Samstag, 5. Dezember 2015

Rezension ~ Imperfect Match: Liebe ist eigenwillig

Titel: Imperfect Match: Liebe ist eigenwillig
Autorinnen: Ina Linger, Cina Bard
Seiten: 296 (Print)
Genre: Liebesroman
Leseprobe






Inhalt:
Emma ist in ihren besten Freund und Mitbewohner Colin verliebt. Als ein gemeinsamer London-Trip der beiden ansteht, sieht Emma ihre Chance gekommen Colin zu verführen. Doch in London wohnt auch ihre Internetbekanntschaft Anna, die sich bei dieser Gelegenheit unbedingt mit ihr treffen möchte. Da Emma sich aber im Internet als Mann ausgegeben hat, muss Colin ihre Rolle übernehmen  Gar nicht mal so einfach, denn Colin findet Anna ziemlich attraktiv und dann ist da ja auch noch Annas Bruder Ben, mit dem man ziemlich viel Spaß haben kann…

Meine Meinung:
Eine der Autorinnen hat mich angeschrieben und mir das Buch als Rezensionsexemplar angeboten. Da ich momentan sehr gern unterhaltsame Geschichten fürs Herz lese, habe ich mich wirklich darüber gefreut, auch wenn ich etwas Sorge bezüglich der Dreiecksgeschichte hatte. Aber die Geschichte spielt in London, was bei mir immer einen „Will ich haben“ Reflex auslöst. 

Man merkt schon an der Inhaltsbeschreibung: Es wird chaotisch. Das hat mir an einigen Stellen sehr gut gefallen, weil die Geschichte so unterhaltsam und turbulent ist. Es wird nicht langweilig und gerade durch Ben hat man sehr viel zu lachen. Auf der anderen Seite war es für mich an manchen Stellen zu übertrieben. Konkret denke ich da an eine Szene im London Dungeon (den ihr unbedingt besuchen solltet, wenn ihr mal in London seid), wo Emma mit einer einzigen Handbewegung den ganzen Souvenirladen ins Chaos stürzt, da sie eine Kettenreaktion von umfallenden und fliegenden Gegenständen auslöst. Einerseits finde ich das unrealistisch, andererseits ist das nicht mein Humor.

Was man auch schon am Klappentext merkt ist, dass die Verbindungen der Charaktere ein bisschen komplex sind. Ich habe grundsätzlich keine Probleme mit den Namen von Charakteren und kann sie meisten gut auseinanderhalten. Das ist mir auch hier überwiegend gelungen. Ich fürchte aber, wer sowieso Probleme damit hat, kann hier an manchen Stellen ziemlich durcheinander kommen.

Die Charaktere selbst lösen gemischte Gefühle in mir aus. Colin und Emma mochte ich mal gern, mal nicht so. Colin ist gerade am Anfang wahnsinnig selbstverliebt und ein echter Macho. Emma kann stellenweise ganz schön zicken und eifersüchtig sein, was ich auch sehr nervig fand. Ben konnte ich am Anfang nicht so einschätzen, ich mochte ihn aber mit jeder Seite lieber. Nur im Epilog fand ich ihn komisch, so als hätte er einen ganz anderen Charakter. Anna habe ich als sehr blass empfunden und ich weiß eigentlich nichts über sie. Das finde ich ein bisschen Schade. 

Die Wendungen im Buch bzw. das Ende waren sehr früh vorauszusehen, was ich bei dem Genre nicht ganz so eng sehe. Trotzdem hätte ich mich über die ein oder andere Überraschung im Buch gefreut. Insgesamt hat mich der Roman aber sehr unterhalten und man fliegt nur so durch die Seiten.

Fazit:
Die Charaktere konnten nicht auf ganzer Linie punkten, sind aber weitestgehend sympathisch. Die Handlung war chaotisch, aber unterhaltsam, wenn auch nicht überraschend. Wer eine schnelle Lektüre für zwischendurch sucht, oder eine, bei der man nicht hochkonzentriert sein muss, sollte sich das Buch näher anschauen.


Danke an die Autoren für das Rezensionsexemplar :)

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