Donnerstag, 27. August 2015

TAG ~ Schullektüren 2/2 (fremdsprachig)

 

Hallo zusammen,

gestern habe ich euch ja bereits meine deutschsprachigen Schullektüren vorgestellt, deshalb geht es heute weiter mit dem Schullektüren TAG von Carina und meinen fremdsprachigen Büchern. In der Schule habe ich seit der 5. Klasse Englisch, seit der 7. Klasse Französisch, in der 9. und 10. Klasse Russisch und in der 11. (und 12. ?) Klasse Niederländisch gelernt. Da sind durchaus einige Bücher zusammen gekommen. 

Englisch
 
 
Narinder Dhami - Bend it like Beckham 

In der Unterstufe haben wir kaum Lektüren gelesen, sondern vor allem Kurzgeschichten. Dieses Buch haben wir gelesen weil am Ende des Schuljahres Zeit über war, allerdings haben wir es dann doch nicht so richtig besprochen, nur wenige Ausschnitte. Vor kurzem habe ich es nochmal gelesen, diesmal komplett und ich fand es eher langweilig muss ich sagen. Die Verfilmung war aber ganz gut.

 
Paul Zindel - The Pigman

Ich bin mir recht sicher, dass wir das Buch in der 11. Klasse gelesen haben. Allerdings war unsere Lehrerin damals gerade schwanger, sodass sie häufig gefehlt hat und wir das Buch eher in Eigenarbeit durchgenommen haben. Ich kann mich auch nur noch an wenig erinnern, aber ich glaube es war am Ende recht traurig. 

 
Aldous Huxley - Brave New World 

Das Buch ist richtig spannend, weil einfach alles eine Bedeutung hat, ähnlich wie bei Harry Potter. Jeder Name, egal von Personen oder Orten ist aus ganz bestimmten Gründen gewählt worden und das fand ich richtig interessant. Thematisch konnte es mich auch sehr ansprechen, weil wir im Unterricht viel über Gentechnologie und moralisch/ethische Sachen gesprochen haben. Wie ist es beispielsweise zu bewerten, wenn man herzranken Menschen Herzklappen eines Schweins einsetzt? (Ich weiß nicht mehr genau welche Vorteile diese gegenüber künstlichen Klappen haben, sorry). Oder wenn man ein krankes Kind hat, darf man/kann man/sollte man ein zweites Kind bekommen, mit dem Gedanken, dass dieses Kind dem älteren Geschwister Blut/Stammzellen spenden kann? 

 
William Shakespeare - Much Ado About Nothing

 Dieses Stück ist für mich etwas besonderes, weil ich nur gute Erinnerungen daran habe. Stellenweise fiel es mir zwar schwer das Buch zu verstehen, aber ich mochte es dennoch sehr sehr gern. Parallel dazu haben wir die Verfilmung mit Kenneth Brannagh gesehen und ich liebe diesen Film. Die Schauspieler sind klasse und die Dialoge sind klasse. Allein Benedicks Spruch: "I would my horse had the speed of your tongue"
Wir haben dann zusammen mit dem anderen LK eine freiwillige Reise nach London gemacht und uns das Stück im Globe Theatre angesehen. Es war so schön eine Vorführung in Shakespeares Theater zu sehen, ein echtes Erlebnis. Ich kann gar nicht sagen was ich besser fand: Das Buch, den Film oder das Theaterstück. 
Übrigens, auf dem Cover da oben sind Kenneth Brannagh und Emma Thompson zu sehen, euch vielleicht besser bekannt als Gilderoy Lockhart und Sybille Trewlaney :)

Französisch

 
Jean-Paul Sartre - Huis clos 

Man kann über unsere Lehrerin und ihren Unterricht sagen was man will, aber sie hat immer tolle Lektüre ausgesucht. Keine davon hat mich richtig gelangweilt.
Die französischen Bücher habe ich mir alle zur Sicherheit nochmal auf Deutsch gekauft, auch wenn ich oft gemerkt habe, dass die Übersetzungen schon sehr gewöhnungsbedürftig waren.
Bei diesem Buch habe ich den Kurs sehr in Bedrängnis gebracht, weil die Personen sich in der Hölle befinden, aber alle keine Augenlider haben. An einer Stelle heißt es dann aber: "Ils ferment les yeux" (zu deutsch: Sie schließen die Augen). Jetzt verratet mir mal wie das funktionieren soll, wenn sie doch keine Augenlider haben... 

 
Didier van Cauwelart - Un aller simple

Hier ist so ein klassischer Fall, wo die Übersetzung echt Schrott ist. Ich müsste das Buch mal wieder auf Deutsch lesen, einfach um zu sehen ob es noch immer so schlecht ist. Wenn man in der Originalsprache drin ist und dann die Übersetzung parallel liest, wird einem der Unterschied natürlich deutlich bewusster. Vielleicht bewerte ich das jetzt mit einigen Jahren Abstand anders. 
Worum es geht weiß ich nicht mehr so richtig und ich kann auch nicht sagen wie es mir gefallen hat.  

