Donnerstag, 23. April 2015

Rezension ~ Und dann der Himmel

Titel: Und dann der Himmel
Autor: Jan Stressenreuter 
Seiten: 360
Verlag: Querverlag
Genre: Gayroman
Leseprobe




Inhalt:
Marco ist Mitte 30 und eigentlich ein ganz normaler Typ. Er kellnert, arbeitet als Synchronsprecher und hat bisher den Mann fürs Leben noch nicht gefunden. Als er kurz Weihnachten ein Stoßgebet zum Himmel schickt, ändert sich sein Leben plötzlich. Aber woher soll er denn auch wissen, dass der Herrgott persönlich sein Gebet (das eigentlich keines war) erhört und ihm Rafael, einen richtigen schwulen (!) Engel, schickt? Rafael soll ihm nun helfen und macht eigentlich viel mehr kaputt als wieder ganz, oder doch nicht?

Meine Meinung:

Das Buch stand schon jahrelang auf meiner Wunschliste, ich glaube, es ist irgendwann mal durch eine Radiosendung darauf gelandet. Ich meine, ein schwuler Engel?! Klingt schon abgefahren, aber macht auch neugierig. Das Cover fand ich auch immer wahnsinnig toll und so musste das Buch nun endlich endlich bei mir einziehen.

Mir fällt es wahnsinnig schwer das Buch zu beschreiben und auch zu rezensieren, weil ich das Gefühl habe, es enthält eine tiefere Ebene, die ich vielleicht gar nicht vollständig begriffen habe. Ich muss das Buch einfach nochmal lesen und zwar dann, wenn es nicht gerade sieben Uhr morgens in der Deutschen Bahn ist.

Die Charaktere sind ziemlich skurril, aber nicht so, dass es künstlich oder zu aufdringlich wirkt. Das fängt schon bei Marco an, der sich als Synchronsprecher für steppende Ananasdosen ein Zubrot verdient und mangels Kreativität alle seine Hamster Fridolin nennt und sie durch nummeriert. Aktuell lebt Fridolin der XIV bei ihm.
Ansonsten lebt Marco mit drei Mitbewohnern in einer Wohnung, hat eine Schwester die immer alles besser kann und besser weiß als er und zusätzlich noch zwei nervige Kinder hat und seine Eltern... na ja man muss sie alle einfach kennen lernen.

Die Handlung ist wirklich interessant und unterhaltsam. Was genau Rafael auf der Erde soll und was er und Marco so unternehmen, sollte man wirklich selbst lesen. Jedes Wort wäre zu viel und gleichzeitig zu wenig. Sie erleben auf jeden Fall einiges, manches ist sehr lustig, anderes eher zum Nachdenken, aber es ist keineswegs langweilig. Kurz: Man wird bestens unterhalten.

Trotzdem gibt es auch zwei Punkte dir mir nicht gefallen haben. Nennt mich spießig, aber ich mag es absolut nicht, wenn in Büchern gekifft wird und Kinder geschlagen werden, ohne das es kritisch betrachtet wird. Die Charaktere sind zwar nicht dauern high und die Kinder werden auch nicht verprügelt, aber sie bekommen eine Ohrfeige wenn sie weinen und das find ich halt nicht okay, weil es in dem Buch als „normal“ rüber kommt.

Den zweiten Punkt zu erklären ist gar nicht so einfach ohne zu spoilern, aber ich werde versuchen es so Allgemein aber verständlich wie möglich zu halten. Rafael soll Marco helfen, sprich aus ihm einen besseren Menschen machen. Dieser Aspekt ist auch vollkommen in Ordnung, aber jeder Mensch hat doch seine Grundsätze. Sei es nicht zu lügen, niemals nach Alkoholkonsum Auto zu fahren oder einen Seitensprung nicht zu verzeihen. Dass Rafael so konsequent versucht Marcos Grundsätze zu ändern fand ich irgendwie... blöd. Letztendlich waren diese Grundsätze vielleicht nur eine Art Vorwand und Marco hat sich nicht nett verhalten und er hat Fehler gemacht und die Geschichte funktioniert nicht, ohne das Marco über seinen Schatten springt. Dennoch, ich finde es nicht richtig, die Grundsätze eines Menschen so ändern zu wollen. Es geht ja nicht um so eine banale Tatsache wie gestreift und kariert trägt man nicht zusammen oder so.

