Dienstag, 12. Januar 2016

Rezension ~ Mecklenburger Winter

Titel: Mecklenburger Winter
Autorin: Chris P. Rolls
Seiten: 492 Seiten 
Genre: Gay-Romance, Coming-Out






Inhalt:

Kai lebt für den Sport. Er besitzt ein Geschäft für Fitnessbedarf und darüber betreibt er ein Studio. In seiner Freizeit trainiert er für einen bekannten Triathlon, den er unbedingt gewinnen will. Doch der lange und kalte Winter in Mecklenburg-Vorpommern, macht ihm zu schaffen und behindert sein Training. Als er kopfüber in einer Schneewehe landet, wird er von dem 17-jährigen Leon gerettet, der ihm gleich den Kopf verdreht. Leon ist ein Pferdenarr und auf keinen Fall schwul. Oder?

Meine Meinung:

So kurz vor Weihnachten scheint dieses Buch mit dem traumhaften Cover die beste Lektüre zu sein. Zumindest dann, wenn es draußen kälter ist als die aktuell 16 Grad.

Ich hatte das Buch schon öfter im Auge, weil das Cover wirklich wunderbar ist. Der Titel hat mich aber immer an einen historischen Roman erinnert (fragt mich nicht warum), sodass ich mir das Buch nie näher angesehen habe. Nach einigen positiven Rezensionen, war ich aber doch neugierig und dachte, es passt gut in die Weihnachtszeit. Auch wenn das Buch nach Weihnachten spielt, wird die winterliche Stimmung sehr gut rübergebracht.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem der ruhige und schüchterne Leon, der manchmal auch gut austeilen kann, wenn man ihn zu sehr triezt. Seine Probleme und seinen Hintergrund fand ich sehr gut dargestellt, weil es wirklich realistisch ist. Man muss bedenken, dass das Buch in einem ostdeutschen Bundesland spielt und dort andere Einstellungen herrschen als in westdeutschen Bundesländern.

Kai fand ich vor allem am Anfang wirklich ganz klasse. Ich mochte seine lockere Art, aber gleichzeitig auch sein Einfühlungsvermögen. Er spricht zwar oft schneller als er denkt, aber er will Leon nicht krampfhaft ändern. Plötzlich gab es aber einen Punkt, an dem ich das Gefühl hatte sein ganzer Charakter wandelt sich. Keine Ahnung warum das so war, aber er wirkte auf mich nur noch aufgedreht und gar nicht mehr so ruhig. Ganz komisch. Außerdem hat er gegen Ende eine für mich nicht ganz so überzeugende Einstellung gegenüber Leons Vater. Meiner Meinung nach wird da ein Aspekt viel zu verallgemeinert dargestellt.

Die Handlung an sich ist sehr ruhig. Das passt zur Jahreszeit, zum Wetter und auch zu den Protagonisten. Vor allem zu Leon. Für mich als Leser war es aber stellenweise etwas zu langatmig. Es war nicht so schlimm, dass ich nicht zum Buch greifen wollte, aber ab und an zog es sich doch sehr.

Negativ aufgefallen sind mir auch einige wenige Fehler, sowie sich wiederholende Elemente. Beispielsweise erklärt Kai Leon zweimal was Bisexualität bedeutet. Für so viele Seiten sind es wirklich nicht viele Fehler und es stört auch den Lesefluss nicht. Nur sind mir vor allem die Wiederholungen doch aufgefallen.

Fazit:
„Eine ruhige Liebesgeschichte vor der herben Schönheit der Mecklenburger Landschaft“ (Klappentext) trifft es sehr gut.

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