 
Éric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran

Das Buch mochte ich wirklich sehr sehr gern, auch wenn ich so gut wie gar nicht mehr weiß worum es geht. Hier habe ich auch sowohl den Film als auch das Theaterstück gesehen und kann beides empfehlen. Ich finde einfach die Handlung toll, da kann man mir das in jeder Fassung vorsetzen.

Niederländisch
Nick Balthazar - Niets was alles wat hij zei

Das Buch gab es schon damals nicht mehr zu kaufen, weshalb wir es alle als kopie bekommen haben. Die deutsche Ausgabe habe ich letztes Jahr in Leipzig entdeckt und musste sie dann gleich mitnehmen. 
Mir hat es im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, das Thema Authismus ist sehr interessant. Außerdem wird ein bisschen mit dem Leser gespielt, was nun wahr ist und was nicht. Die Verfilmung ist auch durchaus sehenswert. 

Diesmal etwas kürzer die fremdsprachigen Schullektüren. Kennt ihr einige der Bücher? Auf deutsch oder in einer anderen Sprache?
Mich interessiert besonders, welche fremdsprachigen Bücher ihr in der Schule gelesen habt, da deutschsprachige Lektüre ja vielfach ähnlich ist bzw. sich wiederholt.

Kommentare:

  1. Ich finde das ja faszinierend, dass du die Bücher alle besitzt, die du in der Schule lesen musstest. Musstet ihr euch die immer selbst besorgen? Wir haben die damals jedes Mal, wenn wir denn mal ein Buch gelesen haben, in der Schule (aus der Schulbibliothek) für die Zeit des Lesens zur Verfügung gestellt bekommen. Aber Fremdsprachiges mussten wir nie lesen. Vielleicht wäre es in einem Gymnasium anders gewesen, aber ich habe leider nur eine Hauptschule besucht ...

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    1. Ja, in der Regel schon. Es sei denn, man hatte ältere Geschwister oder so.
      Kann gut sein, dass es an der Schulform liegt ob man fremdsprachige Bücher liest. Ich glaube, meine Brüder haben keine gelesen auf der Realschule. Ich hab die meisten ja auch in der Oberstufe gelesen und die fällt ja bekanntermaßen auf den anderen Schulformen weg ;)
      Find ich schade, also das man nicht immer fremdsprachige Bücher liest, aber nun ja. Bildungspolitik ist ja immer eine Sache für sich.

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  2. Ah cool, da ist ja schon der zweite Teil :)

    "Brave New World" und "Much ado about nothing" mussten unsere LKs auch lesen. Ich hatte Englisch nur im GK und hab da "A Streetcar named Desire" und "Falling Man" gelesen.. :D bzw. ich glaube wir haben immer nur Ausschnitte daraus gelesen, zumindest bei Falling Man. In der Mittelstufe haben wir in Englisch noch "Big Mouth and Ugly Girl" gelesen, das war eigentlich ganz witzig, soweit ich das noch weiß :D ansonsten fallen mir partout keine anderen Lektüren ein, die wir noch in englisch gelesen haben könnten...
    Ansonsten hatte ich noch lange Latein in der Schule und ein Jahr lang Spanisch, aber da haben wir natürlich keine Lektüren gelesen... also in Latein ja sowieso nicht und Spanisch hatte ich wie gesagt nur ein Jahr. Hm.

    Aber vielen Dank für den zweiten Teil zu diesem Tag, ich hab mich sehr gefreut :) ♥

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    1. Falling Man wurde bei uns im GK glaub ich auch gelesen. Der Titel kommt mir so bekannt vor.
      Der Rest sagt mir gar nichts.

      Ich find das Schade, wenn in den Schulen nicht so viel gelesen wird. Vor allem in den Fremdsprachen schadet das nichts.

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  3. Oh, Schullektüren. Eins meiner Lieblingsthemen. Obwohl ich gerade echt neidisch bin, was ihr alles gelesen habt. Meine fremdsprachigen Bücher, die ich in der Schule gelesen habe, kann ich nämlich an einer Hand abzählen, weil es nur zwei waren.
    Das eine war "Seven" von Anthony Bruno und das andere "A christmas carol" von Charles Dickens. Ersteres fand ich echt gut, weil es unserem damaligen Stand in Englisch entsprach, aber letzteres war eine totale Katastrophe. Die meisten in meiner Klasse waren echt schlecht in Englisch, weshalb sie da nicht durchgestiegen sind und wir, die wir mitgekommen sind, haben uns dann gelangweilt, weil alles immer erklärt werden musste. Irgendwann hatte unsere Lehrerin wohl keine Lust mehr und dann haben wir einfach aufgehört es zu lesen.
    Ich überelge gerade krampfhaft, ob es noch ein drittes gab, aber ich glaube nicht. Wirklich schade, weil ich echt überzeugt bin, dass Lektüren einem helfen.

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    1. Schade, dass ihr nur so wenig gelesen habt. Ich find das auch sehr wichtig.
      A Christmas Carol hätte ich auch gern gelesen. Wenn das Niveau so unterschiedlich ist, kann ich mir gut vorstellen das es dann irgendwann keinen Spaß mehr macht. Weder für diejenigen die alles verstehen, noch für die die nicht so gut mitkommen.

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