Donnerstag, 6. August 2015

Rezension ~ Der Geschmack von Glück

Titel: Der Geschmack von Glück
Originaltitel: This is what happy looks like 
Autorin: Jennifer E. Smith 
Seiten: 368 
Verlag: Carlsen 
Genre: Jugendbuch, Liebe




Inhalt:
Ellie kommt aus Total Tote Hose, Maine, wo sie zusammen mit ihrer Mutter lebt. Sie arbeitet in einer Eisdiele und hilft ihrer Mutter in ihrem Souvenirshop aus. Im Grunde, ist sie ein ganz normaler Teenger.
Graham Larkin kommt aus Voll Was Los, Kalifornien und ist ein gefeierter Schauspieler. Er hat ein Schwein namens Wilbur, einen Manager namens Harry und schreibt Ellie aus Versehen eine E-Mail. Zwischen beiden entwickelt sich ein reger Kontakt und dann schlägt Graham als Drehort seines neuen Films ausgerechnet Ellies Heimatort vor. Doch Elli möchte mit der Öffentlichkeit eigentlich gar nichts zu tun haben…

Meine Meinung:
Das Buch stand schon lang auf meiner Wunschliste, weil ich E-Mail Romane sehr gern mag und ich auch den Klappentext recht ansprechend fand. Durch verschiedene Aktionen hat sich das Buch wieder in mein Gedächtnis gebrannt, weshalb ich es dann gekauft habe.

Der Einstieg hat mir sehr gut gefallen, weil es direkt mit den E-Mails zwischen Ellie und Graham losgeht. Ziemlich schnell wurde ich dann aber überrascht. Zum einen ist das mit den regelmäßigen Mails schnell vorbei, denn danach gibt es nur noch am Anfang jeden Kapitels eine Mail, zum anderen hat mich überrascht, dass das Buch nicht aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Es ist nicht unbedingt störend, aber hier habe ich total mit dieser Erzählweise gerechnet und es hätte auch wirklich gut gepasst.

Im Verlauf der Geschichte habe ich immer wieder Höhen und Tiefen erlebt. Sowohl bei den Protagonisten als auch bei mir selbst. Ein absoluter Pluspunkt sind für mich die überraschenden Wendungen. Es gibt jetzt keine vollkommen innovativen Ideen, aber mehrmals war ich an dem Punkt wo ich dachte: „Ah ja klar. Jetzt passiert das und das, kennt man ja. So ist das immer“. Letztendlich passierte genau das aber eben nicht und das hat mich beeindruckt.

Auf der anderen Seite finde ich es etwas Schade, dass dieses große Geheimnis von Ellie gar nicht so groß ist. Es ist schon verständlich, dass sie deshalb die Öffentlichkeit meidet  und Angst hat, dass es rauskommen könnte, wenn sie mit Graham gesehen wird. Trotzdem wird so ein unglaubliches Theater gemacht, dass sie nicht mal ihrer besten Freundin mit der sie aufgewachsen ist, davon erzählen kann. Für mich war das wirklich übertrieben, weil ich auch nicht verstanden habe, warum sie Quinn nichts davon erzählen wollte. 

Graham war im Grunde genommen ganz süß. Er versteht den ganzen Trubel um seine Person nicht so richtig und möchte im Grunde nur das machen, was ihm Freude bereitet, nämlich Filme drehen und ansonsten ein ganz normaler Junge sein. Seine Konflikte wurden gut dargestellt.

Das Ende war in Ordnung, ich fand es aber nicht übermäßig toll und vor allem ist es kein Ende, das mir lang im Gedächtnis bleiben wird. Wenn ich später an das Buch zurück denken werde, kann ich mich wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern wie es geendet hat. Zugegeben, ich habe auch die allerletzte Seite nicht so ganz verstanden.

Fazit:
Dieses lockerleichte Jugendbuch kann mit einigen Höhen, aber auch einigen Tiefen aufwarten. Es gibt Wendungen die ich so nicht erwartet habe, was ein echter Pluspunkt ist. Andererseits wurde so ein Aufsehen um Ellies Geheimnis gemacht, dass es mir viel zu übertrieben vorkam. 


Kommentare:

  1. Eine sehr schöne Rezension! :)

    Ich denke, man darf bei dem Buch (generell in dem Genre) nicht zu viel erwarten und muss drauf eingestellt werden, dass Vieles in dem Bereich Durchschnitt ist. Aber trotzdem klingt es nach einer netten Geschichte für zwischendurch, auch wenn ich solche Geheimnisübertreibungen echt leid bin.

    Liebe Grüße,
    Lyrica

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    1. Danke :)

      Ach, das würde ich so nicht sagen. Nur weil es ein Jugendbuch ist, muss es ja nicht gleich schlecht oder schlechter als andere Genre sein.
      Ja, es war schon ganz nett, aber so richtig weiter empfehlen mag ich es trotzdem nicht :D

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    2. Das habe ich ja auch gar nicht gesagt.

      Es ist nur so, dass viele Handlungen und Storylines in Jugendbüchern sehr flach gehalten sind und weniger komplex sind, weil es sich an eine jüngere Zielgruppe richtet. Meistens geht es ja nur darum, wer mit wem über einige Konflikte hinweg zusammenkommt. Und das scheint hier ja nun mal auch der Fall zu sein.

      Liebe Grüße,
      Lyrica

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