Mittwoch, 13. Mai 2015

Rezension ~ Silberlicht

Titel: Silberlicht
Originaltitel: A Certain Slant of Light
Autorin: Laura Whitcomb
Seiten: 320
Verlag: Knaur.
Genre: Jugendbuch, Übernatürliches
Leseprobe




Inhalt:
Helen ist seit etwa hundert Jahren tot, doch seither existiert sie als reines Licht auf der Welt. Sie ist der Bewahrer von Menschen mit einer Leidenschaft für Poesie und Prosa, eine Art Muse. Bisher dachte sie die einzige Lichtgestalt zu sein, doch es gibt noch eine weitere. James heißt er und er hat den fleischlichen Körper eines 17-jährigen Schülers. James und Helen verlieben sich Hals über Kopf ineinander was beide vor große Probleme stellt.

Meine Meinung:

Ich habe schon länger mit dem Buch geliebäugelt, weil ich die Idee von der Muse so toll finde und mir auch jemanden wie Helen wünschen würde ;) Als ich das Buch dann für einen Euro im Buchladen gesehen habe, musste ich unbedingt zugreifen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir gar nicht so leicht. Man wird direkt in die Handlung geworfen, denn schon im ersten Satz wird beschrieben wie James Helen anschaut, was für sie eine sehr ungewöhnliche Erfahrung ist. Ich war anfangs etwas überfordert, weil ich gar nicht wusste was genau Helen ist und welche Besonderheiten ihr Schicksal als Licht so mit sich bringt. Irgendwann wird einem dann zwar ein wenig mehr über Helen erklärt, wie sie zu ihren Bewahrern kommt und wo ihre Grenzen sind, aber trotzdem waren mir einige Dinge zu oberflächlich oder sogar überhaupt nicht angesprochen. Wenn mich jemand fragen würde, was so besonders an Helen ist, was ein Licht ist, ich wüsste nicht ob ich es erklären könnte.

Als dann etwa bei der Hälfte eine wichtige Wendung kommt, nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf. Die Handlung wird spannender und es gibt ernsthafte Konflikte. Hier nimmt das Tempo dann wirklich zu, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Zum Ende hin war es mir dann allerdings wieder zu schnell, sodass ich leider sagen muss, dass ich nicht alles ausreichend erklärt finde.

Die Liebesgeschichte zwischen James und Helen ist schon irgendwie süß gemacht. Interessant ist sie vor allem deshalb, weil Helen vor etwa 100 Jahren verstorben ist und James vor circa 85 Jahre. Dementsprechend verhalten sie sich so, auch wenn sie sich teilweise an die moderne Welt anpassen, in der sie leben. James ist ein richtiger Gentleman und Helen gibt meist die schüchterne Dame, die sich Hals über Kopf verliebt. Das hat mir wirklich richtig gut gefallen.

Ebenfalls gut gefallen haben mir die schon erwähnten Konflikte, weil sie Themen behandeln, die man auch in „realistischen“ Jugendromanen finden kann. Es geht um Drogen, Schuld und den Wunsch nach Freiheit, sich aus den Fängen der Eltern loszureißen.

Fazit:
Der Anfang ist leider ziemlich langatmig, erst nach einer Wendung gewinnt die Geschichte an Spannung. Die beschriebenen Konflikte haben mir ebenso gut gefallen wie die Liebesgeschichte. Leider fehlten mir Informationen über die Eigenschaften von Lichtgestalten und das Ende ist für mich ebenfalls nicht erschöpfend.

Kommentare:

  1. Hallo, :)
    ich habe das Buch vor einer ganzen Weile gelesen und fand es sehr gut. Inzwischen weiß ich aber so gut wie gar nichts mehr von der Geschichte, was nicht gerade für das Buch spricht. Es ist einfach nichts hängen geblieben. Vielleicht liegt das wirklich daran, dass zu wenig erklärt wurde.
    Schöne Rezi. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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    1. Danke für deinen Kommentar, Marina. Ich hab auch wirklich viele gute Meinungen gehört, gerade unter Bloggern. Aber leider war es irgendwie nicht so meins.
      Bei mir bleibt auch von guten Büchern meist wenig hängen.^^

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  2. Diese Rezension hätte ich geschrieben haben können, denn mir ging es genau so.
    Ich empfand den Einstieg ebenfalls ein etwas zu langatmig, aber wenn es dann erstmal "los geht" ist es doch ein gutes Buch. Bei mir hat es ebenfalls nicht für mehr als drei Blümchen gereicht. Schade eigentlich, dabei fand ich den Plot so interessant. Und das Cover erst: Ein absoluter Traum. ♥
    GlG
    Kitty ♥

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    1. Ich habe schon bei deiner Rezension festgestellt, dass wir sehr ähnliche Gedanken zu dem Buch haben :)
      Ja, ich finde das auch sehr schade, aber nun ja. Uns kann ja auch nicht alles gefallen;)

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