Donnerstag, 16. Juni 2016

Rezension ~ Benjamins Gärten

Titel: Benjamins Gärten
Autorin: Jana Walther
Seiten: 154 Seiten 
Genre: Gayromance







Inhalt:
Nach dem Tod seiner Eltern lebt der junge Benjamin allein in seinem Elternhaus. Als er Marek kennenlernt, wird er aus seiner Einsamkeit gerissen und beginnt, den Tod seiner Eltern zu verarbeiten. 

Mein Meinung:
Lange bin ich um das Buch herumgeschlichen, vor allem das Cover hat es mir angetan. Bei einer Verlosung der Autorin hatte ich dann Glück das Buch zu gewinnen. 

Schon zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten in das Buch zu finden. Die Sätze sind sehr kurz und werden ohne Verbindungswörter aneinandergereiht. So fiel mir das flüssige lesen leider schwer. 

Ich schlage an, stoße mich kräftig vom Beckenrand ab, gleite lange. Eine freie Bahn vor mir, niemand der stört. Ich schwimme langsam, mit gleichmäßigen Zügen. Erreiche die andere Seite des Beckens, halte mich einen Moment fest. Zwei der dunkelblauen Jugendstilkacheln sind gesprungen, verraten ihr Alter, verzeihen die mangelnde Pflege nicht. (2% - Benjamins Gärten)

Benjamin und vor allem seine Handlungen, konnte ich vielfach nicht nachvollziehen. Teilweise war es auch wirklich unwahrscheinlich, da ich doch stark anzweifele, dass man im Spätsommer noch einen Ziviplatz bekommt. Auch seine Reaktionen auf Marek konnte ich nicht verstehen. Dieser bleibt überhaupt die ganze Zeit sehr nebulös. Natürlich wird die Geschichte nicht aus seiner Sicht erzählt, aber da er doch irgendwie Hauptcharakter ist, hätte ich gern mehr über ihn gewusst. 

Die Geschichte wird aus der Sicht von Benjamin erzählt und dementsprechend wird über Marek in der dritten Person gesprochen. Mitten im Text wird allerdings ab und an gewechselt und von Marek wird in der zweiten Person gesprochen und damit meine ich nicht im Dialog. Einerseits ist das verwirrend und andererseits erschließt sich mir der Sinn nicht. 

Das Ende, das heißt wie und wo es gesetzt wurde, hat mir insgesamt gut gefallen. Der finale Satz kam aber zu früh und zu abrupt, sodass man als Leser aus der Geschichte gerissen wurde. 

Trotz aller Kritik mochte ich die Atmosphäre des Buches. Das Sommergefühl, draußen sein, die Gärten und die Natur. Gut, dass ich das Buch auf dem Flug ins sonnige Barcelona gelesen habe. 

Fazit:
Leider konnten meine hohen Erwartungen hier nicht erfüllt werden. Auf jeden Fall hätten dem Buch mehr Seiten gut getan. Die Protagonisten konnten mich wenig überzeugen und auch der Schreibstil war nicht ganz so mein Fall. Die Atmosphäre des Buches kam allerdings sehr gut an. 

Kommentare:

  1. Ich habe es schon mal gesagt, bin ich froh, dass es dir nicht so gefallen hat. Ich höre immer wieder, die Atmosphäre ist gut, aber ich denke mir dann immer: Das Buch muss doch noch viel mehr bieten, um dann auch sonst wirklich gut zu sei! Nachdem ich zu dem "Sonst" nichts mehr gehört habe, dachte ich mir schon, dass es vielleicht doch nicht mehr zu bieten hat.
    Der Stil gefällt mir auch irgendwie nicht, dieser kleine Auszug reicht schon, um mich zu nerven.
    Definitiv kein Buch für mich - gut, dass ich das dank dir jetzt so für mich feststellen konnte! :)

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    1. Die Atmosphäre ist nicht nur gut, sondern wirklich klasse. Deshalb tut es mir auch irgendwie so leid um das Buch :( Aber es war halt einfach nicht meins.
      Eigentlich schlecht, wenn mir jetzt schon gedankt wird, weil ich für weniger Bücher auf der Wunschliste sorge :D Aber ich bin da manchmal auch dankbar wenn so was passiert ;)

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    2. Oh glaub mir, ich bin darüber dankbarer, als darüber, wenn neue dazu kommen. :D Die Länge ist einfach nicht gesund für meinen Geldbeutel und meine Freizeit. :D

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