Dienstag, 2. Dezember 2014

Aktion ~ Gemeinsam Lesen


Da ich gern mit einer gewissen Regelmäßigkeit posten wollen würde, habe ich mich entschlossen an der Aktion Gemeinsam Lesen zu beteiligen. Wenn es klappt, jeden Dienstag. Immer abwechselnd wird die Aktion bei Schlunzen-Bücher oder Weltenwanderer zu finden sein.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 
 Ich lese gerade "Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk" - Deutsche Helden privat von Oliver Welke und Dietmar Wischmeyer und bin auf Seite 202 von 320.

Außerdem lese ich gerade "Perfect Chemistry" von Simone Elkeles und bin auf Seite 48 von 360 Seiten. 


2. Wie lauter der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Sechs Uhr früh im Feldlager Kunduz/Afghanistan."

"I push the guy up against a sweet, shiny black Camaro, one that probably cost more than my mom makes in a year." 

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst)
Ich muss sagen, dass ich mir etwas mehr Witz und Humor erhofft habe, als es tatsächlich der Fall ist. Vielleicht ist es auch einfach nicht mein Humor. Teilweise ist es doch sehr unter der Gürtellinie und es fallen für meinen Geschmack sehr viele obszöne Begriffe. Es ist jetzt nicht so, als wären das neue Worte für mich, aber wenn ungefähr alle zwei Seiten eine Kombination mit dem Wort "Schwanz" kommt, dann ist mir das zu viel. 
Wer aber die "heute Show" von Oliver Welke gut findet, der könnte durchaus Spaß an dem Buch haben. Ich habe die ganze Zeit seine Stimme im Kopf und könnte mir die Worte gut mit Bildern in dieser Sendung vorstellen.

"Perfect Chemistry" habe ich gestern Abend noch begonnen, weil mir "Frank Bsirske..." wie gesagt nicht so gut gefällt. Normal lese ich ja nicht parallel, aber da das obige Buch kurze, in sich abgeschlossene Kapitel hat, geht das schon :)
Bisher gefällt es mir sehr gut, auch wenn ich noch nicht so weit bin. Das Englisch ist sehr gut zu verstehen und ich liebe es, wie Alex und Britt sich gegenseitig anzicken, weil sie sich so überhaupt nicht leiden können. Etwas Schade finde ich, dass die spanischen(oder mexikanischen (gibt es das?)) Ausdrücke von Alex und seinem Umfeld nicht übersetzt werden. Mein Französisch hilft mir da leider wenig. Andererseits wirkt es auch dadurch sehr authentisch. 
Ganz schön furchtbar finde ich Britts Eltern, die ihre älteste Tochter Shelly in ein Heim abschieben wollen, da sie behindert ist. Grundsätzlich ist es ja nicht verwerflich behinderte/kranke/... Menschen in einer spezielle Pflegeeinrichtung unterzubringen, wenn eine angemessene Pflege zuhause nicht gewährleistet werden kann. Doch der Vater hat nur seine Firma im Kopf und die Mutter... na ja shoppt was das Zeug hält und leitet nicht mal die neue Pflegekraft ihrer Tochter an. Echt unfassbar. Zum Glück kümmert sich Britt um ihre Schwester und lässt nicht zu, dass Shelly in ein Heim abgeschoben wird, nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.


4. Aus welcher Perspektive ist dein aktuelles Buch geschrieben? (Auktorial, Personal Ich-Perspektive) Bevorzugst du sie beim Lesen oder ist es dir egal?
Ich gestehe, ich muss erstmal goggeln wo der Unterschied zwischen auktorial und personal ist. Ich hab da was im Kopf aber nun ja... Deutsch war noch nie so mein Fach.
Was ich aber schon mal sagen kann ist, dass "Perfect Chemistry" in/aus (?) der Ich-Perspektive geschrieben ist. Hierbei wechseln sich die Kapitel zwischen Alex und Brittany ab.
So, auktorial und personal ist nachgeschaut, ich hatte es so ungefähr richtig im Kopf, hätte es aber nicht benennen können. Kennt ihr das auch? Eigentlich weiß man ganz genau was ein Fremdwort bedeutet, aber dann kommt jemand (bei mir meistens meine Mutter...) und fragt "Was heißt denn noch mal Empirie?" Ja und dann steht man da... und kann das nicht erklären.
"Frank Bsirske..." ist übrigens personal erzählt. Ich kann mich jetzt nicht an jeden Erzähler der vielen Kapitel erinnern, aber der überwiegende Teil ist personal. Was ja auch nicht verwunderlich ist, da in jedem Kapitel eine andere Person behandelt wird, über die es einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Leben gibt.  
Welche Erzählform letztendlich gewählt wird, ist mir aber eigentlich egal. Ich richte meinen Bücherkauf nicht daraus aus. Außerdem ist die Perspektivefür mich etwas, was einfach so gegeben ist und ebenso wie zum Beispiel die Namen der Protagonisten unveränderlich ist. Das heißt, ich käme nie auf die Idee in einer Rezension zu schreiben, dass die Geschichte vielleicht aus der Ich-Perspektive besser funktioniert hätte (oder umgekehrt), genau so wenig wie ich sagen würde, dass der Protagonist aber besser Max Mustermann als who-cares geheißen hätte.

