Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension ~ Teeträume

Titel: Teeträume
Autorin: Anna Martin
Seiten: 276 Seiten
Verlag: Cursed Verlag
Genre: Gay-Romance
Leseprobe




Inhalt:
Robert ist Literaturprofessor an einer amerikanischen Universität und fühlt sich eigentlich wohl in seinem normalen, langweiligen Leben. Er hat eine Teenager-Tochter, einen Kater und eine Leidenschaft für Kipling. Plötzlich taucht Chris in seinem Leben auf, der auf den ersten Blick so gar nicht zu ihm passen will. Er ist Musiker, Jahre jünger als Robert und tätowiert.

Meine Meinung:
Das Cover finde ich sehr ansprechend und natürlich hat mich am Klappentext auch das Wort Literaturprofessor gereizt. Außerdem passt Tee gut in diese Jahreszeit, sodass das Buch endlich bei mir einziehen musste.

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und ich hatte keine Probleme in die Geschichte zu finden. Robert kommt eigentlich aus Schottland und versucht, sich nicht so sehr der amerikanischen Sprachweise anzupassen. Er sagt nicht „bunt“, sondern „farbenfroh“, nicht „Klo“, sondern „Toilette“. Ich mochte diesen Charakterzug total gern.

Auch Chris ist ein sympathischer Charakter. Er bringt ein bisschen Schwung in die Geschichte und vor allem auch in Roberts Leben. Seine gute Laune ist ansteckend und er kann in kurzer Zeit Leute für sich einnehmen.

Zwei Dinge gab es, die mich ein bisschen gestört haben. Das eine ist für den Verlauf der Geschichte nicht wichtig, aber das andere ist eine Wendung, die ich so gar nicht nachvollziehen konnte. Ich hätte mir gewünscht, dass ein bisschen mehr auf die Beweggründe eingegangen wird, denn irgendwie fehlten mir bei Robert und Chris ab und an ernsthafte Gespräche über ihre Beziehung.

Mir persönlich hätte ein bisschen mehr Action oder Drama in der Geschichte gefallen, es wirkt doch eher wie eine Episode aus dem Leben zweier Menschen, als wie eine Geschichte mit Höhepunkt und tollem Finale. Außerdem hätten manche Szenen für mich ausführlicher sein können, bzw. hätten die Zeitsprünge kleiner sein können.

Mit dem Titel bin ich nicht so ganz glücklich, denn ich mag es gern, wenn der Titel zur Geschichte passt. Zwar wird in der Geschichte Tee getrunken, aber ich hätte mir mehr Übereinstimmung gewünscht. Von der Stimmung her passt der Titel aber doch wieder, weil ich dieses Buch perfekt finde, für einen grauen, regnerischen Herbsttag, den man mit einem Tee hinter dem Fenster verbringt.

Fazit:
Eine nette kleine Geschichte, die mich größtenteils überzeugen konnte. Die Charaktere sind sympathisch, allerdings hätte ich mir hier und da mehr Erklärungen gewünscht. Die große Wendung der Geschichte konnte ich nicht nachvollziehen.

Kommentare:

  1. Ich hab das Buch auch gelesen und mochte es ebenfalls ganz gerne. Es ist schon ein sehr ruhiges Buch, ohne großen Höhepunkt und das war es auch, was ich in der Rezension kritisiert habe. Ich hätte mir da ein wenig mehr Action gewünscht, wie du schon sagst.
    Es ist schon so lange her, ich weiß gar nicht mehr, wie ich die Wendungen in dem Buch fand. Habe gerade in meiner Rezi gespickt, aber da bin ich darauf nicht eingegangen. Ich glaube aber, dass ich mich dumpf daran erinnere, dass manches schon hätte ausführlicher sein können.
    Irgendwie verzieht man es dem Buch aber dann doch, schon witzig.

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    1. Was denkst du, wo ich das Buch entdeckt habe? 90% der Bücher die ich aus dem Genre lese, entdecke ich auf deinem Blog ;)
      Ja, komisch, oder? Das war ja auch bei "Zuviel.." so. Irgendwie stören mich die Sachen, aber trotzdem mag man es und muss weiterlesen. Sehr strange.

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