Donnerstag, 25. Februar 2016

Rezension ~ Drei Minuten mit der Wirklichkeit

Titel: Drei Minuten mit der Wirklichkeit
Autor: Wolfram Fleischhauer
Seiten: 560 Seiten
Verlag: Knaur Verlag
Genre: Roman





Inhalt:
Eine angehende Tänzerin an der Berliner Staatsoper – und ein junger Tangostar aus Argentinien. Was wie eine traumhafte Liebesgeschichte beginnt, wird für Giulietta schon bald zum Alptraum. Hals über Kopf folgt sie Damián nach Buenos Aires, doch plötzlich ist er wie vom Erdboden verschluckt. Die einzige Spur, die er Giulietta hinterlässt, ist sein rätselhafter Tanzstil, und so gerät sie Schritt für Schritt in ein teuflisches Labyrinth, das sie zurückführt zu den vergangenen Tragödien dieser Stadt. (Quelle: Über dieses Buch aus dem Ebook)

Meine Meinung:
Meine Mitbewohnerin hat sehr von diesem Buch geschwärmt, sodass ich ihrem Tipp mal nachgehen musste, obwohl mich der Klappentext nicht so wirklich angesprochen hat.

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht gerade leicht. Die Handlung ist sehr langatmig und ich hatte das Gefühl überhaupt nicht voran zu kommen. Zu einem großen Teil hing das mit dem Thema Tango bzw. Tanzen im Allgemeinen zusammen. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus und daher war es für mich echt anstrengend und langweilig wenn eine Position nach der anderen beschrieben wurde. In mir löst das nichts aus. Ich sehe keine Tänzer vor mir, ich höre keine Musik. Das ist natürlich schade, aber der Autor kann ja auch nichts dafür, dass ich keinen Tango tanzen kann. Ein bisschen kürzer hätte es aber doch sein können ;)

In der Mitte des zweiten Teils (der leider erst ab ca. der Hälfte des Buches beginnt) wurde die Handlung dann spannender. Die Protagonistin Giulietta hat sich mehr Gedanken gemacht, einige Fragen haben sich geklärt, wodurch neue Fragen entstanden sind und es war einfach mehr Bewegung in der Geschichte. Der dritte Teil hat mir dann bis auf kleine Ausnahmen sehr gut gefallen und durch die kurzen Kapitel kam man auch schnell vorwärts.

Damián ist vielleicht ein bisschen blass geblieben, weil er relativ wenig in der Geschichte vorkam. Natürlich ist er zentrale Person der Handlung, aber er ist die meiste Zeit abwesend. Man begleitet Giulietta, die erst 19 Jahre alt ist. Auf mich wirkte sie die meiste Zeit einige Jahre älter, was mir nicht so gut gefallen hat. Hin und wieder hat sie sich dann wie ein pubertärer Teenager benommen und den ein oder anderen Wutanfall bekommen. Ich mochte sie leider nicht so gern.

Man erfährt in diesem Buch sehr viel über Argentinien und seine Geschichte. Die Infos sind zwar interessant und ich auch hatte nicht das Gefühl belehrt zu werden. Trotzdem war es mir manchmal ein bisschen zu trocken. Ich lese lieber über Menschen, als über das Land aus dem sie kommen, auch wenn beides natürlich zusammengehört.

Fazit:
Insgesamt war das Buch leider thematisch nicht mein Fall. Die erste Hälfte des Buches war viel zu langatmig und wenn es keine Empfehlung meiner Mitbewohnerin gewesen wäre, hätte ich es vermutlich auch abgebrochen. Das wäre Schade gewesen, weil es doch spannende und interessante Aspekte in der Handlung gibt, die aber leider erst am Schluss auftauchen.

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