Mittwoch, 31. Dezember 2014

Rezension ~ Wunder einer Winternacht

Titel: Wunder einer Winternacht
Originaltitel: Joulutarina
Autor: Marko Leino
Seiten: 288
Verlag: Rowohlt
Genre: Roman, Weihnachten





Inhalt:
Nikolas ist sechs Jahre alt und lebt mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester Ada allein auf einer kleinen Insel. Als Ada krank wird, setzen die Eltern mit ihrem kleinen Fischerboot zum Festland über, während Nikolas das Haus warm halten soll. Die Familie erreicht das Festland allerdings nie und Nikolas wird zum Waisenkind, das von nun an in dem kleinen Fischerdorf Korvajoki auf dem Festland leben soll.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mir diesen Winter auf vielen Blogs begegnet und empfohlen worden, sodass ich es mir als Adventskalender-Buch bestellt habe. Es gibt 24 Kapitel/Türchen, sodass es sich wirklich wunderbar für die Vorweihnachtszeit eignet.

Die Geschichte ist an einigen Stellen durchaus traurig, weil man Mitleid mit dem kleinen Nikolas hat, der seine Familie verliert und sein Zuhause verlassen muss. Gleichzeitig hat mich Nikolas auch sehr überrascht, weil er letztendlich versucht das beste aus seiner Situation zu machen. Es hat mein Herz berührt wie er sich bei den Familien bedankt die ihn aufnehmen, wie er Freundschaften schließt und doch glücklich wird, auch wenn er natürlich nicht vergisst, was mit seiner Familie passiert ist.

Mir hat die Idee hinter der Geschichte gefallen, die ja schon im Untertitel des Buches angedeutet wird. „Wunder einer Winternacht“ berichtet davon, wie der Weihnachtsmann geboren wurde, bzw. was der Weihnachtsmann gemacht hat, bevor er Weihnachtsmann war. Dieser Aspekt war wunderschön erzählt, vor allem da einige Sachen ein bisschen im Dunkeln gelassen wurden. Dieses geheimnisvolle passt wunderbar in die Weihnachtszeit und hat mir wirklich sehr gefallen.

Der Autor hat eine sehr angenehme Erzählweise, die sehr gut zur Handlung gepasst hat. Er hat schöne Worte gewählt, sodass bestimmt jeder aus dem Buch etwas mitnehmen kann.

"Vielleicht sollte man die Wechselfälle des Lebens erst nach einer gewissen Zeit betrachten, aus der Distanz. Vielleicht kann man sie erst dann als Ganzes sehen, und vielleicht kann man erst dann abwägen, ob ein Ereignis letzten Endes mehr Gutes oder mehr Schlechtes hervorgebracht hat - oder womöglich beides im gleichen Maß?" (S.45)

Fazit:
Wer eine berührende Weihnachtsgeschichte sucht, die sich auch als Adventskalender eignet, der ist hier sehr richtig. Und wer schon immer geglaubt hat, dass der Weihnachtsmann gar nicht von Coca Cola erfunden worden sein kann, sollte auch mal einen Blick riskieren.

4/5 Punkte
 

Kommentare:

  1. Wenn wir schon beim Thema Rezensionen durchlesen sind... ;)

    Wie sehr ich mir wünschen würde, dass dieses Buch die echte Geschichte des Weihnachtsmannes erzählt, bzw. wie die Tradition entstanden ist, sich am Heiligabend zu beschenken. ;-) Woher das aber tatsächlich kommt? Weißt dus? Hat wahrscheinlich was mit den Heiligen Drei Königen zu tun.

    Übrigens: ich habe mir den Film zum Buch echt noch bestellt und ihn mir am Weihnachtsabend angesehen. :) War ein schöner Abschluss an diesem Tag.

    Liebe Neujahrsgrüße ♥,
    Janine

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    1. Woher das mit dem Beschenken kommt, weiß ich gar nicht so genau. Interessante Frage. Ich habe wikipedia konsultiert (das natürlich nicht als wissenschaftliche Quelle bla bla bla, aber zur ersten Übersicht bla bla bla...) und es sagt: "
      Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken; dieser Brauch wurde seit 1535 von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert, um so das Interesse der Kinder auf Christus anstelle der Heiligenverehrung zu lenken."

      Die heiligen drei Könige waren ja erst später. Deshalb geht man ja erst im Januar sternsingen :D

      Oooooh, ich bestell mir den Film auch. Bald. So im... Februar oder so...^^

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    2. Ich dachte mir nur, weil die Heiligen Drei Könige ja auch Geschenke für das Jesuskind mitbringen, dass der Brauch daher rührt.^^

      Aber gut.. ;) Wieder ein bisschen klüger geworden.

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  2. Ich bin aber auch blöd. Hab ich komplett vergessen... (Wahrscheinlich, weil ich den Jahreswechsel nicht zelebriert habe...):

    Ich wünsch dir natürlich ein schönes, erfolgreiches, gesundes und lesereiches neues Jahr mit viiiiielen guten Büchern und weiterhin ganz viel Freude beim Bloggen!! ☺ Und ich hoffe, dass wir zwei auf diese Art und Weise noch lange in Kontakt bleiben. ;-) Es macht mir wirklich Spaß, mich mit dir auszutauschen und ist vor allem NICHT 0815! :D

    ♥ Janine

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    1. Ach, du bist so lieb.
      Ich möchte alle guten Wünsche zurück geben und bitte lies weiterhin so interessante Bücher, die dann auf meine Wunschliste wandern. Aaaaaah, da fällt mir gerade ein, dass ich das Ende von Plötzlich Shakespeare noch nicht gelesen habe.

      Daaaaaaanke. Ich mag unsere Unterhaltungen auch sehr sehr gern und ich hoffe, wir führen das auch in 2015 fort und bauen das weiter aus. Vielleicht ergibt sich auch wieder die Gelegenheit gemeinsam etwas zu lesen, würde mich sehr freuen!
      ♥♥

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