Dienstag, 23. Dezember 2014

Rezension ~ Dash und Lilys Winterwunder

Titel: Dash und Lilys Winterwunder
Original: Dash and Lily's book of dares
Autoren: Rachel Cohn / David Levithan
Seiten: 320
Verlag: cbt
Genre: Jugendbuch, Liebe
Leseprobe


Inhalt:

Dash, 16-jähriger Teenager und Bücherwurm, findet in seiner Lieblingsbuchhandlung ein rotes Notizbuch. Die gleichaltrige Lily fordert ihn darin erst zu einem Ratespiel im Buchladen und dann zu einer gegenseitigen Schnitzeljagd durch New York auf. Während der Weihnachtsfeiertage, die beide mehr oder weniger allein verbringen, füllen sich so die Seiten des roten Notizbuchs immer mehr, bis eine persönliche Begegnung unumgänglich scheint.
 
Meine Meinung: 
Ich habe viel gutes über das Buch gehört und es daher meiner besten Freundin zum Geburtstag geschenkt, als sie nach New York geflogen ist. Da es jetzt so schön in die Weihnachtszeit passt, habe ich es selbst gelesen und bereut, ihr kein anderes Buch geschenkt zu haben.

Der Beginn der Geschichte hat mir eigentlich ganz gut gefallen, da Lily sich ein Rätsel ausgedacht hat, was auf den ersten Blick sehr schwer wirkt, aber für jemanden der fast in der Buchhandlung wohnt, recht einfach zu lösen ist.
Außerdem hat mir gefallen, dass die Einträge in das Notizbuch fett gedruckt waren und Lily und Dash jeweils ihre eigene Schriftart bekommen haben. So wirkte das ganze Buch für mich authentischer.

Mit Dash und Lily selbst bin ich leider absolut nicht warm geworden. Dash wirkt noch relativ normal, was mich an ihm so gestört hat, kann ich gar nicht genau sagen. Er war mir einfach nicht so nah. Lily ist total seltsam und abgedreht. Auf der einen Seite scheint sie so furchtbar naiv zu sein, sodass sie von ihrer Familie beschützt werden muss, keine Jungs treffen darf und auch abends früh zuhause sein muss. Auf der anderen Seite aber, lassen ihre Eltern Lily und ihren Bruder Langston über die Feiertage allein, da sie ihre Flitterwochen nachholen. Langston liegt aber entweder krank im Bett oder hat nur Augen für Benny, seinen Freund, weshalb Lily eigentlich tun und lassen kann was sie will. Aus der Grundschule hat sie den Spitznamen Schrilly, weil sie sehr sensibel ist und schnell hysterische Anfälle bekommt. In ihrer gesamten Art wirkt Lily für mich einfach künstlich und nicht greifbar, weil sie so zusammengewürfelte Charaktereigenschaften hat.
Ganz lustig fand ich hingegen einige ihrer Familienmitglieder, die zwar allesamt durchgeknallt sind, aber auf eine Art und Weise die ich persönlich realistisch finde. Realistischer als Lily jedenfalls.

Gegen Ende enthält die Geschichte dann auch abstruse Elemente, deren Sinn ich nicht so ganz verstanden habe. Auflockerung? Voranbringen der Geschichte? Ausschmückung zur Erreichung der Mindestseitenzahl? Keine Ahnung.

Die Szene am Ende fand ich dann aber wieder gelungen, weil es zu Dash und Lily und ihrer Leidenschaft gepasst hat. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Gefühl hatte der letzte Satz hat eine bestimme Bedeutung (wie ein Running Gag oder so was in der Art), die ich aber leider nicht verstanden habe. Vielleicht irre ich mich da auch und er war so gemeint, wie er da steht, aber ich hatte einfach das Gefühl etwas nicht verstanden zu haben.

Fazit:
Ein Buch das mich auf Weihnachten einstimmen sollte, was sicher auch gelungen wäre, wenn die Charaktere nicht so seltsam gewesen wären. Die Stimmung wird gut eingefangen, auch die Idee gefällt mir, ebenso wie die Darstellung der Notizbucheinträge im Buch. Mit Dash und Lily bin ich hingegen gar nicht warm geworden.

2/5 Punkte

Kommentare:

  1. Miese Charaktere können einem die Lesefreude wirklich vermiesen. Zumindest bei mir ist das so.
    Von dem Buch habe ich eigentlich auch viel Gutes gehört und wollte es mir schon kaufen. Jetzt bin ich fast froh, dass ich es nicht getan habe, denn nach den unglaubwürdigen Charakteren aus "Eine wundersame Weihnachtsreise" habe ich nicht unbedingt Lust, nochmal auf so seltsame Protagonisten zu treffen...

    Liebe Grüße :-*

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    1. Bei mir ist das auch so. Ein Buch kann noch so toll sein, aber wenn die Charaktere nicht ein bisschen sympathisch oder... realistisch böse (in einem Thriller), dann wird das Buch nur sehr schwer fünf Punkte von mir bekommen
      :D Ja, das verstehe ich gut. Es gibt wirklich viele gute Kritiken, davon hab ich mich auch verleiten lassen. Aber mein Fall war es einfach nicht.

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