Donnerstag, 13. April 2017

Rezension ~ Rosen und Seifenblasen

Titel: Rosen und Seifenblasen
Autorin: Sonja Kaiblinger
Reihe: Verliebt in Serie #1
Seiten: 320 Seiten
Verlag: Loewe
Genre: Jugendbuch 



Inhalt:
Mit ihren 14 Jahren ist Abby eigentlich ein normaler Teenager. Sie findet einen Jungen aus einer höheren Stufe süß, der sie natürlich kaum beachtet. Sie löst die Probleme anderer im Handumdrehen, aber ihre eigenen Probleme lassen sie verzweifeln und dann ist da ja auch noch ihre Streber-Schwester, die total auf die Serie Ashworth Park abfährt. Abby hingegen kann der Serie nichts abgewinnen und schon gar nicht die Begeisterung für den Hauptdarsteller Julian nachvollziehen. Kein Wunder, dass sie nicht gerade begeistert ist, als sie plötzlich als neue Darstellerin mitten in der Serie auftaucht.

Meine Meinung:
Auf YouTube habe ich einige positive Besprechungen zu dem Buch gehört, was mich sehr neugierig gemacht hat. Plötzlich Darsteller in einer Serie zu sein, klingt zwar verrückt, aber auch irre witzig.

Zunächst lernt man als Leser Abby kennen und ihr Verhältnis zu Ashworth Park. Während ihre Schwester die Serie (und vor allem den Hauptcharakter) vergöttert, finde Abby das Ganze nur affig. Die unterschiedlichen Ansichten der Mädchen haben mir gut gefallen, weil es die Geschwisterbeziehung sehr realistisch macht.

Ziemlich schnell landet Abby dann zum ersten Mal in der Serie. Mich hat das leider sehr verwirrt und ich bin auch mit der Darstellung der Serie nicht ganz zufrieden. Ashworth Park ist ein Herrenhaus auf einer britischen Kanalinsel. Die Ashworth sind ein altes Adelsgeschlecht und sie legen sehr viel Wert auf alte Traditionen: Pferderennen, Tanzbälle, standesgemäße Heirat und die Tischmanieren (z.B. wird zuerst der Hausherr bedient und zuletzt die Gäste). Klingt das für euch nicht auch nach 1800 irgendwas? Tatsächlich spielt die Serie aber in der Gegenwart, sodass Handys, Fernseher und das Internet bekannt sind. Mich hat das leider sehr gestört, weil mein Kopf die ganze Zeit „Logik!“ geschrien hat. Natürlich gibt es dieses traditionsbewusste Verhalten auch heute noch, aber für mich hat sich Ashworth Park einfach nach 150 Jahren Vergangenheit angefühlt, weshalb ich dann eben über die benutzten Handys gestolpert bin.

Was mir allerdings richtig gut gefallen hat, ist der Aufbau des Buches. Es liest sich tatsächlich wie eine Serie. Die Kapitel hören an den spannendsten Stellen auf, es gibt immer wieder neue Probleme, neue Personen, neue Intrigen. Ich mag das eigentlich nicht so gern, wenn man sich beispielsweise zeitnah in drei verschiedene Personen verliebt, oder jeder gegen jeden intrigiert. Zu diesem Serienthema passt es allerdings, weil es ein klassisches Mittel der Daily-Soap ist. Auch das Ende des Buches passt perfekt in dieses Schema, da es mit einem großen Cliffhanger endet. Schöner Mist.

Fazit:
Wie eine Fernsehserie, nur als Buch. Auch wenn ich starke Schwierigkeiten hatte ins Buch zu finden, empfehle ich den Reihenauftakt gern weiter. Ich finde es unterhaltsam und erfrischend anders.




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