Montag, 16. März 2015

Rezension ~ Die Hexe der 100 Pforten

Titel: Die Hexe der 100 Pforten
Original: The Chestnut King
Autor: N.D. Wilson
Reihe: 100 Pforten 3/3
Seiten: 544
Verlag: cbj
Genre: Jugendbuch, Fantasy


Inhalt:
Das Böse ist noch nicht besiegt und Nimiane ist noch immer fest entschlossen ein neues Endor zu errichten. Henry und seine Verwandten versuchen die Hexe aufzuhalten, doch dabei werden sie von Fingerlingen gestört, willenlosen Marionetten, gesteuert durch Nimiane höchst selbst. Außerdem wird die Familie getrennt und jeder kämpft an unterschiedlichen Fronten. Nur Henry kann das Böse stoppen, wenn er den sagenumwobenen Kastanienkönig findet, von dem niemand weiß ob er überhaupt existiert.

Meine Meinung:
Nachdem der zweite Teil schon besser war als der erste, habe ich gehofft der Aufwärtstrend hält an und im Finale wird es noch richtig spannend. Glücklicherweise ist es tatsächlich so gewesen.

Als erstes ist mir positiv aufgefallen, dass die Leute verständlich gesprochen haben. Endlich hatte ich nicht mehr das Gefühl bei den Erklärungen die Henry bekommt nur Bahnhof zu verstehen, während ihm das Geschwafel sonnenklar ist. Mehr oder weniger.

Außerdem war die Handlung durchweg spannend. Es gab viel Action und ich habe die Seiten teilweise „überflogen“, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Die Reihe ist vom Verlag ab 10 Jahren empfohlen, aber ich finde gerade den letzten Band an einigen Stellen schon recht brutal, zumindest für zehnjährige. Wobei das auch immer schwierig zu entscheiden ist, wenn man selbst schon einiges älter ist.

Negativ aufgefallen ist mir die Übersetzung, die ich teilweise wirklich komisch fand. Keine Ahnung was im Original steht, aber mit „Dem Mann in Schwarz erging es wie einem Ohrwurm unter Enten.“ (S. 92) kann ich irgendwie nicht so viel anfangen.

Außerdem fand ich das Ende ein bisschen… blöd. Ich sag es mal so, dass „richtige“ Ende der Haupthandlung (Nimiane und Endor und so weiter) hat mir sehr gut gefallen. Aber die letzten Kapitel und der Epilog, die hätte es für mich nicht gebraucht. Das Ende hat es dann für mich fast zu einem Mädchenbuch gemacht, wohingegen ich die gesamte Reihe eher als Jungenbuch „verkaufen“ würde. Nicht, dass es Mädchen nicht lesen können/sollen/wollen, aber Bibi und Tina oder Hanni und Nanni wird ja auch überwiegend von Mädchen gelesen. Wisst ihr was ich meine?

Fazit:

Ein sehr guter Abschluss der Trilogie, der mir von allen Teilen am besten gefallen hat. Die letzten Kapitel waren zwar in meinen Augen eher überflüssig, aber sonst war die Handlung sehr spannend und actionreich. Das Buch bekommt von mir vier BigBens, weil es doch deutlich besser war als die Vorgänger, aber es sind keine richtig guten soliden vier BigBens.

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