge denke… ich hätte das Buch wahrscheinlich schon längst in die nächste Ecke geworfen. Bei Verliebt in Serie passiert das aber nicht, denn es entspricht dem gängigen Muster einer Daily Soap. Beispiel gefällig? Julian, Sohn von Lord und Lady Ashwood, wird durch einen heranfahrenden Bus nassgespritzt. Kein Problem, er hat ein trockenes Hemd in der Satteltasche seines Pferdes. Es muss ein dunkler Gang erkundet werden. Kein Problem, Julian hat eine Taschenlampe dabei. Oder es ist windstill, aber Julians Haar bewegt sich immer wie in einem leichten Windhauch.
So findet Abby eine ganze Reihe von Kriterien die eine Daily Soap ausmachen in Ashworth Park wieder. Durch ihre humorvolle Art und die Kritik an den Klischees, macht Abby die Vorkommnisse für den Leser zu einem unterhaltsamen Erlebnis. 

Dennoch muss ich sagen, dass manches einfach zu viel war, wobei ich mir hier durchaus vorstellen kann, dass es an meinem Alter liegt. Ich glaube, als 12 oder 14-jährige wäre mir nicht zu viel passiert. Aber man muss auch hier erneut sagen, dass es dem Daily Soap Charakter entspricht. Ein Ende ist in Sicht und dann kommt nochmal eine Wendung wo man fassungslos den Kopf schüttelt. Das fällt natürlich gerade im dritten Band auf, weil es sich dabei um das Finale handelt. Ich habe ein bisschen mit mir gehadert, weil es schon zum Konzept passt, aber letztlich war es mir doch etwas zu viel Wendung auf Wendung. 

Die Erklärung für Abbys Seriensprünge ist logisch und nachvollziehbar erklärt. Das Ende… ebenfalls serienmäßig, würde ich sagen. Vielleicht war es ein bisschen zu happy, vielleicht ein bisschen zu rund, aber es passt zu dieser Reihe und daher mochte ich es gern. 

Fazit:
Ich empfehle die Reihe auf jeden Fall an alle jungen Mädchen, da sie unterhaltsam und witzig ist. Aber auch ältere Leser können ihren Spaß mit den Büchern haben, wenn man sich das Thema bewusst macht und kein literarisches Highlight erwartet. 


Informatives Sammelsurium: