Mittwoch, 18. November 2015

Rezension ~ Vor uns die Nacht

Titel: Vor uns die Nacht
Autorin: Bettina Belitz
Seiten: 384 Seiten
Verlag: Script 5
Genre: Jugendbuch, Liebe
Leseprobe




Inhalt:
Sie hassen sich, wenn sie miteinander reden. Und sie lieben sich, wenn sie sich berühren. Sicher ist nur eins: Seit Ronia Jan getroffen hat, ist nichts mehr wie zuvor. Seit sie ihn das erste Mal gesehen hat, muss sie jeden Freitag zurückkehren. Abends. An den Fluss. Wenn es dort still und einsam ist. Hier, so hofft sie, wird sie ihn wiedersehen ...
Niemand hat die 21-jährige Studentin Ronia bisher so fasziniert wie der rebellische Jan, der keine Konventionen kennt. Ronia und Jan kommen aus völlig verschiedenen Welten und fühlen sich doch magisch voneinander angezogen. Auch wenn Ronia zunächst dagegen ankämpft – es ist zwecklos, sie kann sich dem rätselhaften Jan nicht entziehen. Da sie jedoch einige bittere Enttäuschungen hinter sich hat, möchte sie diesmal alles anders machen: keine Träumereien, keine Versprechen, keine Liebesschwüre – sie will die Zügel in der Hand behalten. Und so beginnt ein hochexplosives, hingebungsvolles und nervenaufreibendes Spiel … (Inhalt laut Verlag)

Meine Meinung:
Üblicherweise schreibe ich meine Inhaltszusammenfassungen selbst, aber weil mich hier allein der Klappentext so sehr angesprochen hat, dass mir das Buch immer wieder ins Gedächtnis gekommen ist, verwende ich mal diesen.

Zu Beginn war die Geschichte noch so, wie ich es erwartet habe. Man lernt Ronia kennen, die (mal wieder) von ihrem Freund verlassen wurde, weil sie zu extrem ist. In einem Club begegnet sie Jan und ist gleich fasziniert von ihm. Alles ganz normal und verständlich, doch dann geht es los.

Ich mochte Ronia mit jeder Seite weniger. Sie vergisst über Jan alles und wird ein richtiges Ekelpaket. Die Uni, ihre Eltern, ihre Freunde… es ist ihr alles egal und das hab ich nicht so richtig verstanden. Sie steigert sich so in die Sache rein, dass es an Besessenheit grenzt.

Manchmal hatte ich auch mit Jan meine Probleme, weil er für sein Alter ziemlich altklug und weise ist und für mein Verständnis Dinge sagt, die man mit 19 Jahren nicht in den Mund nimmt. Egal was man vorher erlebt hat. Es wird zwar ein bisschen erklärt warum er ist wie er ist, aber dieser Punkt hängt damit zusammen, warum ich mit dem ganzen Buch nichts anfangen konnte.

Mir war es zu spirituell. Ich habe niemals damit gerechnet, dass das Buch in so eine Richtung gehen könnte und war wirklich überrascht und leider auch enttäuscht. Ich beschäftige mich nicht mit so etwas wie Seelenverwandtschaft und dergleichen, deswegen möge man mir verzeihen, wenn Spiritualität nicht das richtige Wort dafür ist. Das ist etwas, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Es ist nicht so, dass Jan und Ronia ständig philosophieren, sondern es ist überwiegend ein normales Jugendbuch. Aber es gab eben Szenen die ich nicht so mochte, wo klar wird, dass zwischen Jan und Ronia eine Verbindung besteht.

Der Schreibstil hat mir leider auch nicht so zugesagt, was in der Leseprobe noch nicht deutlich wurde. Die Autorin schreibt irgendwie poetisch, aber nicht in dem Sinne, dass es viele weise Worte zum zitieren gibt (jedenfalls meinem Empfinden nach). Es ist eher so ein schwerer Schreibstil (nicht als Gegenteil zu einfach), mit vielen Vergleichen.

Fazit:
Ich habe mich wahnsinnig auf das Buch gefreut und bin leider sehr enttäuscht worden. Der spirituelle Touch der Geschichte hat mir nicht gefallen und auch der Schreibstil war nicht so meins. Ronia als Protagonistin war zwischenzeitlich auch schwer zu ertragen. Schade.

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