Dienstag, 11. April 2017

Filmkritik ~ Die Buddenbrooks

Titel: Die Buddenbrooks
Regie: Heinrich Breloer

Hauptdarsteller: Armin Müller-Stahl, Jessica Schwarz, August Diehl, Mark Waschke, Iris Berben
Jahr: 2009

Spieldauer: 145 Minuten
Altersfreigabe: FSK 6



Inhalt:
"Die renommierte Kaufmannsfamilie Buddenbrook hat ihr ganzes Denken und Handeln den Erfordernissen ihrer Firma untergeordnet. Dabei bleibt alles auf der Strecke, was nach selbstbestimmtem Leben aussehen könnte, nach Liebe und nach Kunst - der Verzicht auf das eigene Glück erscheint geradezu als Vorbedingung für den Geschäftserfolg. Die Menschen scheitern existenziell - die Firma geht unter.
Angelehnt an den Bestseller von Thomas Mann" (Quelle: DVD Rückseite)

Meine Meinung:
Ich habe vor einiger Zeit das Buch gelesen, weshalb mich diese doch sehr bekannte Verfilmung interessiert hat. Für einen ausführlichen Buch/Film Vergleich ist die Lektüre schon wieder zu lang her, aber ein paar Dinge sind mir doch aufgefallen. 

Am meisten enttäuscht war ich von den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Vor allem die Tochter Tony kommt überhaupt nicht zur Geltung. Sie ist sehr selbstbewusst, klug und behandelt die Leute gern spöttisch und von oben herab. Das wird zwar in Ansätzen immer wieder deutlich, aber wie sehr sie mit ihrem Charakter aneckt und wie wenig sie eigentlich in die Zeit passt, in der sie lebt, kam nicht wirklich rüber. 

Auch die Beziehungen der Charaktere wurden nicht ganz so deutlich wie ich mir das gewünscht hätte. Teile von Tonys Biografie wurden weggelassen, was ich auch nicht so toll fand. Dieser Handlungsstrang führt zwar nicht wirklich zu etwas, unterstreicht und formt aber ihren Charakter und wäre daher interessant gewesen. 

In meiner Erinnerung (da kann ich mich täuschen) ist auch die Revolution von 1848 wichtiger und größer. Und so finden sich einige Szenen die mir fehlten und andere wiederrum (der Tod des Schwiegervaters), die ich unwichtig fand. Man muss wirklich berücksichtigen und darauf eingestellt sein, dass der Film nur an das Buch angelehnt ist. 

Optisch war der Film leider auch nicht mein Fall. Besonders die Frauenkleider entsprechen nicht meinem Geschmack, weshalb ich leider nicht mal sagen kann, dass der Film schön anzusehen ist. Zudem er mit über zwei Stunden auch nicht gerade kurz ist. 

Fazit:
Ich sage es nicht oft, aber dieser Film gefällt mir weder als Literaturverfilmung, noch unabhängig vom Buch. Schade. 
Informatives Sammelsurium:



Kommentare:

  1. Schade, ich mag den Film sehr gerne, auch wenn er an einigen Stellen deutlich vom Roman abweicht. :)
    Vielleicht gefällt dir die alte schwarzweiß-Verfilmung ja besser? Die weicht jedoch noch mehr vom Original ab.

    Liebe Grüße,

    http://lesenundgrossetaten.blogspot.de/

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    1. Ich fands auch sehr Schade, dass mir der Film nicht gefallen hat. Aber passiert eben manchmal.

      Nach dem Flop bin ich nicht so motiviert mir noch eine Verfilmung der Buddenbrooks anzutun, aber ich habs auf jeden Fall im Hinterkopf. Vielleicht packt es mich irgendwann doch :)

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