Dienstag, 28. April 2015

Filmkritik ~ Krabat

Titel: Krabat
Regie: Marco Kreuzpaintner
Hauptdarsteller: David Kross (Krabat), Daniel Brühl (Tonda), Christian Redl (Meister), Robert Stadlober (Lyschko)
Jahr: 2008
Spieldauer: 115 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Trailer 

Inhalt:
Elternlos streift der junge Krabat durch das hungernde, durch den Dreißigjährigen Krieg verwüstete Deutschland. Eines Nachts dringt eine unheimliche Stimme in seine Träume ein und führt ihn zur dunklen Mühle am Koselbruch. Dort bietet ihm der strenge, aber charismatische Meister ein Lehre als Müllerbursche an, die Krabats Leben für immer verändert. Erst lernt er unter elf Mitgesellen seinen besten Freund Tonda kennen, dann durch den Meister die Macht der Schwarzen Magie. In zwei Sommern eignet sich Krabat große Kräfte und die Fähigkeit an, zum Raben verwandelt mit den Wolken über die Hügel, Berge und Täler zu gleiten. Noch verführerischer als die Schwarze Kunst ist der Zauber von Kantorka, einem Bauernmädchen, in das Krabat sich auf den ersten Blick verliebt. Damit riskiert er aber ihr Leben und auch seines.

Meine Meinung:

Nachdem mir das Buch nur mittelmäßig gefallen hat, interessierte mich der hochgelobte Film doch, vor allem aufgrund der interessanten Besetzung.
Diese hat mir an dem Film wirklich gut gefallen. In der Mühle leben elf Burschen, von denen manche eine größere Rolle spielen als andere. Vom ganzen Auftreten und vom Charakter waren die Burschen gut besetzt. Daniel Brühl und Robert Stadlober sind sehr präsent und passten daher für mich gut in die Rollen von Tonda und Lyschko. Die Müllerburschen die keine wichtige Rolle haben, waren zwar alle verschieden, sodass sie nicht untergegangen sind, aber eben dennoch eher unscheinbar. Einzig Krabats Alterung fand ich ein bisschen blöd dargestellt. David Kross sieht mit dem Flaumbärtchen und dem Zopf eher ein bisschen lächerlich als männlich aus.

Ebenfalls gut gefallen hat mir die Atmosphäre. Der Film ist in vielen Szenen eher dunkel gehalten, zusammen mit der Musik wird dann schon eine leicht bedrohliche, gruselige Stimmung erzeugt. Gestört haben mich nur die Kampfszenen im Dorf. Ich kann das gar nicht so genau beschreiben, aber sie waren sehr hektisch und dadurch hab ich vollkommen den Überblick verloren. In dem Metier kenne ich mich wirklich nicht gut aus, aber als Laie würde ich sagen die Szenen waren schlecht geschnitten.

Unterschiede zum Buch gibt es vor allem am Ende, die mir ohne Wikipedia vielleicht gar nicht so aufgefallen wären. Die entscheidende Schlussszene finde ich im Nachhinein im Film auch sinniger als im Buch. Außerdem meine ich, dass Krabat im Buch neugieriger und/oder skeptischer ist und mehr auf eigene Faust die Mühle und die Umgebung durchstreift. Beispielsweise entdeckt er meiner Meinung nach im Buch selbst die Gräber und quetscht daraufhin seine Mitgesellen aus, während er im Film nicht nach den Gräber fragen muss, es wird ihm vorher davon erzählt. Das nur als Nebensächlichkeit.

Fazit:

Für mich eine sehr gute Buchverfilmung, die ohne große Veränderungen zum Buch auskommt. Der Film ist schnell spannend (schneller als das Buch), die Charaktere sind sehr gut besetzt und die Atmosphäre ist wirklich spitze!

Kommentare:

  1. Hach, ich mag "Krabat"! :D Mochte das Buch schon sehr sehr gerne und den Film fand ich auch ganz gut gemacht, eine richtige schöne Umsetzung.

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    1. Ja, die Umsetzung war echt toll. Besser als das Buch selbst ;)

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  2. Schön, dass dir der Film wenigstens gut gefallen hat :))

    LG

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  3. Irgendwie hab ich direkt das Album "Zauberbruder" von ASP im Kopf :P
    Sehr schöne Musik, die sich auch mit der Thematik befasst!
    Das Buch und der Film haben mich irgendwie nie interessiert, mir reicht mein Kopfkino beim hören der Geschichte via Gesang :3

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    1. Hab das Buch wegen dem ASP-Album gelesen! ;)

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    2. Ehm... ist das ne Bildungslücke, wenn ich weder die Band noch das Album noch die Verbindung zu Krabat kenne? ^^

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