Samstag, 16. Januar 2016

Rezension ~ Der Totenzeichner

Titel: Der Totenzeichner
Autor: Veit Etzold
Reihe: Clara Vidalis #4
Seiten: 429 Seiten 
Verlag: Bastei Lübbe 
Genre: Thriller 
Leseprobe



Inhalt:
In Berlin wird eine grausam zugerichtete Leiche gefunden. In die Haut des Opfers wurden seltsame Zeichen geritzt und das Herz fehlt. Clara Vidalis vom LKA Berlin glaubt die Zeichen schon einmal gesehen zu haben, kann sich aber nicht erinnern wo. Ziemlich schnell finden die Ermittler heraus, dass bereits vor Jahren ähnliche Verbrechen in Los Angeles begangen wurden. Ist der Täter von damals mittlerweile in Berlin angekommen?

Meine Meinung:
Ich hab schon viel Gutes von dem Autor gehört und habe daher zugegriffen, als ich diesen Thriller als Mängelexemplar gesehen habe. Auch wenn es der vierte Teil einer Reihe ist und ich die vorherigen Bände nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung gut folgen.

Schon der Prolog beginnt ziemlich blutig. Man befindet sich mit den Ermittlern in Los Angeles, an einem blutigen Tatort. Ich habe im Großen und Ganzen kein Problem mit Blut, Gewalt und Folter muss aber zugeben, dass ich hier an zwei oder drei Stellen schon an meine Ekelgrenze gestoßen bin. Man sollte also wissen, dass dies kein leichter Thriller ist.

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen und ich mochte auch die Charaktere sehr gern, sodass ich unbedingt die drei anderen Fälle von Clara Vidalis lesen möchte. Der Fall war zwar blutig und brutal, aber auch sehr spannend. Es geht unter anderem um Kannibalismus, worüber ich bisher noch nichts gelesen habe. Ich mochte auch die psychologischen Erklärungen die im Buch geliefert werden, auch wenn mich das echt hat Schlucken lassen. Wenn so etwas tatsächlich gängige Praxis in den USA ist… irgendwie bedenklich.

Womit ich stellenweise Probleme hatte, ist der Stil. Das fängt schon mit den englischen Phrasen an. Einfachste Sätze und Worte werden für den Leser übersetzt, aber Songtexte oder Gedichte am Anfang der Abschnitte, die ich persönlich für anspruchsvoller halte, wurden nicht übersetzt. Das fand ich sehr schade. Außerdem hatte ich teilweise das Gefühl, dass die Personen im Gespräch das vorher gesagte wiederholen. Ich konnte das schon in der Schule nicht leiden, wenn gewisse Leute aufzeigten, nur um in anderen Worten exakt das zu wiederholen, was eine Meldung vorher schon jemand gesagt hat. Das machen die Protagonisten hier genauso, was sich bei einem Dialog zwischen zwei Menschen recht seltsam liest.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der zwar ziemlich brutal und blutig ist, mich aber durch ungeahnte Erklärungen und Zusammenhänge überzeugen konnte. Lediglich der Stil konnte mich nicht immer überzeugen.

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