Seit wenigen Tagen bin ich übrigens auf Instagram (julias_sammelsurium) zu finden :) Wer von euch ist denn auch dort?

Kommentare:

  1. Hallo, :)
    bei der letzten Frage triffst du genau meine Meinung: Ich würde ein Buch auch nicht schlechter bewerten, nur wegen der Erzählperspektive oder sogar dem Namen.
    Und solche Erklär-Situationen kenne ich auch. :D Meistens passiert mir das mit der englischen Sprache, wenn ich meiner Mutter übersetzen soll und ich genau weiß, was es bedeutet, mir aber die deutschen Begriffe nicht einfallen, weil mein Gehirn gerade auf Englisch gestellt ist. :D Verrückt!
    Ich wünsche dir auf jeden Fall noch viel Spaß beim Lesen. :)

    Liebe Grüße,
    Marina

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    1. Es geht dabei gar nicht mal unbedingt um die Bewertung, obwohl das natürlich auch ein Teil davon ist. Mir würde das wahrscheinlich nicht mal auffallen, da ich die Perspektive wie gesagt als gegeben hinnehme.
      :D Ja, da kann das auch schon mal vorkommen.
      Danke!
      Gruß,
      Julia

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  2. Huhu!

    Na wenigstens hast du dann heute wieder was dazu gelernt *g*
    Ich seh es auf jeden Fall genauso, die Perspektive ist vorgegeben und entweder gut oder schlecht umgesetzt. Bisher hätte ich auch noch bei keinem Buch sagen können, dass mir eine andere Perspektive lieber gewesen wäre, darüber denke ich beim Lesen gar nicht nach - was ja auch für den Autor spricht ^^
    Aber genau deshalb ging mir die Frage im Kopf rum, um zu sehen, was andere Leser so dazu sagen :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Auf jeden Fall hab ich was gelernt. Hast also deinen Bildungsauftrag erfüllt ;)
      Eben, ich denke da auch nicht drüber nach. Würde mir gar nicht auffallen :D
      Du denkst dir wirklich meistens (;)) spannende Fragen aus :D
      Gruß,
      Julia

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  3. Ich fühle mich gerade ungebildet, weil ich weder auktorial noch personal oder Empirie kenne :D Anscheinend habe ich eine sehr schlechte Deutschlehrerin xD

    Zu der Sache mit dem Spanischen - ich denke mal, ob nun Authentisch oder Doof entscheidet sich danach, wie viel Spanisch Alex redet. Wenns nur ein paar Ausdrücke sind, geht das ja. Aber mich würde es dann schon nerven, wenn ich ständig was nicht verstehe...

    Liebe Grüße :)

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    1. Mach dir keine Gedanken, ich habe die Erzählperspektiven auch gegoogelt. Empirie ist nur so ein Begriff, der in meinem Studium vorkommt und ich weiß, dass es irgendwie was mit beobachten ist, aber was jetzt das "irgendwie" genau ist... Keine Ahnung. Muss ich jedes Mal nachschlagen :D

      Am Anfang war es recht viel, mittlerweile geht es einigermaßen und es klären sich einige aus dem Kontext. Bin da aber noch unsicher ob es mir zu viel ist oder nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es später weniger wird, wenn er mehr Zeit mit Britt verbringt. Die spricht bestimmt kein spanisch ;)

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  4. Ah, da ist es ja schon, dein Sternebuch! ;-) Und dann auch noch Englisch. Mein Zweitbuch ist momentan auch ein englisches (The Narrow Road to the Deep North von Richard Flanagan), das ich gewonnen habe. Also eigentlich ist es mein erstes englisches Buch überhaupt. Ich tu mir noch recht schwer, und schaffe am Tag nur 1-2 Seiten (bisher). Bis ich da rein komm dauert es vielleicht noch ein bisschen, denn ich muss so viele Vokabeln im LEO suchen... :-/

    Liest du sonst wirklich nie parallel? Ich habe doch meistens 2 Bücher die ich gleichzeitlich lese, falls ich mal gerade ein bisschen Abwechslung brauche.

    Mir ist die Erzählform auch sowas von wurst. Die beeinflusst nicht wirklich meine Bewertung. Manchmal erwähne ich sie, aber oft fallt sie mir gar nicht bewusst auf, einfach weil ich es nicht relevant finde. Ist eben so wie es ist. Ganz einfach.

    Alles Liebe ♥

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    1. Ja, genau. Ich wollte es schon so lang lesen und jetzt endlich :)
      Ich habs schon auf deinem Blog gesehen, immerhin liest du auf Englisch, ist ja egal wenns nicht so schnell geht. Versuch wirklich mal (wie dir ja jemand schon vorgeschlagen hat) nicht jede Vokabel nachzuschauen und manches einfach zu überlesen. Manche Wörter erschließen sich entweder aus dem Kontext, oder sind auch gar nicht wichtig.

      Nein, eigentlich nicht. Nie würde ich jetzt nicht sagen, bei Anna hab ich auch zwei Bücher gelesen, aber eigentlich lese ich nacheinander. Ich mag das parallel nicht.

      Ich erwähne sie schon auch, wenn es da Besonderheiten gibt, aber eigentlich ist das echt unwichtig :D

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