Fazit:

Tolle Charaktere und unterhaltsame Handlung, mit ein paar – für mich! - grenzwertigen Aktionen.

Kommentare:

  1. Das hört sich ziemlich witzig an. :) Hm, es erinnert mich ein bisschen an Der Advent in dem Emma ihren Schutzengel verklagte. Kennst du das? Mir hat es leider nicht so wirklich gefallen, weil sich in dem Roman zig Szenen tummelten, die sich mit Kunst beschäftigten, was den eigentlichen Plot ziemlich in den Hintergrund gedrängt hat. Schade eigentlich. Hätte ne lustige Geschichte werden können. ;)
    Ich glaube, ich werde mir Und dann der Himmel mal näher anschauen. Hast mich neugierig gemacht. :)
    Hab einen schönen Tag, Liebes. ☼

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    1. Nein, ich kenne das Buch nicht. Es scheint tatsächlich ein wenig Paralleln zu geben, aber ich glaube die Bücher sind schon sehr anders.
      Na das freut mich zu hören. Nachdem ich dir Pandablues madig gemacht habe, muss ja was neues auf die Merkliste ;)

      Wünsche einen schönen Tag gehabt zu haben.

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    2. *lach* Stimmt. Erst war ich, zugegeben, ein bisschen erleichtert, dass ich auch endlich mal wieder ein Buch streichen konnte und dann? Schwupps, landet wieder ein Neues auf der Merkliste. ;) Aber das ist nun mal "Buchblogger-Risiko". ;)

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  2. Das ist jetzt der neueste Trend, oder? Engel. Erst waren es hässliche, glitzernde Vampire, jetzt sind es Engel...
    Ich weiß auch nicht, wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mit Fantasy eh nicht so viel anfangen kann, aber mich sprechen solche Bücher nicht an. Dabei will ich gerne glauben, dass sie super geschrieben sind und spannend und überhaupt...

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    1. Das Buch ist von... 2008 oder so :D Ich kann damit ja eigentlich auch nichts anfangen, ich würde das auch so gar nicht als Fantasy bezeichnen. Im Grunde ist Rafael ein ganz normaler "Mensch" nur das er im Himmel wohnt, ihm im Laufe der Geschichte Flügel wachsen und er Gedanken lesen kann. ^^

      Aber mit Vampiren kann man mich auf jeden Fall auch jagen.

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    2. Oh, das hab ich jetzt übersehen. XD Aber es ist im Moment wirklich oft so, dass ich Bücher mit Engeln vor die Nase gesetzt bekommen habe. Neulich habe ich erst eins als Rezensionsexemplar bekommen und dann hat man mir auf Amazon gleich gefühlt 20 Engelbücher vorgeschlagen, weil ichs dort noch mal nachgesehen habe. Überall Engel!!!

      Naja, Vampire. Ich mag Vampire. Aber halt richtige, böse Vampire (oder wenn schon nicht böse, dann wenigstens männlich) und keine glitzernden Waschlappen. xD Ich hatte sogar mal eine Phase - haha, das ist jetzt wieder so extrem peinlich -, da habe ich diese Hetero-Vampir-Liebesromane gelesen. :'D Die von Katie MacAlister und Lara Adrian. XD Hach ja... xD

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    3. Wenn sie dich unterhalten haben ist das doch kein Thema. Für mich wäre das defintiv nichts, aber manche Leute schütteln mit Sicherheit auch den Kopf über die Sachen, die mich unterhalten :D

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