Sonntag, 30. Oktober 2016

Rezension ~ Schuldig

Titel: Schuldig
Originaltitel: The Tenth Circle
Autorin: Jodi Picoult
Seiten: 416 Seiten
Verlag: Piper
Genre: Roman, Schuld
Leseprobe



Inhalt:
Trixie ist 14 Jahre alt, als sie auf einer Party vergewaltigt wird. Die Schule gleicht einem Spießrutenlaufen, weil ihr mutmaßlicher Vergewaltiger ein 17-jähriger Eishockeystar ist. Die Schüler glauben ihr nicht, die Polizei zweifelt, nur ihre Eltern stehen hinter ihr. Allerdings sind diese mit der Situation überfordert, haben sie doch eigene Probleme, die ihre Aufmerksamkeit fordern. In diesem Roman zeigt Jodi Picoult, wie die Vergangenheit einen Menschen prägt und das sich jeder auf seine eigene Art und Weise schuldig macht. 


Meine Meinung:
Von Jodi Picoult habe ich bereits einige Bücher gelesen. Mal waren sie besser, mal schlechter. Auch dieses habe ich wieder in einer gemeinsamen Leserunde gelesen, was ich besonders am Ende als bereichernd empfunden habe. 

Ich bin erstaunlich gut in die Geschichte gekommen, was bei der Autorin nicht immer der Fall ist. Die Handlung hat mich gefesselt und ich kam in jedem Abschnitt sehr gut vorwärts. Vielleicht lag es daran, dass ich jede Menge Theorien über die Partyerlebnisse hatte und bis zum Schluss nicht sicher war, was wirklich passiert ist. 

Die Protagonisten waren mir auch hier wieder nicht sympathisch und viele Handlungen konnte ich nicht gutheißen, weil sie meinen moralischen und ethischen Vorstellungen widersprechen. Erstaunlicherweise hat mich das aber nicht so sehr gestört wie sonst. Vielleicht habe ich endlich begriffen, dass Menschen nicht schwarz oder weiß sind. Dass jemand Dinge tun kann die absolut verwerflich sind, einfach weil er jemanden liebt, weil er in dieser Situation keinen anderen Ausweg weiß. Was nicht heißen soll, dass ich es gut finde, wenn man Selbstjustiz übt oder betrügt, aber machen wir nicht alle Fehler?

Trixies Vater Daniel ist Comiczeichner, weshalb die Geschichte immer wieder von Zeichnungen unterbrochen wird. Das hat mir einerseits gut gefallen, weil es mal etwas anderes und auflockerndes war. Andererseits waren die Zeichnungen teilweise nur schwer zu erkennen und mir haben auch ein wenig die Zitate gefehlt, die man sonst aus den Büchern der Autorin kennt. 

Fazit:
Endlich mal wieder ein Buch der Autorin, das mich überzeugen konnte. Wer sich gern mal mit einem etwas schwierigeren Thema auseinandersetzen möchte, sollte sich das Buch mal anschauen. 


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