Montag, 8. August 2016

Rezension ~ Die Erbin

Titel: Die Erbin
Originaltitel: En enda natt
Autorin: Simona Ahrnstedt
Reihe: Familie de la Grip #1
Seiten: 608 Seiten
Verlag: Lyx Verlag
Genre: New Adult/Liebesroman, Finanzen



Inhalt:
Natalia de la Grip entstammt einem einflussreichen schwedischen Adelsgeschlecht. In ihrer Familie herrschen die alten Traditionen. Frauen sind nicht leistungsfähig und aufgrund ihrer Emotionalität nicht als Führungspersonen geeignet. Natalia ist nicht gewillt sich dem zu beugen, weshalb sie unermüdlich arbeitet um ihren Vater und ihren älteren Bruder Peter zu beeindrucken. Bei einem geschäftlichen Mittagessen lernt sie David Hammar kennen, der bezüglich erfolgreicher Frauen eine moderne Ansicht vertritt, allgemein jedoch als ehrgeizig, dominant und rücksichtslos gilt. Noch dazu scheint er in einen Zwist mit dem männlichen Teil von Natalias Familie zu liegen. Nicht unbedingt eine Basis, auf der man sexuelle Anziehung vertiefen sollte.

Meine Meinung:
Ich habe auf Youtube einige Rezensionen zu dem Buch gesehen und war sofort davon angetan. Das Cover ist wunderschön und auch der Inhalt hat mich gleich angesprochen. Hypes schrecken mich leider oft ab, aber hier war ich sicher, dass mir das Buch gefällt.

Zu Beginn hatte ich doch kurz Sorge, dass mir mal wieder die hohen Erwartungen zum Verhängnis werden. Ich habe ein bisschen gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden und bin auch mit David und Natalia nicht gleich warm geworden. Nachdem das aber passiert war, hat mich das Buch wirklich gefesselt.

Die Geschichte spielt in Schweden, genauer gesagt auf dem Finanzmarkt. Das ist thematisch nicht unbedingt meins, da mir Banken und Unternehmen nicht so liegen. Ab und an wurde es mir auch etwas zu viel und ich habe mich ein bisschen gelangweilt bzw. nicht mehr durchgeblickt, aber ich hatte nicht das Gefühl mit Fachbegriffen oder Unternehmensstrukturen zugeschüttet zu werden, sodass ich meine Bewertung dahingehend ändern müsste.

Sehr gut gefallen haben mir hingegen die angesprochenen Konflikte. Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt und die Leistungsfähigkeit von Frauen. Das fand ich sehr spannend und hätte für mich sogar gern noch weiter ausgebaut werden können.

Nach dem etwas langsamen Start hat mir die Geschichte immer besser gefallen und irgendwann konnte ich gar nicht schnell genug lesen. Es haben sich so viel Schlamassel und negative Gefühle zwischen den Charakteren entwickelt, sodass ich unbedingt wissen wollte wie die Autorin ein glaubhaftes und positives Ende schafft. Ich hätte es fast nicht für möglich gehalten, aber tatsächlich habe ich die Wendungen als ziemlich realistisch empfunden. Lediglich ein bisschen weniger kitschig hätte es sein können, aber wir bewegen uns hier wirklich weit weg von quietschrosa karieserzeugendem Kitsch.

Fazit:
Ein spannender Liebesroman, der vor allem durch das eher ungewöhnliche Milieu und die sich dadurch ergebenen Konflikte überzeugen kann.


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