Freitag, 27. Mai 2016

Rezension ~ Das Geheimnis der Eulerschen Formel

Titel: Das Geheimnis der Eulerschen Formel
Originaltitel: Hakase no Aishita Sûshiki
Autorin: Yoko Ogawa
Seiten: 250 Seiten
Verlag: aufbau 
Genre: Roman, Freundschaft
Leseprobe



Inhalt:
Seine Haushälterin nennt ihn „Der Professor“. Einst war er ein großer und bekannter Mathematiker, doch dann hat ein Unfall alles zerstört. Sein Kurzzeitgedächtnis ist irreparabel geschädigt, nur seine Vergangenheit und die Liebe zur Mathematik ist ihm geblieben. Genau darüber findet die Haushälterin Zugang zum Professor und eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt.

Meine Meinung:
Sehr lange setzte das Buch Staub auf meiner Wunschliste an, weil es mich zwar interessierte, aber andererseits hatte ich Sorge es wäre mir zu mathematisch. Ich bin wirklich kein Mathegenie, aber ich finde die Logik und Nüchternheit von Zahlen sehr faszinierend. 

Mich hat am Anfang sehr irritiert, dass die Personen keine Namen haben. Im Allgemeinen erfährt man wenig über sie, nur einzelne Schnipsel aus der Vergangenheit. Es geht vielmehr um die Schönheit der Mathematik und die Freundschaft zwischen der Haushälterin, ihrem Sohn und dem Professor. Beim Lesen hatte ich das Gefühl zu wenig über die Haushälterin zu wissen, sodass sie mir ein bisschen fremd war. Im Nachhinein muss ich diesen Eindruck korrigieren, denn ich weiß alles was wichtig ist über sie.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass es in diesem Buch sehr viel um Mathematik geht. Wer mit Zahlen gar nichts anfangen kann, wird wohl auch mit dem Buch keine Freude haben. Ich selbst habe auch nicht alle Gedankengänge verstanden, aber mich hat der Professor mit seiner Leidenschaft so fasziniert, dass es gar nicht schlimm war. 

Die Handlung ist eher seicht und wenig aufregend, aber das muss sie auch gar nicht sein. Die Geschichte lebt von den Figuren und von der wunderbaren Freundschaft die sich entwickelt. Der Professor ist so wundervoll, dass man ihn fast gar nicht bemitleidet, auch wenn es furchtbar sein muss, wenn sich das Gedächtnis nach 80 Minuten selbst löscht. 

Fazit:
Ein ganz wunderbares Buch, das ich jedem ans Herz legen möchte, der nur ein winziges bisschen Begeisterung für Zahlen aufbringen kann. 

 

  

Kommentare:

  1. Ich habe dieses Buch geliebt. Eine tolle Rezi hast du da verfasst.

    Ganz liebe Grüsse
    Livia

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    1. Danke sehr :) Für mich war es auf jeden Fall auch ein Highlight.

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  2. Hey, das ist schön zu lesen, dass es dir gut/viel besser als mir gefallen hat. :) Ich habe eben gemerkt, dass ich mich kaum noch an den Inhalt erinnern kann, ich weiß z. B. gar nicht mehr, dass die Figuren keine Namen hatten.
    Hach, ich glaube, ich mag Zahlen schon ganz gerne, aber nur wenn es um unkomplizierte Dinge geht: um Daten, Aufzählungen und Statistiken. Wenn es rechnerisch zu kompliziert wird, steige ich aus. ;) Aber ich glaube, das war in den Buch eh nicht der Fall?

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    1. Wann hast du das Buch denn gelesen?
      Und gerade wenn einem ein Buch nicht so gefällt, vergisst man ja schnell wieder viel.

      Kompliziert ist ja immer so eine Sache. Da waren schon einige Erklärungen, die ich nicht so einfach fand. Die hab ich aber auch überflogen bzw. mich nicht bemüht das zu verstehen. Aber Daten und Statistiken sind es nicht, es ist schon Schulmathe (Primzahlen, Teiler, E-Funktion)

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    2. Im Dezember 2013 sagt meine Excel-Tabelle ... Ich habe mir eben meine Rezension dazu auf LB herausgesucht und finde das schon interessant, was ich damals dazu geschrieben habe. Wenn du mal schauen magst: http://www.lovelybooks.de/autor/Yoko-Ogawa/Das-Geheimnis-der-Eulerschen-Formel-Roman-1082819422-w/rezension/1071531467/

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    3. Na das ist ja auch schon ein Weilchen her, da kann man wieder einiges vergessen. Aber du hast das mit den Namen ja doch gemerkt ;)

      Ich persönlich kann deine Eindrücke nicht teilen, weil ich es eigentlich gar nicht unlogisch fand. Für mich hat das schon zusammengepasst :)

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