Sonntag, 10. Mai 2015

Rezension - Gone Girl

Titel: Gone Girl - das perfekte Opfer
Originaltitel: Gone Girl 
Autorin: Gillian Flynn
Seiten: 591
Verlag: Fischer
Genre: Thriller
Leseprobe



Inhalt:
Amy und Nick sind seit fünf Jahren verheiratet. Ihre Ehe ist nicht mehr so toll wie am Anfang, die Routine hält Einzug, die Gefühle erkalten und dann haben sie auch noch beide ihren Job verloren. An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy dann plötzlich und ziemlich schnell deuten alle Beweise auf Nick. Hat er tatsächlich etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun und wenn ja, wo ist sie?

Meine Meinung:

Nachdem ich einige eher negative Meinungen zu dem Buch gelesen habe, lag es lange Zeit auf dem SuB. In letzter Zeit habe ich vermehrt positive Stimmen zu dem Buch vernommen und da es außerdem für die lovelybooks SuB-Abbau-Challenge ausgewählt wurde, habe ich es dann doch zur Hand genommen.

Das Buch wird immer abwechselnd aus der Sicht von Amy und ihrem Mann Nick erzählt, was ich immer sehr gut finde. Hier ist das für die Geschichte umso besser, da man in den Kopf von beiden Protagonisten schauen kann und ihre Gefühle zueinander so aus erster Hand mitbekommt.

Weite Teile des Buches ziehen sich leider sehr stark in die Länge. Ich habe das Ebook gelesen und noch bei 73% habe ich mich total gelangweilt. Das ist für jedes Buch schlimm, für einen Thriller der schon per Definition spannend sein sollte, ist das aber noch schlimmer. Es gab zwar zwischendrin eine Wendung die irgendwie interessant war und auch die Idee bis zu diesen ca.73% ist gut, aber die Umsetzung war echt mies. Ich hatte einfach das Gefühl nicht vom Fleck zu kommen, weil es nichts gab, weshalb ich unbedingt hätte weiterlesen wollen.

Dieses Gefühl, dass man unbedingt wissen will wie es weitergeht und wie die Protagonisten aus der Nummer wieder rauskommen (ob überhaupt), das stellte sich erst ganz am Ende ein. Spannung war also da, wenigstens mittelmäßig, Tempo war auch da… aber die tolle Idee nicht mehr. Es wurde wirklich immer irrer und am Ende stand ich da und dachte: Wow, was sind die krank im Kopf! Besonders trifft das auf Amy zu, aber Nick ist auch nicht ohne.

In einer Rezension (leider weiß ich nicht mehr von wem, sonst würde ich sie natürlich verlinken), habe ich mal gelesen, dass weder Amy noch Nick sympathisch seien, das es für die Geschichte aber auch gar nicht nötig wäre. Das war ein Punkt, weshalb ich das Buch nicht lesen mochte, da ich mich schwer tue mit Geschichten, wo ich keinen Charakter mag. Hier ist das aber wirklich überhaupt kein Problem, das ein Charakter schlimmer ist als der andere. Im Gegenteil, für die Geschichte ist es wohl sogar notwendig, dass Nick und Amy egoistisch, manipulativ und einfach total „abgefuckt“ (kein Ausdruck von mir, sondern von Nicks Anwalt ;)) sind.

Fazit:
Die ersten dreiviertel des Buches sind von der Idee gut, aber von der Umsetzung schwach. Das letzte Viertel ist von der Umsetzung stärker, aber von der Idee nicht mehr so toll. Insgesamt erhält man interessante Einblicke in die total irre Psyche zweier Menschen, aber für einen Thriller war es definitiv viel zu zäh.

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