Mittwoch, 25. Januar 2017

Rezension ~ Die Vermittlerin

Titel: Die Vermittlerin
Originaltitel: Negotiator 
Autorin: Dee Henderson 
Reihe: O'Malleys #2 
Seiten: 375 Seiten 
Verlag: Francke 
Genre: Ladythriller, christlich


Inhalt:
Kate O’Malley arbeitet als Vermittlerin bei der Polizei. Sie verhandelt mit Bankräubern, Geiselnehmern und Terroristen. Klar, dass sie sich so manchen zum Feind macht. Während eines Banküberfalls lernt sie FBI-Ermittler Dave Richman kennen. Er ist gleichermaßen interessiert an ihr, wie er sich um sie sorgt. Besonders, seit er eine Drohung gegen sie live mitbekommt. Doch kann eine Beziehung zwischen ihnen funktionieren, wenn sie sich niemals mit Polizisten trifft und er keine Frau lieben kann, die nicht an seinen Gott glaubt?


Meine Meinung:
Band eines bzw. die Vorgeschichte zur Reihe, hat mir sehr gut gefallen. Aus diesem Grund möchte ich die Reihe gern fortsetzen und habe mich sehr über das Geschenk einer Freundin gefreut.

Ich bin gut in die Geschichte eingestiegen, was unter anderem an dem leichten Schreibstil liegt. Auch die Handlung beginnt recht schnell mit einem spannenden Banküberfall, sodass man schnell im Thema ist. Mir hat die Arbeit von Kate sehr gut gefallen. Man erfährt ein bisschen über ihre Arbeitsweise und wie sie mit verschiedenen Tätern umgeht. 

Die Umsetzung oder Thematisierung des christlichen Glaubens sehe ich sowohl positiv, als auch negativ. Mir hat gefallen, dass der Glaube oder auch Nicht-Glaube in Kates Fall, wirklich thematisiert wird. Kate und Dave setzen sich mit Fragen des Glaubens auseinander, zum Beispiel wie man glauben kann, wenn Gott Krankheiten oder Tod zulässt. 

Nicht so gut gefallen hat mir hingegen dieses Missionieren. Ich mag es nicht, wenn man versucht andere zum Glauben zu drängen oder zu überreden. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung und wenn in einer Familie alle bis auf einen glauben, sollte der Eine das Recht und die Freiheit haben nicht zu glauben. Umgekehrt genauso. Aber hier hatte ich das Gefühl, eine Protagonistin will die anderen unbedingt zum Glauben bringen. Das gefällt mir nicht so. Man kann über seinen Glauben sprechen, den Gegenüber zum Gottesdienst einladen oder bitten eine Stelle in der Bibel zu lesen. Aber dieses „Ich will, dass du glaubst“ finde ich nicht gut. 

Am Ende ging mir manches zu schnell. Außerdem finde ich es Schade, dass nicht alle angeschnittenen Themen auch geklärt werden. Da es mit Kates Vater bzw. dem O’Malley Clan zusammenhängt, könnte da in den Folgebänden noch etwas kommen. Ich rechne aber nicht wirklich damit, da Kate dann nicht mehr im Mittelpunkt steht. 

Fazit:
Von der Geschichte und den Protagonisten ein tolles Buch. Lediglich das Missionieren hat mich sehr gestört. Ich werde die Reihe aber trotzdem gern fortsetzen. 




Kommentare:

  1. Hallo Julia,
    mich würde interessieren, ob es so war, dass die Charaktere versucht haben sich gegenseitig von ihrer Ansicht zu überzeugen oder ob der Autor durch die Figuren eher versucht hat den Leser in eine Richtung zu bekehren. Ersteres würde mich nicht so stören. Zweiteres dann schon wesentlich mehr.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

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    1. Nun ja, dadurch das es ein christlicher Roman ist, sollen natürlich christliche Werte und der Glaube transportiert werden. Von daher kann man die zweite Option in dem Genre mMn nicht ganz vermeiden. Es ist aber im großen und ganzen eher so, dass eine der Protagonisten glaubt, ihre Geschwister nicht und sie sich zum Ziel macht, ihre Geschwister bis zu einem gewissen Ereignis zum Glauben zu bringen.

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  2. Ich denke aber, dass man innerhalb der Familie anders miteinander umgehen kann und das nicht unbedingt das, was du unter 'missionieren' verstehst, auch als solches empfunden werden muss.
    Die Schwester hat etwas gefunden, dass sie nicht für sich behalten möchte, dass ihr Leben verändert hat, dass sie mit denen, die sie liebt, teilen möchte, dass sie in Brand gesetzt hat. Und somit erzählt sie ihrer Familie davon.
    Sie weiß sehr vermutlich auch, wie sie ihre Geschwister zu nehmen hat und packt es demzufolge bei Kate so an, wie es im Buch beschrieben wurde.

    LG

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