Donnerstag, 10. November 2016

Rezension ~ Body Kiss - Mit Geld nicht zu bezahlen

Titel: Body Kiss - Mit Geld nicht zu bezahlen
Autorin: Lotte Römer
Reihe: New York Lovestory #3
Seiten: 262 Seiten der Print Version
Genre: Liebesroman, Sport





Reiheninformation:
Diese Rezension ist spoilerfrei. Man muss die vorherigen Teile nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen (habe ich auch nicht). Falls man die anderen Bücher noch lesen und sich in Bezug auf die Frage „Kriegen sie sich, oder kriegen sie sich nicht?“ nicht spoilern lassen möchte, sollte man die Reihenfolge einhalten. 


Inhalt:
Lexi Hannigan weiß genau was sie will. Ihren Chef, gutes Essen und weniger Kritik ihrer Mutter. Nachdem sie allerdings unschön als „Pummelchen“ bezeichnet wurde, noch dazu von ihrem ach so tollen Chef, muss sich etwas in ihrem Leben ändern. Sie meldet sich im Body Kiss, einem Fitnessstudio, an und lernt dort den Inhaber Oscar kennen. Die sexuelle Anziehung ist hoch und auch Lexis Mutter zeigt sich begeistert von der Wahl ihrer Tochter. Aber da ist ja auch noch der bodenständige Jason, der jeglichen ihrer Vorstellungen widerspricht. 

Meine Meinung:
Nachdem ich „Winter Love – Ein Arzt für alle Fälle“ aus der Feder derselben Autorin gern mochte, war ich gespannt auf Body Kiss. Jason habe ich bereits in Winter Love kennen gelernt (obwohl es eigentlich ein Wiedersehen hätte sein müssen, würde man die Reihenfolge einhalten) und ihn gleich sympathisch gefunden. 

Jason ist wirklich das Beste an der Geschichte. Er ist so ein toller Mensch. Aufmerksam, sportlich, zuvorkommend, unterhaltsam, sympathisch. Jemanden wie Lexi hat er eigentlich gar nicht verdient. Sie ist furchtbar oberflächlich, merkt das zwar manchmal, kümmert sich dann aber doch wenig darum. Sie ist zutiefst gekränkt, als ihr Chef sie als Pummelchen bezeichnet (was ich absolut verstehen kann!) aber als er sich das Hemd auszieht, fällt ihr sofort auf, dass er kein Sixpack hat. Ich kann das absolut nicht ab, wenn Leute mit zweierlei Maß messen. Sie darf ihren Chef dick oder pummelig oder nichtschlank oder was auch immer finden und es ist okay, nur weil sie es nicht ausspricht, aber er darf nicht Pummelchen sagen? Das finde ich weder in Ordnung, noch sympathisch.
Auch zu ihrer Mutter verhält sich Lexi nur unwesentlich besser. Allerdings ist ihre Mutter auch nicht besser zu ihrer Tochter. Die beiden gehen sehr respektlos miteinander um, was mich wirklich entsetzt hat. 

Oscar… tja. Der ist eine Nummer für sich. Am Anfang kann man über ihn eigentlich nur lachen. Ich hab ihn mir so vorgestellt, wie diesen Fitnesstrainer aus Doctors Diary. Überzogen, selbstverliebt und sportsüchtig. Ich mochte ihn (leider) nicht. 

Der Schreibstil war wieder sehr flüssig und schnell zu lesen, aber auch in diesem Teil gab es leider wieder einige Wiederholungen. Besonders aufgefallen sind mir die tanzenden Männerbrüste von Oscar, aber auch die ein oder andere Redewendung kam mehrmals kurz hintereinander vor. Das ist ein bisschen Schade, weil mir der Schreibstil sonst gefällt und solche Wiederholungen ja leicht zu vermeiden wären. 

Zum Schluss noch ein Punkt der vielleicht nicht für jeden wichtig ist, mir aber schon: Verhütung. Zwar ist dies kein Jugendbuch, wo ich fehlende Verhütung noch schlimmer finde, aber dennoch kann man auch in einem Liebesroman Kondome benutzen und erwarten. 


Fazit:
Leider konnte diese New York Lovestory nicht mit „Winter Love – Ein Arzt für alle Fälle“ mithalten. Die Charaktere (ausgenommen Jason) haben mir überhaupt nicht gefallen, weil sie so oberflächlich und gemein sind. Trotz des schnellen Leseflusses, der allerdings von unnötigen Wiederholungen gestört wird, kann ich nur zwei Big Bens vergeben, da Lexi doch sehr unsympathisch war. Schade.



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