Samstag, 4. Juni 2016

Rezension ~ Mitternachtsweg

Titel: Mitternachtsweg
Autor: Benjamin Lebert
Seiten: 240 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
Genre: Roman
Leseprobe 




Inhalt:
Benjamin Lebert erzählt von einer Liebe im Rhythmus der Gezeiten - und von der Faszination, die die Rätsel der Vergangenheit uns aufgeben.
Johannes Kielland ist ein junger Historiker, der seit seiner Kindheit ein leidenschaftlicher Sammler von Berichten über mystische Begebenheiten ist. Nun wird eine der Geschichten, die er ausgegraben hat, plötzlich lebendig. Die Frau eines in Sylt gestrandeten Toten wendet sich an ihn und erzählt ihm die Geschichte einer mysteriösen Beziehung und eines geheimnisvollen Handschuhs. Immer tiefer verstrickt sich Kielland in das fremde Schicksal, und die Wahrheit, nach der er sucht, erscheint unergründlich und trügerisch. (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung:
Ich glaube, ich bin durch eine Kritik in einer Zeitschrift auf das Buch aufmerksam geworden. Vor allem diese rätselhaften Geschichten von denen gesprochen wird, haben meine Aufmerksamkeit erregt.

Noch vor dem Prolog war ich gefangen genommen von der Sprache. Allein die Widmung und das vorangestellte Zitat haben mir sehr gut gefallen und im weiteren Verlauf mochte ich den Erzählstil und die Wortwahl immer mehr. Mir fällt es oft schwer die Besonderheiten von Erzählstilen zu erfassen und sie zu unterscheiden, meist gehe ich auch nur kurz darauf ein, wie gut und flüssig sich ein Buch lesen lässt. Hier jedoch ist mir der Stil sehr positiv aufgefallen und ich war ganz gefangen in dem Wortfluss.

Die Handlung ist nicht immer leicht zu durchschauen, aber ich denke, das ist bewusst so gemacht. Manche Kapitel werden von namenlosen Protagonisten erzählt und man denkt, man wüsste um wen es dort geht, aber vielleicht ist es doch ganz anders.
Bis zum Schluss bleibt relativ unklar, was Wirklichkeit ist und was nicht. Was ist wirklich passiert und was entspringt vielleicht der Phantasie der Charaktere?

Wie schon der Klappentext andeutet, behandelt dieses Buch mystische Begebenheiten und dadurch enthält diese Geschichte Elemente, die es so eigentlich nicht gibt. Obwohl mir das meist nicht so gefällt, hat es mich hier nicht gestört. Einerseits war das ein bisschen zu erwarten, andererseits passt es auch einfach. Es passt zur Sprache, es passt zur Geschichte.

Fazit:
Eine tolle Sprache, eine schöne Geschichte. Eine Empfehlung für all jene, die gern mal etwas lesen, das man nicht überall schon gesehen hat.


Kommentare:

  1. Schon das Cover sieht ein wenig mystisch aus - gefällt mir aber!
    Ja, klar, ich mag Geschichten, die man so noch nicht dauernd gelesen hat. Es macht auch sehr neugierig, wie du die Handlung beschreibst und von der Sprache schwärmst. Kommt auf meine Wunschliste!

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    1. Das Cover ist auch mega schön.
      Ich hab echt überlegt ob ich das Buch rezensieren soll, weil mir wirklich schwer fiel in Worte zu fassen, warum ich es so mochte. Es hat mich einfach überzeugt, ohne das ich genau sagen kann warum. Abgesehen von der Sprache.
      Aber es freut mich, dass dich meine Rezension trotz Inhaltslosigkeit überzeugen konnte :D

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